Eure Meinung zu Tierkommunikation

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  • Eure Meinung zu Tierkommunikation Beitrag #41
Off-Topic

Zu dem Thema Tierkommunikation zu sagen, ich habe eine Freundin die das seit Jahren praktiziert. Ich erzähl euch mal was vorgefallen war....

Es wurde ein Auslandshund in eine Pflegestelle gegeben, der Hund ist ein paar Tage später im Garten gewesen und spurlos verschwunden. Jede Suche war umsonst. Ich habe meiner Freundin nur geschrieben dass der Hund in dem Ort verschwunden ist und ein Bild von ihm mit in die Mail gepackt. Sie hat mir später geantwortet, dass sich der Hund in der Nähe von einem Friedhof aufhält und verletzt ist.

Tja die Leute haben einen Friedhof im Ort und der Hund wurde neben dem Friedhof auf dem Feld gefunden mit einer verletzten Pfote. Jetzt sagt mir ob es nicht wirklich gibt.

Wenn ein Tier verschwunden ist, ist es immer ein guter Anfangspunkt einen Ort in der Nähe zu nennen und zu sagen "er ist in der Nähe von" und "verletzt". Denn, wer daran glauben möchte, für den ist am Ende auch auch mehrere Kilometer weiter weg noch "in der Nähe" und "verletzt" ist auch ein sehr weiter Bereich.

Sollte deine Freundin dahingehend tatsächlich Fähigkeiten haben, dann dürfte es ja kein Problem darstellen sich gewissen Tests zu unterziehen, um zu beweisen, dass es funktioniert. Solche Tests sind aber nun mal nicht "Ich mache wage Antworten, die man am Ende zu 90% irgendwie als richtig zuordnen kann" und auch nicht "Ich versuche einfach über das Internet Dinge herauszufinden und gebe die wieder" und auch nicht - was tatsächlich noch in irgend einer Form "Fähigkeiten" abverlangt - "Ich kann Menschen/Tiere gut "lesen"". Solchen Tests konnte bis jetzt noch niemand standhalten, ansonsten wäre es durchaus schon "bewiesen".
Ich sehe das wie Sini.. ich finde den psychologischen Aspekt dahinter am interessantesten.

"Glaube" ist etwas sehr interessantes. Besonders toll finde ich es immer, wenn Leute nur an ganz bestimmte Dinge glauben, aber andere natürlich nicht stimmen können. "Natürlich gibt es Gott! Horoskope stimmen auch! Telepathie sowieso! Schamanismus und Voodoo sind aber Blödsinn.."

Ich habe während meiner Arbeit im Altenheim auch mitbekommen, wie sehr der Glaube den Menschen helfen kann. Die Geschichte zeigt uns aber auch, wie gefährlich er sein kann. Solange niemand zu schaden kommt, finde ich, dass nichts dagegen spricht an etwas zu glauben.

In wie weit "Geld aus den Taschen ziehen" "schaden" ist, ist natürlich Ansichtssache. Das wird hier zwar nicht gemacht, aber würdet ihr euch als Testobjekt melden, wenn jemand üben möchte heimlich Geld aus euren Taschen zu stehlen?
:eusa_think:


 
  • Eure Meinung zu Tierkommunikation Beitrag #42
Ok, also...

1.
Ihr ALLE habt keine Ahnung von Fischen. Absolut null, nada, niente, zero.

2.
Er findet die vorhandene Inneneinrichtung absolut abtörnend. Und dazu noch dieses neugieriges Geklotze. Da kann er einfach nimmer.

Er möchte, dass du, Felix die Wand gegenüber vom Becken mit verkleidest, schwarze Samtvoränge an der Frontseite des Beckens anbringst und mehrmals täglich in voller Lautstärke abspielst. Spätestens in zwei Wochen wäre er wieder bereit- hat er mir zumindest versprochen ;)
Vielleicht noch rote Beleuchtung!?
Ich werde mein Wohnzimmer nicht wie ein billiges Bordell einrichten! Das kommt gar nicht gut bei Damenbesuch...

Um mal ganz kurz philosophisch zu werden: es gibt wissenschaftliche Bereiche (z.B. in der Quantenphysik) die es einem leicht machen die Existenz einer absoluten "Wahrheit" innerhalb dessen was wir als Ordnung unserer Welt begreifen für unwahrscheinlich zu erklären. Demnach denke ich immer, dass ein wenig Allround-Agnostik einen guten Weg durchs Leben darstellt, denn selbst wenn wir nicht beweisen können, dass Dinge wie Tierkommunikation existieren oder funktionieren, so können wir ebensowenig ihre Nichtexistenz beweisen ;)
Oh nein, bitte nicht. Jetzt nicht mir Quantenphysik kommen. In der Quantenphysik gibt es ganz klare wissenschaftliche Kriterien. Da gibt es nix mit Esoterik. Übrigens lässt sich ausschließlich die Nichtexistenz von etwas beweisen, in Sinne von falzifizierbarkeit. Tierkommunikation lässt sich sehr einfach falsifizieren.

Sini vielleicht einfach mal eingehend mit einem Thema beschäftigen bevor man es als Humbug abtut ;) sonst gibt es da einen schönen Satz von Dieter Nuhr, der es andernfalls schön auf den Punkt bringt:mrgreen:
Dieter Nuhr hat auch gesagt, dass sich einfache Geister leicht beeindrucken lassen.

3.
Ich weiß immer noch nicht, was mit meinem sch*** Fisch los ist!!!
 
  • Eure Meinung zu Tierkommunikation Beitrag #43
Immerhin kennst Du Dieter Nuhr, damit lässt sich ja arbeiten:lol::lol:
 
  • Eure Meinung zu Tierkommunikation Beitrag #44
Off-Topic

Meine Antwort für Felix habe ich mal versteckt, da ich das Gefühl habe doch langsam aber sicher sehr weit ins Off-Topic abzugleiten:
[VERSTECK]
Oh nein, bitte nicht. Jetzt nicht mir Quantenphysik kommen. In der Quantenphysik gibt es ganz klare wissenschaftliche Kriterien. Da gibt es nix mit Esoterik.
Zuerst sei gestanden, dass ich mich in der Physik nicht wirklich auskenne (nichteinmal in der diesseits der Quanten ;)), ich wollte damit nur mein Argument unterstützen, dass es selbst in der Wissenschaft Dinge gibt die nicht befriedigend erklärt werden können (Welle-Teilchen-Dualismus etc) und die demnach eine ganze Reihe Interpretionen auslösen von denen man sicherlich viele sehr leicht der Esoterik bezichtigen könnte (zumindest kommt es mir so vor wenn ich einige Physikstudenten mit Herzchen in den Augen über Pralellwelten etc reden höre ;)).

Letztendlich ist es aber auch zumindest von einem psychologischen Standpunkt so, dass wir tatsächlich die Wahrheit um uns herum durch unsere eigenen, inneren Einstellungen erschaffen.
Wer Beweise für Geister in der Realtität finden möchte, der wird sie auch finden, wer Beweise dafür finden möchte dass es keine Geister gibt, der wird diese dann auch finden.
Wer gute Erfahrungen mit Homöopathie gemacht hat wird an ihr festhalten, während andere es vielleicht als Spinnerei ansehen.
Letztendlich können wir auch nicht beweisen, dass z.B. Homöopathie ohne Wirkung ist, nicht solange Gegenaussagen existieren, wir können höchstens die Tatsache der Existenz von Gegenaussagen rationalisieren in dem wir sie z.B. auf einen Placeboeffekt zurückführen.
Und so lässt sich letztendlich jeder "Beweis" für eine Sache anzweifeln wenn man es will (und sei es nur indem ich mit Multifaktoralität argumentiere und vorwerfe, dass sicherlich nicht alle einflußnehmenden Faktoren bekannt waren).

Zumindest in meiner persönlichen Weltanschauung (und ja, dies ist die Wahrheit die ich für meine "Realität" annehme - deine darf gerne eine andere sein) kann es kein End-Wissen geben, keinen endgültigen Beweis für etwas. Was mich zu einer allgemein-agnostischen Grundeinstellung bringt die sehr leicht Raum dafür lässt, dass andere Menschen ein anderers Erleben der Realität und damit andere "Wahrheiten" haben als ich. Mit anderen Worten, bloß weil ich nicht an Tierkommunikation "glaube" käme mir niemals in den Sinn diesen Standpunkt als den einzig richtigen zu vertreten und demnach anderen ihre abweichende "Wahrheit" absprechen zu wollen, denn das ist Missionierung und diese darf gern unter Dauerpacht der Religionen bleiben :cool:

Diese Themen sind allerdings hochphilosophisch und wir heben hier sicher vom Tierkommunikationsteppich ab wenn wir das jetzt genauer durchkauen wollen (spannend ist es aber doch und Spaß macht es auch - so sehr, dass ich mich gleich mal wieder verquatscht habe :D).[/VERSTECK]

Da auch die "Gegendiskussion" spannend ist und hier ja doch offenbar einige Redebedarf bezüglich des Themas haben, frage ich mal in die Runde, ob ihr einen eigenen Thread möchtet indem Tierkommunikation kontrovers diskutiert werden kann?
Dann würde ich nämlich mal alles Themenfremde hier abketten und in einen eigenen Thread rüberschieben.
 
  • Eure Meinung zu Tierkommunikation Beitrag #45
Hallo, ich habe die Meinungen hier gelesen und möchte mich mal als Tierkommunikatorin zu Wort melden.
Wir Menschen sind eine Körper-Geist-Seele Einheit, wie unsere Tiere auch. Wir haben in der Gesamtentwicklung ab Zeugung bis zur Geburt eine gemeinsames Entwicklungsschema. Der erste und älteste Sinn ist die Wahrnehmung. Tiere wie Menschen haben dabei die gleiche Veranlagung, aber unterschiedliche Ausprägungen und andere Entwicklungsdauern. Dann werden wir Menschen in das gesellschaftliche Korsett gedrückt, das aus vielen eurer Posts heraussticht: in der Erziehung in unserer Kultur wird nur das gesprochene Wort und das gedachte als Kommunikation bezeichnet. Die Fähigkeit zu fühlen und über das Herz wahrzunehmen (Telepathie) wird nicht mehr geschult, wird sanktioniert und verkümmert. Ein Kind, was Engel sehen und mit Tieren noch ganz selbstversändlich sprechen kann, wird in seiner Peergroup und Familie schnell merken, dass es ein Außenseiter wird, wenn es darüber spricht...
Professionelle Tierkommunikation arbeitet mit dieser bei uns allen vorhandenen Sinnesebene, und schult sie wieder, es ist wie das Erlernen einer existierenden Universalsprache. Nur weil ihr diese Sprache weder kennt noch sprecht, heißt das nicht, dass es diese Sprache nicht gibt oder sie Humbug ist ;)
Und Sine, mit einem Universitätsabschluss, der u.a. Psychologie mit beinhaltet, kann ich auch sagen, dass es nichts mit Cold Reading oder deinem zitierten Barnum Effekt zu tun hat. Damit findet man keine verschwundenen Tiere :angel:
Leider gibt es immer wieder Menschen, die meinen sich als Tierkommunikatoren bezeichnen zu müssen, nachdem sie mal einen Kurs belegt haben. Genau diese Menschen führen auch zu solchen Diskussionen wie hier. Sie philosophieren über die Befindlichkeit von Tierseelen aus der Motivation ungelöster Freizeitprobleme heraus. Der Begriff Tierkommunkation ist halt nicht geschützt und so kann sich jeder, der einem Tier mal tief in die Augen geschaut hat, so nennen.
Wenn ihr wissen wollt, was mit eurem Tier ist oder es beispielsweise sucht und dabei eine professionelle TK als Unterstützung braucht, wendet euch am besten an den Bundesverband Tierkommunikation e.V. Das sind alles gut ausgebildete Profis :)
 
  • Eure Meinung zu Tierkommunikation Beitrag #46
Meine Meinung in einem Wort : Leute für (früher oder später dann auch Geld) dumm verkaufen !! Nichts anderes.

Wenn das ganze nur Auge in Auge praktiziert werden würde, hätte man ja evtl. noch mal grundsätzlich darüber nachdenken können. Aber wenn der Zauber angeblich auch via Foto funktionieren soll, hat sich das Ganze doch selbst Lügen gestraft.
Ein Foto ist ein bedrucktes Stück Papier. Mehr nicht.
Wo bleibt da denn die Seele oder die Aura oder Schwingungen oder Gefühle oder was auch immer ?
Oder glaubt man in dem Zusammenhang auch wie einige Urvölker, dass dem Fotografiertem die Seele geraubt wird ?


Zu dem Thema Tierkommunikation zu sagen, ich habe eine Freundin die das seit Jahren praktiziert. Ich erzähl euch mal was vorgefallen war....

Es wurde ein Auslandshund in eine Pflegestelle gegeben, der Hund ist ein paar Tage später im Garten gewesen und spurlos verschwunden. Jede Suche war umsonst. Ich habe meiner Freundin nur geschrieben dass der Hund in dem Ort verschwunden ist und ein Bild von ihm mit in die Mail gepackt. Sie hat mir später geantwortet, dass sich der Hund in der Nähe von einem Friedhof aufhält und verletzt ist.

Tja die Leute haben einen Friedhof im Ort und der Hund wurde neben dem Friedhof auf dem Feld gefunden mit einer verletzten Pfote. Jetzt sagt mir ob es nicht wirklich gibt.
Tja was soll ich sagen: Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.
Wenn Deine Freundin das täglich kann, dann würde es interessant.



Auch ich sehe da parallelen zum religiösem Glauben.
Für mich gehen die Menschen damit immer den einfachsten Weg. Wenn andere "Mächte" alles entscheiden und lenken, bin ich ja nicht wirklich verantwortlich.
Und man hat praktischer Weise ja auch auf alles eine Antwort, Entschuldigung oder Begründung.
Für mich ein Zeichen von Schwäche, weil es ja so bequem ist.

Allein die Tatsache, dass sich Menschen für ihren Glauben gegenseitig umbringen, macht es doch absurd und unsinnig.
Wie soll ich mir das vorstellen:
Gott und Allah feuern ihre Krieger aus dem Jenseits an ?
Oder wenn es nur einen Einzigen (wie immer er/sie/es auch heißt) gibt, der schaut dann einfach zu wie sich die Menschen gegenseitig in seinem Namen abschlachten ?
Für mich alles sogar mehr als unglaubwürdig ........... Verdummung !
 
  • Eure Meinung zu Tierkommunikation Beitrag #47
@ Eichhorn: :clap: Sehe ich genauso.
 
  • Eure Meinung zu Tierkommunikation Beitrag #48
Warum so eine abwertende und vorurteilsbehaftete Grundhaltung gegenüber jeder Form von Religiösität?
Nicht alles was im Namen von Religion getan wurde war schlecht und nicht alles was außerhalb von Religion getan wurde war gut.

Gute Menschen tun gute Dinge und böse Menschen tun böse Dinge. Die einen nutzen Religion als Begründung für ihr handeln, die anderen nicht, verantwortlich für ihre Taten sind aber die Menschen allein und nicht die Tatsache ob sie religiös sind oder nicht.

Vielen Menschen hat ihr Glaube das Leben gerettet, oder sie dazu gebracht anderen zu helfen.
Man kann nicht so einfach vom Tisch wischen, dass Glauben auch positve Seiten hat und alle Menschen die sich selbst als Anhänger einer Religion sehen als "dumm" bezeichnen, das finde ich überheblich.

Für mich gehen die Menschen damit immer den einfachsten Weg. Wenn andere "Mächte" alles entscheiden und lenken, bin ich ja nicht wirklich verantwortlich.
Und man hat praktischer Weise ja auch auf alles eine Antwort, Entschuldigung oder Begründung.
Für mich ein Zeichen von Schwäche, weil es ja so bequem ist.
Dann sind wir alle schwach, denn wir alle akzeptieren ein Weltbild welches uns von unserer Umgebung als "richtig" vorgelebt wird. Niemand von uns ist in der Lage jede Information auf die unser Weltbild fußt einer ernsthaften Kontrolle zu unterziehen.
Als Wissenschafts-Gläubige glauben wir die Informationen die uns die Wissenschaft als Tatsache präsentiert, in der Regel hinterfragen wir diese nicht und kennen oft nichtmal ihren Ursprung.
Ich studiere Biologie und könnte vielleicht Teile der Systematik runterbeten, oder die Proteinbiosynthse, aber deswegen weiß ich ja trotzdem nicht ob diese Informationen richtig sind, nein, ich gehe einfach mal davon aus, dass das Lehrbuch schon irgendwie recht haben wird (im Falle der Systematik ist das allerdings meistens nicht der Fall denn da ändert sich alle paar Jahre was). Letztendlich übernehme ich also nur unkritisch eine Information die mir von Dritten vermittelt wird - da ist streng genommen nicht viel Unterschied zur Relgion.
Übrigens hat auch die Wissenschaft für alles eine "Antwort, Entschuldigung oder Begründung", noch dazu behauptet sie oft sie allein wäre im Besitz der einzigen "Wahrheit"...philosophisch betracht macht sie dass zu einer der arrogantesten Religionen überhaupt.

Wo bleibt da denn die Seele oder die Aura oder Schwingungen oder Gefühle oder was auch immer ?
Mal ganz abgesehen davon ob ich daran glaube ob Tierkommunikation via Photo funktionieren kann oder nicht (ich glaube eher nicht daran, kann aber durchaus akzeptieren wenn andere es tun), ist die Existenz von "Seele" (oder "Bewusstsein" wie man in der Wissenschaft es eher nennen würde) aber eine unumstößliche Tatsache für die wir - auch aus wissenschaftlicher Sicht - bisher wenig Erklärungen haben. Tatsache ist also, es gibt Dinge die wir nicht verstehen und bisher auch nicht wirklich analysieren können, warum also nicht eine etwas offenere Haltung all diesen Dingen gegenüber?
...und wenn wir selbst nicht offen dafür sein können, oder wollen, warum dann nicht wenigstens ein klein wenig mehr Toleranz denen gegenüber die es möchten?

----------------------------------------

Ob Tierkommunikation Abzocke ist oder nicht, muss der Kunde selbst entscheiden.
Wir leben in einem kapitalistischen System, an jeder Ecke wird einem suggeriert man bräuchte bestimmte Dinge die man mit ziemlicher Sicherheit aber eigentlich doch nicht braucht und ich wette wir fallen alle hin und wieder auf etwas rein ohne es zu merken....im Gegenteil wahrscheinlich sind wir sogar noch froh darüber, weil wir eben dachten dass wir es "brauchen" und wir ein gutes Geschäft gemacht haben ;)
 
  • Eure Meinung zu Tierkommunikation Beitrag #49
Warum so eine abwertende und vorurteilsbehaftete Grundhaltung gegenüber jeder Form von Religiösität?
Nicht alles was im Namen von Religion getan wurde war schlecht und nicht alles was außerhalb von Religion getan wurde war gut.

Gute Menschen tun gute Dinge und böse Menschen tun böse Dinge. Die einen nutzen Religion als Begründung für ihr handeln, die anderen nicht, verantwortlich für ihre Taten sind aber die Menschen allein und nicht die Tatsache ob sie religiös sind oder nicht.

Vielen Menschen hat ihr Glaube das Leben gerettet, oder sie dazu gebracht anderen zu helfen.
Man kann nicht so einfach vom Tisch wischen, dass Glauben auch positve Seiten hat und alle Menschen die sich selbst als Anhänger einer Religion sehen als "dumm" bezeichnen, das finde ich überheblich.


Dann sind wir alle schwach, denn wir alle akzeptieren ein Weltbild welches uns von unserer Umgebung als "richtig" vorgelebt wird. Niemand von uns ist in der Lage jede Information auf die unser Weltbild fußt einer ernsthaften Kontrolle zu unterziehen.
Als Wissenschafts-Gläubige glauben wir die Informationen die uns die Wissenschaft als Tatsache präsentiert, in der Regel hinterfragen wir diese nicht und kennen oft nichtmal ihren Ursprung.
Ich studiere Biologie und könnte vielleicht Teile der Systematik runterbeten, oder die Proteinbiosynthse, aber deswegen weiß ich ja trotzdem nicht ob diese Informationen richtig sind, nein, ich gehe einfach mal davon aus, dass das Lehrbuch schon irgendwie recht haben wird (im Falle der Systematik ist das allerdings meistens nicht der Fall denn da ändert sich alle paar Jahre was). Letztendlich übernehme ich also nur unkritisch eine Information die mir von Dritten vermittelt wird - da ist streng genommen nicht viel Unterschied zur Relgion.
Übrigens hat auch die Wissenschaft für alles eine "Antwort, Entschuldigung oder Begründung", noch dazu behauptet sie oft sie allein wäre im Besitz der einzigen "Wahrheit"...philosophisch betracht macht sie dass zu einer der arrogantesten Religionen überhaupt.


Mal ganz abgesehen davon ob ich daran glaube ob Tierkommunikation via Photo funktionieren kann oder nicht (ich glaube eher nicht daran, kann aber durchaus akzeptieren wenn andere es tun), ist die Existenz von "Seele" (oder "Bewusstsein" wie man in der Wissenschaft es eher nennen würde) aber eine unumstößliche Tatsache für die wir - auch aus wissenschaftlicher Sicht - bisher wenig Erklärungen haben. Tatsache ist also, es gibt Dinge die wir nicht verstehen und bisher auch nicht wirklich analysieren können, warum also nicht eine etwas offenere Haltung all diesen Dingen gegenüber?
...und wenn wir selbst nicht offen dafür sein können, oder wollen, warum dann nicht wenigstens ein klein wenig mehr Toleranz denen gegenüber die es möchten?

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Ob Tierkommunikation Abzocke ist oder nicht, muss der Kunde selbst entscheiden.
Wir leben in einem kapitalistischen System, an jeder Ecke wird einem suggeriert man bräuchte bestimmte Dinge die man mit ziemlicher Sicherheit aber eigentlich doch nicht braucht und ich wette wir fallen alle hin und wieder auf etwas rein ohne es zu merken....im Gegenteil wahrscheinlich sind wir sogar noch froh darüber, weil wir eben dachten dass wir es "brauchen" und wir ein gutes Geschäft gemacht haben ;)

Wow, so nen sinnvollen, informativen und gleichzeitig einfach total richtigen beitrag habe ich selten gelesen!
 
  • Eure Meinung zu Tierkommunikation Beitrag #50
@Kompassqualle:

Off-Topic
Ich sehe das vom Grundgedanken ganz ähnlich, allerdings kann ich nicht allem zustimmen, was du schreibst.
Dein Vergleich zwischen Wissenschaft und Forschung ist ein wenig engstirnig. Viele Menschen glauben zwar ohne zu hinterfragen was sie lesen, aber im Falle der Wissenschaft gibt es die Möglichkeit dieses zu hinterfragen und die Quellen selber zu beurteilen. Darum geht es ja. Es wird durchgehend hinterfragt und geforscht. Die Ergebnisse sind nachprüfbar und reproduzierbar. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied zu den meisten Religionen, die genau so ein Vorgehen oft strikt ablehnen.

Es wurde das Beispiel genannt, dass Tierkommunikation eine Sprache ist, die nur wenige Menschen können. Eine Sprache ist allerdings nachprüfbar und reproduzierbar, auch wenn man sie weder kann noch kennt. Das ist bei Tierkommunikation nicht der Fall.

Ich stimme dir auch zu, dass wir viel Geld für Dinge ausgeben, die man eigentlich nicht braucht und uns am Ende noch darüber freuen, dass es diese Dinge überhaupt zu kaufen gibt (ohja.. ich kann das wirklich gut nachvollziehen als frischgebackene Mutter...). Allerdings finde ich deine Aussage auch hier etwas engstirnig. Es gibt nun mal Dinge die sind Abzocke bzw. Betrug:

Nur weil der Käufer bereit oder sogar dankbar ist das Geld zu zahlen, legalisiert es das nicht automatisch.
Ob Tierkommunikation nun darunter fallen würde... schwer zu sagen... man kann schlecht nachweisen, ob der Anbieter tatsächlich eine Täuschungshandlung vollzogen hat, oder schlicht selbst daran glaubt.

Edit:
Was mir gerade dazu noch in den Sinn kam:

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die meisten Menschen alles ohne zu hinterfragen glauben, was nach "Wissenschaftler haben herausgefunden..." kommt.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sich dieser Effekt um bis zu 65,7% steigern lässt, wenn man Zahlen verwendet.

Vorsicht der kommt flach...

Wissenschaftler haben herausgefunden, nach dem man ihnen den Weg gezeigt hat.

:lol:
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Eure Meinung zu Tierkommunikation Beitrag #51
Hallo, ich habe die Meinungen hier gelesen und möchte mich mal als Tierkommunikatorin zu Wort melden.
Wir Menschen sind eine Körper-Geist-Seele Einheit, wie unsere Tiere auch. Wir haben in der Gesamtentwicklung ab Zeugung bis zur Geburt eine gemeinsames Entwicklungsschema. Der erste und älteste Sinn ist die Wahrnehmung. Tiere wie Menschen haben dabei die gleiche Veranlagung, aber unterschiedliche Ausprägungen und andere Entwicklungsdauern. Dann werden wir Menschen in das gesellschaftliche Korsett gedrückt, das aus vielen eurer Posts heraussticht: in der Erziehung in unserer Kultur wird nur das gesprochene Wort und das gedachte als Kommunikation bezeichnet. Die Fähigkeit zu fühlen und über das Herz wahrzunehmen (Telepathie) wird nicht mehr geschult, wird sanktioniert und verkümmert. Ein Kind, was Engel sehen und mit Tieren noch ganz selbstversändlich sprechen kann, wird in seiner Peergroup und Familie schnell merken, dass es ein Außenseiter wird, wenn es darüber spricht...
Professionelle Tierkommunikation arbeitet mit dieser bei uns allen vorhandenen Sinnesebene, und schult sie wieder, es ist wie das Erlernen einer existierenden Universalsprache. Nur weil ihr diese Sprache weder kennt noch sprecht, heißt das nicht, dass es diese Sprache nicht gibt oder sie Humbug ist ;)
Und Sine, mit einem Universitätsabschluss, der u.a. Psychologie mit beinhaltet, kann ich auch sagen, dass es nichts mit Cold Reading oder deinem zitierten Barnum Effekt zu tun hat. Damit findet man keine verschwundenen Tiere :angel:
Leider gibt es immer wieder Menschen, die meinen sich als Tierkommunikatoren bezeichnen zu müssen, nachdem sie mal einen Kurs belegt haben. Genau diese Menschen führen auch zu solchen Diskussionen wie hier. Sie philosophieren über die Befindlichkeit von Tierseelen aus der Motivation ungelöster Freizeitprobleme heraus. Der Begriff Tierkommunkation ist halt nicht geschützt und so kann sich jeder, der einem Tier mal tief in die Augen geschaut hat, so nennen.
Wenn ihr wissen wollt, was mit eurem Tier ist oder es beispielsweise sucht und dabei eine professionelle TK als Unterstützung braucht, wendet euch am besten an den Bundesverband Tierkommunikation e.V. Das sind alles gut ausgebildete Profis :)
Ah ja, spannend. Mal abgesehen von den absolut sinnlosen Phrasen a la "der erste Sinn ist die Wahrnehmung" (was zum Teufel soll das überhaupt bedeuten!?), gibt es keinerlei Belege für Telepathie. Oder kannst du valides Material vorlegen?
 
  • Eure Meinung zu Tierkommunikation Beitrag #52
Kompassqualle
Warum so eine abwertende und vorurteilsbehaftete Grundhaltung gegenüber jeder Form von Religiösität?
Ließ die Überschrift von diesem Thema ....... weil dies meine Meinung ist, die ich mir in fünfzig Lebensjahren gebildet habe.
Umgekehrt könnte ich auch fragen: Warum solche böswilligen Unterstellungen ?


Vielen Menschen hat ihr Glaube das Leben gerettet, oder sie dazu gebracht anderen zu helfen.
Man kann nicht so einfach vom Tisch wischen, dass Glauben auch positve Seiten hat und alle Menschen die sich selbst als Anhänger einer Religion sehen als "dumm" bezeichnen, das finde ich überheblich.
Was auch nicht zu beweisen ist, da ja keine Gegenprobe möglich ist.
Ohne den Glauben wäre es ihnen vielleicht genauso gut ergangen oder womöglich sogar noch viel besser ....... ?

Außerdem lies bitte genauer! Ich habe niemanden dumm genannt. Verdummung und für dumm verkaufen ist ein Prozess und kein Zustand.

@Syn:
Vielen Dank. Mal abgesehen von Deiner Einleitung hast Du mir eine Menge Schreiberei erspart.
 
  • Eure Meinung zu Tierkommunikation Beitrag #53
Wieso muss man heutzutage alles was auf dieser welt passiert, "beweisen"?:eusa_think:
 
  • Eure Meinung zu Tierkommunikation Beitrag #54
Wieso muss man heutzutage alles was auf dieser welt passiert, "beweisen"?:eusa_think:

gute Frage, ich denke wer sich mit dem Thema wirklich mal auseinandersetzt und sich mal traut es selbst auszuprobieren, braucht keine Beweise, entweder er wird es selbst erleben was alles geht, oder eben nicht.
Erst dann ist man in der Lage zu urteilen. Banal ausgedrückt wenn ich Spinat noch nie probiert habe, kann ich schwerlich drüber urteilen ob und wie er schmeckt.
Ich denke man sollte offen sein, und damit meine ich nicht unkritisch, sondern einfach offen für Dinge die einem begegnen im Leben. Ob man sie dann hinterher für gut befindet oder nicht, ist jedem selbst überlassen. Wer von vornerein aber schon alles ablehnt und nicht offen ist, nimmt sich selbst viel weg.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Eure Meinung zu Tierkommunikation Beitrag #55
Ließ die Überschrift von diesem Thema ....... weil dies meine Meinung ist, die ich mir in fünfzig Lebensjahren gebildet habe.
Umgekehrt könnte ich auch fragen: Warum solche böswilligen Unterstellungen ?
Du kannst nicht gleichzeitig drauf pochen, dass es okay ist wenn du äußerst dass religöse Menschen "verdummt" seinen weil es sich dabei ledigtlich um eine Meinungsäußerung handelt und andererseits fordern ich solle nicht äußern dass ich diese Aussage für intolerant halte. Das ist messen mit zweierlei Maß und zielt darauf ab dir eine Freiheit einzuräumen, die du mir an gleicher Stelle offenbar nicht gewährst.

Aber ich will jetzt keine Diskussion über Gesprächskultur anfangen, also zurück zum Thema.
Ich denke schon ich verstehe, was du (und auch Syn) meinst, nämlich dass man hinter einem Angebot wie "Tierkommunikation" schnell eine Betrugsmasche wittern kann. Hier gebe ich euch recht, es wird eine Dienstleistung angeboten, deren korrekte Ablieferung aus wissenschaftlicher Sicht unmöglich ist, demnach liegt der Betrugsverdacht natürlich nahe.
Dennoch gibt es sicher Fälle in denen der Tierkommunikator tatsächlich davon überzeugt ist diese Fähigkeit zu haben und ein eventueller Kunde ebenfalls daran glaubt. In so einem Fall liegt weder Betrug noch Betrugsabsicht vor und auch wenn man selbst die ganze Nummer für Schwachsinn hält, so sollte man meiner Meinung nach dennoch tolerant sein gegenüber der Tatsache das andere Menschen eben anders empfinden als man selbst ;)

Dein Vergleich zwischen Wissenschaft und Forschung ist ein wenig engstirnig. Viele Menschen glauben zwar ohne zu hinterfragen was sie lesen, aber im Falle der Wissenschaft gibt es die Möglichkeit dieses zu hinterfragen und die Quellen selber zu beurteilen.
Ich weiß was du meinst, dennoch ist es im Alltag in der Regel so dass wir Dinge für richtig halten allein weil sie den Stempel von Wissenschaftlichkeit tragen.
Hier drei Beispiele aus der Medizin, für deren Nutzen/Korrektheit es keine unumstößliche, wissenschaftlich korrekt gesicherte Grundlage gibt:
Impfungen (eine Doppelblindstudie die ihren Nutzen zweifelsfrei nachweist existiert nicht)
Krebsvorsorge (auch hier fehlt eine unumstößliche Studie für den Nutzensnachweis)
Viel Waser trinken ist gesund (die positiven Auswirkungen sind nicht wissenschaftlich bewiesen)

Dennoch gehen wir alle brav zum Impfen und zur Krebsvorsorge und versuchen ständig "hydriert" zu bleiben.
Verdummung?
Zumindest ist die Realität sicher oft nicht so weit von der Aussage des Witzes von Syn entfernt :)

Was ich sagen will ist, dass auch im wissenschaftlichen Bereich nicht immer alles auf einer unumstößlichen, wissenschaftlichen Basis fußt. Gerade in den teilphilosophischen Wissenschaften wie z.B. der Psychologie oder Verhaltensforschung gibt es praktisch zu jeder Studie eine Gegenstudie mit gegensätzlichen Ergebnissen.
Und auch in den Naturwissenschaften ändern sich einige Dinge sehr schnell.
In der Wissenschaft gibt es also kein "Endwissen" keine absolute Wahrheit. Etablierte Thesen werden nur schnell zum Dogma und füllen dann die Lehrbücher, dabei sagt man allerdings sie sind nur so lange gültig bis sie von einer besseren Theorie abgelöst werden können.

Wissenschaft ist toll und gut und ich bin defintiv ein Fan :), dennoch denke ich wir dürfen ihr nicht so hörig sein, dass wir annehmen es würden nur die Dinge existieren die man wissenschaftlich zweifelsfrei erklären und nachweisen kann (ansonsten müssten wir ja eigentlich auch aufhören an Schwerkraft zu glauben :lol:).

Wer sich dennoch nicht mal mit einem halben Herzschlag in spirituellen Dingen wiederfinden kann, dem steht es natürlich frei sich davon fernzuhalten.
Aus meiner Sicht ist Toleranz gegenüber Menschen die spirituell, religös (oder sonstwie anders als man selbst) empfinden allderings trotzdem angebracht und zumindest ich persönlich kann es sehr gut nachempfinden, wenn jemand eben auch eine eigene, persönliche Wahrheit für sich entdeckt die sich vielleicht gerade mal nicht irgendwelchen Lehrbüchern deckt oder decken muss ;)


Ich denke man sollte offen sein, und damit meine ich nicht unkritisch, sondern einfach offen für Dinge die einem begegnen im Leben. Ob man sie dann hinterher für gut befindet oder nicht, ist jedem selbst überlassen. Wer von vornerein aber schon alles ablehnt und nicht offen ist, nimmt sich selbst viel weg.
Kurz und gut, dem kann ich eigentlich nicht mehr viel hinzufügen und trifft ziemlich genau die Einstellung nach der ich auch versuche zu leben ;)
 
  • Eure Meinung zu Tierkommunikation Beitrag #56
Ich stehe auch absolut dahinter den Glauben anderer Menschen zu tolerieren und wie ich viel weiter oben schon schrieb, kenne ich durchaus auch die positiven Aspekte.

Zumindest ist die Realität sicher oft nicht so weit von der Aussage des Witzes von Syn entfernt
Ansonsten würde der Witz auch nicht funktionieren. ;)

Natürlich gibt es keine endgültige Wahrheit. Trotzdem bleibt es bei genau dem was ich gesagt habe: Wissenschaft versucht Wissen zu schaffen. Sie will den Dingen auf den Grund gehen und forscht und hinterfragt. Das ist ein unaufhörlicher Prozess und genau DAS macht den großen Unterschied zu Religionen und dem Glauben ja aus. Beim Glauben gibt es nur die subjektive Sicht. Man selber hat es erlebt, man selber glaubt daran, also muss es so sein. Es wird nicht hinterfragt, es wird nicht versucht es nachzuprüfen und zu reproduzieren.

"Glauben" bedeutet übrigens dementsprechend auch immer "unkritisch" zu sein. Ich möchte nicht sagen "dumm", weil das nicht stimmt, aber um zu glauben muss man naiv sein. Das bedeutet dann auch nicht in allen Bereichen des Lebens naiv zu sein. Glauben ist ja, wie auch schon weiter oben geschrieben, oft nur auf ganz bestimmte Bereiche ausgelegt. Trotzdem funktioniert der Glaube nur durch Naivität. Würde man nämlich kritisch hinterfragen, müsste man aus der subjektiven Sicht heraus. Man müsste sich bei Tierkommunikation fragen, warum es nicht häufiger klappt, als schlicht auch durch Zufall und psychologische Methoden möglich. Man müsste sich fragen, warum Tierkommunikation keinen entsprechenden Tests standhält. Will man nach dem Blick über den Tellerrand nun auch noch weiter gehen und sehen was hinter dem eigenen Horizont liegt, dann müsste man sich fragen wie das überhaupt funktionieren soll.

Edit:
Hier drei Beispiele aus der Medizin, für deren Nutzen/Korrektheit es keine unumstößliche, wissenschaftlich korrekt gesicherte Grundlage gibt:
Impfungen (eine Doppelblindstudie die ihren Nutzen zweifelsfrei nachweist existiert nicht)
Krebsvorsorge (auch hier fehlt eine unumstößliche Studie für den Nutzensnachweis)
Viel Waser trinken ist gesund (die positiven Auswirkungen sind nicht wissenschaftlich bewiesen)

Dennoch gehen wir alle brav zum Impfen und zur Krebsvorsorge und versuchen ständig "hydriert" zu bleiben.
Verdummung?

Naja, man konnte auch noch nicht "unumstößlich, wissenschaftlich korrekt" (ersteres ist sowieso nicht möglich) beweisen, dass Rauchen Lungenkrebs verursacht. Das Problem ist einfach, dass man nun mal nicht für alles Untersuchungen mit entsprechenden Kriterien durchführen kann.
Es gibt Studien zu Zusammenhängen, zu erhöhten Wahrscheinlichkeiten etc. von Rauchen zu Lungenkrebs. Es ist logisch, es liegt nahe und die machbaren Studien und Untersuchungen (an Tieren) unterstützen das. Deswegen muss es aber trotzdem nicht so sein.
Ebenso wie manche Studien zur abschließenden "Sicherheit" einfach (noch) nicht gemacht wurden.

Ich sehe die Verdummung dabei ehrlich gesagt nicht. Ich würde trotzdem jedem raten nicht zu rauchen, sich impfen zu lassen, bestimmten Personengruppen zur Krebsvorsorge zu gehen (wobei es dahingehend ja mittlerweile durchaus auch neue Erkenntnisse gibt) und immer ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen.
Falls es bei irgend etwas davon neuere (oder sicherere) Erkenntnisse gibt, dann würde ich meine Ratschläge und mein eigenes Verhalten dahingehend überdenken.

Was ein wenig "Verdummung" ist, sind solche Sachen wie "Zucker macht hyperaktiv", von denen es schon eine ganze Weile neue Erkenntnisse gibt, die das widerlegen und es hält sich trotzdem noch fest in den Köpfen vieler Menschen.
Das liegt allerdings auch nicht an der Wissenschaft, sondern an fehlender Informationsweitergabe.

Generell ist ja nicht die Wissenschaft schuld daran, dass Menschen leichtgläubig sind. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Eure Meinung zu Tierkommunikation Beitrag #57
Ich stehe auch absolut dahinter den Glauben anderer Menschen zu tolerieren und wie ich viel weiter oben schon schrieb, kenne ich durchaus auch die positiven Aspekte.


Ansonsten würde der Witz auch nicht funktionieren. ;)

Natürlich gibt es keine endgültige Wahrheit. Trotzdem bleibt es bei genau dem was ich gesagt habe: Wissenschaft versucht Wissen zu schaffen. Sie will den Dingen auf den Grund gehen und forscht und hinterfragt. Das ist ein unaufhörlicher Prozess und genau DAS macht den großen Unterschied zu Religionen und dem Glauben ja aus. Beim Glauben gibt es nur die subjektive Sicht. Man selber hat es erlebt, man selber glaubt daran, also muss es so sein. Es wird nicht hinterfragt, es wird nicht versucht es nachzuprüfen und zu reproduzieren.

"Glauben" bedeutet übrigens dementsprechend auch immer "unkritisch" zu sein. Ich möchte nicht sagen "dumm", weil das nicht stimmt, aber um zu glauben muss man naiv sein. Das bedeutet dann auch nicht in allen Bereichen des Lebens naiv zu sein. Glauben ist ja, wie auch schon weiter oben geschrieben, oft nur auf ganz bestimmte Bereiche ausgelegt. Trotzdem funktioniert der Glaube nur durch Naivität. Würde man nämlich kritisch hinterfragen, müsste man aus der subjektiven Sicht heraus. Man müsste sich bei Tierkommunikation fragen, warum es nicht häufiger klappt, als schlicht auch durch Zufall und psychologische Methoden möglich. Man müsste sich fragen, warum Tierkommunikation keinen entsprechenden Tests standhält. Will man nach dem Blick über den Tellerrand nun auch noch weiter gehen und sehen was hinter dem eigenen Horizont liegt, dann müsste man sich fragen wie das überhaupt funktionieren soll.

Woher weißt du denn dass Tierkommunikation keinen Tests stand hält?
Und ich denke nicht das Glauben gleich unkritisch ist. Nur weil man daran glaubt, dass es zwischen Himmel und Erde Dinge gibt, an die andere nicht glauben, heißt das nicht, dass man alles naiv schluckt und dem ganzen gänzlich unkritisch gegenübersteht.
 
  • Eure Meinung zu Tierkommunikation Beitrag #58
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob es schon spezielle Tests zu Tierkommunikation direkt gibt, allerdings gibt es den Bereich der Parapsychologie ja schon eine ganze Weile und dort auch entsprechend häufig Studien, Tests und Untersuchungen zu solchen Gebieten.
Bis jetzt konnte noch nichts davon irgend etwas dieser Art belegen. Es gab bei Telepathie soweit ich weiß mal ein Ergebnis, das eine gering höhere Rate als den Zufall wiedergab, allerdings wurden dort auch äußere Faktoren (wie z.B. das Verhalten des Versuchsleiters) nicht berücksichtigt. Alles in allem also keinerlei Belege, obwohl es ja eigentlich gar kein Problem darstellen sollte es zu "beweisen" oder?

Wenn hier jemand meint er könnte mit Tieren sprechen, dann soll er sich doch einfach an eine Forschungseinrichtung wenden. Gerne kann sich die Person auch bei mir melden und ich stelle dann Kontakt her.

Wie gesagt: Glaube ist etwas "unkritisch" zu übernehmen. Würde man über die subjektive Wahrnehmung hinweggehen und hinterfragen, nachprüfen und reproduzieren, dann würde es nicht mehr standhalten bzw. wenn es das würde, dann wäre es ja belegt.
 
  • Eure Meinung zu Tierkommunikation Beitrag #59
Ich bin immer wieder erstaunt - ohne das abwertend zu m einen - dass die Leute in unserer Zeit immer noch an übersinnliches Zeugs glauben. Ich persönlich glaube nicht daran, aber es ist doch schön, wenn man sich solch eine Art von Glauben bewahren kann. Vielleicht macht das für manche Menschen einfach auch Schicksalschläge erträglicher oder sie ziehen etwas anderes positives daraus. Ist doch prima!

Off-Topic
Ich persönlich denke auch immer noch, dass ich eigentlich zu meinem elften Geburtstag einen Brief nach Hogwarts hätte bekommen müssen, aber vermutlich hatte ich sone Eule wie Errol.:roll:
 
  • Eure Meinung zu Tierkommunikation Beitrag #60
also zuerst stellst Du folgende Behauptung auf
.... Man müsste sich bei Tierkommunikation fragen, warum es nicht häufiger klappt, als schlicht auch durch Zufall und psychologische Methoden möglich. Man müsste sich fragen, warum Tierkommunikation keinen entsprechenden Tests standhält. Will man nach dem Blick über den Tellerrand nun auch noch weiter gehen und sehen was hinter dem eigenen Horizont liegt, dann müsste man sich fragen wie das überhaupt funktionieren soll.

um dann zu sagen
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob es schon spezielle Tests zu Tierkommunikation direkt gibt, allerdings gibt es den Bereich der Parapsychologie ja schon eine ganze Weile und dort auch entsprechend häufig Studien, Tests und Untersuchungen zu solchen Gebieten..

wenn man etwas nicht weiß, kann man doch nicht einfach behaupten es sei so:eusa_think:.
Aber ich bin auch nicht angetreten Dich oder irgendjemand anderen von irgendwas zu überzeugen. Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er über etwas urteilt, dass er nur vom Hören-Sagen kennt, oder ob er sich mal traut eigene Erfahrungen zu machen und dann abschließend zu urteilen. Glauben ist nicht "etwas unkritisch zu übernehmen ". Glauben hat auch was damit zu tun eigene Erfahrungen gemacht zu haben und danach an etwas zu glauben, was man womöglich vorher für unmöglich hielt. Aber wie gesagt soll jeder "glauben" was er mag:)
 
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