Wie Dogman schon sagte: Felomina hat ja leider nicht allein zu entscheiden, wie der Hund gehalten wird. Sie ist 16, und wenn sie die Eltern nicht überzeugen kann, können wir hier soviel gegen Zwingerhaltung schreiben, wie wir wollen. Aber sie hat es ja anscheinend schon geschafft, die Eltern von der Einzäunung des Gartens zu überreden!
Ich glaube, das Problem ist nicht der Zwinger an sich. Ich würde das zwar nicht direkt befürworten, aber ich denke wie Ricalein, dass so ein Zwinger für den Hund auch eine Art Höhle sein kann. Klar, er ist in seiner Bewegungsfreiheit beschränkt (rennen kann man an in dem größten Zwinger nicht), aber für die Stunden des Ausruhens mögen doch sehr viele Hunde höhlenartige Plätze sehr gern. Das allein ist keine Tierquälerei - wenn man es dem Hund als etwas Angenehmes vertraut macht.
Das Problem liegt eher darin, dass Hunde sehr soziale Lebewesen sind und ihrer Art entsprechend immer die Nähe des Rudels suchen und brauchen. Demnach wäre es für Felominas Hund auch
keine schöne Alternative, allein im Garten zu sein, wenn die Familie im Haus ist!
Wenn es wirklich nur um die Stunden geht, wo keiner da ist - das mag angehen. Dann genießt der Hund sicherlich die Anregungen des Gartens. Skeptisch macht mich, dass es auch um Dreck und Haare geht, die der Hund ins Haus bringt. Wenn er im Garten war - bringt er dann nicht noch mehr Dreck ins Haus? Sagen nicht womöglich die Eltern irgendwann immer öfter: "Nee, so schmutzig wie er ist, kommt der Hund nicht ins Haus!"? :eusa_think:
Mir scheint, eine gute Alternative könnte noch sein, wenn der Hund
im Haus einen Bereich, einen Raum bekommt, wo er sein kann, wenn keiner da ist. Oder wo er eine Weile bleiben kann, wenn man von draußen kommt, bis er trocken ist. Dann muss die Familie sich nicht um das gesamte Hausinventar Sorgen machen. Man kann einen Hund sehr gut dazu erziehen, auf seiner Decke/in seinem Körbchen zu bleiben. Dann "verdreckt" er nicht das ganze Haus, kann aber dennoch in der Nähe der Familie sein!
Felomina: Könntest Du nicht mit Deinem Hund üben, auf seine Decke/in sein Körbchen zu gehen und (nach und nach - Dein Hund ist noch fast ein Welpe!) immer länger dort zu bleiben? Dann könntest Du Deine Eltern irgendwann vielleicht davon überzeugen, dass der Hund keinen Dreck im Haus verteilt, auch wenn er in Eurer Nähe ist!
Du würdest das nicht anders machen als bei einer Gewöhnung an einen Zwinger (oder eine Hundehütte im Garten) auch: Mit Futter oder Leckerchen bringst Du den Hund dazu, freiwillig ins Körbchen / in die Hütte zu gehen, lobst und belohnst in dann dort. Nach und nach gibst Du das Leckerchen immer etwas später, gehst zunächst einen Schritt zurück und belohnst den Hund, wenn er im Körbchen geblieben ist. In kleinen Schritten dehnst Du die Zeit ein bisschen, sodass der Hund lernt, dass er nicht mehr nur fürs Hineingehen belohnt wird, sondern fürs Bleiben im Körbchen.
Für einen Hund, der vorher ausgiebig spazieren war und müde ist, ist es auch keine Strafe, mit einer langen Leine eine Zeitlang bei seinem Liegeplatz angebunden zu sein (wenn die Familie in der Nähe ist!). Das ist immer noch besser, finde ich, als im Garten (oder Zwinger) weggesperrt zu werden und dort allein zu sein! Dies nur, damit Du ein Argument gegen den im Haus verteilten Dreck hast, der Deine Eltern stört. Wenn ich mit meinen Hunden z.B. von einem Spaziergang im Regen zurückkomme, müssen sie eine Weile in der Küche bleiben. Das ist völlig in Ordnung, jedenfalls besser, als wenn ich mich über Matschpfoten auf dem Teppich ärgere, und die Hunde nicht wissen, weswegen ich plötzlich so missgelaunt bin!
Du siehst: Es gibt Alternativen! Mach sie Deinen Eltern schmackhaft! :mrgreen: