Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden?

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  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #61
Wir haben ja hier in der Strasse so eine Freigänger-Katze, die anscheinend förmlich auf jedes herannahende Auto wartet und genau dann meint, die Strasse überqueren zu müssen. Meistens bleibt sie dann auch noch mitten auf der Strasse stehen oder legt sich sogar hin und fängt an, sich zu putzen:eusa_doh:Hupen nützt dann nix. Man muss glatt aussteigen und diese Katze wegtragen, wenn man vorbei will:mrgreen: Hab ich selbst schon mehrmals getan...

Wir hier in der Strasse wissen das ja, aber manchmal veranstalten nachts irgendwelche jugendlichen Cäppi-Träger-Golffahrer ihre Rennen durch die Strasse. Ob die das auch wissen?:eusa_think:
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #62
Blackcat, wenn es im Winter richtig kalt ist, wie viel Grad hat es dann in ihrer Schutzhütte? So mollig warm wird es kaum sein, wenn die nicht extra beheizt wird.

Und was ist, wenn die Katzen mal nass werden, Platzregen oder sowas, deswegen schnell nach hause ins Warme wollen und dann ist keiner da? Sollen sie dann in die Schutzhütte, die auch nicht wesentlich wärmer ist als die Umgebung? Also aufwärmen können sie sich da nun nicht unbedingt, oder? eine unterkühlung ist da schon eine gefahr.
Die Schutzhütte ist nicht beheizt, nur isoliert und voller Heu - Heu hält Wärme besser als Decken. Selbstverständlich ist es nicht mollig warm, aber wirklich kalt ist es auch nie. Hinzu kommt, dass Freigänger ein sehr dichtes Winterfell entwickeln.
Man merkt einer Katze ja durchaus an, wenn sie friert.
Also ich habe kein schlechtes Gewissen, wenn meine Katzen einmal eine Stunde in der Kälte oder bei Regen Draußen sein müssen.
Aber wie gesagt, wenn es irgendwie möglich ist, sind die Katzen bei kalten/nassem Wetter im trockenen. Wobei es durchaus auch passieren kann, dass die liebe Katze überhaupt nicht damit einverstanden ist, bloß wegen ein wenig Unwetter ins Haus gesperrt/geholt zu werden.

Katzenklappe ist sicherlich eine gute und schöne Sache. Wir überlegen derzeit, bei uns in einem Kellerfenster eine einzusetzen. Ist aber nunmal gar nicht so einfach, wenn muss es eine sein, die auf Chip reagiert, alles andere ist dank Nachbarskatzen und Kleintieren nicht sehr sinnvoll.
Und was ist schlimmer: eine Katze, die in ihren eigenen vier Wänden vom Nachbarkater verfolgt wird, oder eine Katze, die eben mal eine halbe Stunde vor der Tür warten muss?

Ich habe das Gefühl, ihr neigt hier ein wenig zur Schwarz-Weiß-Malerei. Es ist unverzeilich, eine Katze (oder auch sonst irgendein Tier) so zu vernachlässigen, dass es darunter leidet. Wie die Geschichte mit der Perserkatze - das grenzt an Tierquälerei.
Wenn eine Katze vernachlässigt wird, ist es aber auch genauso schlimm, wenn es eine Wohnungskatze ist... wobei das zugegeben sicher seltener vorkommt, da die Katze dann ja doch zu präsent ist.

Was ich meine ist eine ganz normale, verantwortungsbewusste Katzenhaltung und die kann man sowohl bei Wohnungskatzen als auch Freigängern haben, bzw. wenn die Katze mit der Situation zufrieden ist, spielt es meiner Meinung nach einfach keine Rolle ob sie Freigang hat oder nicht.
Beide Seiten haben Vor- und Nachteile. Wenn es bei den Freigängern in meinem Fall eben der Nachteil ist, dass sie auch mal einen Vormittag gezwungener maßen draußen verbringen müssen, haben sie eben dafür den Vorteil, dass sie ein abwechslungsreicheres Umfeld haben.

Punkto Bequemlichkeit muss ich euch so gesehen recht geben. So habe ich das nicht bedacht - wie gesagt, ich hatte eine relativ normale Katzenhaltung im Sinn.
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #63
Auch wenn man Freigänger hat,muss man sich logischer Weise genauso gut und gewissenhaft um seine Katzen kümmern.Das ist doch dann nicht aus Bequemlichkeit des Besitzers.Zumindest kommt das nur selten vor.;)
Meine Susi und Strolchi vermissen es zumindest nicht ins Haus zu können.Sie gehen dann wenn schlechtes Wetter oder so ist lieber in ihr Gartenhaus.Da haben sie auch zwei Katzenklos und das Haus ist gut isoliert und kann sogar beheizt werden.Dafür haben meine Eltern und ich sehr viel Zeit geopfert.Und so haben die Katzen ihr eigenes Haus wo sie rein und raus und tun und lassen können was sie wollen.Es wird natürlich regelmäßig sauber gemacht und auch viel gespielt.(auch im winter wenns kalt ist geh ich raus)Die Katzen fühlen sich da wohl und das ist die Hauptsache.

Ob Freigänger oder Wohnungskatze es lauern leider überall Gefahren,die man nicht immer verhindern kann.Also sollte jeder (wenns möglich ist) seine Katze allein entscheiden lassen was sie möchte.Und dann damit klar kommen.Wenn die Katze halt Angst hat nach draußen zu gehen, na gut dann bleibt sie halt drinne.Und wenn die Katze vor allen Türen und Fenstern hockt und lieber raus will, warum dann einsperren??Einfach raus lassen (wenn die Umgebung es zu lässt ;)) und dann ist gut. Ich weiß das viele das nicht können die z.B in Großstädten wohnen,aber die halten dann ja auch Katzen die nur drinnen bleiben wollen und das so gewöhnt sind.Katzenklappen sind das beste Hilfsmittel so kann die Katze jeder Zeit da hin wo sie sich gerade aufhalten will.

Ich persönlich halte es für übertrieben zu sagen das die Halter von Freigängern das vielleicht aus Bequemlichkeit machen,denn das ist in den meisten Fällen nicht so.Meine Nachberin hat auch Freigänger und sie tut alles dafür damit sie glücklich sind und es ihnen gut geht.Und das obwohl sie schon 89 ist. :shock:

Klar die Sache mit der Perserkatze,dass war ein negativer Fall.Aber das muss nicht immer so sein.Und das muss echt eine kranke Frau gewesen sein.Sorry aber sowas gehört wegen Tierquälerei in den Knast!!!!!:evil:
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #64
Blackcat, eine Katzenklappe mit Chip gibts ab 100 Euro bei Ebay. eine Holzplatte fürs Kellerfenster kostet vielleicht 15 Euro. Das sind Investitionen, die muss man sich nicht wirklich über Monate und Jahre überlegen, hoffe ich mal.

Strolchi, eure Katzen dürfen GAR NICHT ins Haus? Warum?
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #65
Nun ist es doch ein Freigänger-oder-doch-besser-nicht-Thread geworden :lol: Und in diesen Threads kommt bekanntermaßen nicht viel raus, weil jeder das befürwortet, was er aus den eigenen Überlegungen und Möglichkeiten am besten für seine Tiere empfindet.
Es ist nun mal so: Die einen haben die Möglichkeit ihre Katze raus zulassen und befürworten diese Art, anderen ist es in ihrer Umgebung zu gefährlich, dann bleiben die Katzen eben drin. Die Diskussionen starten nicht aus den gleichen Bedingungen, deswegen ist es sinnlos immer und immer wieder nach dem "Besser" zu suchen.

Trotzdem frage ich mich ob für Leute eine Katze das richtige Haustier ist, die Probleme damit haben das diese Tiere jagen. Das als Argument gegen Freigänger-Haltung anzubringen ist wohl stark übertrieben.
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #66
Blackcat, eine Katzenklappe mit Chip gibts ab 100 Euro bei Ebay. eine Holzplatte fürs Kellerfenster kostet vielleicht 15 Euro. Das sind Investitionen, die muss man sich nicht wirklich über Monate und Jahre überlegen, hoffe ich mal.
Nichts für ungut, aber denkst du nicht, wenn es so einfach wäre, hätte ich schon seit Jahren eine Katzenklappe?
Das Hauptproblem sind auch definitiv nicht die Kosten oder eine Holzplatte (wobei wir es wenn in das Fenster schneiden), sondern eher die Feuerschutztüren danach und meine Eltern.

Strolchi, eure Katzen dürfen GAR NICHT ins Haus? Warum?
Strolchi hat im Beitrag vor diesen (Seite vorher) geschrieben, dass ihr Vater eine Allergie hat und die Katzen von klein an diese Haltung gewohnt sind.
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #67
Manchmal frage ich mich ja, ob Leute es nicht einfach als "bequemer" ansehen, wenn Katzen Freigänger sind. Sie erledigen dann ja meistens ihre Geschäftchen draussen, fangen auch schonmal Mäuse, also die Futterkosten reduzieren sich....Und das dann alles unter dem Deckmäntelchen, dass eine Katze ja unbedingt raus "muss". Und in Wirklichkeit, wenn man mal genau nachfragt, haben die Leute zum Beispiel einfach keine Lust, ein Katzenklo aufzustellen oder haben Angst um ihre Möbel...
Ich glaube diese Denke haben vielleicht 10 % aller Freigänger-Halter.
Vielleicht denken sich das sogar 50% aller Freigänger-Halter, aber das funktioniert nur in der Theorie. Unsere Freigänger haben ihre Klos im Haus, die fleißig benutzt werden- auch für Groß. Es wäre also äußerst dumm, wenn man sich kein Katzenklo ins Haus stellt... :lol:
Die Futterkosten senken sich null, ich kenne keinen Freigänger, der weniger frisst, als eine Wohnungskatze! :eusa_eh:
Und die Möbel werden bei uns trotzdem beansprucht- oder zumindest wird es versucht. Zwar nicht so ausgiebig, wie die Hauskatzen kratzen, aber man kann ja trotzdem mal versuchen die Krallen im Ledersofa zu versenken. Nur mal so zum testen. Muss man ja mal gemacht haben. Oder auch zweimal oder dreimal... ;)

Nun ist es doch ein Freigänger-oder-doch-besser-nicht-Thread geworden Und in diesen Threads kommt bekanntermaßen nicht viel raus, weil jeder das befürwortet, was er aus den eigenen Überlegungen und Möglichkeiten am besten für seine Tiere empfindet.
Es ist nun mal so: Die einen haben die Möglichkeit ihre Katze raus zulassen und befürworten diese Art, anderen ist es in ihrer Umgebung zu gefährlich, dann bleiben die Katzen eben drin. Die Diskussionen starten nicht aus den gleichen Bedingungen, deswegen ist es sinnlos immer und immer wieder nach dem "Besser" zu suchen.

Trotzdem frage ich mich ob für Leute eine Katze das richtige Haustier ist, die Probleme damit haben das diese Tiere jagen. Das als Argument gegen Freigänger-Haltung anzubringen ist wohl stark übertrieben.
Möchte mal eben anmerken, dass du für mich Tierforums Next Top User wärst. Ich find deine Beiträge klasse, immer auf den Punkt gebracht ohne persönlich oder beleidigend zu werden und solltest du doch mal "richtig" kritisieren -ohne ausfallend zu werden, was für einige User ja doch eher schwer umzusetzen ist-, dann ist es auch mehr als gerechtfertigt.
*Daumen hochhalt*
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #68
Nun ist es doch ein Freigänger-oder-doch-besser-nicht-Thread geworden :lol: Und in diesen Threads kommt bekanntermaßen nicht viel raus, weil jeder das befürwortet, was er aus den eigenen Überlegungen und Möglichkeiten am besten für seine Tiere empfindet.
Es ist nun mal so: Die einen haben die Möglichkeit ihre Katze raus zulassen und befürworten diese Art, anderen ist es in ihrer Umgebung zu gefährlich, dann bleiben die Katzen eben drin. Die Diskussionen starten nicht aus den gleichen Bedingungen, deswegen ist es sinnlos immer und immer wieder nach dem "Besser" zu suchen.

Trotzdem frage ich mich ob für Leute eine Katze das richtige Haustier ist, die Probleme damit haben das diese Tiere jagen. Das als Argument gegen Freigänger-Haltung anzubringen ist wohl stark übertrieben.


Das würde ich so sofort unterschreiben!
Ich persönlich hatte mein Leben lang Katzen und die waren immer Freigänger. Ich kann es mir also anders garnicht vorstellen. Ganz nebenbei, hatten wir in der Zeit insgesamt erst 4 Katzen, keine ist überfahren worden.
Dass man tote Tiere wegräumt, die einem geschenkt werden ist für mich eigentlich echt normal ;)
Und wir stellen auch 2 Katzenklos auf, auch wenn die beiden Freigänger sind^^
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #69
Uhh wieso sehe ich das denn erst heute :roll:


Die Frage die ich mir immer stelle ist: Woher wissen die Leute, die ihrer Katze nie die Wahl gelassen haben wofür sie sich entscheiden würde? Und nur weil die Katze beim 1. Freigang nach 10 Minuten ängstlich in die Wohnung geschossen kommt, heißt das noch lange nicht, dass sie den Freigang nicht will.
In meinen Augen ist es meist nur eine Ausrede, wenn die Menschen behaupten "meine Katze will den Freigang nicht".

Ich glaube eh, dass es für alle die selbst schon Freigänger hatten schwer vorstellbar ist, dass eine Katze diese Freiheit verweigert (Außnahmen wie immer ausgeschlossen).
Wir haben Wildlinge aufgenommen, haben Streunern durch den Winter geholfen und haben jetzt unserem 1. "gewollten" Kater den Freigang ermöglicht und keine dieser Katzen hätte jemals ihren Freigang für ein warmes Plätzchen vor dem Ofen hergegeben.

Irgendwer meinte das es für die Menschen "einfacher" ist einen Freigänger zu halten.
Dem muss ich voll und ganz widersprechen. Ein Freigänger fordert wesentlich mehr Flexibilität, Vertrauen und sorgt regelmäßig für Kummer und Sorgen. Wenn ich alleine nach der Arbeit gehe und danach wieviele Minuten ich am Tag "verschwende" und an mein Katzentier denke, würde ich ab sofort nur noch Wohnungskatzen halten. Ich lebe jeden Tag mit der Sorge, dass ihm etwas passiert und das ich ihn vielleicht nie wieder sehe, wenn ich morgens die Türe aufmache. Ich komme abends nicht mit der Gewissheit nach Hause, dass da jemand auf mich wartet. Ich hoffe jeden Abend, dass wenn ich die Türe aufmache er schon da ist und es kommt häufig vor das er mich enttäuscht.
Aber ich könnte mir niemals vorstellen ihm diese Lebensfreude und Freiheit zu
nehmen.
Zu den Futterkosten... Meiner frisst zwischen 400-600g am Tag und ist schlank. Mäuse und Vögel werden trotzdem restlos aufgefuttert. Ich glaube da liegt er weit über dem Durchschnitt von Wohnungskatzen. Noch ein Nachteil in diesem Zusammenhang: es kommt regelmäßig vor, dass man nach Hause kommt und er einen Vogel komplett zerrupft in der ganzen Wohnung verteilt hat.
Ins Klo wird täglich zumindest Pipi gemacht.
Wenn jemand Vorteile für mich hat, dann her damit. Wenn ich mir das anschaue frage ich mich ernsthaft nicht doch einen Wohnungskater aus ihm zu machen :mrgreen:


Es mag immer Katzen geben die das Gegenteil bezeugen, aber ich bin mir absolut sicher, dass wenn man allen Katzen die Wahl lassen würde, nur eine ganz geringe, vielleicht sogar verschwindend geringe Anzahl den Freigang freiwillig verwehren würde.



Liebe Grüße
Leo
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #70
Ich weiß ja nicht, aber nur weil ich in einer ruhigeren Gegend wohne, bin ich doch auch nicht gezwungen, die Tür aufzureißen und die Katzen richtiggehend auffordern, raus zu gehen.

Ich kann doch zumindest abwarten, ob die Katzen diesen Freigang wirklich EINFORDERN.

und vielleicht kommt nur mir das so vor, aber bei vielen Beiträgen hier hat man nicht wirklich den Eindruck, als wäre die Mehrheit der Freigängerhalter schon in Sorge, wenn eine Katze mal 2 Tage nicht heim kommt. und das sind ja immerhin die Leute, die sich überhaupt in einem Forum anmelden.
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #71
Off-Topic
[...]keine dieser Katzen hätte jemals ihren Freigang für ein warmes Plätzchen vor dem Ofen hergegeben.

Schnurr.... da möchte man Katze sein! :roll:


Sagt mal, wollen wir uns eigentlich auf ein Fazit einigen, oder lieber noch Seitenlang weiter diskutieren?^^ (Wenn ich nochmal auf die dicke, graue Überschrift hinweisen darf ;) )
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #72
Die Frage die ich mir immer stelle ist: Woher wissen die Leute, die ihrer Katze nie die Wahl gelassen haben wofür sie sich entscheiden würde? Und nur weil die Katze beim 1. Freigang nach 10 Minuten ängstlich in die Wohnung geschossen kommt, heißt das noch lange nicht, dass sie den Freigang nicht will.
In meinen Augen ist es meist nur eine Ausrede, wenn die Menschen behaupten "meine Katze will den Freigang nicht".

Lol, dann behaupte ich jetzt einfach mal, dass die Leute, die ihre Katze raus lassen, der Katze nicht die Wahl lassen, ob sie den Freigang will oder nicht.

Wenn man einer Katze Freigang gewährt, dann fordert sie ihn meist wieder ein, klar. Aber daraus zu schließen, dass sie den Freigang von Anfang an wollte, gegenüber früher glücklicher ist oder gar, gegenüber Wohnungskatzen glücklicher ist, ist lächerlich und völlig daneben.

Also, warum soll man eine Katze dann erst zum Freigänger machen, bevor sie entscheiden kann, ob sie einer sein will? Katzen sind doch meisterlich darin, ihren Unmut auszudrücken. Wenn eine Katze wirklich Freigang will, dann kann sie das doch auch zeigen, ohne dass sie je draußen war.
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #73
Sehr richtig Retic, vor allem sind Katzen nicht doof und Wissen durchaus, dass vor den Fenstern auch eine Welt existiert. Nur wollen sie die oft gar nicht so dringend.

Es gibt ja auch Bauernhofkatzen, deren normales Revier sich auf Kuhstall, heuboden und das Stückchen Sonne direkt vor dem Stalltor beschränkt - also die von sich aus immer in ein und demselben gebäude bleiben, weil es inen alles bietet (Nahrung, Spiel und Spaß mit Mäusen, Artgenossen, Wärme, und das Schüsselchen Katzenfutter und die Schale Milch von der Bäuerin. wenn die Bauernkatzen jung kastriert werden und gar nicht erst anfangen weit zu streunen bleiben sie durchaus ganz gerne da.
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #74
Sorry, aber das ist absolut unlogisch.
Wenn eine Katze nie draußen war, kann sie auch nicht wissen was sie verpasst und das was man nicht kennt, kann man auch nicht vermissen.

Wenn hier die Türe aufsteht, hat mein Kater durchaus die Wahl was er tut und er wurde nie vor die Türe gesetzt oder stand vor einer verschlossenen Türe.


Wenn man einer Katze Freigang gewährt, dann fordert sie ihn meist wieder ein, klar. Aber daraus zu schließen, dass sie den Freigang von Anfang an wollte, gegenüber früher glücklicher ist oder gar, gegenüber Wohnungskatzen glücklicher ist, ist lächerlich und völlig daneben.

Liest du eigentlich nochmal durch was du schreibst? Meinst du nicht das ist etwas too much?

Tiere sind rational. Ein Tier fordert immer das, was ihm der Instinkt bzw. das eigene Gefühl sagt und wir Menschen können nicht urteilen ohne einem Tier die Wahl gelassen zu haben was nun besser ist. Eine Katze die Regen nicht mag, wird nicht in den Regen gehen nur weil sie das kennt.
Entweder sie mag Regen und geht deshalb oder sie mag ihn nicht und wird sich aus dem Grund von Regen fernhalten und genauso ist das mit dem Freigang. Eine Katze wird ihn nicht beanspruchen nur weil sie es kennt.
Aber ich vermute darüber können nur Menschen urteilen die schonmal einen Freigänger hatten...

Die Größe des Revieres ist wieder ein ganz anderes Thema. Meiner bewegt sich auch nur in einem Radius von ca. 100 Metern ums Haus herum. Freigang bedeutet nicht, dass eine Katze Kilometer weit laufen muss. Mäuse, andere Katzen, Bäume, Teiche und frische Luft findet er auch auf diesen 100 Metern, dafür muss er nicht quer durch den ganzen Wald rennen.
Genauso ist das bei Bauernhofkatzen. Die bewegen sich in ihrem Reich und fertig. Da finden sie alles was sie brauchen. Eine solche Katze könnten man aber trotzdem niemals in ein Haus einsperren, selbst wenn es all das bietet, was ihr der Stall und Hof zur Verfügung stellt.


Kiwi ein Fazit wird es bei einem solchen Thema nie geben. Die 7 M`s hat nach den Dingen gefragt, die eine Katze zu einem Freigänger machen und solang es Leute gibt, die diese Dinge in Frage stellen, wird man auch zu keinem Fazit kommen.


Glück ist nicht messbar. Man sollte der Natur einfach ihren Lauf lassen und das tun die, die ihren Katzen Freigang bieten können, ihn aber nicht erzwingen.

Wenn ich Tiger fragen könnte, ob er freiwillig seine geliebten Bäume gegen einen Kratzbaum tauschen würde, weiß ich wie die Antwort lauten würde.

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  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #75
Ach Du liebe Zeit, jetzt hab ich ja hier ne Diskussion ausgelöst. Macht aber nix! Ist recht interessant, mal so viele verschiedene Meinungen zu lesen.:D

Aber was würdet Ihr denn zum Beispiel zu meinem allerersten Kater Micky sagen?
Den hatte damals mein Hund im Gebüsch erschnüffelt und ich habe ihn mit der Flasche gepäppelt. Er war also ursprünglich ein Freigänger.

Ich pöse, pöse, hab ihn dann zum Wohnungstiger "gemacht", der aber auch bei meinen Schwiegereltern damals rumstromerte. (Wir wohnten damals in einem 2-Familien-Haus) und er hatte neben diversen Kratzbäumen 2 Etagen und einen Riesenkeller für sich.

Meine Schwiegereltern waren wirklich liebevoll zu ihm (manchmal zu sehr, wenn sie ihm mal wieder Vollmilch gaben, weil der arme Kerl ja völlig abgemagert war:roll:).

Aber eines Tages hab ich Micky verzweifelt gesucht. Er war weg. Einfach weg!
Den ganzen Nachmittag bis spät abends.
Ich hatte schon rot verheulte Augen....

Dann stand ich heulend auf dem Balkon und habe unter einer Tanne Micky entdeckt. Aber auch nur wegen der leuchtenden Augen. Er war pitschnass und wie ein Häufchen Elend.

Meine Schwiegereltern hatten ihn aus Versehen in den Garten ausgesperrt!:shock:

Ich bin dann runter, und als die Terrassentür aufging, sauste nur noch ein Katerchen in Blitzgeschwindigkeit an mir vorbei und ins Haus und ab diesem Tag wollte er nie mehr raus....Und ich wage zu behaupten, er hat hier dann 18 1/2 Jahre lang ein glückliches Stubentiger-Dasein gefristet;)
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #76
Öhm, wenn du ihn mit der Flasche gepäppelt hast, nehme ich an, dass er zum Fundzeitpunkt noch sehr jung war.
Bei Kitten unter ~16 Wochen kannst du nicht von Freigänger sprechen.

Ein schlechtes Erlebnis kann eine Katze nicht nur zu einer Wohnungskatze machen (wie Micky) sondern auch umgekehrt zu einer reinen Draußen Katze. Der Kater einer Freundin von mir hat Platzangst und kriegt regelrecht Panik, wenn hinter ihm die Tür geschlossen wird. Er wurde in der Wohnung von einem Hund, der zu Besuch war, angegriffen (war aber da schon Freigänger).
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #77
Öhm, wenn du ihn mit der Flasche gepäppelt hast, nehme ich an, dass er zum Fundzeitpunkt noch sehr jung war.
Bei Kitten unter ~16 Wochen kannst du nicht von Freigänger sprechen.

Ja, da hast Du recht. Er war wirklich winzig...Und er lag ganz alleine im Gestrüpp und hat gejammert. Mein Hund hat mich zu ihm geführt. Vielleicht war er ja auch einfach "entsorgt":(

Der hier wars übrigens:

 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #78
Sorry, aber das ist absolut unlogisch.
Wenn eine Katze nie draußen war, kann sie auch nicht wissen was sie verpasst und das was man nicht kennt, kann man auch nicht vermissen.

Siehste ;)
Genau da liegt doch der Hase im Pfeffer ;)
Wenn ich Katzen die Tür zur "Freiheit" öffne, dann muss ich sie auch offen lassen.
Wenn sie diese Tür aber gar nicht kennen - warum sollten sie dann deutlich unglücklicher sein als die Katzen, die diese Tür kennen?
Wenn ich mich hier umgucke - da pennt die Dinah zufrieden im Strandkorb - wenn man sie krault, schnurrt sie genüsslich...
Da liegt der John-Boy entspannt auf der Polyrattan-Couch - ich weiß noch nicht, wie ich ihm gleich die Kissen klauen soll ;)
Da scharwenzelt die Audrey hinter den Blumentöpfen lang und hüpft hier und da mal nach ´ner Fliege oder Hummel...
Da schnarcht der Pold zufrieden in seinem Körbchen...

Ich könnte Euch jetzt mit Fotos bombardieren - lass´ ich jetzt aber einfach mal.... Aber unglückliche oder unzufriedene Katzen sehen für mich anders aus ;)

LG, seven
 
  • Wieso "muss" eine Katze unbedingt Freigänger werden? Beitrag #79
Hey...^^

*räusper* wenn ich mich mal an einem Fazit versuchen dürfte?

Katzen können sowohl als Freigänger als auch als Wohnungskatzen gehalten werden. Für beide Haltungen gibt es gute pro und gute contra Argumente, aber ich denke auf eines können wir uns einigen: Sowohl Katzen, die Freigänger sind, als auch Katzen die in der Wohnung gehalten werden, können mit dieser Haltung ausgeglichen und glücklich sein können.
Katzen, die Freigang einfordern, sollten diesen auch bekommen, da sie sonst nicht ausgeglichen sind.
Katzen, die Freigang ablehnen, müssen nicht dazu gezwungen werden (-->Ausgangs-Bsp.).

Ich find, dass man das so sagen kann...^^
 
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