Erziehungsmethoden

Diskutiere Erziehungsmethoden im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Das halte ich für eine sehr gute Idee.
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  • Erziehungsmethoden Beitrag #21
Das halte ich für eine sehr gute Idee.
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #22
Ricalein,

bin so froh, dass Ihr dieses Thema hier mal so schön aufbereitet. Auch wenn Erziehung bei jedem Hund unterschiedlich, gewisse Grundregeln bleiben ja doch. Hatte schon mal hier angefragt bzgl. artgerechter Bestrafung, was ja schon auch ein wirklich heikles Thema ist und wo man sehr viel falsch machen kann, ohne es zu wollen und das "Ausbügeln" hinterher ist meist schwierig und langwierig. Bitte, bitte verfolge als Moderator die Idee hier unbedingt weiter!!!!! Bin begeistert!!!!!

Als Diskusionsteilnehmer und Interessierte: sollen wir warten, bis eigener Thread "Erziehungsmethoden" mit Unterteilungen in Erziehungsziele eingerichtet ist oder hier weiterdiskutieren? Nicht dass alles doppelt geschrieben wird und hinterher keiner mehr durchblickt?

Grüße,
Samson
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #23
ui das ist ja en wunderbarer thread!
da hätt ich gleich auch noch ne frage. also meine joy, die ist ein echt lieber hund, die hört so gut wie immer, ist immer auf mich konzentriert, ist nicht böse und macht eigentilch keine probleme. eigentlich, denn ein problem hätten wir da schon:
wenn wir spazieren gehen, oder auch nur vom auto zur wohnung gehen u. sie erblickt irgendwo eine katze, oder auch einen marder, dann rennt sie von 0 auf 100 los und hat nichts anderes mehr im kopf als das tier zu jagen. das passiert zwar nicht oft, aber wenn es passiert, ist sie meist nicht angeleint oder ich halte die leine nicht gut genug in der hand, da sie ja sonst immer entspannt ist u. ich die katze bwz. den marder immer erst nach ihr sehe u. somit nicht drauf vorbereitet bin.
sie rennt einfach los und dann ist sie weg u. ich kann machen was ich will, sie kommt erst zurück, wenn die katze auf dem baum oder der marder unterm auto ist. natürlich bin ich jedes mal hinterher gelaufen u. hab nach ihr gerufen wie ne blöde, aber - keine chance - sie rennt einfach weiter.
bisher hatten wir glück, aber das kann bös ins auge gehen, denn im eifer des gefechts, rennt sie über straßen u. fahrradwege ohne rücksicht.
sehr wahrscheinlich werde ich ihr das nie austreiben können, aber wie könnte ich mich richtig verhalten oder was könnte ich machen? ich kann sie ja auch nicht schimpfen wenn sie zurück kommt, denk ich mir u. schnell genug um sie zu fassen bin ich nicht.
wie würdet ihr in dieser situation handeln?
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #24
Ich kann mir einfach nicht Vorstellen das man ganz ohne Strafe auskommt, und wie diese aussehen kann ohne der Hundeseele zu schaden soll der Inhalt dieses Threads sein.
Ich habe mir das so vorgestellt, das in diesem Thread auch immer wieder neue Ansatzpunkte geschildert werden über die man dann diskutieren kann. Wichtig ist halt das man immer sachlich bleibt.
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(Neuer Post des gleichen Users unten angefügt)
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Hallo Joyagenie
Den Jagdtrieb, erst recht wenn er sich schon so gefestigt hat, wirst du aus deinem Hund nicht rausbekommen. Die Schwierigkeit dabei ist das du immer nur reagieren kannst, da der Hund schon fast weg ist bevor du weist was los ist. Der einzige Weg den ich kenne ist das du deinen Hund erwischen mußt während er durchstartet und eben über den Gehorsam gehst. Wenn die Beute dann erst mal außer sicht ist ist der Reiz hinterher zu gehen schon wesentlich geringer. Die größte Schwierigkeit ist, das du sollche Situationen kaum stellen kannst, so das du das Gelände wählen kannst und somit die Gefahrenquelle Straße ausschalten kannst.

Da meine Hunde auch jeder Katze und jedem Marder und was hier sonst noch so rumstromert nachgehen, habe ich den Garten so eingezäunt ds ich mir da keine Sorgen machen muß und Nachbars Katzen machen einen Bogen um diesen Bereich. Wenn wir mit den Hunden wegfahren mache ich immer zuerst die Hecktür von meinem Auto auf, so lange bleiben Anja und Rica auf dem Treppenpodest sitzen. Dann ruf ich die beiden die dann geradewegs ins Auto stürmen. Der uneingezäunte Bereich unseres Grundstücks steht den beiden nicht zur Verfügung, da ich sonst immer Angst hätte das sie wegen einer Katze auf die Straße rennen würden. Wenn ich so mit den Hunden aus dem Haus gehe sind beide angeleint.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Erziehungsmethoden Beitrag #25
Genau das ist das Problem, Dein Hund ist voll im Beutetrieb und wenn das der Fall ist, dann spult der Hund ein Programm im Kopf ab ( bei einem Seminar wurde gesagt, dass der Hund dann schlechter hören kann und sein Schmerzempfinden wird herabgesetzt, er bekommt den Tunnelblick, mit Gehorsam geht dann kaum mehr was!) Wenn Du dann noch Gehorsam erwartest, dann gib ihm das Kommando: " Lauf so schnell Du kannst!" Dann hast Du wenigstens das Gefühl, dass er auf Dich hört. :lol:

Der Ansatz ist, den Hund nicht in diesen Trieb fallen zu lassen und vorher auf ihn einzuwirken oder etwas überraschendes zu tun!

Die gescholtene Klapperdose zum Beispiel - aber da es selten vorkommt, wirst Du genau in dem Moment keine haben....oder der ist schon weg, ehe Du das Ding aus der Jacke gekramt hast.

Gehen könnte folgendes - wenn er das nächste Mal gerade zur Hatz ansetzt, dann schrei ihn so laut Du kannst an, wenn er kurz nach Dir schaut, Kommando:"Hier oder komm oder wie das in eurem Rudel heißt",wenn er dann kommt, dann super Loben ("Herzebobbele") vielleicht hilft es was.

Ich befürchte, dass nur genaues Aufpassen helfen wird!
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #26
Noch mal ein paar Fragen zum Thema Bestrafung:

Wie bestraft Ihr , wenn Euer Hund etwas wirklich "Böses" getan hat, z.B. Euch anknurren, weil er etwas nicht hergeben will?
Wie reagiert Ihr, wenn er einen Befehl hartnäckig ignoriert, trotz dreimaliger Aufforderung?
Wie bestraft Ihr, wenn er, obwohl er eigentlich weiß, dass er etwas nicht tun soll, es dennoch tut?

Grüße,
Samson
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #27
Hallo Samson,
was bezeichnest Du als wirklich "Böse"? Wenn er Dich anknurrt, dann ist bei Euch nicht genau geklärrt, wer das "Rudel" anführt, denn das solltest Du sein. Dein Hund sollte schon wissen, wer der Leithund ist, nämlich Du.
In welchen Situationen wirst Du angeknurrt?
Welche Befehle ignoriert Dein Hund?

Gruß Daniela
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #28
Zur Erklärung: wir haben eine gerade mitten in der Pubertät befindliche Herdenschutzhundedame und möchten da halt nichts falsch machen. Herdenschutzhunde neigen dazu, selbst zu entscheiden, ob sie einen Befehl tatsächlich ausführen wollen, weil sie ihn für sinnvoll halten oder ob sie den Befehl missachten, da er in ihren Augen unsinnig ist. Sind unglaublich sture Charakter und man muss halt enorm konsequent sein und seinen Willen als Herrchen durchsetzen. Das klingt eigentlich nicht ungewöhnlich, ist aber ganz schön anstrengend, da man konsequent, aber nicht zu hart sein soll. "Strenge", "Konsequenz" und "Härte" sind aber nur Worthülsen, was bedeutet das praktisch. Wann ist welche Strenge angebracht, was ist als "zu hart" zu bezeichnen. Ich bin da wirklich immer noch sehr unsicher, natürlich merkt mein Hund das, deswegen muckt er ja auch gerade gegen mich auf - Zickenalarm ist angesagt. Du hast schon recht, aber wie reagiere ich jetzt, ohne dass ich zu hart bin. Deswegen wollte ich einfach mal von anderen Hundebesitzern hören, wie sie in Fällen reagieren, wo ihr Hund etwas in ihren Augen total Unerwünschtes tut oder einen Befehl missachtet - was mach ich dann, kann den Befehl ja auch nicht wie ein Tonband wiederholen, das hat ja nun ganz die falsche Wirkung. Oder wenn Ihr Euren Hund dirket dabei erwischt, dass er gerade die Blumen aus der frisch bepflanzten Rabatte ausbuddelt, obwohl er vorher mehrfach mit Pfui darauf hingewiesen wurde, wenn er an die Blumen wollte, dass er das nicht soll - was tut ihr dann in diesem Moment, um ihm nachhaltig beizubringen, das zu lassen? Ich denke, ich bin zu "lasch", zumindest vermittelt mir das meine Hündin, will aber nun auch nicht den Bogen zu sehr überspannen und zu "hart" sein.

Das mit dem Knurren war übrigens nur ein Beispiel, tut meiner nicht, hatte sie mal als Welpe, dann kam sie aber sofort in Unterordnung, hat es seitdem nie wieder gemacht, aber mir ist eben gerade nichts Besseres eingefallen - sorry.

Hoffe, ich habe mich etwas verständlicher ausgedrückt.

Grüße,
Samson
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Das mit der Unterordnung hat mein Mann gemacht, kam mir damals fast ein wenig brutal vor, mit runterdrücken und so, aber die Hündin liebt ihn seitdem abgöttisch, er ist ihr Rudelchef, ihr Beschützer, da stärker, ihr Held... Also was ist nun zu hart???? Wir sind wirklich verunsichert... Uns kam das damals nämlich eigentlich selbst zu hart vor, aber die Hündin reagierte positiv, was ist richtig????
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Erziehungsmethoden Beitrag #29
Hallo Samson,
ich kenn das nur allzu gut. :D
Es heißt immer so locker man soll Hunde konsequent erziehen. Das ist die Theorie, aber praktisch bedeutet das ein hoher Zeitaufwand, keine Ausnahmen zu machen und vor allem kostet es viel ENERGIE und Nerven. Man muss eben immer den längeren Atem haben, aber ist wirklich schwer bei solchen "Sturköpfen".
Ich weiß das die wenigsten Hundehalter wirklich 100% konsequent sind, aber das Konsequenz sehr wichtig ist habe ich letztens erst wieder erfahren. Goro musste (da Verdacht auf Hodenkrebs bestand) kastriert werden, und er hat keine Halskrause bekommen. Das hieß also gut aufpassen das er nicht an die Wunde geht. Wir haben ihm zwar ein T-shirt angezogen, jedoch hat er auch da immer versucht durch zu knabbern. Also musste ich immer aufpassen und immer „nein“ sagen wenn er an die Wunde wollte. Ab und zu hat er dann auch mal ein „Nein“ ignoriert, ich bin dann gleich aufgestanden und habe ihn davon abgehalten und nochmals „nein“ gesagt, dann ging es wieder für eine Weile. Das zog sich so die ganzen Tage hin, ein Tonband hätte mir wohl auch geholfen *g*). Ich war gezwungen 100% konsequent zu sein, schließlich wollte ich nicht das sich die Naht entzündet. Das ging ihn natürlich gegen den Strich, aber ich hab mich immer wieder durchgesetzt und nur nach einem Tag hörte er auf absolut jedes Wort, sofort und ohne zu zögern (was bei ihm eine seltenheit ist). Das ich konsequent war wirkte sich auf die gesamt Erziehung aus und jedes „Kommando“ wurde ausgeführt. Selbst Bekannte waren erstaunt über ihn. ;) Konsequenz macht sehr viel aus, ich hätte das selbst nicht geglaubt.

Zu deinem Beispiel mit dem Blumenbeet, ich würde erstmal von weiten versuchen es mit einem "Befehl" zu unterbinden, hört sie dann nicht auf, würde ich dafür sorgen das sie aufhört und sie vom Beet wegscheuchen. Einfach hingehen und sie runter scheuchen(Goro hat kennt dafür ein "Befehl"- „geh“ der klappt auch schon aus der ferne). Wahrscheinlich wird sie es wieder versuchen, aber ich würd sie einfach immer wieder wegscheuchen, schon wenn sie auf das Beet gehen will, einfach konsequent weg scheuchen. Man kann sie auch erstmal mit einem Blick und einer Aufforderung „warnen“, aber spätestens wenn das ignoriert wird, wieder los und sie runter scheuchen und nicht länger warnen, einmal reicht.

Wie alt ist denn deine Hündin jetzt?

LG fini
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Erziehungsmethoden Beitrag #30
Hallo Fini,

meine Hündin ist jetzt 11 Monate und so richtig schön in der Pubertät, Zickenalarm ist wirklich harmlos ausgedrückt.... Rüpelig und ausgesprochen unsanft im Umgang mit mir und eben allen, gegen die sie z. Z. aufmuckt, ist seit ein paar Wochen auch noch... Gehen jetzt auch wieder 1x die Woche zur Hundeschule mit ihr, um sich evtl. bei uns einschleichende Fehler sofort beheben zu können und sie weiterhin mit mehr anderen Hunden als den üblichen "treffen wir beim Gassi-Gehen"-Hunden zusammenzuführen. Nach der Hundeschule ist sie dann auch immer super-handzahm und pflegeleicht, versucht bald danach aber wieder die Oberhand zu gewinnen. Das kostet wirklich Nerven, aber im Grunde ist sie schon ausgesprochen liebenswert und die Grunderziehung ist auch gut, aber eben ist es halt etwas schwierig....

Das mit dem Kastrieren kenne ich, haben wir vor drei Wochen mit ihr durch, haben uns genauso verhalten, wie Du auch und auch bei uns hat das gut geklappt.

Wie verscheuchst Du? Kannst Du das mal ungefähr beschreiben? Unsere Dame kann nämlich wirklich ausgesprochen hartnäckig sein und sich sowas von "ich weiß gar nicht, was Du jetzt von mir willst, ich schnüffle doch nur" stellen... (und dannn ist sie schwups im Beet....)

Ich danke Dir schon mal vielmals.

Grüße,
Samson
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #31
Hallo Samson,
Eine schwierige zeit, ich finde es gut das ihr jeden Fehler sofort beheben lasst.
Ich weiß das Goro sich mit Beginn der Geschlechtsreife sehr verändert hat, er ist deutlich wachsamer geworden und hat auch fein unterschieden wer von den Besuchern zu seinen "Freunden" gehört und wer erstmal misstrauisch beobachtet wird (obwohl er diese Leute vorher auch mochte). Es ging dann auch schnell, dass er in der Rangordnung über unserer Schäferhündin stand.

Wie verscheuchst Du? Kannst Du das mal ungefähr beschreiben? Unsere Dame kann nämlich wirklich ausgesprochen hartnäckig sein und sich sowas von "ich weiß gar nicht, was Du jetzt von mir willst, ich schnüffle doch nur" stellen... (und dannn ist sie schwups im Beet....)
Ich gehe einfach hin, zeige in eine Richtung und sage "geh". Er kennt das "Kommando" aber schon länger.
Am Anfang wäre es vielleicht gut, sie einfach am Halsband ein Stück wegzuführen, und dabei "geh" zu sagen.

Ich kenne solche Tricks aber auch von ihm, das er sich langsam wieder "hinschnüffelt", und so tut als wolle er ja gar nicht dort hin *g*
Am besten wäre eine "unsichtbare" Grenze um das Beet, d.h. kommt sie zu nahe (an diese Grenze) wird sie gleich verscheucht, immer ab einer bestimmten Entfernung vom Beet.
Vielleicht versteht sie so, das sie sich nicht einfach "heran schummeln" kann und so wieder zu den Blumen kommt.


LG
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #32
Das mach ich, ich denke, das wird sie verstehen. Wir arbeiten sehr viel mit "nein" und "halt". Das sind Befehle, die kennt sie schon, die müssten eigentlich dann ja ganz gut klappen. Im Interesse unserer Blumen, drück mal die Daumen.... Im Zweifelsfall, wenn wir einen kleinen Zaun um das Beet ziehen und sie damit zusätzlich zu den "Übungen" eine optische Grenze als Gedächtnisstütze hat und sich ein wenig bemühen muss, um an die Pflanzen zu kommen, meinst Du, damit wäre es ihr leichter beizubringen (noch inmal Ausgraben überleben die Planzen nämlich nicht, ein Misserfolg wäre also schade)?

Grüße,
Samson
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #33
Also ich denke, Fini hat mit der "Nachoperationsschilderung" genau das Problem und auch die Lösung gleich mitgeschildert.

Auch wenns einem aus dem Hals hängt, ist die Konsequenz der Schlüssel.

Warum lernt auch der sturste Hund Stubenreinheit? Weil auch das gütigste
Herrchen/Frauchen hier eine Konsequenz an den Tag legt, was dem Hund eindeutig zeigt, das geht nicht - und dann klappt das auch.
Das Betteln z.B. stört einmal, dann wird gemeckert, beim anderen Mal ist es wieder süß und man will nicht so sein.

Beim Hund geht nur schwarz oder weiß - bei Grau will er immer das machen, was er will, er weiß ja nicht was Sache ist, er lotet aus, was geht. Bei weiß ist es erlaubt.Schwarz weiß er das geht nicht ( Stubenreinheit!)

Um sich selbst nicht zu überfordern und Nerven zu sparen sollte man sich bei jeder Erziehungsarbeit fragen
- Was will ich bei dem Hund schwarz haben, unbedingt!
Das sollten dann wirklich nur wenige, für mich auch überschaubare Sachen sein, die auch konsequent erfolgen.

Wenn das dann zu viele sind, dann mache ich eben eine Sache nach der anderen für den Hund schwarz, die anderen lasse ich weiß.
Wenn eine Sache sicher erledigt ist, dann gehe ich zur nächsten und färbe die von weiß auf schwarz.
So überfordere ich weder den Hund, noch - was ganz wichtig ist - mich selbst.

Dabei muss ich bei den wichtigen Sachen drauf achten, dass die durchgehend schwarz bleiben, innerhalb der Familie, auch bei Fremden!

Wenn ein Hund nicht an einer Person hochspringen soll, dann muss ich das auf schwarz legen - das muss ich dann auch auf der Strasse durchsetzen, wenn ein Fremder kommt "ja was bist Du für ein Süßer" und ihn sogar zum Hochspringen animiert, sonst habe ich gleich wieder grau!

Nachsatz bei Fini:

„Ein Hund, der knurrt, ist nicht gefährlich.
[FONT=Arial,Italic]Er kommuniziert. [/FONT]

[FONT=Arial,Italic]Wissen sollte hysterisches Verhalten ersetzen.“[/FONT]

Das ist genau richtig, der Hund zeigt, das ist mir wichtig!
Auch der Leitwolf wird angeknurrt, das hat (im normalen Rahmen)
auch nichts mit Dominanz zu tun.
Der Leitwolf wird es ignorieren - oder, wenns ihm noch wichtiger ist,
durch Knurren oder mehr die Sache wieder zurechtrücken -erst dann kommt Dominanz ins Spiel.
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #34
Noch mal ein paar Fragen zum Thema Bestrafung:

Wie bestraft Ihr , wenn Euer Hund etwas wirklich "Böses" getan hat, z.B. Euch anknurren, weil er etwas nicht hergeben will?
also wenn wir Zerrspiele machen soll er ja nicht loslassen, dann push ich ihn sogar noch an, das er es nicht hergibt, aber etwas was er nicht haben soll, ein scharfes "pfui" wenn er nicht ablässt packe ich ihn mit dem Schnauzgriff und hole mier was ich haben will. Aber meine Hunde lasen aus, hatte ich nie ein Problem mit.
Wie reagiert Ihr, wenn er einen Befehl hartnäckig ignoriert, trotz dreimaliger Aufforderung?
Ich fordere nicht dreimal auf. Wenn ich "sitz" sagen möchte ich jetzt ein sitz und nicht in 5 minuten, also popo nach unten drücken.... am anfang wenn ich es mit einem welpi übe, dann natürlich mit leckerchen über den Kopf.
Wie bestraft Ihr, wenn er, obwohl er eigentlich weiß, dass er etwas nicht tun soll, es dennoch tut?
Asti findet es total toll den Biomüll zu fressen, ich weniger, wenn ich ihn mit dem Kopf im Müll erwische, kommt Abbruchkomando und klaps auf den Popo

Ich lerne meine Hunde über Lob, Lecker und Spiel. Wenn ich weiss es sitzt dann baue ich das ab und wenn es abgebaut ist, setze ich auch strafe ein.

Man sollte aber nur Gefahr und Ungehosam strafen, nicht Unwissendheit


Ich bin kein Wattebällchen werfer aber auch kein Kaserneton Mensch.
Ich denke Zuckerbrot und Peitsche sind okay.

In der Tierwelt sagt der Alpha auch nicht "Du Du Du" sondern warnt vor und dann knallt es.
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #35
Einen lieben Gruß an euch.

Nun, schwierig zu sagen.
Ich selbst bin noch nie nach einer bestimmten Erziehungsmethodik gegangen.
Damit konnte ich immer herzlich wenig anfangen.
Bücher über Hunde habe ich auch nie gelesen.
Ich erziehe meine Hunde absolut nach meinem eigenen Gefühl.
Auch den Welpen den ich nun habe. Erziehe ich nach bestem Gewissen und bestem Gefühl.
Es hat bisher immer geklappt!
Und somit konnte ich immer den Charakter eines Hundes am besten und intensivsten kennenlernen und beibehalten.
Dadurch habe ich feststellen können, dass die Hunde zwar eine sehr feste Hand brauchen da ihr eigener Charakter sehr stark ist und durchkommt. Aber somit alles irgendwie sehr natürlich vorhanden ist. Sei es der Sozialkontakt oder die Rangordnung mit anderen Hunden!
Schläge bekam noch kein einziger Hund. Was tatsächlich passieren kann, mit dem Finger von oben nach unten auf der Schnauze ziehen und dabei ein scharfes Nein.
Genickgriff und schütteln kommt ebenfalls *nie* vor. Jedoch wenn übertrieben wird, kann es passieren im Genick nehmen und nach unten drücken.
Was auch vorkommt ist der Schnauzengriff und nach unten drücken.
Ansonsten wird viel Ignoriert und vieeeel Gelobt.
Es klappt hervorragend.
Bei mirwird ein Hund nicht verwöhnt, essen vom Tisch gab es noch nie. Und wird es nie geben. Meine Hunde kennen auch kein Betteln.
Gelobt wird immer mit einem Fein und dem Körperkontakt, selten mit Leckerlis. Ich verabreiche lieber einfachmal so Leckerlis.
Viel mehr kann man da garnicht so sagen.
:O)

Alles gute euch!
Nayeli
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #36
Also wir haben mit den Befehlen eine ganz einfache Methode gefunden:D
Erst "bitte" ich meinen Hund (bin also freundlich aber direkt)
Dann befehle ich (und zwar scharf und unmissverständlich) und wenn meine Hündin dann nicht reagiert strafe ich.
bei der Strafe hängt natürlich davon ab worum es geht, bei sitz oder platz lege ich sie nieder, wenn sie etwas hergeben soll hol ich es aus dem maul,...
ich bin eigentlich auch nicht für schläge oder ähnliches aber wenn ich sie erwische wie sie etwas klaut oder auf die katze loswill bekommt meine Hündin auch schon mal einen klaps! ich denke Hunde untereinander sind ja viel gröber!!
Das interessante ist das sie im spiel total schmerzunempfindlich ist aber sobald man die hand habt wenn man mit ihr schimpft fängt sie schon fast an zu jaulen, man muss also garnicht schlagen.
Schütteln kann ich sie eh nicht da sie viel zu groß ist, aber da halte ich auch nichts von! Man kann einen Hund zwar ohne probleme im Genick packen und hochheben aber das sollte bei keinem Hund, egal welche größe, alltäglich sein!!
.
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):
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@Nayeli: es heisst nach bestem WISSEN und GEWISSEN^^ das schliesst eigentlich wissen mit ein^^

Was ich wirklich "grausam" finde ist das schnippsen gegen die Nase das hat die Vorbesitzerin meiner Hündin gemacht und es hat ewig gedauert bis unsere hündin nicht die Lefzen hochgezogen hat wenn man an die schnauze ging...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Erziehungsmethoden Beitrag #37
ich bin eigentlich auch nicht für schläge oder ähnliches aber wenn ich sie erwische wie sie etwas klaut oder auf die katze loswill bekommt meine Hündin auch schon mal einen klaps
ich denke halt, wenn es schon nötig ist einen Hund zu strafen, dann muss es so passieren das der Hund es auch als Strafe verstehen kann. Mit einem Klaps könnte mein Hund überhaupt nichts anfangen und würde mich nur überrascht anschauen.
OK, damit währe er zuerst mal von seiner "Übeltat" abgelenkt, aber würde ihn das auch davon abhalten das zu wiederholen?
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #38
Ich versuche es mit Leckerlis mein staff ist 4 monate und lernen tut er daFÜR SCHNELL
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #39
ui das ist ja en wunderbarer thread!
da hätt ich gleich auch noch ne frage. also meine joy, die ist ein echt lieber hund, die hört so gut wie immer, ist immer auf mich konzentriert, ist nicht böse und macht eigentilch keine probleme. eigentlich, denn ein problem hätten wir da schon:
wenn wir spazieren gehen, oder auch nur vom auto zur wohnung gehen u. sie erblickt irgendwo eine katze, oder auch einen marder, dann rennt sie von 0 auf 100 los und hat nichts anderes mehr im kopf als das tier zu jagen. das passiert zwar nicht oft, aber wenn es passiert, ist sie meist nicht angeleint oder ich halte die leine nicht gut genug in der hand, da sie ja sonst immer entspannt ist u. ich die katze bwz. den marder immer erst nach ihr sehe u. somit nicht drauf vorbereitet bin.
sie rennt einfach los und dann ist sie weg u. ich kann machen was ich will, sie kommt erst zurück, wenn die katze auf dem baum oder der marder unterm auto ist. natürlich bin ich jedes mal hinterher gelaufen u. hab nach ihr gerufen wie ne blöde, aber - keine chance - sie rennt einfach weiter.
bisher hatten wir glück, aber das kann bös ins auge gehen, denn im eifer des gefechts, rennt sie über straßen u. fahrradwege ohne rücksicht.
sehr wahrscheinlich werde ich ihr das nie austreiben können, aber wie könnte ich mich richtig verhalten oder was könnte ich machen? ich kann sie ja auch nicht schimpfen wenn sie zurück kommt, denk ich mir u. schnell genug um sie zu fassen bin ich nicht.
wie würdet ihr in dieser situation handeln?
Also ich hab einen Pflegehund, der hat auf der Straße gelebt ca. 1 Jahr und läuft jetzt auch immernoch sehr gerne weg. Der Besitzer hat mir gesagt einmal rufen und dann weiter gehen, wenn sie gleich kommt super doll loben Leckerlie oda so wenn sie erst nach einer Weile kommt dann nur mit der Stimme loben. Jetzt nach ca. nem Jahr hört sie schon drauf, wenn ich einmal rufe (meistens).
Also ich würde es einfach mal ausprobieren, ich habe immer den Namen gerufen wenn sie stehenbeibt und her schaut Hier und wenn sie weg will Nein und dann entweder loben oder weitergehen am besten in die andere Richtung. An der Straße ist es aber sehr gefährlich, da rufe ich einmal, dann hole ich sie und tu sia an die Leine und ignoriere sie das hilft bei ihr. Hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen.
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #40
Thread gefällt mir :)
Hatte ja auch einige Hunde, mit verschiedenen Charakteren. Nummer 1, eine Dame, Tierheimhund mit schlechten Erfahrungen, die brauchte Führung und viel Geduld, da sie rassistisch war (warum auch immer). Um ihr das Beissen, bzw. auf Ausländer losgehen abzugewöhnen wurde ein Bekannter (Hautfarbe sehr dunkel) eingespannt, meine Mom lief dann mit Hund kurz an der Leine und Bekanntem mehrmals um den See, bis der Hund begriffen hat, das von dem Bekannten keine Gefahr ausgeht :)
Ansonsten, immer gucken was das Tier als nächstes vorhat..
Meine letzte Hünding war ein Windhund-Mix, nichts mit harter Hand, viel Einfühlungsvermögen und Vorausschau notwendig. Letztendlich war sie super friedfertig, man konnte sich 100% darauf verlassen, dass sie niemals einen Menschen angreift. Nur ohne Leine unterwegs, niemals Schläge und eben immer im Denken dem Hund einen Schritt voraus!!!
Wenn der Hund einem Vertrauen soll, muss man dem Hund Vertrauen entgegenbringen, das geht nur wenn man seine Sprache verstanden hat und konsequent ist, der Hund weiß was man von ihm will. In einer "Notsituation" stundenlang mit einem Hund zu diskutieren ist schwachsinnig, das Tier muss verstehen wann Gehorsam erforderlich ist und wann nicht ;)
Also z.B. "steig ins Auto ein" hat nie funktioniert, Madame brauchte immer ein "Bitte" dazu, aber "Halt" an der Straße war eindeutig und notwendig, das hat sie verstanden. Manche Dinge kann man Hunden zu ihrem und zum eigenen Spaß beibringen um ihnen Wichtigkeit zu vermitteln, so wie z.B. auf der Seite rollen oder tot spielen ;)
Jedes Tier braucht Raum um es selbst zu sein, Hunde müssen genügend Auslauf haben und man muss sich sehr auf den Charakter des Tieres einstellen, vorher schauen WAS für einen Hund man sich zulegt und welche Bedürfnisse er hat. Ich kann keinen Jack Russel kaufen wenn ich dem nicht soviel Auslauf gönne, dass er abends müde ist und erwarten, dass der Hund friedlich bleibt oder keinen Unsinn macht.
Ganz einfach ist das...

LG, Ludwig
 
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Erziehungsmethoden

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