Hallo Kerkel,
schön, dass ihr einen Labrador habt. Das ist eine sehr gute Hunderasse und meiner Meinung nach sehr gelehrig. Da er sowieso bald in die Hundeschule geht, solltest Du abwarten, wie er dort etwas lernen soll. In den verschiedenen Hundeschulen wird unterschiedlich gearbeitet und private Übungen sind meistens nicht der richtige Übungsansatz. Die Hundeschule ist dazu da, Dir und dem Hund zu zeigen, wie es geht. Ein Hund soll nicht für die gleiche Übung auf unterschiedliche Befehlen gehorchen müssen. Gehe erst einmal in die Hundeschule und mache das so und mit dem Hund, wie man es euch beibringt. Dann geht das Lernen für den Hund schneller.
Nur das, was Euch in der Hundeschule beigebracht wird, sollte der Hund erst einmal lernen. Später, wenn der Hund alle Grundkommandos beherrscht, kannst Du eigene Übungen mit ihm machen. Dabei soll der Hund auf Deine Worte hören, die immer die gleichen sein müssen. Niemals mit der Leine den Richtungswechsel anzeigen. Ich habe das bei meinem Hund so gehalten, z.B. Bello komm und ich habe mich in die Richtung gedreht in die ich gehen wollte, in dem ich den Hund angeschaut habe. Auch der Hund muss Dich dabei anschauen, wenn Du ein Kommando gibst oder ihn rufst. Hunde lernen mit den Augen, indem sie ihre Halter sowie ihre Körperbewegungen ansehen und den Ohren, indem sie hören, was sein Halter ihm sagt. Grade junge Hunde lernen schnell, sich an ihrem Halter zu orientieren.
Ich selber hasse es, wenn ich höre, wie andere Hundehalter mit lautem Geschrei ihre Hunde kommandieren. Das hört sich fürchterlich an. Ein Hund hat ein 400 x besseres Gehör als der Mensch. Deshalb immer in normalem Ton Kommandos geben. Selbst wenn der Hund sich etwas entfernt von uns aufhält, muss man nicht schreien. Man kann ihn rufen, aber nicht zu laut. Der Hund wird es hören.
Ich wünsche Dir viel Freude mit Deinem Labrador und in der Hundeschule.
LG Hedwig