Zitat von Frank: Terrier werden unterschätzt, sie sind von den Zuchtzielen her sicher problematischer als etwa Hütehunde.
Zitat von Frank: Dass Terrier überdurchschnittlich heikel zu haltende Hunde sind, bestätigt einem jede/r, der/die sich mit Hunden auskennt.
Tut mir leid, Frank, aber ich kann diese beiden Zitate nicht annährend bestätigen. Ich habe seit über 20 Jahren Erfahrungen mit Hunden, habe schon manchen trainiert (auch sogenante Problemhunde), bin mit einem Lakeland-Terrier aufgewachsen (erstaunlicherweise hat der, obwohl er unser Ersthund war, in seinen ganzen 16 Lebensjahren keine einzige Katze und auch kein anderes Tier zerrissen...) und bin heute Besitzerin 2 er Hütehunde.
Ne, kann das wirklich nicht bestätigen.
Ich würde niemanden einen Hütehund (Border Collie, Aussie, Cattle Dog, Kelpie...) als Ersthund empfehlen! Niemandem. Aber ein lustiger Terrier, oder Terriermix auf jeden Fall. Denn diese Hunde sind um einiges robuster als die super sensiblen Hütehunde. Hütehunde gehören nicht in Anfängerhände. Auch deren Mixe nicht. Aber Terrier oder Terriermixe sind sowas von lebensfrohen Tieren, die soviel Blödsinn mitmachen, die sind ideale Gefährten für Kinder, tolle Familienhunde!
Und klar, natürlich: man muss sie erziehen!
Ausserdem, es gibt soviele Arten von "Terriern", dass es doch sehr gewagt ist, diese alle als Pauschalbegriff zusammen zu nehmen. Dann gibt es noch x Terrier Mischlinge, na bingo. Da ist jeder zweite Hund, der in Deutschland rumläuft ein Terrier oder Terriermix..
Ich bin einverstanden, wenn man hier sagt, dass es viele Hunde gibt, die nicht annährend unter Kontrolle sind! Ja. Und genau diese Hundehalter, die so nachlässig sind, die ziehen alle anderen in den Dreck. Wegen denen gibt es überall Verbote, werden die Steuern immer höher, gibt es immer mehr Hundehasser. Ja, sehe ich so. Ich ärgere mich selbst als Hundehalter mindestens 1x täglich über einen anderen Hundehalter. Ist doch bedenklich!
Und auch diese Geschichte mit der Katze, klar, kein Thema, sowas sollte in unserer Gesellschaft nicht passieren. Aber genau solche Dinge passieren immer wieder. Nur werden die vielleicht nicht so publik gemacht. Tagtäglich werden Tiere von anderen Tieren gemordet. Ob nur aus Freude (hatte heute bereits wieder 2 Anrufe von verzweifelten Katzenhaltern, deren Tiere angeknabberte Vögel heimbrachten---mussten beide eingeschläfert werden, die Katze sitzt nun gemütlich auf dem Sofa und putzt sich die Pfötchen, nachdem sie ihr lecker Sheba vertilgt hat) oder wirklich aus purem Überlebensinstinkt.
Tagtäglich ermorden wir Menschen Tiere. Nicht mal böswillig. Gestern bin ich auf einen Regenwurm gestanden...Mea culpa, sorry, Wurm!
Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit lag ein platter Igel auf der Stasse. Herrlich. Manche geben ja noch extra Gas, wenn sie einen sehen. Arschlöcher! (tschuldigung, der musste raus!) Ja, ist mir schon klar, sind halt alles Wildtiere, ist nicht das gleiche.... Ja. ja. Aber dennoch lieben wir hier doch ALLE Tiere! Und die Wildtiere (zumindest meiner Meinung) haben genausoviel Recht auf Leben wie die eigenen Haustiere. Hey, ich bin TIERfreund. !
Ich meine, seien wir ganz klar und radikal. Frank schreibt auch, Katzen erwischen wohl mal unvorsichtige Vögel.... Ja, mag sein. Mag sein, dass die wirklich zu langsam, zu unvorsichtig waren, es nicht rechtzeitig auf den Baum schafften..
Vielleicht war die Katze von Frank aber (vielleicht auch dem Alter entsprechend) auch unvorsichtig... Die Natur kennt keine Gnade, sorry!
Nochmals zu den Hunden: es spielt gar keine Rolle, welcher Rasse der Hund angehört! Denn das Problem ist der Mensch----nicht der Hund! Jeder Hund ist so, wie er von seinen Besitzern und Trainern gemacht wurde.