genau wie auch akani und dogma sagen: die Natur ist schon gut eingerichtet. Und so wie die Katze im Normalfall nur die schwachen Vögel und Mäuse erwischt, so ist aber auch ein Hund nur in der Lage eine schwache Katze "zu killen", denn eine Katze kommt sehr wohl gegen einen Hund an. In wieviel Haushalten wo Hund und Katze zusammenleben, ist die Katze der Chef? Ich glaube, in sehr, sehr vielen... Von wegen, arme wehrlose Katze.
Nein, Frank, es geht hier nicht drum, Deinen Thread auszunutzen meinen nicht vorhandenen Widerwillen gegen Katzen auszuleben.
Ich habe grundsätzlich kein Problem mit Katzen. Hatte selbst schon Katzen, hab vor Jahren 2 Katzenbabies aufgenommen, weil sie sonst getötet worden wären. Es war mir immer klar, dass ich sie nicht behalten kann, aber ich habe sie zu mir genommen um von dort aus ein schönes Zuhause für sie zu finden---und das ist mir gelungen. Ich hatte einige ganz tolle Wochen mit den Tierchen verbracht. Ein Brauntiger und eine schwarz-weisse. Ganz tolle Tierchen.
Ich versuche nur, Dich von dem Schema "Josie arme Katze und lieb und gut --- und alles andere böse und schlecht" abzubringen.
Als wahren Tierfreund (nicht nur KATZENfreund) sollte man alle Seiten sehen. Die Seite der Katze, die des Hundes, der Maus, der Eidechse, des Vogels... Die Natur ist super eingerichtet---solange der Mensch nicht eingreift.
Aber genau das ist der Punkt. SOLANGE DER MENSCH NICHT EINGREIFT. Tiere sind gut gewappnet gegen natürliche Feinde. Kein Tier hat es bisher geschafft, ein anderes Tier auszurotten. Sowas schafft nur der Mensch. Die Natur ist in der Balance. Und selbst die Elstern, welche gerne mal Nester von Singvögeln ausrauben gehen (auch Eichhörnchen machen das übrigens!) haben bisher noch keine Vogelart wirklich in Gefahr gebracht.
Mir ist auch nicht bekannt, dass irgendwelche blutrünstigen Terrier irgendwelche Bestände von Katzen, Kindern oder anderen Lebewesen gefährden?!
Gerne lerne ich neues, sollte ich total weltfremd sein und irgendwas verpasst haben?
So, aber diese ganzen Freigänger-Katzen, die durch alle Gärten stromern, die bringen das Gleichgewicht durcheinander! Das ist keine persönliche Abneigung, das sind Fakten! Und wenn es inzwischen soviele Freigänger gibt, dass mich fast täglich hilfesuchende (Katzenbesitzer!) anrufen, es sitze da ein junger Vogel im Garten und eigentlich wissen sie schon, sollte man den sein lassen, aber es sitzen schon alle Katzen rumdum..." dann macht mich das schon oft wütend und traurig zugleicht. Denn HAUSkatzen gehören nicht zu den natürlichen Feinden von Vögeln, genausowenig wie Fensterscheiben oder Autos.... Wenn in der Natur ein Habicht eine Taube holt, dann nur, weil er Hunger hat und sein eigenes Überleben mit diesem Töten sichern kann. Das ist Natur und das ist absolut ok.
Wenn aber eine verwöhnte Hauskatze einfach aus purer Jagdlust kleine Vögel fängt und oftmals (auch nicht sichbar, Krallen hinterlassen so kleine Verletzungen, dass man die nicht sieht!) nicht tötet sondern nur schwer verletzt, dann habe ich damit tatsächlich Mühe. Und nicht nur ich, sondern in erster Linie die Katzenhalter. Denn die rufen mich ja an und verlangen dann quasi von mir, dass ich nun das Vögelchen, welches Ihre Katze verletzt hat, nun rette...
So, das ist doch eine verkehrte Welt?
Nochmals, ich habe keine Probleme mit Katzen, weil sie Katzen sind. Ich mag alle Tiere. Aber ich habe ein Problem mit vielen Katzenhaltern, die einfach nicht das Bewusstsein haben, sich ein RAUBtier ins Haus geholt zu haben! Und die dann quasi mir die Verwantwortung in die Schuhe schieben "mein Katze hat den Vogel erwischt---kümmern sie sich drum!"
Ich sage ihnen dann, sie sollen das Tier zum Tierarzt bringen. Es müsse Antibiotika erhalten, das ist die einzige (klitzekleine) Überlebenschance.
Nein, das wollen sie dann aber nicht! Wenn es nach ihnen ginge, müsste ich diesen Vogel nun sofort bei ihnen holen und mich drum kümmern.... Natürlich...
Da kriege ich dann Flöhe, wenn die Menschen, die Katzenhalter, diese Verwantworung nicht übernehmen können. Die Verantwortung, sich um dieses, von ihrer Katze verletzen Tieres zu kümmern! Halt beim Tierarzt mal 20 Euronen liegen lassen, um den Vogel, den ihre Katze verletzt hat, zu retten.
Ich habe keinen Groll und keinen Hass auf Katzen. Ich bringe nur ganz pragmatische Zahlen meiner Station.
Durschnitt an Anrufen im Tag seit den letzten 5 Monaten = 10.
Davon Durchschnitt an Vogelproblemen, bei denen eine Katze involviert ist= 7
Der Rest sind allgemeine Auskünfte, Fensterscheibenanflüge, Autounfälle, Findelvögel ohne genaueres Hintergrundwissen.
Sorry, ist so. Frag nach, hast sicher ne örtliche Stelle, wo man sich um Vögel kümmert... auch die haben diese Probleme. oder frag mal einen Tierarzt.
Und ich sage nochmals: ich habe nichts gegen Katzen und ich rede auch auf keinen Fall den Vorfall mit dem Terrier gut. Sowas hätte nicht passieren dürfen, kein Thema. Genauso hätte die Katze, die ich vor einigen Tagen tot am Strassenrand liegen sah, nicht überfahren werden dürfen. Ja. Und jetzt? Alle Autofahrer verurteilen, wie schlecht sie ihre Fahrzeuge im Griff haben? Geht doch nicht...
Irgendwann ist die Uhr abgelaufen... Dann ist fertig. Ob durch einen Hund, ein Auto, einen Sturz, einen Unfall, eine Krankheit...
Wir Menschen können nicht alles beherrschen und so steuern, wie wir es wollen. Und das können viele nicht akzeptieren.
Auch bei jedem von uns ist die Zeit irgendwann abgelaufen. Und auch wenn es dramatisch ist, eine Katze durch einen Terrierangriff zu verlieren, genauso dramatisch ist es auch, wenn sie nach langer Krankheit und langem Leiden gehen muss, genauso dramatisch ist es, wenn man sie tot am Strassenrand findet und genauso dramatisch ist es, wenn sie am Morgen einfach tot im Körbchen liegt. Der Tod gehört zum Leben, auch wenn das nicht schön ist. Aber es ist nun mal so.