Die Katze lässt das Mausen nicht...

Diskutiere Die Katze lässt das Mausen nicht... im Katzenkörbchen Forum im Bereich Katzen Forum; Nein, das unterstellst Du den Haltern auch falsch. Jedenfalls denen, die ich so kenn. Die sehen das so, daß ihnen die Katze ein "Geschenk" bringt...
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  • Die Katze lässt das Mausen nicht... Beitrag #21
Nein, das unterstellst Du den Haltern auch falsch. Jedenfalls denen, die ich so kenn. Die sehen das so, daß ihnen die Katze ein "Geschenk" bringt. Ich kenn das von früher auch noch selber - da haben wir oft und lang Urlaub auf einem Bauernhof in Schleswig-Holstein gemacht - mein Bruder und ich, wir haben uns natürlich gleich auf die Bauernhofkatzen gestürzt. Ich erinner mich noch an ganze Nachmittage inkl. Abende, die ich mit den Katzen in der Scheune zugebracht hab. Und am nächsten Morgen lag bei uns vor der Tür immer eine Maus oder ein Maulwurf - gefreut hat sich keiner, aber alle haben gesagt "das ist ein Geschenk von den Katzen". Eine Nachbarskatze in meiner Kindheit (ja, ich war irgendwie immer auf die Katzen fixiert ;)) mußte - vermutlich - gar ihr Leben lassen, weil sie aus dem Nachbarteich immer die kostbaren Goldfische geangelt hat, und uns auf die Stufen gelegt hat (der Sohn war Mitglied in einem Rockerclub, die sich da immer getroffen haben, und der Vater hat wohl auch mal entsprechende Drohungen geäußert)... Es tut mir sehr leid um die Tiere, aber was soll man machen? Das ist kein sinnloser Zeitvertreib der Katzen, sie sind natürlich auch nicht hungrig - aber die "Gaben" sind eben sehr bewußt platziert...

Den Star seh ich übrigens auch als "Geschenk" - er war so heil, und beide sind so stolz hingerannt und haben sich davor gesetzt... ich hab sie nicht geschimpft und einfach ignoriert - einen Schnaps getrunken (ich trink sonst NIE Schnaps!), und den Star eingetütet... ich vermute es war die richtige Reaktion.
 
  • Die Katze lässt das Mausen nicht... Beitrag #22
Wenn der Star nicht den leisesten Kratzer abbekommen hat, wird er mit dem Schreck davongekommen sein. ;) Sollte er allerdings den kleinsten Haarriß in der Haut davongetragen haben, wird er innerhalb von sechs Tagen an einer Pasteurelleninfektion verreckt sein.

Egal welche Motive den Katzenhalter bewegen, das Ergebnis ist das gleiche. Die jungen Wildtiere sterben unnötig. Ein solches "Geschenk" würde ich persönlich nicht haben wollen. :(
 
  • Die Katze lässt das Mausen nicht... Beitrag #23
Um von oben auf das Thema mit Hund und Katz nochmals kuuurz zurückkommen,
Ein Ex-Freund von mir hatte einen Schäferhund, der den Haus/Hofeigenen Katzen kein Haar gekrümmt hat, und im Garten immer freilief, weil er ja niemandem etwas tat...

Aber, als der eines Abends heimkam, hatte er auch ne tote Katze im Garten die der Hund ganz stolz dort rumtragte...

Er konnte also sehr gut von den 9 Hof/Hauskatzen zu "Fremden" unterscheiden, da lebt so manche fremde Katze bei nem ansonsten katzenfreundlichen Hund gefährlich...
 
  • Die Katze lässt das Mausen nicht... Beitrag #24
Der Star hatte einen kleinen Kratzer an der Wange - ansonsten in der ganzen Wohnung Federn und Blut (woher das Blut? - selbst als ich 1 Jahr später (!) ausgezogen bin hab ich noch an den unmöglichsten Stellen Blut gefunden! Und woher die Federn?? Wo hat der sonst noch so Federn - der war ja augenscheinlich echt heil - aber diese Unmengen FEDERN in der gesamten Wohnung, man kann - und MAG - es sich echt nicht vorstellen!). Ich war so im Schock daß ich sogar ein Foto davon gemacht hab - kann ich Dir gern schicken... Und ich bin morgens um 9 aus dem Haus und fand ihn um 19 Uhr vor - ich hoffe als er mußte nicht lange leiden (und ich ganz egoistisch war extrem froh, daß er tatsächlich mausetot war - meine größte Angst angesichts all der Federn beim Betreten der Wohnung war ein halbtoter, panischer Vogel....) Und verzichten auf die Geschenke hätte ich auch als Teenie sehr sehr gut können - aber wie gesagt, was soll man machen? Wenn die Nachbarskatz sogar eine Drohung bekommt, aber... man kann ihr ja nicht sagen "laß die Pfoten von dem Teich"?
 
  • Die Katze lässt das Mausen nicht... Beitrag #25
die Hunde unseres Nachbarn sind im Jagdeinsatz und mussten auch diese Jagdtauglichkeitsprüfung oder wie das heißt bestehen.
Müsste dazu dann nicht auch gehören, dass die Hunde nicht hetzen/reißen wenn ich es ihnen verbiete? Weißt du das zufällig?

Du meinst vermutlich die Verbandsgebrauchsprüfung, wenn dein Nachbar Vorstehhunde hat.

Und ja, da werden u.a. das Gehorsam und die Manieren am Wild geprüft.
Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass auch ein geprüfter Hund in seinem eigenen Garten/Revier, wenn der Chef nicht da ist und ihm eben kein Gehorsam abverlangt, Wild/Katze oder sonstwas nicht hetzt.
Auch Vorstehhunde sind wildscharf (wenn vielleicht auch nicht so wie reine Erd- oder Schweißhunde) und sollen es ja auch sein.
Sobald die Kontrolle fehlt kann auch ein gut trainierter Jagdhund einen unerwünschten Hetztrieb an den Tag legen.
 
  • Die Katze lässt das Mausen nicht... Beitrag #26
Also er hat einen Jack Russell Terrier und ein Deutsch Drahthaar (keine Ahnung ob beides Vorstehhunde sind, kenn mich da einfach nicht so aus). Die konkrete Situationen die ich meine haben sich mit unserer Großen zugetragen und waren eben diese "Zufallsbegegnungen" (Auto-Grundstück). Die haben unsere Katze gesehen und gehetzt. Herrchen stand daneben und hat mit seiner Pfeife getrillert und gebrüllt, keine Chance, nach dem Motto "und nach mit die Sintflut"... Und DAS dürfte doch eigentlich nicht sein??
Nachdem das 3 mal passiert ist haben wir unserer Süßen den Freigang genommen. Neulich ist sie entwischt während wir im Uralub waren und wurde von dem Terrier gehetzt. 4 Tage hab ich sie gesucht bis sie sich aus ihrem Versteck getraut hat...

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

PS: Ich habe auch nix gegen die Hunde, ich knuddel die und spiel mit denen wenn wir zu Besuch sind und bring ihnen immer mal nen Knochen mit, mir gehts einfach um das Prinzip der Jagdausbildung und ich finde das darf so nicht vorkommen. So blöd auf deren Grundstück zu gehen war unsere Katze nie.
 
  • Die Katze lässt das Mausen nicht... Beitrag #27
Der Drahthaar ist ein Vorstehhund, der Terrier 'n Bauhund.

Eigentlich sollte ein jagdlich geführter Hund unter Kontrolle zu bekommen sein, wenn sein Jäger ihm den Befehl gibt.
Aber der Terrier ist da wohl auch wieder 'ne andere Geschichte- das sind schließlich Hunde, die man beim Fuchs in den Bau schiebt, damit sie den raustreiben- einen Fuchs,der größer ist als er selbst.
Würde mich auch nicht wundern, wenn die für Dachse genommen würden.
So oder so braucht er dafür ein gewaltiges Aggressionspotenzial.
Wenn der Jack Russel nur für die Baujagd genommen wird, dann muss er solch extreme Prüfungen wie die VGP aber glaub ich gar nicht machen.
Aber da mich die Hundeprüfungs-Thematik nie sonderlich interessiert hat, kann ich hiermit auch falsch liegen.
Notfalls fragst du einfach deinen Nachbarn.
 
  • Die Katze lässt das Mausen nicht... Beitrag #28
Urizen - wenn wir schon bei den Hunden sind, wie schaut's denn mit nem Boxer aus? Wie gesagt - ich war damals ein Teenie, es war nicht mein eigener Hund, ich hatte weder was zu sagen noch ne Ahnung... es war eine ehemalige Zuchthündin, die nach der Kastra da aufgenommen wurde - ihre Abneigung gegen Katzen wurde auf ihre Abneigung gegen "kleine" (ergo junge) Hunde geschoben - tatsächlich kam sie auch mit großen Hunden besser klar...
 
  • Die Katze lässt das Mausen nicht... Beitrag #29
Ich versteh nicht, wie du das jetzt meinst, Audrey.:eusa_think:
Was sollte mit einem Boxer denn sein?
Vielleicht hat er schlechte Erfahrungen mit Katzen gemacht, oder wie?
 
  • Die Katze lässt das Mausen nicht... Beitrag #30
ich meinte das bzgl. mir der völlig unbekannten Einordnung "Drahthund, Vorstehhund"....
 
  • Die Katze lässt das Mausen nicht... Beitrag #31
Achso!:eusa_doh:
Ja, jetzt macht es Sinn.^^
Nein, das war nur auf Jagdhunderassen bezogen, also alles, was so tatsächlich heute auch noch für die Jagd verwendet wird.

Boxer gehören da nicht zu.
 
  • Die Katze lässt das Mausen nicht... Beitrag #32
Huhu,

von der Verantwortung her finde ich die Situation Katzen und Freilauf eigentlich so eindeutig, dass ich immer wieder erstaunt bin, wie sehr man darüber überhaupt diskutieren kann.

1. Unsere Hauskatzen stammen von der Falbkatze ab, die bei uns nicht heimisch ist. Auch die domestizierte Form ist folglich in keinster Weise ein natürlicher Feind für unsere einheimische Tierwelt. Ergo: unsere Hauskatzen haben in unserer Fauna keine Daseinsberechtigung.

2. Unsere Hauskatzen werden im Normalfall von Menschen versorgt. Selbst Streuner und Bauernhofkatzen haben Futterplätze, die wenigsten Katzen überleben bei uns den Winter ohne so einen Futterplatz. Umgekehrt heißt das auch, dass es eine sehr, sehr große Katzenpopulation gibt und die Katzen länger leben und gesünder sind, als ihre wild lebenden Artgenossen. Die Natur hört dort auf, wo der Mensch sie verändert und in Hinsicht auf die Anzahl der bei uns lebenden Katzen und ihre gute Gesundheit trifft das definitiv zu. Ergo: solange es Tierärzte, warme Schlafplätze und Katzenfutter gibt, haben wir Verantwortung für unsere Hauskatzen.

3. Als Menschen, die fähig sind etwas als "grausam" zu empfinden, Mitgefühl zu haben und etwas dagegen zu machen, ohne IRGENDJEMANDEM zu schaden (und mit irgendjemandem meine ich sowohl Menschen als auch Tiere) kann man alle anderen Argumente eigentlich streichen. Die Hauskatzen sind in keinster Weise auf die Beute angewiesen. Jeder der sich für einen Menschen hält, jeder der einen Funken Menschlichkeit in sich hat, müsste alles daran setzen, Tiere vor sinnlosem Leiden zu bewahren. Ergo: wir retten (Wild-) Tiere wo wir das können, ohne anderen Tieren dadurch zu schaden.

Zu 3. in Hinsicht auf Dokumentarfilme: Ja, ich finde es unvorstellbar grausam, dass da oft nicht eingegriffen wird. Ich erinnere mich da an einen Film von einer Löwenfamilie, in dem eines der Jungen qualvoll verhungert ist und ich vor dem Bildschirm saß und dachte: „Seid ihr jetzt total irre?! Gebt dem Kleinen etwas zu fressen oder erlöst es von seinem Leiden!“
Gerade letzteres hätte nun wirklich keinen Eingriff in die Natur bedeutet.
Als das Löwenjunge vor laufender Kamera seine letzten Atemzüge gemacht hat – am darauf folgenden Tag, falls die Dokumentation da die Wahrheit erzählt – habe ich den Fernseher ausgemacht.


Zwecks Hunde und Katzen: Tatsächlich hat selbst eine überzüchtete Perserkatze noch genug Urinstinkt, um vor einen herannahenden Hund panisch die Flucht zu ergreifen.
Es kann JEDER Katze passieren, dass sie von einem Hund überrascht/erschreckt wird und blindlings die Flucht ergreift, dabei den falschen Weg nimmt und vom Hund gestellt wird. Katzen sind wehrhaft, aber wenn ein Hund es wirklich darauf anlegt (was die meisten nicht machen) und halbwegs geschickt ist (was viele nicht sind), kann die Katze ihm nichts entgegen setzen.
Effektiv gesehen sind Katzen trotz Krallen und Zähne sogar relativ leichte Beute, wenn der Hund weiß, wie er es anstellen muss, dass die Katze ihn nicht im Gesicht trifft.


Nun zu guter Letzt, was vielleicht etwas überraschen mag: Meine Katzen sind Freigänger.
Ich kann damit leben, aber ich bemühe mich eben, so gut es irgendwie geht, die Wildtiere zu schützen.
Sprich, Beutetiere abnehmen, keine Vögel füttern, gerade wenn die Jungvögel flügge werden die Katzen mehr im Haus und im Auge behalten, …
Meine Katzen – auch die dreibeinige Flyt – bringen trotzdem leidlich viele Tiere nach Hause und ja, schon allein zur Sicherheit der Katzen würde ich einen eingezäunten Garten vorziehen. Auch wenn es da noch Vögel und Mäuse gibt, die herein kommen, haben diese doch eine wesentlich bessere Überlebenschance.

LG
blackcat
 
  • Die Katze lässt das Mausen nicht... Beitrag #33
ich finde der Vergleich mit Hunden hinkt deshalb schon weil ein Hund auch einem Menschen gefährlich werden kann.
Von Katzen habe ich persönlich so etwas noch nie gehört/gelesen dass sie einem Menschen das Gesicht zerbissen hätten.

Meine Katzen sind Freigänger und fangen Mäuse und täten sie das nicht würden diese bald auf meinem Küchentisch tanzen.

Ich glaube nicht dass irgend ein anderes Tier dadurch zu wenig Futter hier findet.
 
  • Die Katze lässt das Mausen nicht... Beitrag #34
Meine Katzen sind Freigänger und fangen Mäuse und täten sie das nicht würden diese bald auf meinem Küchentisch tanzen.

Ich glaube nicht dass irgend ein anderes Tier dadurch zu wenig Futter hier findet.

Oh, doch.
Gerade spezialisierte Mäusefresser, wie z.B. Rotfuchs und Schleiereule.
Und wenn deine Katze jeden zweiten Tag eine Maus oder einen Singvogel bringt, also sagen wir mal aufgerundet 4 Beutetiere pro Woche- und wenn das jede Katze im Umkreis täte und du eine Dichte von (wenigen) 15 Katzen in deiner Nachbarschaft hättest, dann wären das 60 Beutetiere pro Woche, 240 völlig sinnlos getötete Wildtiere allein in einem Monat.
Jetzt nur mal so zur Veranschaulichung.
 
  • Die Katze lässt das Mausen nicht... Beitrag #35
das Problem ist doch, was soll man machen? Ich kann einer Kazte nicht beibringen, mir keine Beute mehr zu bringen. Natürlich kann ich ihr Verhalten ignorieren, sie nicht bestätigen, damit ich sie nicht noch animiere, weitere Tiere zu töten, damit hat es sich leider auch schon.

Eine Freigängerkatze kann man schwerlich einfach an Wohnungshaltung gewöhnen, wenn sie vorher immer Freigang hatte. Natürlich gibt es Fälle, wo das geht, Petra kann davon ein Liedchen singen, allerdings sind das bei ihr auch alles Katzen, die keinen schönes Leben als Freigänger hatte. Die ums überleben kämpfen mussten und froh sind, dass sie nun ein warmes Plätzchen haben und immer Futter.

Die meisten Freigänger haben aber eben keine schlechten Erfahrungen gemacht, die sie abschrecken würden, rauszugehen. Und eine solche Freigängerkatze einfach in die wohnung zu sperren, funktioniert nicht. Einfach mal ein Gehege bauen ist auch nicht so einfach, kostet unmengen an Geld, ist Zeitintensiv und ob sich die Kazte dann mit der Einschränkung zufrieden givbt, ist auch ein Punkt, den man vorher nicht einschätzen kann.

auch wenn ich selbst keine Freigängerkatzen habe, versteh ich die Freigängerhalter in dem Punkt. Eine Katze ist kein Hund, dem man antrainieren kann, bestimmte Dinge zu lassen. Man kann eine Freigängerkatze auch nicht kontrollieren.

Natürlich versteh ich auch die Seite bezüglich der hiesigen Tierwelt und die meisten Freigängerhalter finden es ja auch traurig und furchtbar, dass ihre Katzen Tiere töten, die sie teilweise nicht einmal fressen. Aber die Grenzen eines Katzenhalter sind eben sehr schnell erreicht. was sollen sie also tun?


Für mich persönlich steht fest, dass ich keien Freigängerkatzen halten werde. Das hat allerdings vor allen Dingen etwas damit zu tun, dass ich das nicht könnte. Das meine Katzen meiner Meinung nach ohnehin nicht zum Freigang geeignet sind, ist für mich das I-Tüpfelchen, sie nicht rauszulassen.

Die Möglichkeit eines gesichteren Auslaufes halte ich mir dennoch offen, wobei sich das wahrscheinlich nie realisieren, lassen wird.
 
  • Die Katze lässt das Mausen nicht... Beitrag #36
wieso sinnlose Tötung:eusa_think:? Meine Katzen fressen die Mäuse;)

Ich bin der Meinung dass es viel mehr andere sinnlose Aktionen von Menschen auf dieser Welt gibt als dass Katzen Mäuse fangen ( das ist von der Natur so eingerichtet sonst würden die das, im Gegenteil zum Menschen der ja fast immer gegen die Natur angeht, nicht tun.)

Dass Katzen ursprünglich nicht hier heimisch waren ist ja wohl schon etwas her, das kann man mMn nicht mehr anführen.

Und Mäuse vermehren sich wie nochwas.
Ich müßte auch nicht unbedingt in meiner unmittelbaren Nähe einen wilden Rotfuchs haben :cool:

Hier gehen die Meinungen auseinander, ich bin wegen des Ekelfaktors auch nicht dafür dass meine Katzen Mäuse anschleppen aber deswegen würde ich niemals meine Katzen einsperren.
Wenn ich jemals reine Wohnungskatzen halten sollte dann aus ganz anderen Gründen.
 
  • Die Katze lässt das Mausen nicht... Beitrag #37
Hier redet ja auch niemand von einsperren und dass die achso bösen Katzenhalter doch ihre Katzen "erziehen" sollen.
Nein, Leute- das ist nicht böse gemeint, aber der Eingriff in unseren Naturhaushalt ist einfach Tatsache.

Und, Renate, schön wenn deine Katze bei Mäusen bleibt, aber was, wenn sie mal 'nen vom Aussterben bedrohten Feldhamster anschleppt?Die macht ja keinen Unterschied zwischen den Arten.
Es wurde schon der Bau von kompletten Straßen gestoppt, wenn nachgewiesen werden konnte, dass die Straße durch's Gebiet eines Feldhamsters führen würde, so selten sind die.

Dass Katzen ursprünglich nicht hier heimisch waren ist ja wohl schon etwas her, das kann man mMn nicht mehr anführen.
Doch, das kann und muss man auch.
Nicht umsonst ist es beispielsweise einem Jäger erlaubt eine in seinem Revier wildernde Katze zu töten- was ich persönlich nicht für gut heiße, aber gesetzlich darf er das.
Eine Katze macht gar nichts- da die Zahl der Katzenhalter aber in den vergangenen Jahren inflationär angestiegen ist und man durchaus auf..sagen wir mal einem Hektar mit 15 und mehr Katzen rechnen muss, kann man das einfach nicht mehr beschönigen.
Und selten bleibt es bei der gemeinen Hausmaus.
Eichhörnchen, komplette Feldhasenbabys, ja sogar halbwüchsige Krähen/Tauben/Enten werden teilweise von Katzen angeschleppt.
Selbst an Rehkitze können die rangehen, wenn sie die auch nicht durch die Gegend ziehen.

Edit: Ach ja..und Füchse hast du in direkter Umgebung, das glaub mal. Man sieht sie nur nicht. ;)
 
  • Die Katze lässt das Mausen nicht... Beitrag #38
Hier redet ja auch niemand von einsperren und dass die achso bösen Katzenhalter doch ihre Katzen "erziehen" sollen.
Nein, Leute- das ist nicht böse gemeint, aber der Eingriff in unseren Naturhaushalt ist einfach Tatsache.

So hab ich es auch nicht aufgefasst ;)

Ich persönlich habe das Bewusstsein, dass die Katze in den Naturhaushalt eingereift schon, aber mal deutlich gesagt, wie sieht denn deine Lösung aus?

Das Bewusstsein darfür ändernt ja nichts an der Tatsache, das Katzen Mäuse jagen, obwohl sie es nicht müssen
 
  • Die Katze lässt das Mausen nicht... Beitrag #39
Für mich sind freilaufende Haustiere ein absolutes No-Go.

Meine Katze Lilly ist Freigänger und absoluter Jäger,die sich auch fast nur von Mäusen und Vögeln
ernährt,aber das nicht weil sie bei mir nichts zu fressen bekommt,sondern weil ihre Natur so ist.
Sie kann aber auch nichts dafür,daß wir Menschen es im Laufe der Jahre geschafft haben,daß es nicht
mehr so viele Vögel und Mäuse gibt,weil das Nahrungsangebot,besonders für die Vögel zurück
gegangen ist,da wir ja lieber Ziergärten haben,als Naturgärten.
Mit Hunden kann man spazieren gehen und ihnen dadurch wenigstens ein bißchen Freiheit geben,
was aber haben Katzen die in der Wohnung eingesperrt sind ?


Ich nehme meinen katzen,daß was noch lebt ab und setze es auch wieder gesichert aus.
Bin auch bei verletzten Tieren schon damit zum Tierarzt.
Ich finde es absolut nicht toll und das ist auch etwas was mich an Katzen stört,
aber ändern kann man daran in meinen Augen nichts,wenn man Katzen ein
einigermaßen artgerechtes Leben ermöglichen will.
 
  • Die Katze lässt das Mausen nicht... Beitrag #40
Ich glaube, wir werden hier nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen.
Irgendwie kann ich die Argumentation aller Seiten (und das sind ja tatsächlich mehr als 2 ;) ) verstehen und nachvollziehen....
Ich denke, am Ende werden wir uns totdiskutiert haben und sind immer noch auf dem gleichen Stand wie vorher....

Wenn ich das Feld von hinten aufrolle - die Zahl der Katzenhalter ist inflationär gestiegen. Ok, seit 3 Jahren zähle ich auch zu den inflationären Katzenhaltern, unsere Katzenzahl hat sich in der Zeit sogar verdoppelt ;)
Aber warum? Weil die Katzen sich rasant vermehren. Warum? Weil Mensch mal wieder nicht aufpasst oder ach so süße Katzenbabies haben will....
Unsere Katzen sind allesamt Notfalltiere, die entweder im Tierheim gelandet wären oder dort schon vor sich hin vegetierten... Wir haben sie geholt, weil wir Katzen mögen, aber eben ganz bewusst dann auch solche genommen, die eben schon da waren und die auf Hilfe warteten....
Zumindest den Schuh, dass wir bewusst für Katzennachwuchs gesorgt hätten, können wir uns schon mal nicht anziehen ;) (Aber das gleiche Spielchen gilt ja auch für Mäuse, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen, Hunde etc.... die werden ohne Ende von gedankenlosen Menschen "produziert", und dann gibt es eben andere Menschen, die sich dieser Tiere dann annehmen....)

Ein zweiter Punkt, den ich gern nochmal aufgreifen würde, ist der Vergleich zwischen Hund und Katze.
Man kann Hunde und Katzen schlichtweg nicht miteinander vergleichen.
Man kann einen Hund erziehen. Und viele Hundehalter in diesem Forum hier haben schon bewiesen, dass man einen Hund sehr gut erziehen kann. Ein Hund braucht eine feste Rudelstruktur, er braucht die Sicherheit, er akzeptiert den Menschen als Rudelführer, wenn dieser konsequent ist (so viel hab´ ich durchs Lesen im Hunde-U-Fo gelernt ;) )
Eine Katze kann man nicht erziehen. Wir haben hier vier Exemplare herumlaufen - alle völlig unterschiedlich vom Charakter her - aber keine lässt sich erziehen. Sie wissen, dass sie nicht auf den Tisch dürfen, wenn wir dort essen. Das war´s dann aber auch... dann sind wir ja auch dabei und können sie herunterbefördern...
Ich kann meiner Katze nicht sagen: "Du darfst nicht auf den Tisch." Da sagt die Katze: "Jaja, red du mal, wenn du nicht guckst, bin ich eh oben".... Der Hund sagt vielleicht: "Ok, wenn ich nicht auf den Tisch gehe, freut sich Frauchen und ich krieg womöglich sogar ´ne Belohnung." Sowas ist ´ner Katze völlig schnuppe ;)

Und dann nochmal zum Töten/Jagen von Kleintieren: Ich finde das, wie ich schon mehrfach betonte, auch ganz furchtbar. Und wie gesagt, ich bin heilfroh, dass der John-Boy seine 2-3 Meisen pro Jahr (wenn überhaupt) komplett vertilgt. Sonst wüsste ich auch nicht, wie ich damit umgehen soll.... "Geschenke" brauche ich nicht, und ich sehe auch überhaupt keinen Sinn darin, dass Katzen irgendwelche Beutetiere einfach totspielen und liegen lassen. Da kann ich alle Vogelhalter und Vogelschützer und Mäuse- und Hamsterschützer absolut verstehen. Ich bin ja selber absoluter Mäuse -und Rattenfan - ich ekle mich also keinesfalls vor einer Maus, im Gegenteil tut mir das arme Tier unendlich Leid...
Das ist eben das ewige Dilemma und der große Zwiespalt.
Unsere Katzen sind KEINE Freigänger, weil mir die Gefahren in der Umwelt (Autos, Vergiftung, Unfälle, Entführung,... ) einfach zu groß sind.
Würden wir auf dem Land leben, ohne Straße in der Nähe - wahrscheinlich wären unsere Katzen dann auch Freigänger, wenngleich ich immer ein mulmiges Gefühl hätte, dass doch irgendwas passieren könnte... und wahrscheinlich würden die Katzen dann auch deutlich mehr Kleintiere fangen (die Katzen eines Freundes leben mit ihm zusammen in einem Haus am Waldrand und sind Freigänger. Die schleppen auch ständig Mäuse (und leider eben auch Feldhamster) an.... das finde ich furchtbar.

Wie gesagt, wir werden uns im Kreis drehen.
Ich bin absolut dagegen, Katzen zur Wohnungshaltung zu verdonnern.
Ich bin der Meinung, man kann Katzen nicht mit Hunden vergleichen.
Und ich kann mich andererseits hervorragend darüber aufregen, dass Katzen oftmals Kleintiere "sinnlos" jagen und töten bzw. so verletzen, dass sie am Ende eben doch sterben.
Eine Lösung für dieses Problem habe ich nicht - aber Einsperren ist meiner Meinung nach keine Lösung, und das mit dem Erziehen wird auch nur gaaaaaaaaaanz bedingt funktionieren...

LG, seven
 
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