Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden?

Diskutiere Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? im Katzenkörbchen Forum im Bereich Katzen Forum; Ich habe in der Stadt mal vom Fenster aus beobachtet wie eine Katze angefahren wurde. Ich habe dann nur zu meinem Freund gesagt: "Schau mal, da...
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  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #41
Ich habe in der Stadt mal vom Fenster aus beobachtet wie eine Katze angefahren wurde.
Ich habe dann nur zu meinem Freund gesagt: "Schau mal, da unten zappelt was schwarzes!" bis uns dann klar wurde was es war.
Mein Freund is direkt runter, aber der Mann, der das Tier angefahren hat, ist zum Glück ausgestiegen und hat die Polizei angerufen.

Es dauerte ne halbe Stunde bis die Polizei kam und ich habe weinend in meiner Wohnung gesessen. Die Katze hat sich die ganze Zeit bewegt.
Nach ner weiteren halben Stunde kamen dann anscheind Leute die Ahnung hatten (Ich weiß nich wie man das nennt, mobile Tiernothilfe? Oo). Da war's anscheindn schon zu spät.
Mein Freund ging dann noch rum und fragte ob jemand seine Katze vermissen würde, aber keiner kannte die Katze.

Es war echt schlimm, ich habe nur geweint. :/

Off-Topic
Ich war auchmal dabei als ein Mann im Auto vor mir ein Reh anfuhr. Das war auch schlimm. Vorallem weil jemand meinte "Für sowas stelle ich kein Warndreieck auf".
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #42
Das schlimmste war ja, als ich mal mit ansehen musste, wie eine Katze von einem LKW überrollt wurde.

Oder erst letztens das mit dem Bus:( War fast noch schlimmer.


Das war übrigens auf dieser oben erwähnten Hauptstrasse passiert, die hier nur wenige m weit weg ist und weswegen ich meine Katzen hier nie im Leben rauslassen würde.

Ein zappelndes Reh hab ich übrigens auch mal am Strassenrand liegen sehen, (schrecklicher Anblick!) aber da stand schon Polizei und Feuerwehr drumrum und ich bin dann einfach weitergefahren:uups:
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #43
Ich finde, dass die Katzen sich das selbst aussuchen sollten. Meine zwei Katzen sind Stubenhocker und ich denke, ganz glücklich. Sie haben einen schönen großen Kratzbaum, viel Spielzeug und sich gegenseitig zum spielen. Und Herrchen und Frauchen achten auch darauf, dass täglich gespielt wird. Bisher hatten sie kein Interesse nach draußen zu gehen und das finde ich auch gut so. Klar, gefahren lauern überall, auch Zuhause. Aber die sind nichts gegen die, die draußen lauern.
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #44
hallo
ich habe schon seit ich denken kann katzen.
alle sind freigänger, aber wir wohnen ja auch am land. meinen katzen würde ich es nie antun sie drinnen zu halten, weil wir einen rießigen garten haben und ich auch den ganzen tag draußen bin. meine katze leni kommt von einem bauernhof und ist deswegen daran gewöhnt ein freigänger zu sein. sie hat mit einem jahr junge bekommen und die sind in unserem gartenhäuschen großgeworden. eins, dass hat puma geheißen, ist schon mit ein paar wochen vom fenster, das war natürlich ganz offen und nicht gekippt, rausgesprungen und ich hätte sie alle nie dazu gezwungen reine wohnungskatzen zu sein. jetzt haben wir nur noch leni ( 2 jahre alt ) und ihr baby kitty ( 1 jahr alt ) und die vertragen sich super, aber wenn sie sich mal streiten, sollten sie sich auch ein paar stunden aus dem weg gehen und in der wohnung würde das schlecht gehen...
na ja meine katzen sind halt schon von klein auf an die freiheit gewöhnt, aber wer nicht die möglichkeit hat katzen raus zu lassen, der hat sie halt nicht. da kann man nichts machen. auch wohnungskatzen können glücklich sein...

lg cori und ihre 2 fellnasen :D
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #45
Sorry Leute, aber dafür, dass das hier KEIN Thread pro und kontra Freigang/Wohnungshaltung sein kann, bringt ihr erstaunlich viele Argumente, die explizit gegen Freigang sprechen und mit der ursprünglichen Frage so rein gar nichts mehr zu tun haben.

Wenn es ums Zwingen geht, sehe ich hier auch große Einigkeit: eine Katze, die in der Wohnung glücklich ist, sollte auch in ihren sicheren vier Wänden bleiben dürfen.
Ist jetzt auch nicht wirklich überraschend, dass in einem Tierforum niemand kommt und erklärt, dass er aus Faulheit dafür ist, die Katze vor die Tür zu setzen.

Die Frage erinnert mich aber jetzt auch ein wenig an eine Halterin, die ihren Garten gesichert hat, um ihren Wohnungskatzen ein wenig Auslauf zu ermöglichen.
Viel Arbeit und wenig Erfolg, denn die Katzen hatten anfangs einfach nur panische Angst vor dem großen Draußen... was allerdings auch ein wenig die Schuld der Besitzerin war, die sie für den ersten Freigang einfach auf den Arm genommen und nach Draußen getragen hat. Mitten im Rasen niedergesetzt - die zwei Katzen sehen sich unsicher um - und dann rast ein LKW vorbei, die zwei bekommen Panik und die Wohnungstür war zu.
Das die Katzen dann nicht mehr raus wollten, kann man sich denken. ;)
Letzten Endes gehen die Katzen heute (bzw. nach letztem Stand, ist schon ein paar Jahre her) doch sehr gerne in den Garten, aber eine sehr lange Zeit haben sie nur in der offenen Tür gestanden und sich kaum einen Meter auf die Terrasse getraut.

Ob man die Beiden besser im Haus gelassen hätte?
Der erste Versuch war ganz klar falsch, aber die offene Tür anzubieten finde ich okay - und nahezu jede Katze traut sich über kurz oder lang hinaus, wenn sie einen offenen Fluchtweg in ihr Reich hat.
Also ich glaube, es gibt nur sehr wenige Wohnungskatzen, die wirklich auf Dauer nur Wohnungskatzen sein möchten, aber diese wenigen Wohnungskatzen haben auch das Recht, Wohnungskatzen zu bleiben.

Soweit zur Ursprungsfrage. ;)

******

Katzenklappe: Ist es echt Tierquälerei, keine zu haben?
Ich hatte nie eine Katzenklappe ins Haus. Meine Katzen warten vor der Tür und es kommt schon vor, dass den ganzen Vormittag - oder selten auch den ganzen Tag - einmal niemand Zuhause ist um sie rein oder raus zu lassen.
Wenn ich weiß, dass schlechtes Wetter ist, versuche ich sie drinnen zu behalten, aber wenn sie doch unbedingt raus müssen sehe ich auch kein Problem. Sie haben einen wetterfesten, warmen Unterschlupf.

Gefahren: Klar, Freigänger leben sehr viel gefährlicher als Wohnungskatzen. Davon kann ich auch ein Lied singen. :(
Daran gibt es nichts zu rütteln und wenn jemand sagt, er will kein Risiko eingehen, kann ich das verstehen.
Aber ich sehe auch die andere Seite am Freigang, die schöne Seite. Durchs hohe Gras schleichen, den Gemüsegarten unsicher machen, auf den warmen Steinen liegen, mit der Nachbarkatze spielen, den Nachbarshund ärgern, den Libellen nachjagen, im Schnee herumtollen, auf Zäunen balancieren, ...
Ich bin nicht gegen Wohnungshaltung, aber es ist ein Fakt, dass ein Freigänger eine weit abwechslungsreichere und interessantere Umgebung hat. Allein die ganzen Gerüche und kleinen Tierchen, der Platz! Welche Wohnungskatze kann schon einmal richtig loslaufen, ohne nach fünf Metern an eine Wand zu stoßen?

(Gefährdete) Beutetiere: In der Tat ein Punkt, der auch für mich klar gegen Freigang spricht. Für die Katze gibt es kein schöneres Erlebnis, als eine Maus zu erlegen - aber mir blutet dabei das Herz.
Ich gebe mir dann eben Mühe, wenigstens ein wenig dafür zu sorgen, dass es nicht zu viel Jagdglück gibt. Wobei meine zwei Katzen eh kaum noch Tiere bringen: Tschecki jagd nicht mehr so recht und Flyt ist mit ihren drei Beinen doch erheblich ungeschickter und hat nur noch selten Erfolg (wobei es ja schon erstaunlich ist, dass sie überhaupt noch ab und zu eine Maus oder einen Vogel bringt).
Ich denke aber auch, dass Katzen nie so viele Tierchen töten, wie der Straßenverkehr oder der Mensch überhaupt. Die bedrohten Tierarten sterben aus, weil ihr Lebensraum verschwindet - die Katzen haben daran normalerweise, wenn überhaupt, nur einen verschwindend geringen Anteil.

Zur Bequemlichkeit: Ist es tatsächlich bequemer, eine Katze nach Draußen zu stecken?
Ich behaupte, es ist bequemer, eine Katze in der Wohnung zu behalten. Man muss nicht im strömenden Regen raus, weil die Katze keine Lust hat nach Hause zu kommen, keine Schmutzspuren beseitigen, wird nicht mit Beutetieren (lebendig, tot und halbtot) an allen möglichen und unmöglichen Orten konfrontiert. Man braucht keine Katze nach Zecken absuchen, weiß, wo sich die Katze aufhält und findet sie, wenn es darum geht ihr Medizin zu verabreichen, man braucht sich nicht über Katzenkot im Gemüsebeet ärgern oder kriegt deshalb Beschwerden von den Nachbarn. Man braucht weniger Imfpungen, weniger Entwurmungen, weniger Tierarztbesuche generell. Man hat keine schlammigen Pfotenabdrücke und man muss der Katze bei Regen nicht mit dem Handtuch hinterherlaufen.
Nochmal: Wer behauptet, es ist bequemer einen Freigänger zu haben?!
Zumal mehr als genug Freigänger extra nach Hause kommen, um dort das Katzenklo zu benutzen.

LG
by blackcat
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #46
aber wer nicht die möglichkeit hat katzen raus zu lassen, der hat sie halt nicht. da kann man nichts machen. auch wohnungskatzen können glücklich sein...

Dass auch Wohnungskatzen glücklich sein können, da stimme ich Dir bedenkenlos zu!;) Aber ich finde, wenn man nicht die Möglichkeit hat, Katzen rauszulassen, und es stellt sich dann raus, dass eine Katze, die man aufgenommen hat, unbedingt Freigang haben möchte und sie es auch eindeutig anzeigt, sollte man in so einem Fall ebenso wenig egoistisch sein und so eine Katze in Wohnungshaltung zwingen, sondern für diese dann ein Freigängerplätzchen suchen.

Ich stelle mir gerade vor: Max hockt vor der Tür und vor sämtlichen Fenstern, maunzt ganz erbärmlich, zerkratzt mir die Türen und pieselt aus Protest hier irgendwo hin... (Horrorszenario, aber nur so als Beispiel;))

Dann würde ich ihn doch nicht länger hier "einsperren", sondern ein Plätzchen mit Freigang für ihn suchen...:eusa_think:
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #47
Also meine Beiden sind auch Freigänger.Sie sind das von der Geburt an gewöhnt draußen zu sein.Die kennen unser Haus von innen kaum,weil mein Vater leider eine Katzenallergie hat und sie deshalb nicht rein kommen(außer wenn sie sich mal reinschleichen durch eine offene Balkontür). Aber ich denke sie vermissen da nichts,denn immer wenn sie mal drin waren haben sie natürlich sehr ängstlich geguckt und wenn die Tür zu ging haben sie immer gleich panisch einen Ausgang gesucht.
Die beiden haben den Luxus ein relativ großes Gartenhaus nur für sich allein zu haben.Mit Körbchen,Kratzbaum,Spielzeug und Katzenklappe.Die Klappe lassen wir dann immer offen so das sie jederzeit rein oder raus können.Wenn es regnet sitzen die Zwei eigentlich so gut wie immer auf ihrem Podest vor dem Fenster und gucken wie es regnet.Oder man hört es poltern,wenn sie wieder verrückt spielen und den Kratzbaum hoch und runter springen und sich balgen.Und zum Glück laufen sie auch nicht weit weg,obwohl wir in einem kleinen,ruhigen Dorf wohnen was von Wald umgeben ist.Susi ist eigentlich immer gleich da wenn sie mich hört,nur Strolchi ist manchmal ein paar Stunden unterwegs.

Ich gehe(wenns die zeit zulässt) dann täglich ein paar mal raus und spiele,kuschel und tobe mit ihnen.Vor allem jetzt im Sommer wenn man sowieso oft draußen ist.Wenn ich mal nicht so viel Zeit habe ist das auch nicht schlimm,denn sie sind ja zu zweit und können sich auch alleine entertainen.;) Ist immer putzig wenn sie fangen auf dem Rasen spielen und zusammen die Bäume hoch klettern.:D

Ich bin auch der Meinung das Katzen,wenn es möglich ist,allein entscheiden sollten ob sie raus oder rein wollen.Man sollte keine Katze zu etwas zwingen.
Und wenn meine Katze mir auf die Nerven geht und raus soll,dann brauch ich mir keine anschaffen.:roll:
Ich denke die meisten Wohnungskatzen sind auch zufrieden damit das sie drinnen sind und das ist ja das wichtigste,dass die Katze/n zufrieden sind. :)
Und eine Katze einzusperren ist für mich einfach unfair.Denn wenn die Katze gerne raus möchte soll sie auch raus können.Man muss sich bei Freigängern damit abfinden das sie mal länger weg sind.Man muss lernen die Angst um die Tiere auszuhalten.Auch wenn es sehr schwer fällt.(so wie mir) ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #48
Blackcat, wenn es im Winter richtig kalt ist, wie viel Grad hat es dann in ihrer Schutzhütte? So mollig warm wird es kaum sein, wenn die nicht extra beheizt wird.

Und was ist, wenn die Katzen mal nass werden, Platzregen oder sowas, deswegen schnell nach hause ins Warme wollen und dann ist keiner da? Sollen sie dann in die Schutzhütte, die auch nicht wesentlich wärmer ist als die Umgebung? Also aufwärmen können sie sich da nun nicht unbedingt, oder? eine unterkühlung ist da schon eine gefahr.

Oder auch wenn sie ein unfreiwilliges Zusammentreffen mit einem Marder hatten, und einfach in Sicherheit wollen, dann stehen sie vor verschlossener Tür.

Es ist eben auch bei Freigängern so, dass sie sich erst im haus wirklich sicher fühlen. Sie warten auch ein Gewitter weitaus lieber zuhause ab, als sich nur in der Garage der Nachbarn unter zu stellen.

Deswegen nachdem man Freigänger schließlich auch für etliche Jahre rein und raus lassen will, lohnt es sich auch, einen Glaser drum zu bitten eine Katzenklappe in ein Fenster einzubauen. Oder man schaut, ob man ein Kellerfenster vielleicht mit einer Holzoplatte verschließen kann und da die Katzenklappe einbauen. Wenn die Katzen das zehn jahre oder länger nutzen, und man zieht weg und muss eine neue Fensterscheibe zahlen, ja mein Gott, dann hat es sich doch wohl gelohnt! Sogar ein kleines Loch in der Außenwand des Hauses wäre denkbar, das Haus bricht deswegen nicht zusammen.

Die Katzenklappe bietet ihnen eben immer die Möglichkeit, in die Sicherheit ihres RICHTIGEN ZUHAUSES zu fliehen, statt sich nur irgendwo wo es doch eher kalt und ungemütlich ist unterzustellen.
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #49
Zur Bequemlichkeit: Ist es tatsächlich bequemer, eine Katze nach Draußen zu stecken?
Ich behaupte, es ist bequemer, eine Katze in der Wohnung zu behalten. Man muss nicht im strömenden Regen raus, weil die Katze keine Lust hat nach Hause zu kommen, keine Schmutzspuren beseitigen, wird nicht mit Beutetieren (lebendig, tot und halbtot) an allen möglichen und unmöglichen Orten konfrontiert. Man braucht keine Katze nach Zecken absuchen, weiß, wo sich die Katze aufhält und findet sie, wenn es darum geht ihr Medizin zu verabreichen, man braucht sich nicht über Katzenkot im Gemüsebeet ärgern oder kriegt deshalb Beschwerden von den Nachbarn. Man braucht weniger Imfpungen, weniger Entwurmungen, weniger Tierarztbesuche generell. Man hat keine schlammigen Pfotenabdrücke und man muss der Katze bei Regen nicht mit dem Handtuch hinterherlaufen.
Nochmal: Wer behauptet, es ist bequemer einen Freigänger zu haben?!

Die Nachbarn meines Bruders zum Beispiel.:( Erst wurden 2 "ach so süsse" Kätzchen angeschafft, die natürlich sowas von entzückend waren. Am Anfang durften sie auch ins Haus. Je älter sie wurden, umso mehr wurden sie "ausgelagert". Erst wurden sie nur noch in der Garage gefüttert, weil das Katzenfutter ja so "unappetitlich" riecht und man das ja nicht mehr im Haus habe möchte.:roll: Dann entstand ein Katzenhaus im Garten, weil die Katzen eigentlich gar nicht mehr ins Haus sollten, weil man sich ja gerade die gute Couch angeschafft hatte.... Und ein Katzenklo in der Wohnung geht sowieso nicht, diesen Geruch hält ja kein Mensch aus...Am Ende standen die Katzen maunzend und klagend auf der Terrasse (hab das selbst mit eigenen Augen gesehen) und wurden einfach ignoriert und gar nicht mehr reingelassen:(

Soweit dazu....:?
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #50
Zur Bequemlichkeit: Ist es tatsächlich bequemer, eine Katze nach Draußen zu stecken?
Ich behaupte, es ist bequemer, eine Katze in der Wohnung zu behalten. Man muss nicht im strömenden Regen raus, weil die Katze keine Lust hat nach Hause zu kommen, keine Schmutzspuren beseitigen, wird nicht mit Beutetieren (lebendig, tot und halbtot) an allen möglichen und unmöglichen Orten konfrontiert. Man braucht keine Katze nach Zecken absuchen, weiß, wo sich die Katze aufhält und findet sie, wenn es darum geht ihr Medizin zu verabreichen, man braucht sich nicht über Katzenkot im Gemüsebeet ärgern oder kriegt deshalb Beschwerden von den Nachbarn. Man braucht weniger Imfpungen, weniger Entwurmungen, weniger Tierarztbesuche generell. Man hat keine schlammigen Pfotenabdrücke und man muss der Katze bei Regen nicht mit dem Handtuch hinterherlaufen.
Nochmal: Wer behauptet, es ist bequemer einen Freigänger zu haben?!
Zumal mehr als genug Freigänger extra nach Hause kommen, um dort das Katzenklo zu benutzen.

Ich behaupte es nach wie vor. Ich möchte damit nicht sagen, dass alle Leute ihre Katze nach draußen schicken, weil sie faul sind. Ich sage nur einfach, dass viele einfach nicht alles versuchen, eben aus Bequemlichkeit.
Kratzbäume aufstellen, Katzen bespaßen, "Freigehege" bauen und und und...

Und leider gibt es auch Leute, die ihre Katzen eben einfach draußen lassen, egal ob Regen, Schnee oder sonst was.
Ich kenne auch ein paar, denen ich sagen musste, dass Katzen geimpft werden sollen. ;)

Die sind dann zu "bequem" sich richtig um ein Tier zu kümmern, das ja auch draußen klar kommen kann.
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #51
Ich sag um Himmels Willen ja auch nicht, alle Leute, die Freigänger haben, sind "faul"!! NEEE!:shock: Bitte nicht falsch verstehen! Aber manchmal kommt halt schon so eine gewisse "Bequemlichkeit" rüber, wenn man mal nachhakt....:eusa_think:

Ich hab jetzt schon zum Beispiel öfter gehört: zum Glück brauch ich kein Katzenklo, die macht draussen. Ich brauch ja keine 2. Katze, die hat ja ihre Katzenkumpels draussen. Ich füttere nur Trockenfutter, den Rest fängt sie sich draussen...meine kommt nur abends heim, die geht dann in den Keller...und ähnliches...:eusa_think:

Und gleichzeitig höre ich dann: leider ist mir schon wieder eine Katze überfahren worden. Hole mir in den nächsten Tagen dann eine neue:? Klingt öfter so nach einem Gegenstand, den man nach Belieben ersetzen kann. Wo ist denn da die Bindung?:? Oder ist "Bindung" auch schon wieder zu egoistisch gedacht?
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #52
Wir haben auch so einen Kater in der Nachbarschaft - reinrassiger Perser in Silbergrau, passend zum Barbiepuppenoutfit der Besitzerin. Sie arbeitet 40 Stunden und ist abends oft unterwegs, wenn der Kater dann nicht zur rechten Zeit auf der Matte steht, wo Frauchen drei Stunden später kommt als üblich, verbringt er auch die Nacht draußen - im gartenschuppen, zwischen Schaufeln, harken und Rasenmäher. Futter gibts nur eine Schüssel Trockenfutter, oft ist er so verfilzt, dass das ein einziger Knoten ist, mit dem langen nassen fell.

Mittlerweile ist er verwildert und versucht es nicht mal mehr rein zu kommen, niemand darf ihn anfassen oder gar Bürsten, sein verhalten ist von tiefem misstrauen dem Menschen gegenüber geprägt.

die umliegenden Nachbarn versuchen schon seit zwei jahren ihn so weit zu zähmen, dass er wenigstens ein bisschen Zutrauen bekommt, damit man mit ihm mal zum Tierarzt kann. aber er weigert sich auch strikt bei ihnen einzuziehen.
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #53
Mittlerweile ist er verwildert und versucht es nicht mal mehr rein zu kommen, niemand darf ihn anfassen oder gar Bürsten, sein verhalten ist von tiefem misstrauen dem Menschen gegenüber geprägt.

die umliegenden Nachbarn versuchen schon seit zwei jahren ihn so weit zu zähmen, dass er wenigstens ein bisschen Zutrauen bekommt, damit man mit ihm mal zum Tierarzt kann. aber er weigert sich auch strikt bei ihnen einzuziehen.

So...und die Freigangbefürworter, die es aus Bequemlichkeit so wollen, werden jetzt alle aufschreien und sich bestätigt fühlen und sagen: Seht Ihr, wenn man Katzen lässt, werden es von ganz alleine Freigänger. Man muss Katzen nur sich selbst überlassen und schon ist alles ok. Sie müssen ja schliesslich wissen, was sie wollen..:?
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #54
Die 7 M's: Ich meinte genau das was du geschrieben hast. ;D

Es ist bei Katzen eben immer so "leicht" als Ausrede zu gebrauchen, dass sie draußen auch super klar kommen. Wozu füttern, wenn's auch Mäuse gibt? Und, und, und...

Carlo, der Kater meiner Eltern, ist auch Freigänger und wird gehegt und gepflegt. Leider gibt es aber auch viele, die das nicht so machen und das "wilde Kätzchen", das halt raus muss, einfach sich selbst überlassen.

Wobei natürlich das andere extrem, Leute die ihre Katze auf Biegen und Brechen allein in einer zu kleinen Wohnung halten wollen um ihr Modepuppenimage ausleben zu können, auch nicht gut ist!
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #55
Mal andersherum gefragt: Die eine zwingt ihre Katze nach draussen, der andere zwingt die Katze ein Leben lang in der Wohnung zu bleiben.. wer ist da nun besser? Es ist doch beides beschi**en :D



zwingt? Also ich zwinge meine Katze nicht. Wenn sie raus möchte, lass ich sie raus und wenn sie drin bleiben will, bleibt sie drin.

Und Gefahren gibt es überall. Ob es nun bei der Katze ist oder bei dem eigenen Kind, dass mit seinen Freunden draußen spielen geht
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #56
Für mein Empfinden fängt das Entfremden eben schon bei der fehlenden Katzenklappe an - und damit eben auch mit der fehlenden Entscheidungsfreiheit der Katzen, ob sie gerade drinnen oder draußen sein wollen. Katzen dürfen doch sonst auch selber entscheiden was sie wollen, warum sollen sie dann ggf. ne halbe Stunde vor der Tür warten müssen, weil frauchen nach der Arbeit noch zum einkaufen ist?
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #57
Denk ich auch...

Meine schwiegereltern haben in ihrem Haus oben auf dem Dach immer ein Fenster offen, so kommt die katze dann immer wenn sie lust hat.
Find ich als alternative zur Katzenklappe auch nicht schlecht
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #58
Ich bin jetzt in Gedanken mal unsere größere Umgebung abgegangen und habe überlegt, wo unsere Katzen da ein schönes Plätzchen finden könnten... Ergebnis: Wir wohnen in einer Sackgasse - am Hang... nach oben und nach unten gibt es ausschließlich Gärten von Ein- bis Zweifamilienhäuschen... die Besitzer würden sicher in lautes Jubelgeschrei ausbrechen, wenn da plötzlich 4 weitere Freigängerkatzen herumstromerten... Nach unten geht es über einen kleinen Zaun (und über den einen Nachbarsgarten gar ganz ohne Zaun) ca. 10m steil in die Tiefe durchs Unterholz... auch ´ne supergemütliche Sache.... unten angekommen landet man wieder in diversen Vor- oder Hintergärten, und von da aus direkt auf der Hauptverkehrsstraße... hat man die heil überquert, steht man auf dem Parkplatz von Aldi & Co, und als nächstes folgt die Autobahn...
Felder, Wälder oder Wiesen hätten unsere Katzen hier im Umkreis von mehreren Kilometern nicht, sondern eben wirklich nur fremder Leute Gärten oder eben Hauptverkehrsstraßen/Autobahn... und wie gesagt... hier hat noch NIE jemand nach Freigang gequengelt...
Und hier wird auch keiner sich selbst überlassen oder zu irgendwas gezwungen oder sonstwas.... Manche Vorstellungen finde ich hier wirklich krass....

LG, seven
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #59
Ich finde ja auch, dass man gut merkt, ob eine Katze freigang braucht oder nicht. Wenn sie jede Gelegenheit nutzt, einem zwischen den Beinen durch aus der haustür zu rennen, offene Fenster sofort erstürmt, auch mal an Fenstern oder Wohnungtür kratzt weiß man ja, das vehement freigang gefordert wird - aber viele Katzen versuchen das ja nicht mal, warum dann überhaupt raus lassen? Nur damit man an Terrasentür oder fenster keine Gitter anbringen muss, wenn man im Sommer lüften will?
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #60
Also ich würde jetzt, um ehrlich zu sein, auch nicht einfach die Tür auflassen um zu schauen ob die Katzen rausgehen oder nicht...
Ich glaube 66,66666...% unserer Katzen würden sicher raus gucken gehen, ob es aber zwingend notwendig wäre... ich glaube nicht.

Ich beschäftige mich gerne mit den Drein und heute abend haben wir schon eine monstermäßige Spielrunde hinter uns. Auf dem Kratzbaum liegen jetzt 3 müde, satte Katzen, die den Schlaf der Gerechten schlafen. ;)
Ich mach das aber gerne. Deswegen sammelen wir auch gerade Materialien für den gesicherten Freigang und haben uns einen weiteren großen Kratzbaum zugelegt.

Wie schon erwähnt: Wenn das alles nich funktioniert und eventuell doch einer das Bedürfnis hat raus zu gehen, dann darf er das auch. Aber ich möchte später nicht sagen, dass es auch anders hätte gehen können.
 
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