Wir hatten ja einen American Bulldog-Mix und hab diese Vorurteile am eigenen Leib erleben müssen... Lilly war eine Seele von Hund, ein Schmusemonster, das nichts anderes als Spielen und kuscheln im Sinn hatte. Wenn so ein Riesenkuschler allerdings sabbernd und "gurgelnd" (weil der Sabber ja auch in den Hals lief :lol

mit voller Geschwindigkeit auf einen zustürmt (um jemanden freudigst zu begrüßen), sieht das aber zugegeben tatsächlich bedrohlicher aus, als käme ein Pudelchen Stummel wedelnd auf dich zugehüpft...
Als der Gärtner unseres Nachbar in unserem Garten die Grenzhecke schnitt und ich mit Lilly nach hinten ging, rannte sie auch gleich freudestrahlend zu dem Kerl hin, der hat sich aber so erschreckt, daß er in 2 Millisekunden ganz oben auf seiner Leiter stand und schrie, wie ein kleines Mädchen! *lol*
Auch auf unseren Gassigängen sind uns andere Leute eher aus dem Weg gegangen, als auf uns zu. Andere Hundehalter waren allerdings erstaunlich offen, Lilly gegenüber! Sogar die, mit kleineren Hunden. Nur eine ältere Dame mit Yorkie war ängstlich, daß Lilly ihre Trethupe versehentlich platt tritt...
Ich hab als TAH in der Praxis auch meine eigenen Vorurteile (bin als Kind gebissen worden) gründlich überarbeitet. Ich hab übrigens auch nur einen Schäferhund (altdeutsch) kennengelernt, dem ich über den Weg getraut habe. Aber im großen und ganzen sind die größeren Hunde meist die ruhigeren, gelasseneren. Kleine Hunde sind oft nervöse Angstbeißer, die nach allem schnappen, was sich bewegt...
Wobei man natürlich auch sagen muß, daß ein Rottweiler oder ein "echter" Kampfhund eine ganz andere Kraft im Kiefer hat, als ein kleiner Dackel oder Pudel. Ein Pitbull kann einem Kleinkind mühelos den Arm abbeißen, ein Dackel bräuchte dazu schon länger. Und ich denke, das ist das, was die Angst bei vielen Menschen auslöst.
LG Tina