Pro und Contra zu einer Sache gleichermaßen zu sehen ist wichtig, da gebe ich dir recht. Nur musst du auch verstehen, sobald es in den Bereich "Schmerzen beim Tier" geht, reagiert man als Tierfreund verständlicher Weise etwas empört, wenn jemand das zufügen von Schmerz zu Schönheitszwecken verteidigt. Dass eine Amputation auch medizinisch notwendig sein kann ist völlig akzeptabel und ich glaube, dagegen hat hier niemand was. Es ist nur so, dass auch ein Kupierfreund zugeben muss, dass es weder medizinisch noch vom Gebrauch des Hundes her einen Grund für das Kupieren von Ohren und Schwanz gibt. Dass Menschen mit kupierten Hunden schräg angeschaut werden, ist auch nicht immer richtig, da der Hund ja auch aus dem TH kommen kann oder beim Schwanz zum Beispiel einen Unfall gehabt haben kann, aber auch hier musst du verstehen, dass man auch die Möglichkeit in Betracht zieht, derjenige habe es absichtlich machen lassen und das ist meiner Meinung nach einfach nicht vertretbar.
Es geht mir hierbei nicht einmal um die gesetzliche Grundlage, die ist in Deutschland eindeutig, sondern um den moralischen Aspekt, nämlich dass ich meinem Hund jeglichen Schmerz erspare und auch wenn du sagst, du hast herumhüpfende kupierte Hunde gesehen, glaube ich dennoch, dass auch diese Hunde Schmerzen habe, zumal meine schon länger verstorbene Hündin mit einem 5kg schweren Milztumor noch Ball gespielt hat und auch sie war bestimmt nicht schmerzfrei, wenn ihre Eingeweide schon gegen ihre Wirbelsäule gedrückt werden!
Außerdem, überleg es dir doch mal von der Seite: Wer würde seinen Hund überhaupt einer unnötigen OP unterziehen, egal was und wozu? Allein das Risiko, das du bei jeder OP hast, ist schon Grund genug, es nicht zu tun.