Wohnungssuche mit Tieren ist nun mal schwierig. Je mehr Tiere es sind, desto schwieriger wird es eben. Was meinst du, mit wie vielen Vermietern ich bei meiner Wohnungssuche (und die war unter Zeitdruck!) gesprochen hab, die gesagt haben, eine Katze wäre noch okay, aber mehr geht gar nicht.
Bei vielen Vermietern kommt es da wahrscheinlich zu ungerechtfertigten Assoziationen mit Tiermessietum oder gar wüst zurückgelassenen Woihnungen.
Ich habe genau die gleichen Erfahrungen gemacht mit damals drei Katzen. Entweder war ich direkt raus oder aber es gab dutzende kleiner Einschränkungen bei den jeweiligen Wohnungen, wo es erlaubt gewesen wäre. Entweder gab´s erst gar keinen Balkon oder ich hätte ihn nicht sichern dürfen oder nur bis auf 1 Meter Höhe

eusa_eh: ich weiß, völlig sinnfrei) oder die Wohnungen waren direkt miefende kleine Löcher und einfach nur grausig. Freigang wäre in keiner einzigen aufgrund der Lage überhaupt denkbar gewesen. Mit nur einem Gehalt eine Wohnung mieten, ein Auto abbezahlen und drei Tiere versorgen ist eben auch nicht so einfach und da waren finanziell enge Grenzen gesteckt. Im Endeffekt habe ich auch nur durch einen glücklichen Zufall eine Wohnung mit Balkon gefunden wo es halbwegs passte, musste dafür aber auch gut draufzahlen. Und "perfekt" für mich war das eben auch nicht - die Isolierung war mies und im Winter hätte ich ohne elektrische Heizöfen bei 12 Grad im Schlafzimmer gezittert :?. Ich hab´s in Kauf genommen, weil eine Abgabe aller drei nicht in Frage kam und es eben auch nicht auf Dauer war. Da bestanden die Nachteile aber für mich, nicht für die Katzen. Die hatten Gesellschaft, viel Platz und dazu einen großen gesicherten Balkon. Um die "Richtige" Wohnung für Katzen und Mensch zu finden, hätte ich wohl Monate gebraucht wenn nicht sogar noch länger...
Eine Katze muss nicht unglücklich aussehen oder gar ein Schild mit der Aufschrift "Hilfe, ich bin unglücklich" vor sich hertragen, um es zu sein. Bei so dermaßen vielen Einbußen, die Manny jetzt hat, und durch sein deutlich inaktiveres Verhalten und auch die Zunahme (die sicherlich nicht nur von den Extra-Leckerchen kommt, sondern ganz bestimmt auch von der mangelnden Bewegung) ist es meiner Meinung nach schon ziemlich klar, dass die Situation sich für ihn deutlich verschlechtert hat. Ob das eine Katze nun durch ständiges Maunzen und Kratzen an den Türen zeigt oder durch stille Resignation macht für mich keinen Unterschied. Das ist doch ganz genau das Gleiche wie bei den Einzelkatzen-Haltern, die hier regelmäßig auftauchen und dann steif und fest behaupten, ihre Katze wäre aber glücklich so. Die liegt ja immer friedlich am Fenster und schaut raus und macht nichts kaputt. Da schrillen doch auch bei allen hier die Alarmglocken, auch bei dir, ice.age. Das sit schlicht kein schönes Leben für eine Katze.
Dass du unter der Situation leidest und dir eine Abgabe sehr weh tun würde, steht völlig außer Frage. Aber stell bitte nicht das in den Vorderrund, sondern immer noch Manny. ER ist derjenige, der alleine ohne Artgenossen auf dem Sofa liegt, wenn ihr mit den Hunden auf Tour seid. ER hat keinen Artgenossen nachts, wenn ihr die Schlafzimemrtür hinter euch schließt. ER kann nicht mehr draußen nach Herzenslust rumstromern und die Welt entdecken. Mir tut das unwahrscheinlich leid für für ihn und ich hoffe sehr, dass du nach einer Lösung in SEINEM Sinne suchen wirst.
Und nochmals: Das ist nicht böse gemeint, es geht nur um Mannys Wohl.