Huhu Kersi,
wenn du dich in die Rohfütterung nicht reinarbeiten willst, dann bleibe bei TerraCanis, es ist von den Nassfuttern eines der Besten. Alternativ wären da auf gleichem Niveau nur noch Herrmann, Lunderland und Boos (einfach mal Tante Google fragen).
Ein wichtiges Kriterium für die Verwertbarkeit eines Futter ist auch immer die zu fütternde Menge. So kann letztlich ein günstigeres Nassfutter teurer sein als ein Gutes, weil man davon viel mehr geben muß. Das hat nicht nur etwas mit dem Feuchtigkeitsgehalt zu tun, sondern vor allem mit der Verdaulichkeit der Inhaltstoffe. Tierische, hochwertige Eiweiße z.b. werden wesentlich besser verdaut als pflanzliche Eiweiße. Ein guter Maßstab ist da auch die Kotmenge, je mehr der Hund absetzt im Vergleich zu hochwertigen Futter umso niedriger ist die verwertbare Ausbeute für den Hund.
@ Tat
Das Problem bei der Fütterungsweise deines Onkels ist, das es so wie du es beschreibst (mag ja real komplexer sein als deine Zusammenfassung) zu einseitig ist. Was versteht er unter Fleisch, fallen darunter auch Innereien oder füttert er nur Muskelfleisch. Was ist mit dem Calciumbedarf, bekommt der Hund mal Hühnerhälse oder Knochen. Ganz so einfach ist es nämlich dann tatsächlich wieder nicht. Die Rohfütterung ist bei einem gesunden Hund nichts streng Wissenschaftliches, aber man sollte schon soviel Hintergrundwissen aneignen, das man überhaupt die Bedürfnisse und Besonderheiten bei der Ernährung eines Hundes kennt.
Fehlernährungen und Mangelerscheinungen werden vom Körper sehr lange toleriert und versucht auszugleichen, da sind 4 Jahre kein Zeitraum, der ein sicheres Indiz für eine vollwertige Ernährung ist, ebenso wenig kann man sich dabei 100 pro auf die Ergebnisse von Blutanalysen verlassen, denn genau da schlägt sich dieser Effekt des Ausgleichens nieder. Eh z.b. ein zu niedriger Calciumwert übers Blut festgestellt werden könnte, müßte es bereits zu einer massivem Mangel gekommen sein, der nicht mal mehr darüber ausgeglichen werden kann, das der Körper sich das nötige Calzium aus dem Knochen löst um den Stoffwechsel aufrecht zu erhalten - das hieße dann auch, das der Körper sich bereits derart an sich selbst bedient hat, das auch da die Reserven und die Grenzen des Machbaren erreicht sind und nun mit bereits massiveren Schäden zu rechnen ist. Weiterhin sind Nierenerkrankungen und Leberschädigungen alles erst Erscheinungen, die langfristig und im Alter zu Buche schlagen.
Nicht das der Eindruck entsteht ich wäre gegen die Rohfütterung, ganz und gar nicht, ich füttere selbst roh, aber man sollte doch zumindest mit den Grundlagen vertraut sein was Nährstoffbedarf, Zusammensetzung von Futtermitteln und auch Stoffwechselvorgänge angeht.
Zwar gibt auch kein penibel ausgerechneter Futterplan eine Garantie, aber das können Fertigfutter dann ebenso wenig, aber zumindest nähert man sich, dem aktuellen Wissenstand nach an das heute Erreichbare Optimum an, wenn man zumindest annähernd Bedarfswerte und Relationen berücksichtigt. Das heißt schlicht nichts anders als das ein Hund neben Muskelfelsich auch ein gewissen Anteil an Innereien, bindewegshaltigem Gewebe und vor allem eben auch der Calciumbedarf gedeckt werden muß. Ohne Innereien fehlen einfach wichtige Vitamine, die in der ausreichenden Menge in Muskelfleisch nicht enthalten sind. Füttere ich keine Knochen oder Knorpel führe ich den Organismus in eine Übersäuerung, falls ich das nicht anders ausgleiche - langfristig kann dies neben den folgen für den Bewegungsapperat zu Nierenproblemen, Nierensteinen führen, es kann Arthrosen negativ beeinflussen etc.
@ Nadja R
Rein von der Zusammensetzung handelt es sich nicht um ein hochwertiges Futter:
Die Reihenfolde der aufgeführten Komponenten gibt Auskunft über die Menge des enthaltenden Futtermittels. Was vorne als erstes steht ist also prozentual auch am meisten enthalten - hier Reis - man muß keineswegs unbedingt getreidefrei füttern, aber als Hauptbestandteil hat das im Hundefutter nix zu suchen.
Geflügelmehl: Der Begriff sagt folgendes aus, es handelt sich um gemahlenes irgendwas vom Geflügel, keinesfalls garantiert Fleisch, sondern das kann alles sein was so übrig bleibt, ansonsten müßte da Geflügelfleischmehl stehen.
Tierfett kann auch so ziemllich alles sein, was an sich noch nicht das Problem wäre, wenn denn genauer definiert würde von wem und was. Fleisch getrocknet, ist soweit schön und gut, aber Schweinefleisch?!?
Pflanzenproteinisolat, leicht verdaulich, nunja, tierische Proteine sind für einen Caniden immer leicht verdaulich, dafür brauch ich nicht denaturierte (weil isolierte) Pflanzenextrakte (es sei denn sie sind eben billiger

).
Interessant auch, jetzt kommen dann direkt noch mal drei Posten Getreide, beziehungssweise Füllmittel (der Eindruck es wäre wenig minderwertiges Material enthalten läßt sich auch dadurch gut verscheleiern, das man nicht die Gesamtmenge pflanzlicher Anteile angibt, sondern diese weiter aufsplittert, sodaß ich hier sogar fast vermuten würde, wäre Mais nicht in Mais, Maisfuttermehl und Maiskleber aufgesplittet (in der Auszeichnung), würde der Maisanteil vermutlich sogar über dem Fleischanteil liegen obwohl er in der Reiehnfolge dahinter liegt.
Im Folgenden geht es eigentlich so weiter - Maiskleber und Soja sind auch nicht das was ich mir im Hundefutter wünsche, ebensowenig zugesetze Zucker - natürlicher Zucker der z.B. im Obst mitverfüttert wird ist kaum ein Problem, aber wozu künstlich Zucker zusetzen (Fructose - auch wenn dies wieder natürlich suggeriert - ist ja Fruchtzucker, aber eben wiederum isoliert und damit denaturiert und zugesetzt.
RC landet bei mir in der Liga Pedig*** und Co.