Ich hab ein wenig dein Eindruck, dass deine Hündin nicht so recht weiß, wohin sie mit ihrer Energie soll. Natürlich ist nicht jeder Hund gleich unausgelastet, der sein Spielzeug zerstört (in dem Alter ists wohl eher jugendlicher Wahn), aber zwischen deinen Zeilen wirkt es mir so, als ob sie das machen "muss", weil sie nicht ruhiger werden kann. Bällchen und Stöckchen werfen ist zwar schön zum Rennen, aber aus eigener Erfahrung weiß ich durch meine Hündin, dass es entgegen der häufigen Annahme nicht auslastet, sondern nur noch mehr anstachelt. Entsprechend kann man sowas vielleicht eher zum Aufwärmen machen, aber dann sollte auch etwas kommen, was Körper und Geist so richtig anstrengt. Ich denke, dann wird sich auch dauerhaft das Problem mit der Zerstörungswut und dem Tackern verbessern. Daran sollte jetzt gearbeitet werden, solange sich solche Verhaltensweisen noch nicht eingeprägt haben. Ich bin ziemlich sicher, dass man bei fast allen Hunden gänzlich ohne Schnauzengriff auskommt. Da dein Hund noch ein bissi was kennenlernen muss in Sachen Ruhe (ist ja kein Drama, den Fehler machen viele, dass sie nie bewusst Ruhe einführen), halte ich den Schnauzengriff für Kanonen auf Spatzen geschossen.
Hast du mal überlegt, mit deiner Hündin ein bisschen "professioneller" zu apportieren, Fährten zu legen oder richtig nach Gegenständen suchen zu lassen? Da gibts richtig tolle Ideen. Meine beiden machen z.B. mittlerweile alles gern, was irgendwie mit Suchen per Nase zu tun hat. Für den Anfang reichts ja vielleicht schon, mal das Lieblingsspielzeug zu verstecken. Du könntest mal so 1-2 Stunden körperlich auf Gassigängen richtig laufen lassen und Zuhause versteckst du noch für 15 Minuten ihr Lieblingsspielzeug. Dazu gehören dann auch Übungen wie "bleib" oder dass sie sitzen bleibt, bis ihr das Spielzeug geworfen oder versteckt habt. Langsam aber stetig aufbauen. Danach herrscht Ruhe. Wenn man den Hunden mal so feste Routine-Einheiten gibt, tut ihnen das ganz gut und sie lernen, runterzukommen.