Ich hab jetzt lange überlegt, ob ich zum eigentlichen Thema hier was schreibe...
Einerseits sehe ich es so, dass ein Hund auch an der Leine mal etwas unvorhergesehenes tun kann. Allerdings bin ich da momentan etwas empfindlich, da hier erst vor kurzem der 20 Jahre alte Perser von einem angeleinten Hund getötet wurde. Das Tier saß sein Leben lang den halben Tag vor seinem Haus. Jeder, der hier vorbei geht, kennt diesen Kater. Wie konnte der also so unvorhergesehen dort sitzen? M.E. gar nicht. Es war damit zu rechnen, dass der dort am Eingang seiner Einfahrt sitzt.
Bei dir, Elke, sehe ich es ähnlich. Ich erinnere mich an deine Schilderungen, wie viele Kätzchen bei euch auf der Straße herum laufen/sitzen. Es war also in gewissem Maß damit zu rechnen, dass da ein Tier sitzen könnte. Trotzdem kann man wie schon gesagt nicht immer 100% auf alles gefasst sein.
Was mir aber nicht aus dem Kopf geht ist, dass das für dich so unerwartet kommt, dass dein Hund so auf Katzen reagiert. Die eigenen Katzen sind kein Maßstab für die Reaktion des Hundes auf eine Katze draußen. Mir kam auch eines deiner ersten Themen wieder in den Sinn, in dem du schon beschrieben hast, dass dein Hund Jagdspielchen mit fremden Katzen und der eigenen vollführt:
https://www.tierforum.de/t177937-laestiges-bellen.html
Das war von dir sogar ausdrücklich gewünscht, um dich mal zu zitieren:
Niemals hätte Luna eine echte Chance, ein Rebhuhn oder ein Kaninchen zu erwischen.
[...]
Sie soll ja auch die fremden streunenden Katzen vom Grundstück fernhalten. Wir haben Dutzende davon in der Nachbarschaft, alle wild und nicht kastriert und werfen zweimal pro Jahr. (ich greife allen vor, ja, unsere Katze ist sterilisiert). Wenn ich irgendwo unterwegs bin, wo Strassen kreuzen, ist Luna selbstverständlich an der Leine. Aber wenn ich sie noch nicht mal hinten im Feld frei laufen lassen kann, dann möchte ich wissen, wo.
Bzw. das hier:
[...]
Unsere erste Mastin-Hündin hatte das Glück, eine enge Freundschaft zu unserem damaligen Kater zu haben, die beiden waren ein Herz und eine Seele. Nur unsere jetzige Katze hat für Hunde nichts übrig und faucht sie nur an. Luna nimmt das aber oft als Aufforderung zum Spiel und dann geht die Verfolgungsjagd los.
Hier war es dieselbe Geschichte:
Danke Lolly, Du sprichst mir aus dem Herzen. Luna hat einen riesigen Garten für sich und verteilt tagsüber Brennholz malerisch über die ganze Fläche, buddelt Löcher, hetzt den Nachbarkatzen und unserer eigenen Katze nach, hat rund ums Haus aufzupassen, wer oder was da vorbeiläuft, spielt mit ihrem Ball. Ich glaube nicht, dass es ihr schlecht geht oder dass sie sich gross langweilt.
https://www.tierforum.de/t178270-ausbuechsen.html
Ich will dich damit nicht bloßstellen. Mir geht es im Prinzip um dasselbe wie Fiesta: Du musst daran üben. Das, was du damals noch als positiv empfunden hast, ist nun eben zum Problem geworden.