Sie war zwar stolz, aber sie würde nicht in einer solchen Situation Fleisch ablehnen. Der Aß-Geruch würde bald Hyänen herlocken und darauf konnte sie echt verzichten. Darum biss sie in eine Flanke und schlang es herunter. Dann fraß sie noch so viel von den Gedärmen wie sie nur kriegen konnte und leckte zu guter letzt mit ihrer rauen Zunge das Gerippe ab, bis wirklich alle Fitzelchen Fleisch in ihr verschwunden waren.
Sie nickte den Tigern und auch Kion zum Dank zu und streckte sich, bis sie sich endgültig zu ihnen in den Schatten gesellte. Sie nahm neben Kion Platz und gähnte. Schau ihn nicht an, ich muss aufmerksam bleiben, zwang sie sich. Nicht ängstlich oder unsicher, aber wachsam behielt sie die anderen drei, aber vor allem die Tiger, im Blick, während sie ihren Kopf auf ihren kräftigen Vordertatzen bettete.
Kamuls Worte hallten in ihrem Kopf wider. Die Worte über das Rudel. Wie seid ihr überhaupt hergekommen?