Hallo ritaho,
ich bin 20 (mal so vorne weg, also nur 5-6 Jahre älter), ich kann mich ganz gut in die Zeit mit 14 zurückversetzen, ist ja noch nicht lange her.
Glaube mir, wenn ich sage: Mit 14/15 ist eine Katze nur kurzzeitig interessant. Die täglichen Telefonate mit den Freundinnen und /oder vl. sogar dem Freund sind einem wichtiger. "Da kümmert sich doch die Mama drum, ich brauch jetzt nicht sauber machen, die kommt später dann vielleicht mal zum kuscheln, das ist immer ganz süß. Aber ich geh heute nachmittag lieber in die Stadt mit meinen Freundinnen zum shoppen und am Wochenende gehe ich abends weg, da stresst die Katze, die morgens auch gefüttert werden möchte, obwohl ich noch nicht ausgeschlafen habe!"
Meine Mama hat sich damals unsere Katzen besorgt und das war gut so! Sie hat sie versorgt und das mit aller Liebe und Zuwendung. Wenn meine Schwester und ich sie (wie bei so einigen Tieren, die im Lauf der Zeit bei uns waren!) überredet hätten, wäre sie sie bald leid gewesen. Es blieb nämlich trotzdem immer alles an ihr hängen, egal welche Versprechungen wir vorher gemacht haben.
Dann bin ich mit 18 ausgezogen, mit meinem Freund zusammen in eine andere Stadt (wegen Studium). Da wir beide wie gesagt zuhause auch Katzen und diese "gewöhnt" waren und sie auch einfach besser zu uns passen als Hunde, war uns klar: eine Katze kommt her. (und weil wir Katzen an sich einfach lieben, nicht dass hier falsche Eindrücke enstehen!)
Allerdings war es von der Wohnsituation wirklich nicht optimal. Da wir beide vernünftig und tierlieb sind, haben wir gesagt : Wir warten!
Zur Überbrückun bin ich immer ins Ortsansässige Tierheim gefahren zum "Katzenstreicheln". Habe auch ehrenamtlich ein bischen mitgeholfen.
Dann sind wir aufs Dorf gezogen, Katze konnte Freigang bekommen und so mit den zahlreichen Mietzen in der Nachbarschaft Kontakt haben (Nachbar hatte 3). Direkt nachdem wir ein Auto hatten sind wir ins Tierheim. Da war dann der Pauli alias Lumpazi und er war perfekt

Er ist 6 Jahre +-1 Jahr.
Du sagst du willst "ein Kätzchen". Da sage ich als liebende Katzenmama gleich 2mal nein!
1. EINS geht gar nicht, ein Kätzchen braucht einen Spielkameraden! Und zwar einen Kätzischen.
2. Ein Kätzle ist unfassbar süß und doppelt so anstrengend. Außerdem bleibt es nicht klein. Irgendwann ist es groß und das Kindchenschema ist weg. Weil man es allein hat großwerden lassen hat es auch noch Verhaltensstörungen, über die man wegen des niedlichen Blickes noch hinweggesehen hat. Und dann *schwups* ist es wieder im Tierheim weil deine Mama einfach keine Lust mehr darauf hat ständig die Hände zerkratzt zu bekommen oder den Urin überall in der Wohnung wegzumachen.
Eine Katze kannst du 20 Jahre haben, dann bist du 34! Und dann hat ziemlich sicher deine Mutter die auf jeden Fall an der Backe, weil du bspw. vom Vermieter aus keine Katzen halten darfst.
So eine Anschaffung braucht Weitblick und Vorraussicht. Außerdem sind Kätzchen eher wenig geeignet für Anfänger.
Was die Verantwortung angeht: Ein Hamster z. B. braucht genauso Pflege. Und der hat nur eine begrenzte Lebenserwartung. Deine Verantwortung könntest du besser an so einem Haustier beweisen, als an der "Lebensanschaffung" Hund oder Katze (oder auch Papagei).
Wenn du aber wirklich unbedingt eine Katze willst (du weißt auch nicht, ob jemand im Haushalt eine Allergie entwickelt...) solltest du nach einem älteren Semester Ausschau halten. Die suchen auch einen schönen Platz um ihren Lebensabend zu verbringen und die haben naturgemäß einfach nicht mehr soviel Zeit wie ein Kätzchen (jetzt mal ganz pragmatisch gesehen).
Glaube mir bitte, wenn ich sage, dass die einfach irgendwann nicht mehr so interessant ist!
Auch unterschätzt du die Kosten ungemein! Alles in allem kostet unserer 50 Euro im Monat (gutes Futter, Streu, Spielzeug etc.) und wir haben einen Freigänger, heißt man spart sich etwas an Futter und Streu, weil das draußen erledigt wird.
Rihctig ins Geld gehen die Tierarztkosten. Und wenn die Katze in ein paar Jahren mal eine wirklich ernste Krankheit hat, können sich die Kosten schnell ins vierstellige bewegen (ich sehs an meiner Mama

, aber sie zahlt alles gerne solang es IHREN Schätzen gut geht ) Unterschätze das nicht! Und dass wollen deine Eltern dann wahrscheinlich eher nicht zahlen => Tierheim (Jetzt mal sehr drastisch formuliert)
Die könntest dich aber vielleicht zusammen mit deinen Eltern hinsetzen und euch gemeinsam informieren. Vielleicht entdecken sie so ihre Liebe zu Katzen. Und es wäre dann eine "Familienanschaffung". Überreden ist wirklich nicht gut.
Heißt es wäre dann nicht deine, sondern EURE Katze
Liebe Grüße