Nachdem ich hier so viele nette und unterschiedliche Beiträge gelesen habe, möchte ich auch mal etwas dazu sagen, da mir manches in der Sendung auch merkwürdig erschien.Also bei der Stute bin ich der Meinung, dass die Schuld eigentlich bei der Besitzerin zu suchen ist. Die scheint mir sehr ängstlich zu sein und das ist gar nicht gut, gerade im Umgang mit Pferden. Das merkt das Pferd doch. Und wenn man sich nicht richtig traut, macht man vielleicht bereits im Ansatz etwas falsch. Und das wurde bis jetzt nicht korrigiert. Anstatt den Huf richtig zu nehmen, wird mit der Hand in Richtung Hinterbein gegangen, immer mit der Angst, hoffentlich bekomme ich keine geballert. Das Pferd spürt dabei doch bereits die Angst der Besitzerin. Vorsicht ist immer angesagt und man muss beim Pferd auf alles gefasst sein, auch wenn es scheinbar brav erscheint. Ein Pferd kann immer mal austicken, aus welchen Gründen auch immer. Der erste Schmied, der gezeigt wurde, war ja auch nicht gerade ein Profi, der hat sich ja noch nicht einmal richtig ran getraut. Da frage ich mich, warum der Hufschmied geworden ist oder war das alles nur für die Sendung inszeniert? Der letzte Schmied hat es richtig gemacht, der war auch schon anders drauf. Und plötzlich ging es. Auch die Pferdetrainerin hat die Situation und ihre Maßnahmen etwas übertrieben dargestellt. Das ewige „fein“ und das fast schon „Stöhnen“ fand ich extrem deplatziert. Loben ist ja gut, aber das war für mich zu übertrieben. Wäre ich das Pferd gewesen, wäre ich weggerannt.Nun zu dem Hengst. Da hat vox.de die Leute ja ganz schön hinters Licht geführt.Also bei dem Hengst Henry handelt es sich um das Quarterhorse „JB Guns and Roses“, welches auf der Homepage der Besitzerin eingestellt ist. Henry ist für den Deckeinsatz eingeplant, aber steht anderen Stuten als den eigenen noch nicht zur Verfügung. Vermutlich, weil er selbst noch nichts gewonnen hat. Wie auch, er lässt sich ja noch nicht reiten. JB sind die Initialen der Besitzerin, also der jungen Frau, die bei vox.de vorgestellt wird. Zu der Besitzerin kann ich nur sagen, dass diese bereits mit ihrem anderen älteren Hengst „JB Back in Black“ (ebenfalls Deckhengst und auch auf der Homepage zu finden) auf Turnieren war und mit ihm wohl auch nicht schlecht abgeschnitten hat. Also scheint die Dame kein unbeschriebenes Blatt beim Westernreiten zu sein. (Einfach mal den Namen eingeben und googeln.) Demnach, so würde ich sagen, kannten sie und der Hr. H. sich bereits. Denn wenn man in der Westernszene agiert, kennt man sich untereinander. Das würde auch die herzliche Umarmung am Ende der Sendung zwischen den beiden erklären.Nun zum Beitrag: Als erstes wurde die Dramatik mit dem Vater der Besitzerin und dem Hengst dargestellt. Also wenn sich der Hengst richtig in der Longe verfangen hätte und gestürzt wäre, dann wäre eventuell bereits „Schicht im Schacht“ für den Hengst gewesen, um es mit den Worten von Hr. H. zu sagen. Dass der Hengst erregt ist, wenn er in die Nähe von Stuten kommt ist auch normal. Das liegt in deren Natur. Es gibt zwar auch andere Hengste, die eher Schlaftabletten sind, doch das ist doch die Ausnahme. Und der Hengst Henry hat zwar gegiert, ist aber wenigstens noch hinter seinem Führer geblieben. Da gibt es auch andere Hengste, die stürmen gleich los. Da hat man keine Chance. Wir haben uns zu Hause vor dem Fernseher auch gefragt, warum der Hengst nicht bereits gelegt wurde bzw. von Hr. H. in der Sendung nicht auf die Möglichkeit hingewiesen wurde. Aber der Grund (Zuchthengst) steht ja schon oben in meinem Beitrag. Die sonstige Arbeit von Hr. H. (Arbeit im Roundpen) kann ich eigentlich nicht bemängeln. Also richtige Härte wurde in den Szenen, die ausgestrahlt wurden, jedenfalls nicht gezeigt. Vielleicht regt sich jetzt der ein oder andere darüber auf, dass das Pferd ein Lasso um den Hals hatte. Na so schlimm fand ich das nun auch nicht. Zumal sich die Schlinge ja immer wieder öffnete und sich nicht zuzog. Wäre das nämlich der Fall gewesen, wäre der Hengst richtig abgegangen, wäre gestiegen und hätte vermutlich Hr. H. hinter sich her geschliffen oder anderweitig verletzt. Was ich zu bemängeln habe: Keine Handschuhe beim Lassotraining, kein Helm und Handschuhe beim Aufsteigen auf das Pferd. Eventuell eine fehlende Schutzweste. Aber das muss jeder selbst wissen, der sich auf ein solches Pferd setzt. Vielleicht sollte es bei vox.de auch nur besonders cool aussehen. Bei Monty Roberts haben alle Einreiter einen Helm auf und teilweise Westen an, wenn er seine Veranstaltungen macht. Wenn Hr. H. das ok findet, ohne alle Sicherheitsmaßnahmen auf solch ein Kraftpaket zu steigen, hätte er wenigstens darauf hinweisen können, dass man im Normalfall die o.a. Sicherheitsmaßnahmen treffen sollte, um eventuelle Nachahmer davon abzuhalten, sich selbst umzubringen.Die Sendung war für mich interessant, teils aber auch fragwürdig. Ich bin der festen Überzeugung, dass hier ein Hengst vor den Zuschauern angepriesen wird, um das Interesse bei möglichen Deckkunden zu wecken. Der wäre nie (niemals!!!) in die Wurst gekommen. Jetzt muss die Besitzerin ihn nur noch auf Turnieren vorstellen, etwas mit ihm gewinnen und das erhoffte Ziel ist erreicht. Und Hr. H. wird durch den Beitrag vielleicht auch ein paar neue Kunden erhalten. Promotion ist eben alles und wenn es im beiderseitigen Interesse liegt noch viel besser.Vox.de hätte mal beim Hundetrainer bleiben sollen, denn da sind wirklich die Besitzer gefordert und müssen auch selbst mitwirken.Bin mal auf die zweite Sendung der Pferdetrainer gespannt. Vielleicht ist ja wieder ein Pferd von Frau B. dabei.