Ich finde auch ganz ehrlich, dass es so klingt, als wäre dein weiterer Weg schon ziemlich geplant und vollgepackt. Passt da wirklich zur Zeit noch ein zweiter Hund rein? Und ein Aussie?
Weil es etwas länger ist, hab ich es mal versteckt :uups:
[VERSTECK]So einfach finde ich den Aussie nicht und das merke ich an Fee von Tag zu Tag mehr.
Anfangs war es einfach, besonders als sie noch unter einem Jahr alt war. Unterschieden hat sie sich von unseren anderen Hunden im Verhalten kaum, dass kam jetzt so nach und nach mit ihrer ersten Läufigkeit und dem Älter werden.
Sie tut gerne doof, ist aber so schlau, dass sie jeden Fehler, jedes falsche Verhalten, jede Regung, jede Bewegung genau wahrnimmt, versteht, zu ihrem Vorteil zu nutzen beginnt und vor allem nicht vergisst. Sie weiß ganz genau, wen sie wie rum bekommt, wem sie was abverlangen kann und wie weit sie bei jeder einzelnen Person gehen darf. Und das testet sie aus. Aufs genaueste, immer und immer wieder. Jeden Tag darf ich ihr erklären, wer von uns beiden das sagen hat und auch wenn ich es bisher immer geschafft habe, ihr das deutlich zu verklickern, probiert sie es jedes Mal aufs Neue, unermüdlich.
Bei meiner Familie und Fremden... nun sie wickelt die Leute um ihren Finger und weiß genau wie sie diese behandeln muss, um zu bekommen was sie will.
Das nur dazu.
Das erste was Fee bei mir lernen musste, war vor Sitz und Platz, was "Ruhe" bedeutet. Wenn sie das damals nicht gelernt hätte, könnte ich sie heute nicht mehr runter bringen.
Sie ist sehr triebig und steigert sich verdammt schnell bis zum umfallen in etwas hinein. Ob Ball spielen, Fahrradfahren, schwimmen oder die Dummysuche, es geht alles nur bis zu einem gewissen Grad. Ich muss stets einen Mittelweg zwischen "nicht zu viel und nicht zu wenig" finden, da sie sonst zum absoluten Junkie mutiert.
Ich glaube Cara und Para können dir Fees "irren" Blick bestätigen, wenn sie nur einen Ball oder ein Stöckchen in der Hand von jemanden sieht.
Agility kann ich mit ihr absolut vergessen, sie neigt da sofort zum überdrehen und sie dann runter zu bekommen... schwer.
Und diesen Mittelweg zu finden und zu
halten ist ein Haufen Arbeit.
Fee lernt schnell, sehr schnell, aber am liebsten eben das, was ihr Vorteile bringt.
Und je älter sie wird, desto mehr Pfeffer im Arsch hat sie, den sie loswerden muss.
Ein Aussie nutzt jede Inkonsequenz in der Erziehung aus, er erkennt sie sofort, bemerkt sie und nutzt sie zu seinem Vorteil. So kenne ich es jedenfalls.
Den goldenen Mittelweg zu finden zwischen Überdrehung und Unterforderung ist nicht leicht.
Klar mag das auch bei anderen Hunderassen so sein, aber von denen die wir hatten, finde ich den Aussie am extremsten.
Und deswegen frage ich mich, ob der Aussie wirklich die richtige Wahl für dich ist.
Vor allem, da du es von Dira vermutlich anders kennst? :?
Ich habe mich absolut bewusst für diese Hunderasse entschieden und bin bereit mit den "Konsequenzen" in Sachen Arbeit, Zeit, Geduld, Durchhaltevermögen etc. zu leben und sie zu investieren.
Und ich bin mehr als glücklich mit meinem Knallkopf

Aber ich habe das Gefühl, dass du dich ein bisschen zu vorschnell auf diese Rasse eingeschossen hast, ohne dir andere Rassen nochmal genauer anzusehen. Und das finde ich schade.[/VERSTECK]