Mal eine Erklärung zum Thema Kupieren

Diskutiere Mal eine Erklärung zum Thema Kupieren im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Falsch. Brandmarkung diente der besseren Erkennbarkeit, welche Rasse das Pferd hat. Und das aus dem einfachen Grund, da man einen Trakehner nicht...
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  • Mal eine Erklärung zum Thema Kupieren Beitrag #41
Züchter bei Pfeden brandmarken die Tiere, da wird auch nicht eingegriffen.

Falsch. Brandmarkung diente der besseren Erkennbarkeit, welche Rasse das Pferd hat. Und das aus dem einfachen Grund, da man einen Trakehner nicht umbedingt als Laie von einem Hannoveraner unterscheiden kann und nicht beschissen wird.

Da mittlerweile gechipt wird, ist das Brandzeichen nutzlos und es wird diskutiert, ob es nicht verboten werden soll.

Und glaub mir, die Züchter werden sehr wohl angegriffen!!
 
  • Mal eine Erklärung zum Thema Kupieren Beitrag #42
In einem Forum geht es doch nicht darum sich zwei Meinungen anzuhören und gut ist. Es ist nunmal so, dass diskutiert wir. Pro und Kontra Argumente werden eingebracht und dementsprechend wird wieder gegen argumentiert.


Ich habe genau diesen Satz geschrieben:Also Diskutiert aber Disqualifiziert hier niemanden!!!


Fangt an alles zu Lesen und nicht nur das was IHR lesen wollt!!!!!
 
  • Mal eine Erklärung zum Thema Kupieren Beitrag #43
Herzblatt,
Immer mit der Ruhe.
Mein beitrag war nichtmal an dich gerichtet sondern allgemein.
 
  • Mal eine Erklärung zum Thema Kupieren Beitrag #44
Ich bin ganz ruhig hast mich noch nicht wirklich Sauer erlebt;)
Aber mich enttäuscht es immer wieder nur weil jemand eine andere Meinung vertritt ihn abqualifizieren zu müssen! Kein Mensch hat das verdient.
Zwischen einem Diskutieren und Abqualifizieren gibt es einen Unterschied und nur den wollte ich ebend klar machen. Außerdem zu sagen nur es ist scheiße ist auch doof. Warum ist es scheiße.
In erster Linie weil man sollte Tieren so wenig Leid antun wie möglich. Und weil wir Mode so nicht mehr brauchen! Und trotzdem finde ich es schön auch wenn ich es NIEMALS fabrizieren würde!!!
 
  • Mal eine Erklärung zum Thema Kupieren Beitrag #45
Es geht ja nicht um Ästhetik, ich finde manche kupierten Hunde auch schön, aber wenn ich daran denke, wie es gemacht wird, ist dieses Gefühl weg. Außerdem haben nudl und ich genügend Argumente vorgebracht, wieso man es nicht tun sollte, aber es kamen eben keine haltbaren Argumente zurück. Ich glaub das Problem ist, dass man eine andere Meinung schon tolerieren will, aber wenn es gegen den tierschutzorientierten Grundgedanken geht, ist es mit dem Verständnis einfach vorbei.

LG
 
  • Mal eine Erklärung zum Thema Kupieren Beitrag #46
Herzblatt, normalerweise würde ich dir zustimmen, jeder hat eine andere Meinung und man sollte normalerweise auch erwachsen genug sein, um diese zu akzeptieren, auch wenn man es selbst anders sieht.

Allerdings finde ich, dass die Diskussion "Kupieren" dafür eine denkbar schlechte Grundlage ist. Welche Rasse man nun schön findet und warum bleibt jedem selbst überlassen, aber ich für mich kann und will es einfach nicht akzeptieren, wenn Tierquälerei gutgeredet wird. Und ob man es nun macht oder nicht, allein die Aussage: Ich finde es schön und deshalb auch nicht unbedingt ein Drama, kann, wenn man diesen Fall mal weiter spinnt, dazu führen, dass sich jemand denkt: Na so schlimm kann es schon nicht sein!

Hier mal ein hinkendes Beispiel:

Ich kenne einen Hund, der hat nurnoch 3 Beine. Er hat sich prima damit arrangiert, hängt auch auf 3 Füßen so manch anderen Vierbeiner noch ab und da es medizinische Notwendigkeit war, wurde es auch fachgerecht gemacht. Der Hund sieht ganz süß aus und gerade dieses "Aussergewöhnliche" macht ihn interessant. Soll ich jetzt herkommen und meinem gesunden Hund einfach mal ein Bein amputieren lassen? Immerhin darf ich das doch schön finden und es ist ja auch nicht so dramatisch, wenn sich ein Tierarzt findet, der das Ganze unter Narkose macht.

Und jetzt sagt mir doch bitte mal, ob ihr da auch argumentieren würdet: "Leben und Leben lassen, es ist halt ihre Meinung"? ;)

Was man mit seinem Teddybär Zuhause anstellt oder ob man es schön findet diesem die Knopfnase abzupopeln bleibt jedem selbst überlassen und auch wenn ich die Meinung nicht teile, so kann ich das doch auch wunderbar tollerieren. Aber an der Stelle, an der ein Lebewesen leidet oder man auch nur ansatzweise diese Qualen rechtfertigt oder hinnimmt (und das tut man m.E in dem Moment, in dem man sagt: ich finde es aber schön!) hört es auf mit der Meinungsfreiheit. :(

Liebe Grüße
 
  • Mal eine Erklärung zum Thema Kupieren Beitrag #47
Mein Hund ist nun mal mein 'Besitz', genauso wie mein Kind mein 'Besitz' wäre.

Du liebe Güte, dieser Satz sagt schon einiges aus .... :shock: Meinetwegen betrachte Deinen Hund als Deinen Besitz - aber Dein KIND ist Dein Besitz??Damit rechtfertigt man dann, daß ich beidem antuen kann, was immer mir in den Sinn kommt, weil ich es schön finde??

Ich bin froh, in einem Land zu leben, wo die Gesetzgeber das anders sehen ... und weder erlauben mit dem Hund zu tun wonach mir ist und schon mal gar nicht mit dem Kind!

Über Schönheit läßt sich bekanntlich streiten - aber Kupieren ist (zumindest in Deutschland, Österreich und der Schweiz) eine Strafstat und außerdem Tierquälerei, fertig.

Jeder, wirklich jeder, der sich Gedanken darüber macht, seinen Hund kupieren zu lassen (ich rede selbstverständlich nicht von medizinischen Gründen wegen Schwanzbruch, Krebs o. ä.), sollte sich einmal damit befassen, woher dies kommt und froh sein, dass wir diese Zeit hinter uns gelassen haben.

60 v. Chr. wurde das Schwanzstutzen erstmals beschrieben (Quelle: Cloumella): "Man kupiere die Rute des jungen Hundes 14 Tage nach der Geburt; man fasst dieselbe mit den Zähnen und während man zusammenbeißt, zieht man, bis man das Gelenk fühlt und bricht sie ab. Mittels dieser Operation bewahrt man den Hund vor der tödlichen Wutkrankheit ..." Es entstand also aus einem Aberglauben und hat sich über ganz Europa ausgebreitet - Gott sei Dank ist man heute weiter und es gibt sowas wie Tollwutimpfung.

Da die Sehen der abgebissenen Ruten (man stelle sich das mal vor) aussahen wie Würmer, dachte man auch, daß man dem Hund damit vor Wurmbefall schützen könnte ... - Auch hier gibt es heute andere Mittelchen.

In Großbritannien ist das Kupieren ebenfalls uralt. Man kennzeichnete damit Hunde als Arbeitsgerät und war damit von den Steuern befreit. Aus diesem Grund wird der Aussi heute in den USA noch oft kupiert. Ziemperlich ist man da heute noch nicht; es ist üblich, mit scharfen Scheren zu arbeiten oder die Rute mit Gummiband abzubinden, bis sie abstirbt.

Schaut man mal, welche Hunderassen üblicherweise kupiert wurden, sind da meist Rassen, die die einfache Bevölkerung hielt (also die Steuerzahler).

Die Rassen der Adeligen und Meutehunde wurden nicht kupiert (z. B. Dogge, Beagle, Foxhound, Harrier). Niemand wird wohl abstreiten, daß diese Hunde teils sehr dünne Ruden haben und teilweise als Meutehunde durch Unterholz und Gestrüpp hetzten. Sie hatten aber das Glück, die Hunde des Adels zu sein, das einfache Volk konnte sich solche Hunde nicht leisten ...

Dies widerspricht auch der immer noch verwendeten Ausrede mancher Jagd- und Stöberhundeführer - nämlich daß sich diese regelmäßig schwer bei ihrer Arbeit an den Ruden verletzten und deshalb vorsorglich kupiert werden (was ja leider auch bei uns noch erlaubt ist).

Kupieren ist Tierquälerei, bei uns eine Straftat und außerdem unnötig - das ist Fakt! Ich bin der Meinung, wer seinen Hund kupieren läßt oder sich einen kupierten Hund aus dem osteuropäischen Ausland holt, weil er es schön :shock::shock: findet, sollte sich mal auf seinen Geisteszustand hin untersuchen lassen ...

Gleichwohl gibt es immer wieder kupierte Hunde im TS - wenn es paßt, würde ich auch so einen Hund aufnehmen und es als Behinderung ansehen, genauso wie nur ein Auge, drei Beine oder was weiß ich - auch so ein Tier hat einen neues zu Hause verdient.

LG Ida
 
  • Mal eine Erklärung zum Thema Kupieren Beitrag #48
Kupieren ist Tierquälerei, bei uns eine Straftat und außerdem unnötig - das ist Fakt! Ich bin der Meinung, wer seinen Hund kupieren läßt oder sich einen kupierten Hund aus dem osteuropäischen Ausland holt, weil er es schön findet, sollte sich mal auf seinen Geisteszustand hin untersuchen lassen ...

Gleichwohl gibt es immer wieder kupierte Hunde im TS - wenn es paßt, würde ich auch so einen Hund aufnehmen und es als Behinderung ansehen, genauso wie nur ein Auge, drei Beine oder was weiß ich - auch so ein Tier hat einen neues zu Hause verdient.

Dankeschön!! Ein wirklich guter Beitrag, der zeigt, woher das Kupieren wirklich kommt (auch im Sinne dieses Threads) und wie sinnlos jegliche Argumentation dafür ist. Ich finde es toll, dass du dir die Mühe gemacht hast Ida und ich finde, der Schluss den ich hier zitiert habe, fasst es perfekt zusammen!!
LG
 
  • Mal eine Erklärung zum Thema Kupieren Beitrag #49
Oh man ,bei dem "Heissen" Thema habe ich echt ein Problem ,
nämlich stelle ich mich erst vor ? oder schreibe ich erst was dazu ?
Habe mich für letzteres entschieden .

In Deutschland und auch in einigen anderen europäischen Ländern ist das Coupieren der Ohren seit nun mehr fast 30 Jahren ,das der Ruten seit 1999 verboten .
Das ist Gesetz und alle Züchter eines ordentlichen Verbandes müssen sich daran halten ,ob es ihnen gefällt oder nicht .
Vorher gab es etliche Rassen die Coupiert wurden und mitnichten waren alle Züchter Tierquäler, die das machen liessen . Im Gegenteil ,ein ordentlicher Züchter bauftragte damit einen Tierarzt und dieser amputierte mitnichten die Hunde ohne Betäubung .
Natürlich gab es wie bei allem eben auch die Ausnahmen ,nämlich die die so gerne mit Züchtern in einen Topf geworfen werden und wo die Aufzucht nichts kosten darf .
Aber wie gesagt ,das ist ja nun nicht das Thema ,das es Menschen gibt die aus welchen Gründen auch immer ,Tiere zwecks Kommerz halten .

Ursprung des Coupierens war er steuerliche Hintergrund wie schon von Herzblatt beschrieben .
Der rechtliche Hintergrund ,nach dem Coupierverbot ,sieht anderes aus .
Um genau zu sein hat der Gesetzgeber hier gar nichts geregelt .
Damit ihr wisst wovon ich rede :

§ 5 Tierschutzgesetz
(1) An einem Wirbeltier darf ohne Betäubung ein mit Schmerzen verbundener Eingriff nicht vorgenommen werden. Die Betäubung warmblütiger Wirbeltiere sowie von Amphibien und Reptilien ist von einem Tierarzt vorzunehmen. Für die Betäubung mit Betäubungspatronen kann die zuständige Behörde Ausnahmen von Satz 2 zulassen, sofern ein berechtigter Grund nachgewiesen wird. Ist nach den Absätzen 2, 3 und 4 Nr. 1 eine Betäubung nicht erforderlich, sind alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Schmerzen oder Leiden der Tiere zu vermindern.

(2) Eine Betäubung ist nicht erforderlich,

1.
wenn bei vergleichbaren Eingriffen am Menschen eine Betäubung in der Regel unterbleibt oder der mit dem Eingriff verbundene Schmerz geringfügiger ist als die mit einer Betäubung verbundene Beeinträchtigung des Befindens des Tieres,
2.
wenn die Betäubung im Einzelfall nach tierärztlichem Urteil nicht durchführbar erscheint.

(3) Eine Betäubung ist ferner nicht erforderlich

1.
für das Kastrieren von unter vier Wochen alten männlichen Rindern, Schafen und Ziegen, sofern kein von der normalen anatomischen Beschaffenheit abweichender Befund vorliegt,
1a.
für das Kastrieren von unter acht Tage alten männlichen Schweinen, sofern kein von der normalen anatomischen Beschaffenheit abweichender Befund vorliegt,
2.
für das Enthornen oder das Verhindern des Hornwachstums bei unter sechs Wochen alten Rindern,
3.
für das Kürzen des Schwanzes von unter vier Tage alten Ferkeln sowie von unter acht Tage alten Lämmern,
4.
für das Kürzen des Schwanzes von unter acht Tage alten Lämmern mittels elastischer Ringe,
5.
für das Abschleifen der Eckzähne von unter acht Tage alten Ferkeln, sofern dies zum Schutz des Muttertieres oder der Wurfgeschwister unerläßlich ist,
6.
für das Absetzen des krallentragenden letzten Zehengliedes bei Masthahnenküken, die als Zuchthähne Verwendung finden sollen, während des ersten Lebenstages,
7.
für die Kennzeichnung von Schweinen, Schafen, Ziegen und Kaninchen durch Ohrtätowierung, für die Kennzeichnung anderer Säugetiere innerhalb der ersten zwei Lebenswochen durch Ohr- und Schenkeltätowierung sowie die Kennzeichnung landwirtschaftlicher Nutztiere einschließlich der Pferde durch Ohrmarke, Flügelmarke, injektierten Mikrochip, ausgenommen bei Geflügel, durch Schlagstempel beim Schwein und durch Schenkelbrand beim Pferd.

§6 Tierschutzgesetz
1) Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres. Das Verbot gilt nicht, wenn

1.
der Eingriff im Einzelfall

a)
nach tierärztlicher Indikation geboten ist oder
b)
bei jagdlich zu führenden Hunden für die vorgesehene Nutzung des Tieres unerläßlich ist und tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen,

2.
ein Fall des § 5 Abs. 3 Nr. 1, 1a oder 7 vorliegt,
3.
ein Fall des § 5 Abs. 3 Nr. 2 bis 6 vorliegt und der Eingriff im Einzelfall für die vorgesehene Nutzung des Tieres zu dessen Schutz oder zum Schutz anderer Tiere unerläßlich ist,
4.
das vollständige oder teilweise Entnehmen von Organen oder Geweben zum Zwecke der Transplantation oder des Anlegens von Kulturen oder der Untersuchung isolierter Organe, Gewebe oder Zellen erforderlich ist,
5.
zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung oder - soweit tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen - zur weiteren Nutzung oder Haltung des Tieres eine Unfruchtbarmachung vorgenommen wird.

Eingriffe nach Satz 2 Nr. 1 und 5 sind durch einen Tierarzt vorzunehmen; Eingriffe nach Satz 2 Nr. 2 und 3 sowie Absatz 3 dürfen auch durch eine andere Person vorgenommen werden, die die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat. Im Anschluss an die Kastration eines über sieben Tage alten Schweines sind schmerzstillende Arzneimittel einschließlich Betäubungsmittel bei dem Tier anzuwenden. Für die Eingriffe nach Satz 2 Nr. 4 gelten die §§ 8b, 9 Abs. 1 Satz 1, 3 und 4, Abs. 2 mit Ausnahme des Satzes 3 Nr. 6, Abs. 3 Satz 1 sowie § 9a entsprechend. Die Eingriffe sind spätestens zwei Wochen vor Beginn der zuständigen Behörde anzuzeigen. Die Frist braucht nicht eingehalten zu werden, wenn in Notfällen eine sofortige Durchführung des Eingriffes erforderlich ist; die Anzeige ist unverzüglich nachzuholen. Die in Satz 6 genannte Frist kann von der zuständigen Behörde bei Bedarf auf bis zu vier Wochen verlängert werden. In der Anzeige sind anzugeben:

1.
der Zweck des Eingriffs,
2.
die Art und die Zahl der für den Eingriff vorgesehenen Tiere,
3.
die Art und die Durchführung des Eingriffs einschließlich der Betäubung,
4.
Ort, Beginn und voraussichtliche Dauer des Vorhabens,
5.
Name, Anschrift und Fachkenntnisse des verantwortlichen Leiters des Vorhabens und seines Stellvertreters sowie der durchführenden Person und die für die Nachbehandlung in Frage kommenden Personen,
6.
die Begründung für den Eingriff.

(2) Verboten ist, beim Amputieren oder Kastrieren elastische Ringe zu verwenden; dies gilt nicht im Falle des Absatzes 3 Nr. 3 oder des § 5 Abs. 3 Nr. 4.
(3) Abweichend von Absatz 1 Satz 1 kann die zuständige Behörde

1.
das Kürzen der Schnabelspitzen von Legehennen bei unter zehn Tage alten Küken,
2.
das Kürzen der Schnabelspitzen bei Nutzgeflügel, das nicht unter Nummer 1 fällt,
3.
das Kürzen des bindegewebigen Endstückes des Schwanzes von unter drei Monate alten männlichen Kälbern mittels elastischer Ringe

erlauben. Die Erlaubnis darf nur erteilt werden, wenn glaubhaft dargelegt wird, dass der Eingriff im Hinblick auf die vorgesehene Nutzung zum Schutz der Tiere unerläßlich ist. Die Erlaubnis ist zu befristen und hat im Falle der Nummer 1 Bestimmungen über Art, Umfang und Zeitpunkt des Eingriffs und die durchführende Person zu enthalten.
(4) Das Bundesministerium wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates die dauerhafte Kennzeichnung von Tieren, an denen nicht offensichtlich erkennbare Eingriffe vorgenommen worden sind, vorzuschreiben, wenn dies zum Schutz der Tiere erforderlich ist.
(5) Der zuständigen Behörde ist im Falle des Absatzes 1 Satz 2 Nr. 3 auf Verlangen glaubhaft darzulegen, dass der Eingriff für die vorgesehene Nutzung unerlässlich ist.
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
§ 6a
Die Vorschriften dieses Abschnittes gelten nicht für Tierversuche, für Eingriffe zur Aus-, Fort- oder Weiterbildung und für Eingriffe zur Herstellung, Gewinnung, Aufbewahrung oder Vermehrung von Stoffen, Produkten oder Organismen.


Wer sich das mal in Ruhe durchliest ,wird sehen was für Gummiparagraphen da geschaffen wurden .
Das das Coupierverbot heute zu fast 90% in den europäischen Ländern durchgesetzt worden ist ,ist einzig und allein den Züchtern und den dazu gehörenden Verbänden zu verdanken .

Und wenn nun alle Tierschützer laut aufschreien : Im Tierschutz werden durch prophylaktische Kastrationen ( sogar bei Vermittlung häufig Vertragspflicht und somit Aufforderung zum Gesetzesbruch) den Tieren wesentlich häufiger heute unnötige Schmerzen , Verstümmelung und schwerwiegende Schäden zugefügt wie durch das Coupieren .( was nicht heisst das ich dafür bin )

Ich halte das Coupierverbot für nötig und richtig ,eben wegen der gewissenlosen Typen ,die vielen hunden schwere Schäden zugefügt haben ,weil sie das Geld für einen ordentlichen TA sparen wollten .

Aber ein paar Vorurteilen möchte ich doch gezielt wiedersprechen .
1. das Klappohr ist nicht natürlich ,sondern wurde angezüchtet . Hunde mit Klappohren haben häufiger Ohrenentzündungen bis hin zu Trommelfellschädigungen wie Hunde mit Stehtohr .
2.Hunde mit coupierten Ruten und Ohren können nicht mit Artgenossen kommunizieren , Das stimmt nicht !
Es wurden früher von den ca.340 anerkannten FCI - Rassen ca 120 Rassen coupiert . Meist nur die Rute ,häufig aber auch beides .
Glaubt ihr im Ernst das alle diese Hunde nicht kommunizieren konnten ?
Sie konnten das sehr wohl ,und waren genauso häufig auf Hundeplätzen und Orten wo sich Hunde trafen anzutreffen ,wie eben die anderen .
3. Man könnte ja Stummelruten und Stehohr anzüchten :
Stimmt begrenzt ,denn Zucht ist polygenetisch und mit der Änderung am Exterieur eines Lebewesens ,ändert man auch immer andere Genkombinationen mit . Und somit könnte man zwar einen optischen Effekt erzielen ,aber es würde sich erst Generationen später herausstellen ,ob das für die rassetypischen Eigenschaften ein sinnvoller Effekt wäre .
4. Menschen die einen coupierten Hund wollen , wollen den Eindruck des Hundes verschärfen . Stimmt nicht so .
Die meisten wollen sich einfach vom alten Bild ihrer Lieblingsrasse nicht lösen . Ich weis von befeundeten Züchtern aus dem Ostblock ,das die Nachfrage bei kleinen und mitelgrossen Rassen die früher coupiert wurden wesentlich grösser ist ,als bei den Gebrauchshunden .

Also liebe Tierschützer :

Bevor ihr jeden Menschen ,der einen coupierten Hund schön findet ,alsTierquäler abklassifiziert ,
denkt lieber einmal drüber nach ,was eure Hunde empfunden haben als ihr ,ihnen das Geschlecht genommen habt ,sie zu Neutrums gemacht habt und oft sogar ,durch Frühkastration ihnen Gesundheitschäden und ein infantiles Leben beschert habt .

so und nun schreite ich zur Vorstellung

Liebe Grüße
Elvira / Merlin 2009
 
  • Mal eine Erklärung zum Thema Kupieren Beitrag #50
Hey Elvira,

deine Meinung ist interessant. Aber dein Vergleich zur Kastration ist für mich hinkend. Dass Tierheime und Tierhilfen kastrieren ist nicht unbegründet. Vor allem im Ausland. Es rennen Straßenhunde natürlich frei durch die Gegend und letztendlich ist der Stress einer oder mehrer Geburten heftiger als die einmalige Kastration, die bei wenigen Hunden wirklich heftige Nachwirkungen hat.
Dazu gibt es auch genug Leute die wissentlich vermehren um Profit daraus zu schlagen, oder "einmal Babies haben wollen, weil sie so süüüß sind/ weil sie gehört, dass ein Weibchen das mal gemacht haben muss".
Ok, es gibt genug, die Weibchen aus Faulheit kastrieren, aber auch genug die beiderlei Geschlechts aus Schutzgründen kastrieren. Nicht für jeden Hund ist es angenehm diesen Trieb zu haben. Viele Hündinnen werden Scheinschwanger, manche Besitzer schaffen es nicht während der Läufigkeit aufzupassen (ich gebe zu, ein schwaches Argument, aber wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und jemand nunmal einen Hund hat, auf den er nicht aufpasst, ist die Kastration besser) oder die Rüden werden liebeskrank.

Eine Kastration passiert in den meisten Fällen zum Schutz (Läufigkeit/Trächtigkeit sowie Liebeskrankheit beim Rüden), einen Hund zu kupieren passiert aus rein ästhetischen Gründen und da liegt der Unterschied.

Im Übrigen ist es kein Gesetzesbruch, den Hund zu kastrieren. Sofern der TA keine Bedenken hat und damit liegt es in seiner Hand, gibt es keinerlei Bedenken, so etwas zu tun. Ob das bedenklich sein mag, ist eine andere Frage. Es ist aber so nicht verboten.
 
  • Mal eine Erklärung zum Thema Kupieren Beitrag #51
Hallo Merlin, willkommen im Forum,

auf die Gummiparagraphen gehe ich lieber nicht ein, über die habe ich mich shcon genug aufgeregt. Aber zum kastrieren: du wirst es nicht für möglich halten, aber ich lasse meinen Hund nicht kastrieren (auch wenn jetzt manche bestimmt schreien wegen der Vermehrung) und bin dennoch nie Oma geworden. Ich habe es nicht machen lassen, weil ich es nicht natürlich finde und der Meinung bin, wenn es medizinisch nicht notwendig ist, muss es für den Hund nicht sein. Dennoch decken sich meine Ansichten in beiden Dingen: Denn beides ist, wenn medizinisch nicht notwendig, nicht nötig und daher lasse ich es auch nicht machen.
Es geht um den Eingriff an sich, dass über den Körper des Tieres entschieden wird, ihn nicht natürlich hinzunehmen sondern zu verändern, aus Gründen, die nicht medizinisch sind und daher meiner Meinung nach auch nicht vertretbar sind. Jede OP, jeder Schmerz den ich über meinen Hund ergehen lass, muss für mich medizinisch begründet sein, einen anderen Grund darf es dafür nicht geben und damit schließe ich auch das Präventivcoupieren aus!
 
  • Mal eine Erklärung zum Thema Kupieren Beitrag #52
Zum Thema Kastration
schreibe ich gerne auch ausführlich ,wäre aber hier off Topic
und war nur als Beispiel gedacht .

Ich finde es eben ziemlich scheinheilig ,wenn man auf den Hundecoupierern
rumprügelt ,aber alle anderen menschlichen meist unötigen Eingriffen beide Augen zu hat .
L.G.
Elvira
 
  • Mal eine Erklärung zum Thema Kupieren Beitrag #53
Ich finde auch Dobis mit Steh-ohren schön.
Aber wie schon erwähnt, das Kupieren wurde zu sehr mißbraucht, daher wurde das Verbieten zeit.

Und es würde wieder mißbraucht werden, wenn das Verbot gelockert werden würde.

Ich fände es auch nicht nötig. Denn viele Arbeiterhunde wie Dobermann oder Jagdhunde wie Cocker Spaniel werden weniger fürs Arbeiten, sondern immer mehr als Begleithunde verwendet.
 
  • Mal eine Erklärung zum Thema Kupieren Beitrag #54
Off-Topic
Zum Thema Kastration haben wir auch bereits viele Themen was das pro und contra angeht. Schau mal in der Suchfunktion, dort kannst du dir alles in Ruhe ansehen ung ggf. auch nochmal deine Meinung äußern. Hier ist es ja wirklich bissi OT.
 
  • Mal eine Erklärung zum Thema Kupieren Beitrag #55
Merlin 2009, das ist wohl ein großer Unterschied zwischen Verstümmlung der Ohren und einer Unfruchtbarmachung.
 
  • Mal eine Erklärung zum Thema Kupieren Beitrag #56
Woah so viel text!

Verstümmelung egal bei welchem Lebewesen ist nicht das richtige.Zumal das auch überhaupt net schön is.
[VERSTECK]
Off-Topic
Wegen menschen und verstümmelung. Es gibt Menschen die drauf stehen das Ihnen Körperteile entfernt werden. Um so dann aufmerksamkeit zu bekommen. teilweise schnüren die sich gelenke ab.Tja sowas gibs.

[/VERSTECK]
 
  • Mal eine Erklärung zum Thema Kupieren Beitrag #57
Off-Topic
Zum Thema Kastration
schreibe ich gerne auch ausführlich ,wäre aber hier off Topic
und war nur als Beispiel gedacht .

Ich finde es eben ziemlich scheinheilig ,wenn man auf den Hundecoupierern
rumprügelt ,aber alle anderen menschlichen meist unötigen Eingriffen beide Augen zu hat .
L.G.
Elvira

Das Beispiel ist allerdings genauso sinnvoll in dieser Diskussion wie die Aussage "Nutella schmeckt lecker".

Ein Rüde wird nicht kastriert weil er ohne Eier niedlicher aussieht, genauso wenig wie die Hündin kastiert wird, weil es ihr besser steht, ohne Gebärmutter durchs Leben zu schreiten. Ästhetik und Vorsicht sind zweierlei!
 
  • Mal eine Erklärung zum Thema Kupieren Beitrag #58
Hundkatz und Winchester
Seid ihr euch da sicher ?
75 % aller Kastrationen bei Rüden wie Hündinnen haben keinen medizinischen Hintergrund .

Sie werden gemacht
1. weil es Menschen gibt die, die Sauerei (Blutung) alle halbe Jahr nicht wollen.
2. weil die Hunde angeblich dann führiger sind .
3. weil die Hunde unter ihrem Sexualtrieb angeblich leiden
4. weil Tierärzte gutes Geld damit verdienen
5.weil Menschen zu faul sind ungewollte Vermehrung zu verhindern


und diese Art von Verstümmelungen die auch noch mit teilweise lebensbedrohlichen Operationen ,lebenslanger Inkontinenz und vielem mehr einhergehen lassen sich nicht vergleichen ?????????

Finde das ist eine sehr seltsame Auffassung der Dinge .
L. G.
Elvira
 
  • Mal eine Erklärung zum Thema Kupieren Beitrag #59
Off-Topic
Ich zitiere mal:

Off-Topic
Zum Thema Kastration haben wir auch bereits viele Themen was das pro und contra angeht. Schau mal in der Suchfunktion, dort kannst du dir alles in Ruhe ansehen ung ggf. auch nochmal deine Meinung äußern. Hier ist es ja wirklich bissi OT.

Kastration ist wieder ein Thema für sic und gehört hier nicht hin.
 
  • Mal eine Erklärung zum Thema Kupieren Beitrag #60
mach ich auch noch ,will mich nur erst in die bereits vorhandenen Themen einlesen .
Das sollte nur eine Antwort für die auf mich bezogenen Zitate sein

L.G.
Elvira
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Thema:

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