Erziehungsmethoden

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  • Erziehungsmethoden Beitrag #41
Das interessante ist das sie im spiel total schmerzunempfindlich ist aber sobald man die hand habt wenn man mit ihr schimpft fängt sie schon fast an zu jaulen, man muss also garnicht schlagen.

Dir ist schon klar, dass dein Hund aus Angst hört!

So was ist ja ***********!

Dein Hund sollte aus Freude auf dich hören!

Julia
 
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  • Erziehungsmethoden Beitrag #42
Es git nicht "die richtige Erziehung"

Ich finde dieses Thema sehr interessant, vorallem da es viele unterschiedliche Meinungen gibt.

Ich bin der ich sage das nur einmal und wenn du nicht hörst, gibt es Ärger Typ.
Wenn ich immer höre, nur positive Reizverstärkung, dann kann ich nur sagen, damit kann man auch viel falsch machen. Ich kenne ein paar Hunde, die dabei immer bekloppter wurden, da ja keine Rüge erfolgte.

Ich nenne Euch ein paar Beispiele und ihr sagt mir, wie ihr euch verhalten hättet. (meine Hunde)

Mix 18kg, 47 cm:
Ich komme ins Schlafzimmer und möchte etwas unter dem Bett hervorholen, und sage zu Feivi "runter". Der gute knurrt und das nicht auf die ich mag nicht Weise, sondern auf die du kannst mich Art. (er kam aus dem TH und ich kenne seine ersten 3 Jahre nicht)
Ich habe ihn gepackt und relativ unsanft vom Bett befördert. Nun ist er 10 Jahre alt und wir hatten niemehr eine solche Debatte.

Mix 25kg, 63cm:
Charly (aus Misshandlung). Er hatte schlimme Angst, als er zu uns kam und war total eingeschüchtert. Das ist in öffentlichen Situationen bis heute so und er sucht halt, bei mir.
Zuhause allerdings, meinte er irgentwann (mit 1 Jahr) er wäre der Pascha (wohnt bei meinen Eltern). Als meine kleine Schwester ihn vom bellen am Fenster abhalten wollte, zu ihm ging uns sagte "Aus", fleschte er die Zähne undwurde richtig giftig.
Das war mein Zeichen, ich habe ihn nach Strich und Faden vermöbelt und habe ihm gesagt, wenn er sie jemals beisst, dann hänge ich ihn am Baum auf. Auch wenn er die Wörter nicht verstanden hat, was ich meinte sehr wohl.
Heute ist er 5 Jahre und er ist ein ganz toller Bursche, der weiss wo er hingehört. Er wird viel gelobt und geknuddelt.

Mix, 22kg, 50cm
Mein Bär war schon immer ein braver, leicht zu erziehen und unproblematisch. Er hat immer gut gehört. Heute mit 15 Jahren läuft das so:
"Bär komm" und was macht Bär? Ich habe die Nachricht erhalten und melde mich später. Was tue ich? Ich stehe da und warte, bis er sich zum mitkommen bereit erklärt. (Das Alter)

Mein Bär hat sein lebenlang gut gehört und war lieb, heute hört er nichtmehr so gut, da er stur geworden ist. Aber das stört michnicht und er wird verwöhnt.
Bei den anderen beiden: Was hättet ihr gemacht? Sollte ich Charly liebevoll zureden, denken, das ich das positiv konditionieren kann. Da halte ich nichts von, denn bis dahin hat er schon jemanden gebissen. Ok, ich würde ihn nicht am Baum aufhängen, doch hätte er meine kleine Schwester gebissen, hätte ich ihn am selben Tag eingeschläfert.

Ich arbeite viel über Lob und Leckerchen, aber in einer solchen Situation nicht. Diese Zwischenfälle kann ich in Erfahrung mit 7 Hunden vielleicht 3 mal verbuchen.

PS: Meine Hunde (4Stück) sind alle Alltagstauglich, sie hören, sind verträglich und haben auch keine Angst vor mir. Im gegenteil, gerade Charly ist dankbar, wenn man ihm jegliche Entscheidung abnimmt.


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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Maloua schrieb nach 1 Stunde, 15 Minuten und 21 Sekunden:

Also bitte nicht falsch verstehen, ich möchte nicht das einer denkt, seinen Hund zu hauen sei eine erstrebenswerte Sache. Ich denke nur, das es immer auf die Situation ankommt und man deshalb nicht schnell über jemanden urteilen darf.

Ich versuche auch in der Regel mit Lob und Streicheleinheiten zu arbeiten. Wenn das immer klappt, ist es natürlich der beste Weg
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Erziehungsmethoden Beitrag #43
Hallo Malou
Zu deinem ersten Hund: Ich hätte es genau so gemacht.
Zu deinem zweiten Hund: Ich bin der Meinung das es in dem Augenblick wirklich angebracht war dem Hund zu zeigen was Sache ist, aber nicht mit Schlägen sondern in dem er auf´s Kreuz gelegt wird und so lange fixiert bis er nachgibt. Das hat eine genauso starke Wirkung mit dem Unterschied das der Hund sie verstehen kann.
OK, du hast bei ihm bleibenden Eindruck hinterlassen, aber richtig finde ich es trotzdem nicht.
Das dein Bär nicht mehr so gut folgt in einem Alte von 15 Jahren, mein Gott was soll es, vielleicht liegt es ja auch an seinen Ohren.
Bei meiner Anja war ich irgendwann auch der Meinung das sie sich so eine Bequemlichkeit zuerkennt, bis mir klar wurde das es einfach die Ohren sind, sie konnte meine Kommandos gar nicht befolgen den sie kamen nicht bei ihr an.
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #44
Beim ersten Hund hätte ich genau so reagiert.


Er hatte schlimme Angst, als er zu uns kam und war total eingeschüchtert. Das ist in öffentlichen Situationen bis heute so und er sucht halt, bei mir.
Das war mein Zeichen, ich habe ihn nach Strich und Faden vermöbelt und habe ihm gesagt, wenn er sie jemals beisst, dann hänge ich ihn am Baum auf. Auch wenn er die Wörter nicht verstanden hat, was ich meinte sehr wohl.
Sorry, da fehlen mir die Worte.. der arme Hund.
Man sollte sich vielleicht an die Ursachen rantasten, daran arbeiten. Mit einem ängstlichen Hund auch noch solche ,,Hauruckmethoden" ist nicht wirklich angebracht. Ein Tier, das Angst hat aufgrund divererser Erlebnisse kann nicht von heute auf morgen parieren, sondern braucht Zeit, um Vertrauen aufzubauen... was du mit deinem Angriff wohl so ziemlich zerstört hast. Der Schuss hätte auch so ziemlich nach hinten losgehen können.


Sollte ich Charly liebevoll zureden, denken, das ich das positiv konditionieren kann. Da halte ich nichts von, denn bis dahin hat er schon jemanden gebissen. Ok, ich würde ihn nicht am Baum aufhängen, doch hätte er meine kleine Schwester gebissen, hätte ich ihn am selben Tag eingeschläfert.
Einschläfern kann ma neinen Hund doch gar nicht so ohne weiteres.
Du hättest ihn abgeben können - ja okay.
Ich würde wie gesagt, ehr nach den Gründen und Ursachen forschen, warum der Hund deine Schwester angeknurrt hat.
Abgesehen davon, wie alt ist deine Schwester?
Kennt sie den richtigen Umgang mit Hunden? Warst du dabei?
Meine Schwester hat meine Hunden keine Kommandos zu geben. Dafür kennt sie sich zu wenig aus, würde es nicht durchsetzen etc. Ich denke das würden meine beiden ganz gut ausnutzen. Ein Kind, das nicht tagtäglich mit meinen Hunden zutun hat, braucht sie nicht zurechzuweisen.;) - Dafür bin ich dann da...

Und warum drohst du deinem Hund mit irgendwelchen Worten?
Weißt du ihn nicht anders zu bestrafen? Er kann dich doch gar nicht verstehen, er merkt es nur an deiner Stimmlage,... wahrscheinlich wusste er noch nicht mal, wofür er den Ärger bekam, denn da den richtigen Augenblick zu treffen... puhh..
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #45
Hallo Maloua,
als ich deine Erziehungsmethoden hier las, verschlug es mir prompt die Sprache.
Ich bin Fassungslos, und dachte eigentlich, das nicht nur die Technik sich weiterentwickelt hat, sondern auch die Erziehungsmethoden. Sei es bei Mensch und Tier. An Dir scheint das vorbei gegangen zu sein.
Wie ich es gemacht hätte erspare ich Dir hier, es hätte definitiv länger gedauert, aber niemals würde ich die Hand gegen ein Tier oder Menschen erheben.

Immernoch fassungslose Grüße


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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Laborbeagle schrieb nach 13 Minuten und 8 Sekunden:

Zuhause allerdings, meinte er irgentwann (mit 1 Jahr) er wäre der Pascha (wohnt bei meinen Eltern).
Wohnst Du auch bei deinen Eltern ? Warum schreiten sie nicht ein ???
Als meine kleine Schwester ihn vom bellen am Fenster abhalten wollte, zu ihm ging uns sagte "Aus", fleschte er die Zähne und wurde richtig giftig.
Das war mein Zeichen, ich habe ihn nach Strich und Faden vermöbelt
Das geht mir nicht aus dem Kopf, und hört sich für mich so an, als hättest Du auf solch eine Sitution nur gewartet.
und habe ihm gesagt, wenn er sie jemals beisst, dann hänge ich ihn am Baum auf. Auch wenn er die Wörter nicht verstanden hat, was ich meinte sehr wohl.
Er merkte das Du in Rage bist, das war aber auch alles. Allein der Gedanke, geschweige denn, das hier so zu äussern, zeugt von wahnsinns Kenntnissen. Besonders im umgang mit ängstlichen Hunden. :eusa_doh:
Heute ist er 5 Jahre und er ist ein ganz toller Bursche, der weiss wo er hingehört. Er wird viel gelobt und geknuddelt.
Und hat wahrscheinlich ständig respekt vor Dir, und legt deshalb solch ein verhalten an den Tag.


Also bitte nicht falsch verstehen, ich möchte nicht das einer denkt, seinen Hund zu hauen sei eine erstrebenswerte Sache. Ich denke nur, das es immer auf die Situation ankommt und man deshalb nicht schnell über jemanden urteilen darf.
Was bitte daran soll man nicht falsch verstehen ?
Erst haust Du hier solche Klopper raus, und dann willst Du nicht falsch verstanden oder verurteilt werden ?

Ich versuche auch in der Regel mit Lob und Streicheleinheiten zu arbeiten. Wenn das immer klappt, ist es natürlich der beste Weg
Das wäre der erstrebenswertere Weg, der Dauert, und kostet Kraft, Nerven und Zeit. Wäre aber immer mein Weg.
Siehe meine Signatur......
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Erziehungsmethoden Beitrag #46
kann mir mal jemand helfen?mein JACK RUSSEL TERRIER ist 4 mon. der meiner schwester ist 7 mon..werden die zwei sich wohl verstehen(beides rüden)denn der meiner schwester hat 0 erziehung ,die vorbesitzerin meinte tatsächlich:ach,was brauch denn so ein kleiner süsser hund schon zu wissen!!!!unglaublich aber wahr!!!
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #47
Hallo,
um helfen zu können , würd ich gerne wissen wie der Jack von deiner Schwester, auf andere Hunde allgemein reagiert. Ob er ein gutes Sozialverhalten gegenüber Artgenossen hat. Nur ,weil er nicht erzogen ist, heißt das nicht, dass die Hunde sich nicht vertragen.
Gruß pete26
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #48
Hallo,
mein Hund Balou (Rüde) ist mittlerweile 2 Jahre.Ich bin schon dran ihm seid dem ich ihn bekommen habe darin zu lernen, das er Hunde die ihm begegnen keine Gefahr sind.Nur irgendwie versteht er das nicht.Jedes Mal wenn er an der Leine ist und aus weiter Entfernung einen Hund sieht fängt er an zu knurren,meist auch ein Bellen.Wenn er frei auf den Wiesen herumläuft und Hunde sieht knurrt er manchmal oder tollt direkt mit ihnen herum.Manche Leute wissen sofort wenn i-wo jemand anfängt zu bellen ist das mein Balou.was kann ich dagegen tun das er das knurren oder bellen unterlässt?
Anderes Beispiel: Wenn Besuch zu mir kommt und es klingelt an der Tür oder jemand geht am Gartentor vorbei springt er auf und fängt an sich zu melden,tut aber keinem was an.

LG
Baliforce
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #49
Hallo,
meine Meinung ist auch , das man in den verschiedenen Situationen unterschiedlich Loben und Strafen sollte.Es gibt da kein Patentrezept.
Wenn ich mit einem hochaggressiven ,schwer Verhaltensgestörten 50 kg Rottweiler arbeite,gibt es Situationen wo ein Schnauzengriff(eh nicht möglich wegen dem Maulkorb)
oder ein scharfes Pfui nicht ausreichen.In einer Situation wo dieser Hund sein Gegenüber
angreifen will,werde ich durchaus auch körperlich in dem ich diesen Hund mein Knie in die Rippen drücke, oder ihn auch mal umschmeisse und am Boden halte,bevor diese Situation eskaliert .Macht dieser Hund etwas gut,lobe ich ihn ausgiebig mit der Stimme und Streicheleinheiten

Generell lehne ich Leckerlies in der Unterordnung und bei der Erziehung zum Grundgehorsam ab.Da möchte ich das der Hund begreift das diese Sachen wichtig sind,und dort keine
Rumkasperei erwünscht ist.Ich möchte mich auf den Hund jederzeit verlassen können ,wenn die Ausbildung beendet ist.Und ich habe die Erfahrung gemacht,das verbales Lob und mir da mehr bringen als Leckerlies. Zur Motivation benutze ich dann Lieblingsspielzeug.

Wenn ich aber z B mit dem oben genannten Rotti (oder auch mit jedem anderen Hund) in der Wohnung Tricks übe,wie Wäsche in die Maschine räumen oder Kekse auf der Nase balancieren u.s.w. arbeite ich gern mit Leckerchen,da es nur Spass sein soll,und mir da egal ist ob der Hund beim ersten oder dritten mal den Trick ausführt.

Aussagen wie "da habe ich ihn nach Strich und Faden verprügelt" gehören in meinen Augen nicht zur Erziehung eines Hundes,sondern sind echt KRANK.

Viele liebe Grüße.....

 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #50
Neue Hundemutti

Hallo
Habe gerade mit Interesse die Diskusion gelesen und festgestellt das ich mich gar nicht so blöde anstelle mit der Erziehung unseres Golden Retriever Welpen(7 Wo) Es ist unser erster Hund und wenn er was macht -im Haus- was er nicht darf mache ich es über Zeichen und Stimme. Aber was mache ich wenn er permanent unsere Tochter- 11 Monate und krabbelt- anknurrt und in regelrechter "Jagdstellung" geht? Er hat auch schon des öfteren zugeschnappt.:?::?::?:
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #51
Dein Hund kann das nicht differenzieren, für ihn ist euer Kind ein Spielgefährte mir dem man ganz toll rumtoben kann. Lass bitte den Welpen nicht mit deinem Kind alleine, er muss erst älter werden um das einordnen zu können.
Aber sag mir bitte wieso euer Hund mit 7 Wochen schon bei euch ist,der gehört doch mindestens bis zum Ende der 8. Lebenswoche zu seinen Geschwistern und seiner Mama?
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #52
Huhu,
also ich bin ja mit Hunden aufgewachsen, allerdings mit Jagdhunden! Bei *uns* läuft das ja etwas anders wie ihr wahrscheinlich wisst! Bei uns wird viel mit Belohnung aber auch über druck gearbeitet! Wie schon gesagt wurde, ist es bei manchen Hunderassen beinah unmöglich seinen Hund nur über liebe zu erziehen! Ich selbst hab es, bevor mein Opa anfing, versucht, doch es hat nicht geklappt. Natürlich kannst du *unseren* Hunden so was ohne druck beibringen, doch aufgrund des stärker ausgeprägten Jagdinstinktes, der ja auch erwünscht ist, lässt sich ohne druck, so wie ich das mitbekommen habe, der Trieb nicht "kontrollieren". Heißt: Wenns zur Jagd ging und der Hund das Wild gewittert hatte, warst du ohne *druckerziehung* echt aufgeschmissen!
Ich verabscheue es wenn Hunde bestraft werden, aber ich merke ja bei unseren Hunden, wenn man eine Zeitlang den Hund bei ungehorsam nicht sofort bestarft hat, tanzt er dir sofort auf der nase herum! Ich finde allerdings auch, dass bei *Haushunden* so ein Druck nicht angebracht ist! Ich finde dort kann man den Hund auch nur über Lob und verzicht erziehen!
Ich weiß nicht ob ihr erfahrung habt mit dem Dickkopf eines jagdlich geführten Jagdhundes xD
Mfg Kabardiner
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #53
Ich gebe zu, ich habe noch nie einen Jagdhund bei der Arbeit gesehen und auch noch nie einen Jagdhund bei der Ausbildung, aber von einer Jägerin gehört dass, in der Jagdhundausbildung der "Tabel" (in dem wirklich einige sehr fiese und quälerische Druckmittel angeführt werden) bei der Jagdhundausbildung noch immer hoch im Kurs steht (wie gesagt, ich habe das nur gehört, vielleicht ist es ein Vorurteil).

Ich frage mich dann immer, ob es tatsächlich legitim ist ein Tier für eine Aufgabe einzusetzen, wenn es nicht möglich ist, das Tier an diese Aufgabe ranzuführen ohne es Druck und Schmerzen auszusetzen.
Was für Aufgaben muss denn ein Jagdhund bei der Jagd erfüllen? Würde z.B. zum apportieren der Beute nicht auch ein Hund mit weniger Jagdtrieb reichen, der viel leichter in den Gehorsam zu bekommen wäre?
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #54
Hallo,
ich kann nicht für alle Jagdhunde sprechen, weil jeder Jäger einen *anderen* Jagdhund benötigt! Ich kann nur vom Deutsch Drahthaar sprechen, welchen Jagdgebrauchshund ist! Es gibt z.B Schweißhunde z.B. Dackel die völlig anders ausgebildet werden als z.B. ein Stöberhund! Also: ich kann vom Deutsch Drahthaar sprechen der sozusagen *Hausfrau für alles* ist =) d.h. er kann Stöbern, Vorstehen, Hasenspur und Wasserarbeit verrichten. Die anderen Rassen können dann halt nur eine Sache, aber dafür sehr viel besser! Hier bei uns im Ostfriesland gibs eigentlich nur *Allzweck* Hunde, weil wir hier alles haben! Wiese, Wasser, Wald etc.
Was meinst du mit brutalen Methoden? Das einzige was bei uns finde ich ziemlich.... naja sind, ist der Zwangsapport! Das liegt daran, wie du sagtest das man dem Hund, wenn es ihm Spaß machen würde er es nicht ohne Druck macht, dass dem Hund das Jagen sogar sehr viel spaß macht, er aber seine Beute nicht abgeben will! Daher ist das Apportieren das allerwichtigste! Und da der Hund seine Beute natürlich nicht freiwillig abgiebt, muss mit Druck gearbeitet werden! Es geht vorallem darum, dass die Tiere manchmal nicht vom Hund totgebissen werden und das Tier nur unnötig leiden müsste! Wie schon gesagt: ich kann nur von unseren Hunden sprechen!
Auch unsere werden viel geknuddelt und sind lieb, aber nicht weil sie eingeschüchtert sind! *Uns* ist der, ich sag mal sehr starke Gehorsam, nur auf der Jagd wichtig! Zu hause spielen sie genauso wie *andere* Hunde und haben sogar noch mehr Flusen im Kopf xD. Die Hunde wissen genau wann es zur *Arbeit* geht und sie dann zu gehorchen haben! Ich betone nochmals das ich finde, dass soetwas für *normale Haushunde* soetwas nicht nötig ist, weil sie diesen Reizen nicht ausgesetzt sind!
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #55
Zwangsapport! Das liegt daran, wie du sagtest das man dem Hund, wenn es ihm Spaß machen würde er es nicht ohne Druck macht, dass dem Hund das Jagen sogar sehr viel spaß macht, er aber seine Beute nicht abgeben will! Daher ist das Apportieren das allerwichtigste! Und da der Hund seine Beute natürlich nicht freiwillig abgiebt, muss mit Druck gearbeitet werden!
Würde sich dann nicht ein Hund besser eignen, der nicht so triebig ist was dass angeht? Ein Shepherd vielleicht? Bzw warum werden Hunde gezüchtet mit einem so starken Jagdtrieb, wenn er ihnen dann hinterher mit Druck wieder aberzogen werden muss.

Es geht vorallem darum, dass die Tiere manchmal nicht vom Hund totgebissen werden und das Tier nur unnötig leiden müsste!
Was für Tiere muss ein Hund denn auf der Jagd töten, ich dacht die werden geschossen?

Und da der Hund seine Beute natürlich nicht freiwillig abgiebt, muss mit Druck gearbeitet werden!
Wie funktioniert denn so ein Zwangsapport-Training?

Entschuldige meine direkten Fragen, aber ich verstehe viele Sachen nicht, was die Jagdhundeausbildung angeht und möchte da nicht in Vorurteilen stecken bleiben und lieber nachfragen.
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #56
Ist doch in Ordnung wenn su fragst!
Der Jagdtrieb ist sehr wichtig, damit es dem Hund spaß macht zu apportieren und auf Spuren zu laufen! Selbverständlich werden die Tiere geschossen, aber gerade bei Enten und Gänsejagd kann es vorkommen das der Vogel zwar vom Himmel fällt, aber weswegen auch immer nicht ganz tot ist! Normalerweise ist der Vogel tod wenn er auf den Boden prallt oder wenn der Hund ihn findet, aber man weiß nie! Auch kann es vorkommen das das Tier getroffen wurde, aber trotzdem noch weiterläuft! Man kann nie zu 100% sagen das das Tier tod ist und nicht mehr leidet! Auch deswegen ist der Jagdtrieb wichtig, weil wenn es dem Hund spaß macht der Schweißfährte fährte nachzugehen, ist er automatisch sicherer! Tier die wegkommen müssen nämlich so schnell wie möglich gefunden werden, falls es verletzt ist und leidet! Wie schon gesagt es ist selten, kommt aber vor! Und warum man nicht einfach Hunde nimmt mit weniger Jagdtrieb: Ich weiß man soll Tiere nicht vermänschlichen aber ich mache trotzdem mal an Beispiel dran!: Stell dir vor du bist der Hund und du findest Wild zwar Interessant, aber es gibt schöneres! Dein Herrchen schießt eine Ente die ins Wasser fällt und du sollst sie holen! Du möchtest die Ente zwar ganz gerne haben, aber dafür sich extra nass machen? Nein Danke... Bei *unseren* Hunden mit dem stärkerem Jagdtrieb steigt schon der Adrenalienpegel wenn es knallt! So nach dem Motto "Jippi gleich darf ich ins Wasser und die Ente holen *freu*". Denen macht es Spaß so zu *arbeiten*!
Mit dem Zwangsapport: Wie schon erwähnt kenne ich nur den DD! Die sind zwar stur (wie fast alle Jagdhunde =)) aber lange nicht so wie z.B. ein Dackel! Brenta war die erste bei der ich die Ausbildung richtig mitbekommen habe und die ist sehr Intelligent so das das bei ihr ziemlich schnell ging! Normalerweise fängt man so an: Man macht dem Hund einen Apporteitbock der vom Gewicht her zu dem Hund passt! (Du kannst einem nicht so ein 5kg Ding hinlegen und sagen "nun mach man" xD) Dann zeigt man dem Hund die Bock. Ich weiß nicht ob einer von euch reitet, aber wenn sich ein Pferd weigert das Gebiss ins Maul zu nehmen drückt man ja die Zähne auseinander. So funktuniert das bei den Hunden auch! Man stemmt die Zähne auseinander und gibt das Kommando Apport. Wenn der Hund die Zähne auseinander hat drückt man den Bock in den Fang und macht dann den Fang mit etwas druck wieder zu! Natürlich wird der Hund den Bock gleich wieder fallen lassen! Dann kommt ein scharfes Nein und die das ganze geht von vorn los! Dies macht man meisten so 3-4 mal, dann hält der Hund den Bock fest! Sobald das gemacht wird, wird der Hund ganz doll gelobt und man hört auf! So geht das weiter und irgendwann hat der Hund das verknüpft. Dann geht es los, das der Hund bei dem Kommando Apport den Bock selbstständig in den Fang nimmt. Das ist, finde ich, die schlimmste stelle! Der Hund weiß ja nun was er machen soll und ab da stalten sie meisten auf Stur! Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die beste ist, dem Hund ein Korallenhalsband umzulegen. Man gibt das Komando Apport (natürlich wird keine Reaktion folgen) und darauf wird das Halsband *gedreht*. Das ist etwas schwer zu erklären.... Durch die Bewegung wird der Kopf richtung Bock *gezogen* und gleichzeitig setzt der Schmerz ein. Sobald der Hund den Bock aufnimmt hören die Schmerzen auf und ein dickes Lob folgt! Am Anfang würde ich zu Streicheln und Stimme noch ein Leckerlie nehmen! Wenn der Hund erstmal verknüpft hat: Wenn ich auf stur stelle kommt der Schmerz und wenn ich mache was man mir sagt kommt etwas angenehmes". Später wenn das ganze sitzt und aus dem Apportierbock ein Hase oder eine Ente wird, macht es den Hunden auch spaß! Ein *richtiger* Jäger erlaubt dem Hund dann auch als Belohnung das Tier etwas mit sich herum zu schleppen und mal zu *probieren* also ablecken und so! Mit mehr kannst du einen Jagdhund nicht glücklich machen! Soetwas kann man nicht mit allen Hunden machen, weil man diese sehr damit einschüchtern würde! Aber unsere nehmen uns das nicht krumm weil sie wissen das das auch das einzige ist! Ich persönlich mag das Apportieren nicht, aber ohne gehts nunmal nicht... So ziemlich der rest der Ausbildung geht nur über veranlagung und freude! Hasenspur, Ente aus dem Wasser holen etc. machen eigentlich alle so, weil sie Wasser lieben und denen das einfach Spaß macht!
Das Apportieren ist nur am Anfang unangenehm! Gerade Brenta ist sehr Apportierfreudig! Wenn man einfach so sagt Vorran apport am besten noch immer Wasser, dann fängt sie vor lauter vergrellteiht an zu jammern =) Und immer Wasser jammert sie dann auch, weil sie sich selbst zu langsam ist xD
Auch läuft sie den ganzen Tag mit ihrem Ball durch die gegend und sie ist auch nicht mehr sauer wenn sie ihre Beute abgeben muss, weil sie weiß das sie da nacher was von abbekommt =)
Also mit Druck wird nur am anfang gearbeitet und danach geht eigentlich alles mit freude!
Mfg Kabardiner


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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Kabardiner schrieb nach 51 Sekunden:

Omg wie viel hab ich denn geschrieben?????
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Erziehungsmethoden Beitrag #57
Es wäre super, wenn du beim nächsten langen Text ein paar Absätze einbaust.. dann kann man ihn gleich viel besser lesen ;):D
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #58
Hallo Karbadiner,
über deine Ausführungen bin ich mehr als entsetzt. Wie kannst Du von Apportierfreude sprechen wenn dein Hund über Schmerzen dazu trainiert wurde ?
Natürlich kann man apportieren konditionieren, aber doch nicht so, und das hier so zu erzählen, als wäre die Ausbildung ein Spaziergang für den Hund, halte ich für unmöglich. Ich denke es gibt durchaus andere möglichkeiten.
Ich habe auch einen Jagdhund, aber so etwas würde für mich niemals in Frage kommen. Sollte ich hier jemanden sehen, der seinen Hund so ausbildet, wäre ich definitiv diejenige die dagegen vorgehen würde.
Ich bin bestimmt nicht aus der Wattebausch fraktion, aber mit solchen Zwangsmaßnahmen zu arbeiten grenzt für mich an Tierquälerei.

entsetze Grüße
Laborbeagle
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #59
Hi,

ich erziehe folgender massen:

Zu wildes beissendes Spielen mit meiner Tochter wird mit nein/Aus getadelt! Wird darauf nicht eingegangen gehe ich dazwischen und setzt sie mit einem Nein ins Körbchen! Hilft auch dieses nicht sage ich nein halte meine hand im Nacken so das ihr nacken zwischen Daumen und Zeigefinger ist, ohne zuzudrücken sorge ich dafür das sie sich so hinlegt und sage laut und deutlich Aus! Danach wird sie los gelassen und sie spielt dann auch wieder Fein ohne beissen! Keinem wurde weh getan! ;)

In Die wohnung machen wird mit einem Nein/Aus geandet bei erwischen und raus gebracht! Sachen die ich erst Später finde werden aufgewischt und unter Zähneknirschen entsorgt (Zewa) und im anschluss mit Sagrotanspray desinfiziert!

Sachen Kaputt beissen wird mit Nein/aus bestrafft und durch Körbchen setzten geahndet!

Der Rest wird Gelobt mit einem Langgezogenen Feiiiin und einem Leckerli! Drinnne loben wir allerdings anders als Draussen! Drinnen wird mit einer Runde Strubellich Wuscheln und Fein und Toll belohnt! Kommt auch super an!

Liebe grüße Steffi
 
  • Erziehungsmethoden Beitrag #60
Ich habs jetz auch gelesen und bin entsetzt. Ich kenne ,,nur" Retriever in der Arbeit, aber da gehts ja auch um das Apportieren!
Und ich kenne NIEMANDEN, der es seinem Hund SO beigebracht hat.
Meine Hunde apportieren zwar (leider) kein Wild, dazu habe ich nicht die Möglichkeit, aber wir nutzen andere Dinge dafür zB. Dummys mit Kaninchenfell und tröpfeln ein bissl was drauf, damit es den geruch von Wild annimmt.
Ab und an wird auch das einegen Essen ausgelegt und zum Suchen und Apportieren geschickt (Putenhals oder so).
Aber NIEMALS mit Druck und Gewalt.
Und grade Buddy apportiert ganz toll und zuverlässig.
 
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