Die Sache mit der Leinenpflicht

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  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #41
So und ich mal als Nichthundehalter und Waldspaziergänger. Sobald ein Hund auf mich zukommt achte ich in erster Linie auf den Halter, ruft er ihn zurück und hält die Leine schon bereit - ich merke das der Hund dann auch hört hab ich es bisher immer so gehalten das ich dem Halter zu verstehen gebe: Kannst laufen lassen. Eben weil ich weiss der Halter achtet da auch auf mich und würde den Hund auch anleinen. Ergo, der Hund ist erzogen und wird mir nichts tun. Ander wenn hier Hunde direkt auf mich zulaufen auf mehrmaliges Zurückrufen und Pfeiffen nicht reagieren. Dann bleib ich stehen und sag dem Halter direkt das er den Hund anleinen soll.
Ich habe sicher keine Phobie aber ich hab auch keine Lust mich von unerzogenen Hunden anspringen und vollsabber zu lasssen. Einmal hat mir auch schon ein Hund den Weg versperrt. Die beiden Besitzer hatten Mühe den Hund wegzukriegen. Solche Hunde gehören definitiv IMMER an die Leine auch wenn der Hund nicht schuld ist sondern die Besitzer.
Grundsätzlich finde ich das gerade in der Stadt bzw. im Gedränge ein Hund immer an die Leine gehört. Und in unübersichtlichen Gegenden auch.
Ich hatte mal nen Pflegehund hier (mit dem konnte ich nicht komplett ohne Leine gehen) aber er hatte oft lange Leine. Immer wenn wir an die Wegbiegungen im Wald kamen hab ich ihn kurz genommen. Man weiss ja nicht ob um die Kurve grade ein Radfahrer ums Eck komm.
Meinem Vater ist so ein kleiner Hund mal im Wald ins Fahrrad gesprungen (das sind breite Wege die auch stark frequentiert von Radfahrern sind und die auch entsprechend beschildert sind) Er hatte einen Oberschenkelhalsbruch und sich nie mehr erholt. Angeblich hat der kleine Hund noch nie NICHT gehört. Wie konnte das denn dann passieren?
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #42
Das mit deinem Vater ist ja mal echt übel, Kendra :(

Angeblich hat der kleine Hund noch nie NICHT gehört. Wie konnte das denn dann passieren?

Nie nicht hören gibt es halt nicht, da Hunde keine Maschinen sind. Eben darum soll man ja Acht geben, sowohl als Radfahrer (ich weiß ja nicht, wie es abgelaufen ist und beziehe es nicht auf deinen Fall, aber die Radfahrer rasen auch mal gern um eine Kurve, so dass man als Hundehalter ja keine Chance hätte zu reagieren), als auch als Hundehalter.
Und genau sowas, sollte man eben im Hinterkopf haben, @Hoffnungsgarten, es kann 99 mal gut gehen und beim 100. Mal passiert doch was und ein Mensch ist für den Rest seines Lebens körperlich eingeschränkt (Mensch wie Hund können sich dabei leicht bis tödlich verletzen). Das muss einfach nicht sein.
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #43
Nie nicht hören gibt es halt nicht, da Hunde keine Maschinen sind.
Sag das mal im Nachhinein der Halterin. Wobei die Strecke meines Vaters gerade und einsehbar war.
Und eben deshalb - lieber einmal zu oft an die Leine als einmal zu wenig.
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #44
Das ist falsch. Lies mal den Satz zu Ende.
Ähm, nö. Das ist nicht falsch. Dort steht doch eindeutig, dass Hunde in Fußgängerzonen an der Leine zu führen sind. Ausserdem, auf öffentlichen Straßen und Plätzen mit "Menschenansammlungen". Was ne Menschenansammlung ist? Tjoa, das ist nicht genau definiert - Berlins Straßen sind aber voll, gerade im Bereich der Innenstadt.

Wer es drauf ankommen lassen mag, bitte - aber dann sollte man über den Begriff TIERSCHUTZ vielleicht nochmal nachdenken. Traurig.
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #45
Sorry, Hoffnungsgarten, aber wenn ich deine Beiträge lese, dann lass das mit dem Gnadenhof bitte. Um sowas leiten zu können, muss man in sich selbst gefestigt sein und Rücksicht nehmen können und du kommst in diesem Thread so rüber, als wärst/könntest du weder das eine, noch das andere.:|

Ich muss sagen, dass ich im groben mit einer strengen Leinenpflicht ganz zufrieden bin, zumindest was Straßen und Innenstädte/Fußgängerzonen angeht. Ich möchte einfach nicht von fremden Hunden angesprungen werden, egal welche Größe, egal welche Rasse, egal wie freundlich das Tier ist. Ich möchte bei fremden Tieren selbst entscheiden inwieweit ich Kontakt aufnehmen möchte, immer vorausgesetzt der Besitzer möchte das überhaupt, denn auf diese beiden Leute kommts an: Passant und Mensch. Nicht der Hund entscheidet. Das gilt für mich ganz besonders an Orten, an denen man nicht vernünftig ausweichen kann wie z.B. in der Fußgängerzone, vor Läden oder auf Gehwegen an Straßen.
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #46
Off-Topic
Ich möchte bei fremden Tieren selbst entscheiden inwieweit ich Kontakt aufnehmen möchte, immer vorausgesetzt der Besitzer möchte das überhaupt, denn auf diese beiden Leute kommts an: Passant und Mensch.

Finde ich persönlich ne super Einstellung und würde mich freuen, wenn diese öfter vertreten wäre. Ich habe diese Leute, so satt, die trotz der Warnung am Geschirr, trotz Maulkorb und dergleichen einfach runter greifen und im Vorbeigehen den Hund streicheln und sich dann wundern, warum der Hund droht.
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #47
Off-Topic
Finde ich persönlich ne super Einstellung und würde mich freuen, wenn diese öfter vertreten wäre. Ich habe diese Leute, so satt, die trotz der Warnung am Geschirr, trotz Maulkorb und dergleichen einfach runter greifen und im Vorbeigehen den Hund streicheln und sich dann wundern, warum der Hund droht.
Auch wenn es nun ganz OT wird - fällt für dich das Ansprechen eines Hundes auch darunter? :eusa_think: Ich hab die lästige Angewohnheit einen Hund durchaus anzusprechen - anfassen mach ich nur auf Nachfragen beim anderen Ende der Leine. ;)
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #48
Off-Topic
Kommt auf die Situation drauf an. Wenn man schon von weitem sieht, das ich mit dem Hund arbeite wie Leinenführigkeit, Blickkontakt....und dann kommt ne "Soo ein schöner Hund bist du gell? Ja sooo ein lieber Hund" daher, und die Person sogar stehen bleibt und sich runterbückt....ich könnte manchmal zum Mörder werden bei sowas. ^^
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #49
Off-Topic
Naj - das verkeif ich mir dann auch :) - passiert eher bei den sonntäglichen danebenherzuckelnden Gassihunden. ;) Meistens kenn ich da auch die Besitzer aber da ist das Problem die würden mir das dann wohl nicht sagen wenn es ihnen nicht recht wäre. ;)
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #50
So erst mal grundsätzlich: Ich bin selber kein Hundehalter, habe Angst vor Fremden Hunden und muss nicht unbedingt mit ihnen konfrontiert werden.
Dennoch finde ich es völlig legitim, wenn Leute ihren Hund frei laufen lassen, an gekennzeichneten Flächen oder meinetwegen aufm Feld, sofern der Bauer nichts dagegen hat.


Ich ich hab den Thread hier nur aufgerufen, weil er gerade so zu meinen Gedanken passte. Wir saßen nämlich heute im Biergarten, in dem viele Hunde waren. Für mich kein Problem, suche ich mir eben nen Platz weiter abseits.
Waren auch soweit alle angeleint, was ich sehr löblich finde. Nun, fast alle. Einer nicht. Und genau dieser Hund stand auf einmal weiter von seinem Tisch weg und knurrte ein weinendes Kind (5-7?) an.
Wäre mit Leine nicht passiert. Und selbst einige Hundehalter saßen da und haben bildlich "den Kopf geschüttelt".

Tut jetzt auch nicht viel zur Sache, was ich eigentlich sagen wollte:
Hier würde angemerkt, dass Hunde "ein schlechtes Bild?" haben, weil viele Halter die Hinterlassenschaften nicht wegmachen.
Stimmt zum Teil, doch dieses freilaufen-lassen trägt seinen Teil dazu bei. Wenn ich sehe, wie viele Hundehalter ihren Hund auf unserem Spielplatz frei laufen lassen (UND die Hinterlassenschaften liegen lassen) bekomm ich jedes mal aufs Neue die Krise.



Und ich muss hier viele Loben! Danke, dass ihr so rücksichtsvoll im Umgang mit euren Mitmenschen seid und auch auf Bitten reagiert.
Könntet ihr alle zu mir ziehen und die Halter hier ablösen? Danke. :D
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #51
Off-Topic
Ganz sicher nicht.
Angststörungen entwickeln sich im familiären Umfeld.
Das ist doch Quatsch.
Zum Beispiel der Klassiker - Angst vor öffentlichen Örten, oder Verkehrsmitteln. Häufig ausgelöst durch physisch bedingte Angstreaktionen die dann mit der Umgebung verknüpft werden.
Oder jemand wurde (weil das Beispiel so schön passt) von einem fremden Hund gebissen.
Oder, oder, oder....das hat doch alles nichts mit dem familiären Umfeld zu tun und es ist einfach nicht wahr, dass sie sich nur im familiären Umfeld entwickeln würden.
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Zitat von Michse89
Wenn jmd Angst hat, kann dies auch durch gemotze ausgedrückt werden. Nicht die feine englische Art, aber kann ich als Halter und Verantwortlicher für mein hund einfach das Tier an ne Leine nehmen? Was ist daran das Problem?
Ich bin nicht dessen Untertan.
Nö, aber ein Mitmensch von dem man zumindest etwas Sozialverständnis erwarten würde.
"Ich bin nicht dessen Untertan" klingt als wärst du der Meinung es läge unterhalb deiner Würde auf andere Rücksicht zu nehmen.

Ein phobischer Mensch steigert sich SELBST in seine Angst hinein.
Richtig, die Angst selbst wird allerdings in der Regel erst durch äußere Trigger ausgelöst und man kann als Aussenstehender die Angstkette für den Betroffenen unterbrechen indem man den Trigger entfernt (also z.B. den Hund anleint).
Ich habe es schon im anderen Thread gesagt und sage es hier nochmal: Auch Menschen mit Angstproblemen haben ein Recht auf Selbstbestimmung und es ist NICHT in Ordnung wenn man sie auf der Straße nach gutdünken mit dem Angstreiz konfrontiert obwohl man es vermeiden könnte. Sie können selbst entscheiden wann und in welchem Tempo sie sich einer Sache stellen wollen oder können!

Wie Michse schon sagte klingen deine Aussagen als hättest du dich noch nie so richtig mit dem Thema beschäftigt und sie fühlen sich für Betroffene an wie ein Schlag ins Gesicht.
Es ist keine Schande über etwas nicht Bescheid zu wissen, aber dann wäre es auch schön, wenn man etwas vorsichtiger formulieren würde.:?


Sehe ich anders. Entweder ich vertraue meinem Hund (und er mir), oder eben nicht. Da gibts keine Grauzone. Entweder ich kann ihn einschätzen oder nicht, entweder ich habe ihn erzogen, oder nicht. Entweder ich bin in der Lage, mich draußen auf ihn zu konzentrieren, und er sich auf mich, oder eben nicht.
Ich kenne mehrere Fälle in denen Hunde von Leuten überfahren wurden die genau so geredet haben.
"Perfekt" erzogene Verlasshunde, die immer ohne Leine waren weil ja niemals etwas passieren könnte.
Bis zu dem Tag als der Besitzer einem Bekannten auf der gegenüberliegenden Straßenseite albern zuwinken will und der Hund es für die Handgeste für "Lauf" hält und freudig losspringt um den Freund zu begrüßen....genau vor's nächste Auto.
Sorry, "Vertrauen" reicht da aus meiner Sicht nicht aus, ein Hund hat im Schnitt den Verstand eines etwa 2 jährigen Kindes, er kann nicht verstehen dass die Straße Gefahr bedeutet. Zu seiner eigenen Sicherheit (und der der Autofahrer) gehört er auf jeden Fall an der Straße an die Leine!
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #52
Neh, einfach weil er existiert.

Ja, das kenne ich leider auch. Diese Kommentare hören wir auch von Zeit zu Zeit. Zuletzt vor ein paar Tagen, als wir bei einem entgegenkommenden Fahrradfahrern auf den Seitenstreifen ausgewichen sind und Diego abgesetzt haben. Mein Hund hat weder gebellt, noch anderweitig auf den Passanten geachtet. Aber diese Spezialisten, die dennoch etwas zu meckern haben, die gibt es leider überall. Könnte ich mich tierisch drüber ärgern! Aber ich bleibe freundlich und denke mir meinen Teil, denn das ist nicht mein Niveau und ausserdem weiß ich, das wir eben hier keine Leinenpflicht haben.

Hätten wir sie doch, dann würde ich meinen Hund auch ganz sicher an der Leine führen. Denn wir Hundehalter stehen ohnehin viel zu oft ungewollt im Rampenlicht und Menschen mit deiner Einstellung tun ihr Übriges dazu! Natürlich ist es quatsch einen Hund an der Leine zu führen, der niemanden belästigt oder aufs Wort hört! Aber an den Regeln kann man nunmal nichts ändern! Ein Auto fahren darf man auch erst mit 18 Jahren, ganz egal ob du bereits mit 14 in der Lage wärst oder nicht. Und wenn du es vorher tust und erwischt wirst, dann wird es geahndet.

Ich finde es wirklich nicht toll, wie genau jede Bewegung von uns Hundehaltern analysiert und kritisiert wird. Aber ich glaube wir schneiden uns selbst ins Bein, wenn wir uns und unseren Tieren die Freiheit einfach rausnehmen und andere damit vor den Kopf stoßen. Ich denke es wird garantiert überall Alternativen geben. Ich kenne z.B Kommunen wo Leinenpflicht herrscht, aber extra Hundeplätze zum Freilauf ausgeschildert sind. Oder aber man fährt 3 Orte weiter und geht dort spazieren. Das ist sicherlich umständlich, aber wenn nicht immer irgendwer aus der Reihe tanzen würde, dann hätten viele Hundebesitzer wahrscheinlich eher die Chance mit dem entsprechenden Respekt und der notwendigen Grips behandelt zu werden und eben nicht mit allen Flachpfeiffen, die ihre Tiere nicht unter Kontrolle haben, über einen Kamm geschoren zu werden. ;)
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #53
Das ist doch Quatsch.
Zum Beispiel der Klassiker - Angst vor öffentlichen Örten, oder Verkehrsmitteln. Häufig ausgelöst durch physisch bedingte Angstreaktionen die dann mit der Umgebung verknüpft werden. Oder jemand wurde (weil das Beispiel so schön passt) von einem fremden Hund gebissen. Oder, oder, oder....das hat doch alles nichts mit dem familiären Umfeld zu tun und es ist einfach nicht wahr, dass sie sich nur im familiären Umfeld entwickeln würden.
Du betrachtest es recht oberflächlich. Ich rede von der Ursache, nicht vom Auslöser.

Zwei werden gebissen.
Der eine entwickelt ne Phobie,
der andere nicht.
Warum.

klingt als wärst du der Meinung es läge unterhalb deiner Würde auf andere Rücksicht zu nehmen.
Ich nehme durchaus Rücksicht. Das sieht bei mir so aus, dass ich meine Hunde erziehe, und sie mit dem Passanten nur kontakten lasse, wenn dieser signalisiert, dass er das will.

btw. @ all, ... ich wurde noch NIE von einem fremden Hund "angesprungen" oder "angesabbert". Und ich kenne auch niemanden, der JEMALS von einem fremden Hund angesprungen oder angesabbert wurde. Ich weiß nicht, was ihr falsch macht, dass ihr ständig angesprungen und angesabbert und angefallen werdet, aber irgend etwas muss es ja sein, dass die ganzen fremden Hunde magisch anzieht.

Richtig, die Angst selbst wird allerdings in der Regel erst durch äußere Trigger ausgelöst und man kann als Aussenstehender die Angstkette für den Betroffenen unterbrechen indem man den Trigger entfernt (also z.B. den Hund anleint).
Stimmt.
Und es gibt Alternativen. Indem man z.B. mit dem Betroffenen spricht. Einen netten Smalltalk hält, und ihm evtl. den Hund erklärt.

Ich habe es schon im anderen Thread gesagt und sage es hier nochmal: Auch Menschen mit Angstproblemen haben ein Recht auf Selbstbestimmung und es ist NICHT in Ordnung wenn man sie auf der Straße nach gutdünken mit dem Angstreiz konfrontiert obwohl man es vermeiden könnte. Sie können selbst entscheiden wann und in welchem Tempo sie sich einer Sache stellen wollen oder können!
Aber mal ganz ehrlich, dann dürften Angstmenschen gar nicht mehr auf die Straße gehen. In Dtl. und auf der ganzen Welt gibt es nun mal Hunde. Überall. Nach nem Autounfall verlange ich auch nicht von meinen Nachbarn, dass sie den Motor auslassen, aus Rücksicht auf mich. Hier wurde ja schon mehrmals dieser absurde Vergleich angestellt. Obwohl er wohl eher FÜR Hunde spricht, denn die fahren niemanden tot. Und das ist statistisch gesehen eine realistische Herangehensweise.

Bis zu dem Tag als der Besitzer einem Bekannten auf der gegenüberliegenden Straßenseite albern zuwinken will und der Hund es für die Handgeste für "Lauf" hält und freudig losspringt um den Freund zu begrüßen....genau vor's nächste Auto.
Solche unbedachten Bewegungen mache ich nicht. Ich habe meinen Körper unter Kontrolle, besonders wenn ich mit einem Hund unterwegs bin, weil der nämlich (im Idealfall) gelernt hat, darauf zu achten.
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #54
Zwei werden gebissen.
Der eine entwickelt ne Phobie,
der andere nicht.
Warum.

Wenn wir schon so anfangen- innerpsychische Prozesse lassen sich nicht monokausal begründen.
Und ich glaube auch ehrlich gesagt nicht, dass du dich bereits wirklich intensiv damit auseinander gesetzt haben kannst.

[VERSTECK]Da blutet mir mein Pädagogen-Herz, aber sowas von.[/VERSTECK]

btw. @ all, ... ich wurde noch NIE von einem fremden Hund "angesprungen" oder "angesabbert". Und ich kenne auch niemanden, der JEMALS von einem fremden Hund angesprungen oder angesabbert wurde. Ich weiß nicht, was ihr falsch macht, dass ihr ständig angesprungen und angesabbert und angefallen werdet, aber irgend etwas muss es ja sein, dass die ganzen fremden Hunde magisch anzieht.

Verdammt, hätte ich also doch die Schinkenwurst aus der Tasche nehmen sollen beim Rausgehen?!

Sag mal, ist dir klar wie absurd das ist?:)
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #55
Stimmt.
Und es gibt Alternativen. Indem man z.B. mit dem Betroffenen spricht. Einen netten Smalltalk hält, und ihm evtl. den Hund erklärt.


Aber mal ganz ehrlich, dann dürften Angstmenschen gar nicht mehr auf die Straße gehen. In Dtl. und auf der ganzen Welt gibt es nun mal Hunde. Überall. Nach nem Autounfall verlange ich auch nicht von meinen Nachbarn, dass sie den Motor auslassen, aus Rücksicht auf mich. Hier wurde ja schon mehrmals dieser absurde Vergleich angestellt. Obwohl er wohl eher FÜR Hunde spricht, denn die fahren niemanden tot. Und das ist statistisch gesehen eine realistische Herangehensweise.

Ich bin mal so frei und füge dazu das Zitat von Kompassquelle aus deinem anderen Thread an..

Bitte nein. Auch Menschen mit einer Angsterkrankung haben ein Recht auf Selbstbestimmung und es steht niemandem zu sie nach eigenem Ermessen zu "zwangstherapieren" indem man sie ungefragt dem angstauslösenden Reiz aussetzt.

Für jemanden mit einer starken Hundephobie bewahrheitet sich der "Katastrophengedanke" unter Umständen nicht erst dann wenn ein Hund zubeißt, sondern evtl bereits wenn der Hund sich unangeleint nähert.

Natürlich hat niemand ein Recht darauf, dass die Welt frei von den Dingen ist die ihm Angst machen, aber es ist SO derart einfach seinen Hund anzuleinen wenn jemand kommt der signalisiert dass er sich dann wohler fühlen würde dass ich einfach nicht verstehe wieso man eine so kleine Geste nicht einfach kurz über sich bringen kann, wenn es doch dem anderen das Leben SO viel einfacher macht?

Mitgefühl und Verständnis für andere, sowie Reflektion der eigenen Handlung, sind etwas das man sowohl für den Umgang mit Menschen, als auch für den Umgang mit Tieren braucht.
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #56
Nun, Vllt haben wir einfach auch zuviel Halter die ihren nicht hörenden hund trotzdem ein artgerechtes leben ermöglichen wollen.und wir pösen Leute stehen einfach immer im weg... Tze Tze Tze

Und glaub mir, ich wurde auch noch nie angesprungen, vorher kommt mein Knie oder mein Fuß zum Einsatz
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #57
Off-Topic
Ich habe zu der Entwicklung einer Phobie schon etwas geschrieben. Hoffnungsgarten vertritt einen einzigen der Ansätze und stellt ihn hin, als wäre er die einzige vollständige Wahrheit, dem ist aber nicht so. Es gibt zum Beispiel die Ansicht, dass jede Phobie, egal vor was oder wodurch ausgelöst, immer nur die Angst vor dem eigenen Inneren, den eigenen Gedanken, ist. Dazu kommen aber noch viele weitere Ansätze und Theorien. Es gibt auch die Theorie, dass man Phobien erlernt. Dort wieder Theorien in Richtung familiäre Umgebung und eigene Erfahrungen. Es gibt Theorien in Richtung Trait-Angst und State-Angst. Die Neurobiologie redet von vererbten Anteilen, von einer genetischen Disposition, wie bei einer Depression.
Das Ergebnis davon ist, dass es momentan noch keine endgültige Antwort auf die Frage über die Entwicklung einer Phobie gibt. Es wird wahrscheinlich eine Mischung aus den meisten Theorien und Ansätzen sein. Stur zu sagen nur das familiäre Umfeld wäre dafür verantwortlich, zeugt nicht gerade von einem Weitblick.


Ich bin wirklich müde Diskussionen mit Menschen zu führen, die glauben sie hätten sich und ihren Hund 100% unter Kontrolle.
Das ist einfach nicht so. Das kann niemand. Nicht bei sich selber und schon gar nicht bei einem anderen Lebewesen.

Jemandem die Angst nehmen zu wollen, in dem man ihn an den Hund heranführt, ist zwar eine nette Idee und wenn derjenige dafür bereit ist, auch durchaus eine gute Idee, aber spontan, von dir beschlossen, auf offener Straße in der Regel eine schei* Idee. Wahrscheinlicher als eine plötzliche Heilung oder Besserung der Phobie ist eine schlimme Panikattacke des Betroffenen...

Ich verstehe wirklich nicht was so schwer daran ist Rücksicht zu nehmen.

Wenn man einen super hörenden Hund hat, der in der Stadt immer brav bei Fuß läuft, warum kann man dann nicht einfach zur Beruhigung und Absicherung eine Leine dran machen? Den Hund stört es doch eh nicht, wenn er sowieso nur brav im Fuß läuft.
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #58
Off-Topic
Finde ich persönlich ne super Einstellung und würde mich freuen, wenn diese öfter vertreten wäre. Ich habe diese Leute, so satt, die trotz der Warnung am Geschirr, trotz Maulkorb und dergleichen einfach runter greifen und im Vorbeigehen den Hund streicheln und sich dann wundern, warum der Hund droht.
Das (menschliche) Verhalten mag ich nicht. Bei Hunden finde ich es wichtig, dass man die Besitzer als ersten Ansprechpartner sieht und nicht den Hund. Die meisten (längst nicht alle, natürlich) Hunde sind ja erstmal freundlich und sagen Hallo. Wenn aber der Halter das nicht will, dann hat der sicher dafür seine Gründe und mir als "Grabbler" (;)) sollte dann schon ein Licht aufgehen. Und da ist es erstmal egal, ob der Halter grad trainiert, der Hund Flöhe hat oder der Wind aus Südost weht, denn dafür muss er sich ja nicht rechtfertigen.
Das schlimme ist, dass ein knurrender Hund dann gleich das Poloch ist, statt dass der Grabbler sich mal Gedanken macht, ob er vielleicht seine - meist stumpf von oben kommenden - Hände bei sich behalten sollte...

Katzen auf der Straße streichel ich übrigens auch nicht. Ersten bin ich einfach nicht der Dutziwutzi-Typ (war ich noch nie) und zweitens hatte ich immer meine Oma und Tante als schlechtes Vorbild, die dann peinlich in Babysprache brabbelnd vor dem Tier standen und die Passanten sie milde belächelt haben...:uups: Außerdem war es prägend, dass gut die Hälfte der Katzen sich null für die am Boden hockenden Verwandten interessiert haben. Ich fand die Vorstellung immer irgendwie peinlich da am Boden zu sitzen und das Tier guckt einen nur mit dem Po an und geht irgendwann weg.:lol:
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #59
Jemandem die Angst nehmen zu wollen, in dem man ihn an den Hund heranführt, ist zwar eine nette Idee und wenn derjenige dafür bereit ist, auch durchaus eine gute Idee, aber spontan, von dir beschlossen, auf offener Straße in der Regel eine schei* Idee.
ICH hatte niemals diese Idee. Dieses Bild stammt von dir.

Wenn man einen super hörenden Hund hat, der in der Stadt immer brav bei Fuß läuft, warum kann man dann nicht einfach zur Beruhigung und Absicherung eine Leine dran machen? Den Hund stört es doch eh nicht, wenn er sowieso nur brav im Fuß läuft.
Also ... wenn du mich mit "man" meinst ... habe ich so nie behauptet. Mein Hund muss nur sehr selten im Fuß laufen.
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #60
ICH hatte niemals diese Idee. Dieses Bild stammt von dir.


Also ... wenn du mich mit "man" meinst ... habe ich so nie behauptet. Mein Hund muss nur sehr selten im Fuß laufen.

Du hattest es als Alternative zur Entfernung des Triggers genannt. Es ist aber nun mal keine Alternative auf der Straße bei einer fremden Person und um diese Situation geht es ja hier.

Also lässt du ihn in der Stadt frei herum laufen? Also, frei nicht nur im Sinne von "keine Leine", sondern auch im Sinne von "nicht neben mir"?
 
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