Sprich sie doch mal an, und sag es ihr.

Menschen dürfen miteinander sprechen. Das lockert die Situation ungemein auf.
Deine beiden Beispiele sind sehr schön, ich selbst habe auch schon solches erlebt.
Es hat aber nichts mit anleinen oder Leinenzwanggesetz zu tun.
Dass du diesen Menschen Sicherheit vermittelst liegt in erster Linie daran, dass deine Hunde (so klingt es jedenfalls) erzogen sind, und dass du eine vertrauenerweckende Ausstrahlung/Körperhaltung/Mimik hast. Das macht viel mehr aus, als die Leine.
Die Frau spricht nicht. Ich habe sie schon mehrfach versucht zu animieren, als sie uns entgegen kam und ich ihr sagen wollte, das ich zur Seite gehe. Sie redet nicht.
Auch wenn ich sie ohne Hunde sehe, und angesprochen habe, sie geht sofort weiter und hört mir nicht zu.
Das ist ihre sache. Ich zwinge ihr meine Gedanken auch nicht auf.
Und doch, genau das ist es, die Leine vermittelt sicherheit.
Das habe ich jetzt schon vielen Leuten gehört.
Zuerst das ich diese Leute wahrnehme und sofort reagiere und meine Hunde anleine und sie hinter mich setze.
All das ist ein Prozess von Sicherheit. Der Hund ist fest und kann nicht an sie ran.
Du glaubst gar nicht, was das für ein enormes sicherheits gefühl ist für einen Menschen, der angst vor Hunden hat.
Wirklich, dieses "gesehen werden und die reaktion=anleinen.=sie weiss was sie tut."
Ein unangeleinter Hund kann immer noch aufstehen und zur Seite gehen.
Das ist für diese Menschen eine enorm anstrengende Kopfsache. Und sehr viele Hunde sind so empfindlich, das sie auf so etwas reagieren. Und sei es nur mit der Nase und dem Kopf in die richtung Schnüffeln.
Meine Hunde und ich arbeiten neben der Vorschule, mit Behinderten. Wir haben dort auch Menschen, die angst haben. Das merkt mein Ben. Baby geht solchen Leuten ausm weg. Ben reagiert darauf und möchte Beschwichtigen und zeigen, das alles Okay ist. Das darf ich solchen Menschen aber nicht zumuten, ausser sie wollen es selber.
Und die sache mit dem "der tut nichts..." Mein Ben läuft hier an der Strasse immer an der Leine, weil er ein Husky Mix ist und einfach Pfeffer im Arsch hat.
Ich will nicht, das irgendwelche Hunde an meine rangehen, wenn sie angeleint sind.
Warum? Ben wurde nun schon mehrfach an der Leine gebissen..."der Tut nichts..." "rufen sie bitte ihren Hund zurück"..."aber warum? der tut doch nichts..."tja und peng, ZACK hat Ben nen Hund am Hals hängen.
Wie oft ist das nun schon passiert...Ben hat Leinenagression entwickelt und ich habe lange daran gearbeitet, das mein Hund wieder so ist, wie er ist.
Und wenn ich dann solche Menschen sehe, die mir entgegen kommen und der Meinung sind, sie brauchen nicht auf mich zureagieren, weil "der tut ja nichts..." krieg ich nen Anfall.
Das ist das, was mich einfach so nervt. Warum ist es so schwer, wenn der Hund hört, darauf einfach mal zureagieren? Ach nein, der Hund kann ja nicht hören.
Meine Hunde, bzw Ben, Baby ist schon fast Taub, der kann das nicht mehr, reagiert auf Pfiff.
Wenn ich sehe, da kommt ein Hund, wo er nicht hin soll, weil der Besitzer das nicht will oder weil ich sehe, das es Stress geben könnte, dann Pfeife ich. Der ist 1 Meter vor Objekt abrufbar.
Ja, da bin ich verdammt Stolz drauf. Richtig Richtig Stolz.
Und so ein rücksichtsvolles Verhalten wünsche ich mir von anderen Hundehaltern auch.
Noch ein Bsp.
Wir haben hier eine Frau und einen Mann, die haben 7 Huskys.
Die arbeiten richtig mit denen im Zugsport, etc.
Diese Hunde sind grundsätzlich immer an der Leine, weil die abhauen.
Ich mit drei Hunden unterwegs, komme denen im Park in einer Gabelung entgegen und sehe "Ohhhh, drei Hunde angeleint, wir gehen mal zur Seite, lasse meine drei Absitzen und anleinen."
Nun spricht sie mich an und sagt "vielen dank, das sie ihre Hunde zur Seite holen und auch anleinen, das wünsche ich mir von so vielen Hundehaltern...aber niemand tut es...die Hunde hören ja alle so super und dann gehts doch rund..."
Tja, wir kamen dann ins Gespräch und ihre Hunde sind im Rudel einfach eingeschworen und nicht ganz so gut Verträglich.
Da ist es doch nur Lobenswert, das diese Frau ihre Hunde anleint und wege geht, wo Leute mit frei laufenden Hunden, nicht lang gehen.
Und dann wird sie immer belehrt" ihre Hunde sehen doch so lieb aus, machen sie die mal ab, die brauchen doch Auslauf." "Nein, meine Hunde haben ein grundtsück wo sie laufen können und machen genug Rasse typischen Sport."
Warum fangen die Menschen an, einen anderen Menschen zubelehren, wenn der genau weiss, welche Sicherheit vorgeht?
Und man schon merkt, das die Person von dem, was sie da sagt und tut, echt Ahnung hat.
Ich bin dafür, das jeder Hundehalter für seinen Hund eine Prüfung ablegt.
Ist das nicht in der Schweiz so?
und ich meine auch wirklich für jeden Hund. Wenn ich zwei Hunde habe, lege ich zwei Prüfungen ab.
und das auch, wenn ich 20 Jahre Hundeerfahrungen habe.