Blackcat, wenn es im Winter richtig kalt ist, wie viel Grad hat es dann in ihrer Schutzhütte? So mollig warm wird es kaum sein, wenn die nicht extra beheizt wird.
Und was ist, wenn die Katzen mal nass werden, Platzregen oder sowas, deswegen schnell nach hause ins Warme wollen und dann ist keiner da? Sollen sie dann in die Schutzhütte, die auch nicht wesentlich wärmer ist als die Umgebung? Also aufwärmen können sie sich da nun nicht unbedingt, oder? eine unterkühlung ist da schon eine gefahr.
Die Schutzhütte ist nicht beheizt, nur isoliert und voller Heu - Heu hält Wärme besser als Decken. Selbstverständlich ist es nicht mollig warm, aber wirklich kalt ist es auch nie. Hinzu kommt, dass Freigänger ein sehr dichtes Winterfell entwickeln.
Man merkt einer Katze ja durchaus an, wenn sie friert.
Also ich habe kein schlechtes Gewissen, wenn meine Katzen einmal eine Stunde in der Kälte oder bei Regen Draußen sein müssen.
Aber wie gesagt, wenn es irgendwie möglich ist, sind die Katzen bei kalten/nassem Wetter im trockenen. Wobei es durchaus auch passieren kann, dass die liebe Katze überhaupt nicht damit einverstanden ist, bloß wegen ein wenig Unwetter ins Haus gesperrt/geholt zu werden.
Katzenklappe ist sicherlich eine gute und schöne Sache. Wir überlegen derzeit, bei uns in einem Kellerfenster eine einzusetzen. Ist aber nunmal gar nicht so einfach, wenn muss es eine sein, die auf Chip reagiert, alles andere ist dank Nachbarskatzen und Kleintieren nicht sehr sinnvoll.
Und was ist schlimmer: eine Katze, die in ihren eigenen vier Wänden vom Nachbarkater verfolgt wird, oder eine Katze, die eben mal eine halbe Stunde vor der Tür warten muss?
Ich habe das Gefühl, ihr neigt hier ein wenig zur Schwarz-Weiß-Malerei. Es ist unverzeilich, eine Katze (oder auch sonst irgendein Tier) so zu vernachlässigen, dass es darunter leidet. Wie die Geschichte mit der Perserkatze - das grenzt an Tierquälerei.
Wenn eine Katze vernachlässigt wird, ist es aber auch genauso schlimm, wenn es eine Wohnungskatze ist... wobei das zugegeben sicher seltener vorkommt, da die Katze dann ja doch zu präsent ist.
Was ich meine ist eine ganz normale, verantwortungsbewusste Katzenhaltung und die kann man sowohl bei Wohnungskatzen als auch Freigängern haben, bzw. wenn die Katze mit der Situation zufrieden ist, spielt es meiner Meinung nach einfach keine Rolle ob sie Freigang hat oder nicht.
Beide Seiten haben Vor- und Nachteile. Wenn es bei den Freigängern in meinem Fall eben der Nachteil ist, dass sie auch mal einen Vormittag gezwungener maßen draußen verbringen müssen, haben sie eben dafür den Vorteil, dass sie ein abwechslungsreicheres Umfeld haben.
Punkto Bequemlichkeit muss ich euch so gesehen recht geben. So habe ich das nicht bedacht - wie gesagt, ich hatte eine relativ normale Katzenhaltung im Sinn.