Die Sache mit der Leinenpflicht

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  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #181
Ich denke auch, da ist einfach sehr viel falsch rüber gekommen. Meine Gedanken beim Lesen waren auch: "Aha.. sie geht also (täglich bzw. oft) mit ihren unangeleinten Hunden - die nicht mal neben ihr laufen - durch die gerammelt volle Füßgängerzone und meint, dass das jeder Hund mit dem "richtigen" Training kann und wer das eben nicht macht, hat einen unerzogenen Hund und wer "meckert" ist halt neidisch".


Gut, dass das alles doch noch irgendwie aufgeklärt werden konnte. Ist oft gar nicht so einfach in Foren, da über das Schriftliche einfach auch viel verloren geht.
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #182
Ich denke auch, da ist einfach sehr viel falsch rüber gekommen. Meine Gedanken beim Lesen waren auch: "Aha.. sie geht also (täglich bzw. oft) mit ihren unangeleinten Hunden - die nicht mal neben ihr laufen - durch die gerammelt volle Füßgängerzone und meint, dass das jeder Hund mit dem "richtigen" Training kann und wer das eben nicht macht, hat einen unerzogenen Hund und wer "meckert" ist halt neidisch".


Gut, dass das alles doch noch irgendwie aufgeklärt werden konnte. Ist oft gar nicht so einfach in Foren, da über das Schriftliche einfach auch viel verloren geht.

Dem schließe ich mich jetzt einfach mal an. :D
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #183
Dennoch bleibt es mir ein Rätsel, wieso man seinen Hund nicht eben zu sich ruft und eventuell auf Bitten hin anleinen kann.
Weil ich ihn auch auf Entfernung unter Kontrolle habe, und stolz darauf bin, und das gerne zeigen will. (ganz ohne provozieren zu wollen :p )

Das Beispiel mit der Kindererziehung finde ich gut gewählt, denn so kann ich das auch als nicht HH verstehen. Danke.
Viele Hundehalter benutzen ein inflationäres Nein, und checken gar nicht, dass es nichts bringt, außer den Hund mächtig zu nerven.

Ich bin nur der Meinung, dass man aus Rücksicht seinen Hund auch mal anleinen kann und sich dabei nicht den sprichwörtlichen Zacken aus der Krone bricht.
Was ich evtl. noch nicht erwähnt habe, ist, dass ich die Hunde oft auf die Seite schicke. Also entweder auf den Rasenstreifen, sofern vorhanden (meistens ist sowas hier vorhanden), oder auf die Wiese, oder eben an den Rand des Weges. Hund kann dabei aber trotzdem flüssig weiterlaufen, und ich auch. Sobald der Passant (vor allem Radfahrer, Eltern mit Kind, andere HH) vorbei ist, darf Hund wieder kreuz und quer laufen. Also die anderen Spaziergänger haben dreiviertel der Wegesbreite für sich, weil sowohl mein Hund als auch ich am äußersten Rand laufen.
Mir ist mal aufgefallen, dass das eher wenige machen, bzw. die frei laufenden Hunde sich gar nicht an der „Laufgasse“ des Herrchens orientieren. Wenn ich zur Seite abschwenke, tut es mir mein vor mir laufender Hund gleich. Wenn er es nicht mitkriegt, weil er rumschnüffelt, kann ich ihn ja ansprechen.
Es ist gar nicht nötig, ihn erst ranzuholen. Oft dauert das auch viel zu lange, gerade bei Fahrradfahrern, und wäre eher gefährlicher, weil Hund beim herankommen erst recht den Weg des Fahrradfahrers kreuzen würde.

Wenn z.B. jemand wegen MIR seinen Hund am Rand abliegen oder absitzen lässt und/oder anleint, und sich vielleicht auch noch breitbeinig davorstellt, ... ganz ehrlich, da kriege ICH Schiss. Auf mich wirkt das wie ... ok, anders kann dieser Mensch sein Tier anscheinend nicht unter Kontrolle halten, und die Erfahrung lehrt mich, dass das sehr oft tatsächlich so ist, und benannter Hund in dem Moment, wo ich auf gleicher Höhe bin, in die Leine springt. So etwas finde ich äußerst unangenehm, und meine Hunde auch. Unangeleinte, dahinschlendernde Hunde beunruhigen mich weit weniger.

"Rausholen" ist nicht, denn sobald das Kommando "lauf" also freies Spiel kommt hätte der sich recht zielstrebig daran gemacht den nächstbesten anderen Macho auf dem Platz zu provozieren.
Also wieder - sobald der Hund nicht im Kommando steht macht er was ihm Spaß macht, egal ob es dem Menschen nun passt oder nicht
Dann muss man ihm deutlich machen, dass es dem Menschen nicht passt.
Das „Lauf“ weglassen, denn das interpretiert er anscheinend frei für sich als Signal zum mobben dürfen. Also nur noch gemeisam, mit geringem Abstand über die Hundespielwiese wandern. Der geringe Abstand lässt zu, dass du schnell einschreitest, sobald er einen anderen zielstrebig anschielt.

Grundsätzlich stimme ich dir zu, aber Unarten wie Raufen unter Rüden oder Jagen sind nunmal auch Teil des genetischen Programms unserer Hunde, das sind in der Regel keine Verhaltensweisen die sie erst durch den Menschen lernen. Deswegen ist es ja auch schwer sie abzutrainieren.
Ja, das stimmt, es ist anstrengend, aber es geht.
Wenn man den Hund bemitleidet, weil er seine Triebe nicht ausleben kann, dann macht man auch keine Erziehungsfortschritte.

Aber wie bekommst du denn einen Hund dazu mit etwas aufzuhören auf dass er gerade so richtig Bock hat und dafür mit dir in nem Bogen wegzugehen ohne auch nur ein Kommando zu geben? Einfach weggehen wird der Hund ja ignorieren
Durch Einschüchterung. Ein Meideverhalten provozieren. Also negative Verstärkung, bzw. positive Bestrafung. ( (hier) positiv = man fügt etwas hinzu, Drohgebärde)
Wenn er dann entspannt mit dir den Bogen läuft, hast du wieder die Möglichkeit zu loben, oder anders zu bestätigen. Diese Möglichkeit hast du z.B. nicht, wenn du ihn am Geschirr wegzerrst, du deinen angespannten Hund 5 min festhältst, und dann entnervt aufgibst, und ihn wieder ins „Lauf“ schickst. Mit dem „Lauf“ bestätigst du dann nur, dass er seinen Rivalen noch die ganze Zeit im Kopf hatte.
Aber das "Lauf" soll ja nur gewünschtes Verhalten bestätigen, also optimalerweise eine freiwillig (mehr oder weniger) in deine Richtung gelenkte Aufmerksamkeit (-sspanne).

nur muss ich dafür ja erstmal Blickkontakt haben, den krieg ich aber nicht von einem Hund der gerade abgedüst ist um sich zu kloppen,
Blickkontakt erzwingst du indem du was im barschen Ton sagst. Und abdüsen is halt nich mehr auf Hundewiesen, so viele Wochen lang, bis das Mobbingverhalten deutlich reduziert ist. Er muss körperlich erreichbar für dich bleiben. Er kann ja in deiner Nähe mit anderen Hunden spielen. Und Rennspiele gibts eben nur noch mit ausgewählten Kandidaten.

Es kam wirklich so an und vielleicht ist das auch der Grund warum hier alles in so eine große Diskussion ausgeartet ist, weil viele dich missverstanden haben und dachten du willst sagen, dass mit dem richtigen Training jeder Hund immer und überall ohne Leine laufen kann
MMn sind bei nur sehr wenigen Hunden gewisse Triebe, oder Fehlprägungen nicht wegzukriegen, wo der Hund dann immer gefährlich bleibt, oder ein unkontrillierbarer Jäger, aber das ist mMn gefühlt einer von fünftausend.
Was mich halt stört, ist, dass, naja zumindest in meinem Umfeld, 90% der Hundehalter der Meinung sind, dass ausgerechnet ihr Hund dieser eine ist. Als Ausrede, damit man sich nicht um Erziehung kümmern muss.
Deswegen kam das vielleicht so rüber. Weil mich das aufregt, dass die HH sich gar nicht erst bemühen. :? (wobei sich bei "die" leider die falschen angesprochen fühlen)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #184
So dann will ich auch mal;)
hab hier nun die ganze Zeit still mitgelesen, und finde es ganz gut, dass es hier wieder ruhig weiter geht.

Zum Thema ansich ; Generell bin ich ja auch jemand der seinen Hund gerne offline laufen lässt. Da wo es geht, und ich niemanden damit störe.
Balou an der Straße oder in der Stadt ohne Leine geht mMn garnicht.
Grundsätzlich rufe ich ihn heran, wenn mir jemand entgegen kommt. (Stichwort Höflichkeit)
Ich leine auch an wenn mich jemand freundlich drum bittet. ( Stichwort Angst )

Kommen mir Jogger oder Räder entgegen schicke ich ihn kurz an den Rand des Weges, damit sie vorbei kommen können.

Noch kurz was hierzu, weil ich es ab und an selber so mache ...

Wenn z.B. jemand wegen MIR seinen Hund am Rand abliegen oder absitzen lässt und/oder anleint, und sich vielleicht auch noch breitbeinig davorstellt, ... ganz ehrlich, da kriege ICH Schiss. Auf mich wirkt das wie ... ok, anders kann dieser Mensch sein Tier anscheinend nicht unter Kontrolle halten, und die Erfahrung lehrt mich, dass das sehr oft tatsächlich so ist, und benannter Hund in dem Moment, wo ich auf gleicher Höhe bin, in die Leine springt. So etwas finde ich äußerst unangenehm, und meine Hunde auch. Unangeleinte, dahinschlendernde Hunde beunruhigen mich weit weniger.

Das haben wir z.B. In der Huschu auch so gelernt. Soll im Übrigen dem Hund signalisieren, dass er in Sicherheit ist, und er sich nicht kümmern braucht, sondern dass ich das unter Kontrolle habe.
mitlerweile brauche ich das auch nicht mehr allzuoft machen, aber in der Junghunde Zeit, habe ich das wirklich oft so gemacht.Und es hat Balou auch geholfen.
Sollte dazu vielleicht erwähnen, dass er nicht an mir zähnefletschend vorbei schießt ;)
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #185
Blickkontakt erzwingst du indem du was im barschen Ton sagst.
:lol: Entschuldige wenn ich lache, aber...nein. Klar gibt es viele Hunde die eingeschüchtert sind wenn der Besitzer laut wird, aber es gibt mindestens genau so viele die sowas nicht die Bohne interessiert, die ihren Besitzer einfach ignorieren wenn sie etwas sie gerade aus ihrer Sicht etwas tolles (selbstbelohnendes) vorhaben.
Nicht ohne Grund ist der Einsatz von Starkzwang z.B. in der Jagdhundausbildung und teilweise auch bei den Polizeihunden immer noch so weit verbreitet, einfach weil viele Hunde nur noch auf äußerst starke Reize bzw Schmerz reagieren, wenn sie erstmal dabei sind irgend ein Instinktprogram abzuspulen.

Ich behaupte, es ist nicht möglich diese Hunde (wie z.B. Jagdhunde) mit lauter Stimme und bösem Blick genau so dazu zu bringen 100% zu "funktionieren" wie durch den Einsatz von Starkzwang.
Hier schließt sich für mich dann gleich die Erkenntnis an, dass wenn man sich ein Lebenwesen nur dann zu Nutzen machen kann indem man es über Schmerz erzieht, dass man es dann lieber gar nicht "nutzen" sollte und entweder nach Alternativen sucht, oder hier auf die Hilfe des Tieres verzichtet.
Was mich halt stört, ist, dass, naja zumindest in meinem Umfeld, 90% der Hundehalter der Meinung sind, dass ausgerechnet ihr Hund dieser eine ist. Als Ausrede, damit man sich nicht um Erziehung kümmern muss.
Hier stülpst du aber auch ein wenig den Grundsatz auf, dass jeder Hund ordentlich erzogen werden müsste.
Es muss aber nicht jeder einen "100%" Hund haben, aus meiner Sicht reicht es wenn die Erziehung so weit geht, dass Besitzer und Hund einen vernünftigen Alltagsrhythmus haben.
Denn ein Hund mit Jagdtrieb kann doch ruhig im Wald an die Leine und ein Hund der sich gerne prügelt muss auch nicht zwangsweise auf die überfüllte Hundewiese.
Ich persönlich habe auch damals als mein Hund noch jung und voller Machoallüren war kein zu großes Problem gehabt. Wenn ein fremder Hund entgegen kam habe ich meinen angeleint und sobald der Hund näher kam und ich mit dem Besitzer abgesprochen hatte ob Kontakt erstens erwünscht und zweitens problemlos möglich (da der andere kein intakter Rüde) ist wurden beide Hunde abgeleint und es gab das Kommando "lauf" zum freien Spiel.
Ich persönlich habe da nicht wirklich drunter gelitten und ich würde behaupten mein Hund auch nicht, ich schulde es meinem Umfeld nicht, dass mein Hund die ganze Zeit so funktioniert wie sie es für richtig halten. Es reicht doch wenn ich mit meinem Hund klar komme.
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #186
Eine Bekannte von mir hat drei Holländische Schäferhunde. Wenn ihr jemand entgegen kommt, ruft sie ein Mal "Platz!" Und alle Hunde fallen wie Steine, egal wo sie sich befinden oder was sie grade machen, das ist echt ein göttliches Bild. Wer da noch jemand meckert, man soll die Hunde anleinen, wäre ich auch genervt.
Die Lösung finde ich auch spitze. Aber dafür braucht man nicht nur einen Tiptop erzogenen Hund, sondern eben auch das Einschätzungsvermögen, was zu viel ist und wann die Hunde sich doch ungefragt aus dem Platz lösen.
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #187
Also wenn im Wald, wie bei uns öfter der Fall, 8-10 Radfahrer angesaust kommen, als wenn der Teufel persönlich hinter ihnen her wäre,
dann stell ich mich lieber auch noch mal vor Balou. Einfach weil er in solchen Situationen hin und wieder unsicher reagiert.

Wenn mir jemand entgegen kommt der seine Hund so unter Kontrolle hat wie von Kiwi beschrieben,
würde ich mich auch nicht mehr beschweren.
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #188
Eine Bekannte von mir hat drei Holländische Schäferhunde. Wenn ihr jemand entgegen kommt, ruft sie ein Mal "Platz!" Und alle Hunde fallen wie Steine, egal wo sie sich befinden oder was sie grade machen, das ist echt ein göttliches Bild. Wer da noch jemand meckert, man soll die Hunde anleinen, wäre ich auch genervt.
Die Lösung finde ich auch spitze. Aber dafür braucht man nicht nur einen Tiptop erzogenen Hund, sondern eben auch das Einschätzungsvermögen, was zu viel ist und wann die Hunde sich doch ungefragt aus dem Platz lösen.

Ist natürlich doof wenn die Hunde dann alle auf dem Weg verteilt liegen weil sie da gerade rumgelaufen sind. Nicht falsch verstehen, ich finde diese Reaktion toll aber ich stell mir gerade vor, man kommt und zack, liegen da drei Schäfers auf dem WEg und man läuft Slalom dazwischen durch. :lol:

Lg Demona
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #189
Off-Topic
Man kann es den Leuten doch eh nicht recht machen, egal wie man es dreht und wendet ;)
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #190
Off-Topic
Das stimmt allerdings.

Egal, was man macht, es wird immer jemanden geben, der daran was auszusetzen hat. Leider. :(
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #191
Nicht ohne Grund ist der Einsatz von Starkzwang z.B. in der Jagdhundausbildung und teilweise auch bei den Polizeihunden immer noch so weit verbreitet,
Wieso „teilweise“? :lol::087:

Ich behaupte, es ist nicht möglich diese Hunde (wie z.B. Jagdhunde) mit lauter Stimme und bösem Blick genau so dazu zu bringen 100% zu "funktionieren" wie durch den Einsatz von Starkzwang.
Neh, aber über nen besseren Bindungsaufbau.
Jedenfalls erlebe ich sowas immer wieder, dass Leute meinen, nicht ableinen zu können, aber auch absolut NICHTS für ne bessere Beziehung zu ihrem Tier tun.
Dass Hund zu funktionieren hat, diese Verantwortung legen viele HH ausschließlich dem HUND selbst in den Schoß. Ist doch irrwitzig, oder? Und dadurch verbreitet sich der Irrglaube, dass viele Hunde nicht ableinbar sind, besonders bestimmte Rassen nicht. Dann frag ich mich aber, wieso schaffen es einige HH mit genau derselben Rasse, doch ihren Hund/ihre Hunde ableinbar zu „machen“? In welchen Zaubertrank tunken die ihren Hund? :p

Hier schließt sich für mich dann gleich die Erkenntnis an, dass wenn man sich ein Lebenwesen nur dann zu Nutzen machen kann indem man es über Schmerz erzieht, dass man es dann lieber gar nicht "nutzen" sollte und entweder nach Alternativen sucht, oder hier auf die Hilfe des Tieres verzichtet.
Hm. Was haben die Menschen vor 100 Jahren gemacht? Wo es noch keine Metallstachelhalsbänder oder Elektrostromhalsbänder gab? Die sind auch mit den Viechern zur Jagd gegangen. Was machen die Urwaldindianer in Brasiliens Regenwäldern? Deren Hunde helfen ständig mit bei der Jagd, und tragen kein Halsband. Und sind kontrollierbar, denn sonst würden diese Menschen verhungern.

Warum können einige wenige Menschen ohne Gebiss reiten? – Huh ... Hexenwerk!









Hier stülpst du aber auch ein wenig den Grundsatz auf, dass jeder Hund ordentlich erzogen werden müsste. Es muss aber nicht jeder einen "100%" Hund haben, aus meiner Sicht reicht es wenn die Erziehung so weit geht, dass Besitzer und Hund einen vernünftigen Alltagsrhythmus haben.
Sehe ich vollkommen anders. Ein Hund mus 2. kontrollierbar sein, und 1. sich wohlfühlen. Guck dir die Hunde an, deren Besitzer sich nicht um Erziehung scheren. Sehen diese Hunde glücklich aus?! Die meisten sind dauergestresst, oder depressiv. :(
Ein Auto muss man auch lernen zu fahren. Und das hat noch nicht mal Gefühle.

Denn ein Hund mit Jagdtrieb kann doch ruhig im Wald an die Leine
Und wo kann er dann offline laufen? Richtig, nirgendwo. Ein Hund als Lauftier braucht Auslauf.

und ein Hund der sich gerne prügelt muss auch nicht zwangsweise auf die überfüllte Hundewiese.
Ein Hund als soziales Wesen braucht Kontakt zu Artgenossen. Vielen Hunden wird das ihr Leben lang verwehrt, weil ... es ihren Besitzern schlicht egal ist.

Du machst dir ja wenigstens Gedanken darum, versuchst Kompromisslösungen zu finden. Machen aber leider die wenigsten.

Eine Bekannte von mir hat drei Holländische Schäferhunde. Wenn ihr jemand entgegen kommt, ruft sie ein Mal "Platz!" Und alle Hunde fallen wie Steine, egal wo sie sich befinden oder was sie grade machen, das ist echt ein göttliches Bild. Wer da noch jemand meckert, man soll die Hunde anleinen, wäre ich auch genervt.
Die Lösung finde ich auch spitze. Aber dafür braucht man nicht nur einen Tiptop erzogenen Hund, sondern eben auch das Einschätzungsvermögen, was zu viel ist und wann die Hunde sich doch ungefragt aus dem Platz lösen.
Diese Lösung finde ich nur gut bei Katzensichtung. Wenn ein anderer Hund entgegenkommt, und der andere Haler der Meinung ist, seinen zu meinen Abliegenden hinlaufen zu lassen, ist das echt fies.
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #192
Und wo kann er dann offline laufen? Richtig, nirgendwo. Ein Hund als Lauftier braucht Auslauf.

Auf eingezäuntem Gelände, in einem Hundeauslauf, auf dem Hundeplatz, im eigenen eingezäunten Garten usw.

Ich als Podencobesitzerin kann und werde meinen Hund nicht im Wald ableinen und ich werde ihn auch nie 100% kontrollieren können, denn ein Podi ist nicht immer und überall kontrollierbar. ;) Diese Hunde sollen vollkommen unabhängig vom Menschen agieren und jeden Schritt der Jagd vom aufstöbern bis hin zum lebend apportieren selber machen - OHNE Kommandos, OHNE Rückfragen bei ihrem Halter. Manche Podenqueros suchen nach einer Kaninchenjagd 2-3 Tage nach ihren Hunden. Hunde, die gehütet werden wie ein Schatz (über 5.000€ wert), nicht die angeketteten, vergessenen Hunde, die man bei Spanien im Kopf hat, sondern athletische Gebrauchshunde. :eusa_shhh:

Sorry, ich werde meinen Vollblutjäger da ableinen, wo ich es für sinnvoll halte und wo ich Sicherheit habe. Und ich lasse mir bei dieser Einstellung nicht einreden mein Hund sei unglücklich, dauergestresst oder depressiv! Und auch nicht, dass die Beziehung zu meinem Hund nicht stimmt. Nicht von jemandem, der meinen Hund nicht kennt! Punkt. (und ganz nebenbei: von den ca. 20 Podileuten, die ich kenne bzw. mit denen ich Kontakt hatte, kann EINE ihren Hund immer ohne Leine führen - der Hund ist halb blind und hat nur drei Beine und orientiert sich aus diesem Grund podencountypsich sehr stark an seiner Halterin)

Du pauschalisierst gerade schon wieder und ich merke, wie mich das wütend macht...einfach weil ich eine Rasse habe, die nun mal aus ziemlich allen Normen rausfällt...und dann fühle ich mich persönlich angegriffen, wenn ich hier lesen muss, dass mein Hund es schlecht hat, weil er beim Gassi die meiste Zeit an der Leine läuft. Das stimmt so nicht. Leute, die sich wie eine Rasse holen, die eben ihre Eigenheiten hat, wissen das in der Regel. Und deshalb geht mein Podi auf den Hundeplatz zum Rennen bzw. kann im Garten toben. Und es liegt manches durchaus am Hund und der Rasse und kann nicht blind auf Faulheit und Unwille beim Besitzer geschoben werden. Beim Podenco ist es GEWOLLT, dass er nicht kooperiert, sondern selbst entscheidet, dass kann ich ihm nicht einfach mal eben mit Kondtionierung und Bindungsarbeit wegerziehen. Es macht einfach aus den 100%, 80%. Und deshalb ist er im Wald an der Leine. Nicht mehr und nicht weniger.

*will sich gar nicht aufregen und geht kurz an die frische Luft*
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #193
Ich habe hauptsächlich von den Hunden in meinem Umfeld gesprochen, die ich hier täglich sehe. Und das ist eben ein einziges Trauerspiel.
Da gibts keine Windhunde.

Und ich bin auch der Meinung, dass man auch nen Podenco sicher machen kann. Und dass auch der glücklicher ist, wenn er richtig Strecke machen kann, unbeschwert schnüffeln und stöbern kann, und nicht nur im Garten die immer selben 30 m zur Verfügung hat.

Aber Jagdtrieb ist hier vielleicht nicht das Thema ;) , sondern es geht hier um LeinenZWANG für 0/8/15-Rassen.
Darum, dass Hunde mit ihren Haltern von vornherein pauschal kriminalisiert werden. Nichts anderes sagen solche Gesetze aus mMn.
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #194
Hast du schon mal einen Podenco gehabt?
Windhund und Podenco ist übrigens nochmal ein Unterschied.
(Sichtjäger das Eine, Komplettjäger (Sicht, Spur, Gehör) das Andere)

Und woher weißt du, dass mein Garten nach 30m zu Ende ist bzw. wie groß der Hundeplatz ist? :eusa_think:
Und kann ein Podi nicht an der Schlepp auch stöbern?

Ich verstehe nicht, wie man sich ohne Kenntnis von bestimmten Rassen mit so einer These hinstellen kann.
Sorry...

Und eine Kriminalisierung ist Leinenpflicht bei Weitem nicht.
Zu Leg- und Setzzeiten gehören Hunde an die Leine oder ins Fuß zu ihrem Halter. Punkt.
An befahrenen Straßen gehört für mich jeder Hund an die Leine. Punkt.
Aber so drehen wir uns im Kreis.

Ich bin nicht alleine auf der Welt mit meinen Hunden und so sehr ich meine Hunde einschätzen kann, so wenig kann ich es mit meinen Mitmenschen, den Autofahrern, den Kindern usw., deshalb fühle ich mich nicht kriminalisiert, sondern in meinem gesunden Menschenverstand unterstützt, wenn an bestimmten Stellen Leinenpflicht herrscht...und auch hier drehen wir uns wieder im Kreis.

Ich halte mich an Leinenpflichten und halte sie in gewissen Gebieten für sinnvoll.
Über manches kann man sicher diskutieren, aber mehr auch nicht.

Bin dann raus hier, ist glaub ich besser. ;)
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #195
Wieso „teilweise“? :lol::087:
Weil auch die Polizei nicht mehr ausbildet wie vor 100 Jahren.


Neh, aber über nen besseren Bindungsaufbau.
Jedenfalls erlebe ich sowas immer wieder, dass Leute meinen, nicht ableinen zu können, aber auch absolut NICHTS für ne bessere Beziehung zu ihrem Tier tun.
Dir sagt die Moslowsche Bedürfsnispyramide sicherlich etwas, oder? Wenn ein Jagdhund (nehmen wir mal Setter, Pointer, etc.), vielleicht ein Hund, der in seiner Vergangenheit Jagderfolg hatte, einen Reiz sieht, dann denkt er nicht nach sondern reagiert einfach. Man kann diesen Hunden oft beibringen - nach langem Training, versteht sich - sich, bevor sie durchgestartet sind, zurükzunehmen (das berühmte "DOWN", selten auch ein Rückruf). Das geht vor allem bei Hunden, die sowieso sehr führig sind. Bei einem Jagdterrier, Podenco, Windhund, der NIEMALS dafür gezüchtet wurde mit dem Menschen zu jagen, sondern selbstständig, ist es schwer - und da muss ich wirklich lachen, wenn Jemand mit "da fehlt die Bindung!" kommt. So einen Hund interessiert es in dem Augenblick einfach mal nicht die Bohne, ob ihr Mensch da ist und was er will. Die haben dann nur ein Ziel: Beute machen.
Und das ist auch gut so, sonst wären sie nicht so tolle Jagdbegleiter, wie sie es sind - aber eben für ihr Spezielgebiet.

Hm. Was haben die Menschen vor 100 Jahren gemacht? Wo es noch keine Metallstachelhalsbänder oder Elektrostromhalsbänder gab? Die sind auch mit den Viechern zur Jagd gegangen.
Die ersten Stachelhalsungen gab es schon im Mittelalter. Und wer da nicht überlebte, wurde eben ersetzt. Pech gehabt, wenn der Hund von der Wildsau aufgeschlitzt wird. Wer nicht gebraucht wurde, wurde angeleint, in den Zwinger verfrachtet. Das ist überhaupt kein Vergleich zu heute.
Was machen die Urwaldindianer in Brasiliens Regenwäldern? Deren Hunde helfen ständig mit bei der Jagd, und tragen kein Halsband. Und sind kontrollierbar, denn sonst würden diese Menschen verhungern.
Auch das ist so nicht richtig. Basenjis jagen selbstständig und stehen NICHT im Kommando des Menschen. Die Menschen folgen quasi den Hunden während der Arbeit. ;) Auch im Regenwald gibt es solche Gefahren wie Autos, andere Menschen, Hunde, etc. nicht.

Warum können einige wenige Menschen ohne Gebiss reiten? – Huh ... Hexenwerk!
Nö, allerdings auch nicht prinzipiell netter als ohne Gebiss. Für ne ordentliche Rollkur braucht es kein Gebiss.

Sehe ich vollkommen anders. Ein Hund mus 2. kontrollierbar sein, und 1. sich wohlfühlen
Andersrum wird ein Schuh daraus. Wenn mein Hund sich wohlfühlt, wird er eher kontrollierbar sein. ABER, das interessiert die Gesellschaft nicht, weshalb oberste Priorität die Kontrollierbarkeit haben sollte.
Ein Hund als soziales Wesen braucht Kontakt zu Artgenossen. Vielen Hunden wird das ihr Leben lang verwehrt, weil ... es ihren Besitzern schlicht egal ist.
Stimmt, aber in welchem Ausmaß? Darüber lässt sich streiten. "Normal" oder gar "natürlich" sind solche Massenversammlungen von Fremdhunden nämlich keineswegs für einen Hund. Und bestimmte Hundetypen verzichten nur liebend gern auf solche Treffen - einige machen das deutlicher, als es gewünscht ist. ;)
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #196
Off-Topic
Exe, du nimmst mir die Worte aus dem Munde. Fühle dich dafür umarmt.
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #197
Auch ich möchte mich nochmal Tompina und exe anschließen, ich kann euch nur in jedem Punkt zustimmen.
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #198
Eins möchte ich mal aufgreifen:
sondern es geht hier um LeinenZWANG für 0/8/15-Rassen.
Darum, dass Hunde mit ihren Haltern von vornherein pauschal kriminalisiert werden. Nichts anderes sagen solche Gesetze aus mMn.
Wie meinst du das? Für Listis ist es also ok, aber für einen Goldi nicht? Der Goldi kann einiges schlechter erzogen und sozialisiert sein als der Listi. Mit der Rasse hat es rein gar nichts zu tun, ob ein Hund kontrollierbar ist oder nicht. Ich traue dem Pitbull hier weit mehr als dem Kerl mit seinen zwei Goldis, der sie permanent überall frei rennen lässt. Der Pit folgt und ist im Wald an der Schlepp, die Goldis rennen einer zwei Äcker hinter dem Halter, der andere drei Äcker vor ihm wild durch die Gegend.

Und genau das finde ich übrigens massiv rücksichtslos: Wenn man seinen Hund partout nicht anleinen will, weil das arme Tier ja Freilauf braucht. Toll, braucht er den immer noch, wenn er sich auf meinen Hund geschmissen und dafür von ihm einen Biss und mir einen Tritt kassiert hat? Die Jogger, die von den Hunden schon verfolgt wurden, haben sich sicherlich auch bedankt.

Ein Hund als soziales Wesen braucht Kontakt zu Artgenossen. Vielen Hunden wird das ihr Leben lang verwehrt, weil ... es ihren Besitzern schlicht egal ist.
Oder der Hund es nicht will. Mein Hund legt weder Wert auf täglichen Kontakt zu Artgenossen noch zu jedem keifenden Etwas, das schon mit gestellter Bürste auf ihn zukommt. Ein paar freundliche Hunde trifft er gerne, dann spielt er auch, aber wenn er einen fremden Hund sieht ist die erste Reaktion nicht »toll, Artgenosse!« sondern erstmal »Freund oder Feind und hab ich heute überhaupt Bock auf eines von beidem.«

Und dass auch der glücklicher ist, wenn er richtig Strecke machen kann, unbeschwert schnüffeln und stöbern kann, und nicht nur im Garten die immer selben 30 m zur Verfügung hat.
Was heißt denn »Strecke machen«? Mein Hund läuft, wenn wir draußen sind. Lockerer Trab, ich zügig hinterher. Es kommt jeden zehnten Spaziergang mal vor, dass er einmal seine fünf Minuten bekommt und richtig rennt, ansonsten läuft und schnuppert der. Und morgens ist er durchaus an der Schlepp. Meist schleift sie hinterher, aber gerade wenn wir ein Stück durch den Wald gehen nehme ich ihn halt kurz ran. Weiter als die 12 Meter, die er da hat, soll er im Wald eh nicht von mir weg, so what? Unglücklich sieht der damit nicht aus und so wie er schläft ist er auch durchaus ausgelastet.
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #199
Wie meinst du das? Für Listis ist es also ok, aber für einen Goldi nicht?
Nein, so meinte ich das nicht.

Mit der Rasse hat es rein gar nichts zu tun, ob ein Hund kontrollierbar ist oder nicht.
Sag das exe und Tompina.

, das schon mit gestellter Bürste auf ihn zukommt.
Was ist daran schlimm ...

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Nö, allerdings auch nicht prinzipiell netter als ohne Gebiss. Für ne ordentliche Rollkur braucht es kein Gebiss.
Hä? Was soll mir das jetzt sagen? Jemand der ohne Gebiss reitet, hat ja ne entsprechende Einstellung dem Tier gegenüber, und wird sicherlich auch nicht sowas machen.
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #200


Hä? Was soll mir das jetzt sagen? Jemand der ohne Gebiss reitet, hat ja ne entsprechende Einstellung dem Tier gegenüber, und wird sicherlich auch nicht sowas machen.

Ich kenne mich damit nicht sooo aus (bin bisher nur mit Gebiss geritten), aber soweit ich weiß gibt es gebisslose Zäumungen, die stattdessen mit einem unangenehmen Druck auf die Nase arbeiten oder so...
 
Thema:

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