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Diskutiere Gewissensfrage im Katzen Haltung Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo, eigentlich war von Anfang an klar wenn wir uns Katzen anschaffen, dann bleiben sie im Haus und kommen nicht nach draußen. Inzwischen ist...
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  • Gewissensfrage Beitrag #1
Minna63

Minna63

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Hallo,

eigentlich war von Anfang an klar wenn wir uns Katzen anschaffen, dann bleiben sie im Haus und kommen nicht nach draußen.

Inzwischen ist es allerdings so, das ich unsere beide ziemlich oft am Fenster sitzen sehe und sie starren sehnsüchtig nach draußen. Dazu kommt, das ich fast befürchte, sie sind mit zunehmendem Alter unterfordert. Obwohl wir uns ganz viel mit ihnen beschäftigen, machen sie in unbeobachteten Momenten nur Unsinn und vieles kaputt.

Wir wohnen hier auf dem Dorf an einer befahrenen 30 er Zone. Aber ehrlich gesagt habe ich keine Angst davor, das sie einem Auto zum Opfer fallen, sondern eher davor das sie Krankheiten mit nach Hause schleppen und vor allem auch Mäuse. Ich hasse Mäuse. Und Angst habe ich halt, das sie geklaut werden (und das steht halt an erster Stelle). Die beiden sind besonders hübsch und selbst unser TA meinte wir müssen aufpassen das sie nicht geklaut werden.

Oh je, eine schwierige Entscheidung. Noch kann ich es mir überlegen, denn im Januar steht erst noch eine Kastration an.

Habt ihr Tipps für mich?

Und wie ist es so mit zwei Katzen? Bleiben die dann zusammen wenn sie zusammen aufgewachsen sind oder trennen sich in Freiheit ihre Wege?

LG
Minna
 
  • Gewissensfrage Beitrag #2
Hallo Minna,

ja wie Du selber sagst - es ist eine Gewissensfrage, und die mußt Du wohl oder übel mit Dir selber ausmachen.

Ansonsten... wenn sie am Fenster sitzen dann schauen sie kaum "sehnsüchtig" raus, sondern einfach interessiert. Sie wissen ja gar nicht aus eigener Erfahrung, was sie da verpassen (oder auch nicht), also können sie es auch nicht vermissen. Für sie ist es momentan sowas wie Fernsehen: sie sitzen hinter der Glasscheibe und schauen zu, was draußen passiert. Natürlich ist das toll und spannend zum Zuschauen!

Daß kleine Kätzchen Unfug machen und auch mal was kaputt machen, ist ganz normal - da würd ich mir eher Sorgen machen, wenn dem nicht so wäre! Und daß sie sich dann, wenn sie später rausdürfen, nur draußen auspowern und drinnen lieb sind, die Garantie ist auch nicht gegeben.

Daß geimpfte Freigänger Krankheiten anschleppen hab ich allerdings in dem Sinne noch nicht gehört - wenn dann Parasiten...

Tja und den Rest - den mußt Du wie gesagt mit Dir selber ausmachen! Nur, ich glaube eben nicht, daß sie drinnen totunglücklich sind, wenn sie das "draußen" nicht aus Erfahrung kennen.

Ach und Deine letzte Frage - aus meiner Kindheit kann ich mich an ein Freigänger-Siam-Pärchen erinnern, die wirklich NUR zu zweit unterwegs waren, wenn man eine gesehen hat war der andere nie weit. Allerdings waren die wohl doch eher die Ausnahme...
 
  • Gewissensfrage Beitrag #3
Ich schließe mich quasi meinem Vorredner an.

Meine beiden Katzen sind ebenfalls reine Stubentiger und langweilen sich nie. Entweder spielen sie zusammen, oder ärgern sich oder machen unabhängig voneinander Unsinn.

Die beiden sitzen auch of an den Fenstern und schauen nach draußen, aber das ist eben Katzenfernsehen. Sie sehen die Vögel, die Eichhörnchen, die Autos, die Leute und beobachten interessiert. Aber sie wissen nicht, dass das da draußen eine richtige Welt ist und was sie nicht kennen, können sie auch nicht vermissen.

Vielleicht geht es Dir dabei schlechter als Ihnen?! :) Dann spiel einfach mehr mit Ihnen, baue Ihnen Verstecke oder denk Dir sonst was aus. Das Katzenleben in der Wohnung oder im Haus muss nicht langweiliger sein als draußen. Revier ist Revier...
 
  • Gewissensfrage Beitrag #4
Hallo Minna,

prinzipiell kann ich mich Audrey nur anschließen. Es ist gar nicht so einfach, für sich die richtige Entscheidung zu treffen und je ländlicher man wohnt, je schwieriger wird es, weil einfach die Möglichkeiten zum Freigang eher gegeben sind als in einer Stadtwohnung.

Freigänger sind wesentlich mehr Risiken ausgesetzt wie z. B. Unfällen, Jägern, Diebstahl und Krankheit.
Nicht gegen alle Krankheiten gibt es Impfungen. Gegen FIV (Katzenaids) gibt es in Deutschland noch keinen zugelassenen Impfstoff. Die Übertragung erfolgt vorrangig durch Revierkämpfe, wobei die Gefahr einer Ansteckung bei unkastrierten Tiere viel höher ist.

Vor 2,5 Jahren ist mein Kater Strolchi verschwunden. Ich weiß bis heute nicht, was mit ihm passiert ist und denke noch oft an ihn. Trotzdem habe ich noch zwei weitere Freigänger, denen ich wegen meiner Angst den Freigang nicht verwehren kann. Nun habe ich einen 12 Wochen alten Kater, bei dem ich jetzt vor derselben Überlegung wie du stehe. Erst nach seiner Kastration und wenn die Temperaturen wieder ansteigen, wird er wahrscheinlich im März auch Freigang bekommen - trotz alledem.

Und wie ist es so mit zwei Katzen? Bleiben die dann zusammen wenn sie zusammen aufgewachsen sind oder trennen sich in Freiheit ihre Wege?

Das kann total unterschiedlich sein. Strolchi und Felix sind früher oft zusammen los gezogen obwohl sie in der Wohnung gar nicht so einen großen Bezug zueinander hatten. Genauso kann es auch umgekehrt sein.

Solange deine Katzen es nicht kennen, werden sie auch nichts vermissen. Aber wenn du sie rauslässt, dann gibt es meistens keinen Weg mehr zurück. Aber du hast ja noch etwas Zeit zum Überlegen und ich würde dann auch bis zum Frühjahr warten, bis es wieder wärmer wird.
 
  • Gewissensfrage Beitrag #5
Meine zwei machen jeden Tag was kaputt. Heut haben sie die Wanduhr in der Küche runtergeholt. Ich weiss immernoch nicht wie sie das geschafft haben.

Raus kommen sie auf gar keinen Fall, denn auch mir sind schon Katzen abhanden gekommen. Einmal ein ganz lieber süßer Tigerkater, der spurlos verschwand und dann in einem anderen Dorf sind mehrere halbwilde Freigänger verschwunden. Einer wurde überfahren und die anderen, insgesamt 5 o.6 wurden mal eben vom Nachbarn abgemurckst.
 
  • Gewissensfrage Beitrag #6
Wenn Katzen als reine Wohnungskatzen aufgewachsen sind und das "Draußen" gar nicht kennen, so vermissen sie, glaube ich, auch nichts. Vielleicht ist das Fenster wirklich eine Art "Kino" für sie, sie gucken interessiert, was sich draußen bewegt, aber "Sehnsucht" kann es kaum sein, denke ich. Schwieriger wird es (wenn nicht unmöglich) Katzen, wenn sie mal nach draußen durften, wieder zu Wohnungskatzen zu machen.

Insofern solltest Du das wirklich gründlich abwägen. Da ihr viel mit ihnen spielt, haben sie auch Beschäftigung. Allein sind sie ebenfalls nicht. Bei so hübschen Rassekatzen besteht schon eine gewisse Gefahr, dass jemand sie "behält". (Obwohl die zwei Siamkatzen einer Bekannten, seit vier Jahren Freigänger, immer wieder sicher nach Hause kommen; sie sind draußen einfach etwas scheuer als im Haus und lassen sich gar nicht erst anfassen.)

Dass die Katzen Krankheiten anschleppen, ist bei ausreichender Impfung eher unwahrscheinlich. Dass sie Mäuse anschleppen ist schon eher möglich. :?

Übrigens: Junge Katzen machen immer mal irgendwas kaputt, ob sie nun Freigang haben oder nicht. Meine Katzen dürfen alle hinaus, aber auch denen passiert im Haus mal ein "Missgeschick", es fällt bei einem Klettermanöver was herunter und sowas.

Es gibt wohl Katzen, die sind als reine Wohnungskatzen wirklich nicht ausgelastet, die gehen "die Wände hoch", klettern an den Gardinen, sind nur am Toben. Perserkatzen gehören aber meist eher zur ruhigen Gattung Katze, die durchaus mit reiner Wohnungshaltung zufrieden sein können. Bei Maine Coons weiß ich das nicht so genau.
 
  • Gewissensfrage Beitrag #7
Perserkatzen gehören aber meist eher zur ruhigen Gattung Katze, die durchaus mit reiner Wohnungshaltung zufrieden sein können. Bei Maine Coons weiß ich das nicht so genau.

Perser MIT Nase sind meist genau so lebhaft wie "normale" Hauskatzen auch :) Aber ich hab auch einen Coonie-Mix, der ein reiner Hauskater ist, und eine Freundin hat u.a. einen Coonie-Kater, der zwar seinen Balkon liebt, aber ansonsten als Hauskater glücklich ist. Ich denk da gibt es rassespezifisch nicht sooo die Unterschiede.
 
  • Gewissensfrage Beitrag #8
Also ich glaube schon, es gibt Unterschiede;)

Mein 5-er Rudel lebt ja auch nur in der Wohnung.
Aber ab und zu begleiten mich die Tiger durchs Treppenhaus in die Waschküche.

Da gibt es ganz schöne Unterschiede zu beobachten: Minka, das kleine, vorwitzige Luder ist noch eher im Keller als ich;) , Momo ist etwas zurückhaltender und verweilt auf der 2. Treppenstufe und traut sich erst, wenn ich sie locke.... Max traut sich zwar vor die Tür aber ist sehr vorsichtig und unsicher und kommt gar nicht die Treppe runter...

Merlin und Möhrchen bleiben lieber im sicheren Revier und gehen gar nicht erst vor die Tür....

Ist wohl alles eine Charakterfrage;)
 
  • Gewissensfrage Beitrag #9
Hallo,

vielen Dank erst einmal für euere Antworten.

Letztendlich hat mein Mann, der überhaupt nie eine Katze wolllte, mir die Entscheidung abgenommen. Die beiden bleiben im Haus. Er meinte, die Kinder hätten zudem viel mehr kaputt gemacht als die beiden Katzen.

Ich wünsche euch noch ein paar besinnliche Weihnachtstage.

LG
Minna
 
  • Gewissensfrage Beitrag #10
Hallo Minna,

so eine Entscheidung ist bestimmt nicht leicht zu treffen, vor allem, wenn man eigentlich niemals vor hatte, die Katzen raus zu lassen. Andererseits hattet ihr niemals vor die Katzen raus zu lassen, und diese Frage ist "trotzdem" entstanden.

Abgesehen von Angst um die Katze, vor Krankheiten oder eingeschleppter Mäuse muss man aber doch erstmal das örtliche betrachten. In manchen Wohnungen gibt es beim besten Willen für den Stubentiger keinen gesunden Weg aus dem 5. Stock nach draussen.

Wer allerdings die Möglichkeit hat ebenerdig der Katze diesen Weg zu ermöglichen, sollte ihn auch wahrnehmen. Wer ebenerdig wohnt hat sowieso mehr Stress als Freude daran ständig aufpassen zu müssen dass Katze nicht die Gelegenheit nutzt wenn mal Tür oder Fenster auf stehn.

Es gibt da diesen Spruch "Wenn du etwas liebst, dann lass es gehen. Wenn es dich auch liebt dann wird es zurück kommen"

Und genau das ist für mich das schöne an einer Katze. Sie geht ... und sie kommt wieder.

Eingeschleppte Mäuse kann man überwiegend verhindern in dem man Katze persönlich hereinlässt. Und wenns dann doch mal passiert ... eine eingeschleppte Maus ist immer noch besser als ein eingeschlepptes Federvieh, das entspricht der Natur und sehe ich nicht so eng.

Hier kam noch der Kommentar mit dem Rauslassen bis zum Frühjahr zu warten. Das sehe ich nicht so. Im Moment ist es draussen schweinekalt und deshalb ein günstiger Zeitpunkt. Mieze wird in ein paar Minuten von dem fremden Ausflug wieder zurück sein. Ideal zum eingewöhnen.

Das Diebstahl-Argument kann man natürlich stehen lassen, aber meine Kinder sperre ich auch nicht ein nur weil abundzu irgendwo Gestörte rumlaufen und Schaden anrichten ... umso jünger das Tier seinen 1. Freilauf erleben darf, umso vorsichtiger wird es für den Rest seines Lebens draussen sein. Das hängt von der jeweiligen Katze ab ...

Manchmal sieht man tatsächlich draussen Katzen die sich von jedermann anfassen und hochnehmen lassen. Da ist keine gesunde Vorsicht/Angst bei der Katze vorhanden.

Mit unserem Kater könnte das kein Katzenfänger machen. Unser Kater ist ein freigeborenes EKH Findelkind, wurde im Alter von 4 bis 6 Wochen eingefangen und im Tierheim aufgenommen, nochmal paar Wochen später kam er dann zu uns. Ich hab ihn 2 Wochen in der Wohnung gelassen und dann gings langsam wieder nach draussen ...

Heute ist er 7 Jahre alt und kommt und geht wie er das will, vorausgesetzt es ist ein Dosenöffner da er ihm die Tür öffnet. Manchmal ist er 2 Tage weg, dann wieder bleibt er 2 Tage zu "Besuch" ... meist ist er nachts draussen und schläft sich am Tag in der Wohnung aus, Ausnahmen bestätigen die Regel.

Anfassen lässt er sich auch in der Wohnung von Fremden nicht. Es sei denn derjenige sitzt hier mit uns gemeinsam auf dem Sofa und benimmt sich ruhig ... dann kommts vor dass Kater auch bei einem Fremden einen Schmuse/Schlafplatz sucht. Aber draussen ??? ... nie und nimmer, das ist nicht sein Ding

Was ist das schönste Katzenleben ?

Ich finde, wenn man es dem Tier ermöglichen kann Freigang zu haben, dann ist das etwas wunderbares. Dazu noch etwas das wohl kaum ein anderes Tier lernen kann
 
  • Gewissensfrage Beitrag #11
Hallo ihr Lieben!

Ich hätte nun auch mal eine Frage, oder besser mehrere :p Anfang 08 werden wir in ein Haus mit Garten ziehen, das nahe am Feld liegt. Vor dem Haus liegt eine wenig befahrene 30er Zone. Allerdings verläuft einige Straßen weiter die Hauptstraße. Wir möchten uns ein Katzenkind aus dem TA oder der Nachbarschaft (es gibt bereits viele Katzen in der Umgebung) holen.
Zuerst soll es im Haus bleiben, bis es kastriert ist. Falls es schon älter und kastriert ist, wie lange sollte ich es im Haus halten, bis es sich eingewöhnt hat?
Wir sind schwer am überlegen, ob es eine reine Hauskatze werden soll. Oder ob wir es rauslassen wollen? Einerseits hätte es ja ein riesengroßes Feld mit Weiden zu erkunden. Andererseits ist da die Hauptstraße, wenn es die falsche Richtung wählt.

Was meint ihr?

Wir werden erst noch umziehen, haben noch keine Katze, aber ich würde das gerne schon im Vorfeld überdenken.

Danke für eure Hilfe!
 
  • Gewissensfrage Beitrag #12
Hallo Geromina!
Die Eingewöhnungszeit hängt auch ein bisschen von der Katze ab, wie schnell sie sich einlebt. Als Faustregel vielleicht 3-4 Wochen.

Ich habe bei meinen Freigängern die Erfahrung gemacht, dass sie, wenn sie andere Möglichkeiten haben, nicht über die Straße laufen. Aber es hängt sicher ein wenig davon ab, was nun auf der anderen Straßenseite ist ;)
Trotzdem, bei einem Freigänger ist immer ein Risiko dabei!

Die Entscheidung kann dir also niemand abnehmen!
Solltest du dich für eine reine Hauskatze entscheiden wäre aber ein Artgenosse sehr wünschenswert gegen die Langeweile.
(und sonst natürlich auch, aber bei Hauskatzen und jungen Kitten ganz besonders)
 
  • Gewissensfrage Beitrag #13
Hallo Geromina,

ich finde, es spricht sowohl etwas dafür, als auch etwas dagegen, eine Katze rauszulassen. Lässt du sie raus, gehst du auf jeden Fall das Risiko ein, dass sie nicht so lange lebt. Andererseits hat sie dann vielleicht ein kürzeres, aber spannenderes Leben geführt.
Unsere Katze ist uns zugelaufen, hat dann sechs Wochen im Tierheim gelebt, dann war sie bei uns noch zwei Wochen drinnen, bis wir sie wieder rausgelassen haben. Sie musste einfach wieder raus und hat das sichtbar genossen. Zuerst hatte ich den Eindruck, sie läuft nur in unserem und den umliegenden Gärten herum, jetzt habe ich sie aber auch schon mehrfach über die Straße laufen sehen. Einmal kam sie morgens mit mehreren Wunden am Bauch zurück, sie muss im Stacheldraht oder irgendwo anders hängen geblieben sein. Auch das kann dir passieren. Du weißt auch nicht, was sie alles frisst. Unsere Paula kommt regelmäßig zu den Mahlzeiten, wobei sie nachts nahezu immer draußen ist und tagsüber oft im Haus schläft. Aber wenn sie einmal nicht pünktlich kommt, überfällt mich sofort die Angst.
Trotzdem würde ich insgesamt immer dazu tendieren, eine Katze rauszulassen. Aber ich habe auch noch nicht erleben müssen, dass eine Katze dann plötzlich weg ist.

Lessa
 
  • Gewissensfrage Beitrag #14
Hi ihr lieben,

Also ich würde meine beiden Schätze NIEMALS rauslassen ! ! !

Die Gründe wurden schon genannt ..

Diebstahl
Krankheiten
Autos
usw.

Damit würde ich einfach nicht in ruhe leben können...

aber seit ich umgezogen bin und einen balkon habe dürfen sie den benutzen...hihi den habe ich aber auch wie eine Festung ausbruchsicher gemacht...*smile*
 
  • Gewissensfrage Beitrag #15
Hallo Geromina,

ich wohne ZUM GLÜCK im 2. Stock, so daß sich mir die Frage absolut nicht stellt, ansonsten stünde ich vor dem gleichen Problem wie Du - ich wohne auch in einer wenig befahrenen Tempo-30-Zone, aber 1 Querstraße weiter ist eine Bundesstraße... und auf die andere Seite nur Wald und Felder. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, wie ich mich dann entscheiden würde - vermutlich für Wohnungshaltung, aber hauptsächlich, weil meine das gar nicht anders kennen. Es gibt hier einige Freigängerkatzen und ich hab noch keine einzige überfahren gesehen. Meine "Freundin" (eine süße dreifarbige, von der ich nicht weiß, wem sie gehört) treff ich sogar NUR an besagter Bundesstraße. Manche sagen sogar, daß so eine stark befahrene Straße sicherer ist als eine wenig befahrene, weil sie die einfach als Gefahrenzone kennen ...
 
  • Gewissensfrage Beitrag #16
Danke für eure Meinungen.

Wir hatten zehn Jahre eine Katze, die nur etwa eine Stunde morgens und drei bis vier Stunden mittags regelmäßig und pünktlich immer zu uns kam. Sie wurde 16 Jahre alt, hatte zum Ende hin einen inoperablen Tumor im Ohr und musste eingeschläfert werden. Sie hielt sich hauptsächlich in den Gärten auf. Später sah ich sie auch an und auf der Hauptstraße. Ich kenne die Angst, wenn sie zum Ende hin nicht mehr pünktlich kam. Aber sie kannte es so und hatte mit Sicherheit ein schönes Leben.

Es gibt ja schon einige Katzen in der Umgebung unseres Hauses, also scheint das Gelände einigermaßen Katzensicher zu sein. Aber....
Am liebsten würde ich sie ja mit in den Garten nehmen und dann wieder rein. Bei einer Katze wird das leider nicht so leicht gehen, oder? Sie würde früher oder später auf Entdeckungstour gehen wollen? Es ist ein Viertel mit Einfamilienhäusern und Gärten. Dort könnte sie sich ja aufhalten...

Einen Balkon haben wir leider nicht. Allerdings Terasse und Garten. Wenn im Sommer die Terassentür auf ist, wird jede Wohnungskatze hinaus gehen und nicht freiwillig drin bleiben, oder? Unsere Katze wollte freiwillig nicht mehr raus, aber sie war ja nur stundenweise bei uns und die meiste Zeit, auch nachts, draußen.
Einsperren möchte ich die neue Katze eigentlich nicht, wenn Sommer ist und die Türen auf. Angst hätte ich wohl, dass sie nicht wieder kommt...
Am liebsten wäre es mir, dass sie regelmäßig wieder vor der Tür sitzt...

Vielleicht wird mir die Entscheidung auch genommen. Wenn wir aus der Nachbarschaft Kitten nehmen und die das Draußensein kennen, werde ich es ihnen bei mir auch bieten.

Für eure Anregungen bin ich dankbar. Werde mir so meine Gedanken machen, mich umhören und dann entscheiden.
 
  • Gewissensfrage Beitrag #17
Am liebsten würde ich sie ja mit in den Garten nehmen und dann wieder rein. Bei einer Katze wird das leider nicht so leicht gehen, oder? Sie würde früher oder später auf Entdeckungstour gehen wollen? Es ist ein Viertel mit Einfamilienhäusern und Gärten. Dort könnte sie sich ja aufhalten...

Das ist Charaktersache, absolut. Die Nachbarskatze meiner Eltern ist Freigängerin, und sie ist wirklich entweder daheim oder bei meinen Eltern im Haus. Oder in einem der 4 aneinandergrenzenden Gärten. Woanders hat sie noch niemand gesehen... die wäre also quasi für Dich perfekt ;) Nur leider weißt Du halt vorher nicht, ob Du da die bequeme Katze oder die neugierige, "grenzenlose" erwischt...
 
  • Gewissensfrage Beitrag #18
Wenn im Sommer die Terassentür auf ist, wird jede Wohnungskatze hinaus gehen und nicht freiwillig drin bleiben, oder?
Es ist nicht unmöglich, aber sehr unwahrscheinlich - wenn ständig die Tür offen ist traut sich wohl auch eine ängstliche Katze mal hinaus.
Aber wie Audrey sagt, das ist Charaktersache.

Vielleicht wird mir die Entscheidung auch genommen. Wenn wir aus der Nachbarschaft Kitten nehmen und die das Draußensein kennen, werde ich es ihnen bei mir auch bieten.
Das sollte eigentlich keinen Unterschied machen: kleine Kitten kann man leicht umgewöhnen.
Ich habe auch schon Bauernhofskitten erfolgreich in Wohnungshaltung vermittelt, von daher...
Außerdem sollten die Katzen ohnehin unbedingt die ersten sechs Monate im Haus verbringen (bzw. bis zur Kastration)

PS: Ich habe übrigens mein Leben lang Freigänger gehabt.
Mein Kater Mineas ist seit September abgängig und auch für meine Große musste ich im Laufe der Zeit schon einige großangelegte Suchaktionen starten.
Trotzdem werde ich, wenn irgendwie die Möglichkeit besteht, auch in Zukunft allen Katzen die Möglichkeit zu Freilauf bieten.
 
  • Gewissensfrage Beitrag #19
...kleine Kitten kann man leicht umgewöhnen.
Ich habe auch schon Bauernhofskitten erfolgreich in Wohnungshaltung vermittelt, von daher...

Hm, ich fand bisher immer, wenn eine Katze das Draußen schon kennt, sei es irgendwie unfair, ihr das wieder zu nehmen. Wenn Katzen das nie kennenlernen, vermissen sie vielleicht nichts, aber sonst... :eusa_think: Ausnahmen gibt es natürlich immer. Also Katzen, die mehr Wert legen auf die Sicherheit und Wärme der guten Stube als auf Erkundungsgänge draußen.

Außerdem sollten die Katzen ohnehin unbedingt die ersten sechs Monate im Haus verbringen (bzw. bis zur Kastration)

Da möchte ich mal leise widersprechen! Wenn eine junge Katze relativ frühzeitig ins Freie darf, ist sie in der Regel viel vorsichtiger, erweitert ihren Radius langsamer und ist m.E. insgesamt weniger gefährdet. Mit einem halben Jahr ist manch eine Katze so unerschrocken und fühlt sich so stark, dass sie sich leichter überschätzt, zu weit weg läuft etc. :eusa_eh:

Mit der Geschlechtsreife muss man natürlich gut aufpassen, die Katze gut im Auge behalten und dann ggf. eine Zeitlang "Stubenarrest" verordnen. :!:

Jedenfalls habe ich meine Katzen und Pflegekätzchen immer relativ zeitig hinaus gelassen, sobald sie sich eingewöhnt hatten und der Kontakt zu mir gut war. Ich habe immer wieder beobachtet, wie vorsichtig sie dann sind. Erst gehen sie nur wenige Schritte von der Tür weg - und wieder zurück ins Haus, und nur sehr langsam werden die Distanzen größer.

Wenn ich Pflegekätzchen von Bauernhöfen hier hatte, habe ich sie immer nur mit Freigang vermittelt.
 
  • Gewissensfrage Beitrag #20
Hm, ich fand bisher immer, wenn eine Katze das Draußen schon kennt, sei es irgendwie unfair, ihr das wieder zu nehmen. Wenn Katzen das nie kennenlernen, vermissen sie vielleicht nichts, aber sonst... :eusa_think: Ausnahmen gibt es natürlich immer. Also Katzen, die mehr Wert legen auf die Sicherheit und Wärme der guten Stube als auf Erkundungsgänge draußen.
Bei einer Erwachsenen Katze würde ich das auch nie machen, aber bei sehr Jungen sehe ich da eigentlich kein Problem. Natürlich gibt es auch dort welche, die dann auch konsequent den Freigang wieder einfordern, dann wäre es nicht richtig sie weiter einzusperren.
Aber Kätzchen sind sonst auch sehr anpassungsfähig und wenigstens bei den vieren (immer zu zweit) gibt es wirklich keine Probleme.
Wobei vielleicht auch eine Rolle spielt, dass es um alle Vier nicht sehr gut stand, wo ich sie mitgenommen habe.

Da möchte ich mal leise widersprechen! Wenn eine junge Katze relativ frühzeitig ins Freie darf, ist sie in der Regel viel vorsichtiger, erweitert ihren Radius langsamer und ist m.E. insgesamt weniger gefährdet. Mit einem halben Jahr ist manch eine Katze so unerschrocken und fühlt sich so stark, dass sie sich leichter überschätzt, zu weit weg läuft etc. :eusa_eh:
So kann man es auch sehen...
Ich hätte da eigentlich das genaue Gegenteil behauptet: Katzen unter einem halben Jahr fallen viel öfter der Straße zum Opfer als ältere Katzen, weil sie (nach der ersten Zeit - da sind sie wirklich vorsichtiger) oft auch sehr leichtsinnig werden.
Der Lärm der Autos gehört schnell zum Alltag und wirkt nicht mehr abschreckend.

Kommt eine Katze erst später hinaus ist die Welt draußen erst einmal ein wenig furchteinflößend und die Katze dementsprechend vorsichtiger.
Bei mir war es auch immer so, dass die Katzen anfangs wie ein Katzenkind ganz in der Nähe geblieben sind (bzw. immer an meiner Seite blieben).

Mit der Geschlechtsreife muss man natürlich gut aufpassen, die Katze gut im Auge behalten und dann ggf. eine Zeitlang "Stubenarrest" verordnen. :!:
Ehrlich gesagt finde ich es besser, eine Katze von Anfang an in der Wohnung zu behalten, als danach DAS Theater durchzumachen!
Erst einmal an Freilauf gewöhnt ist es nämlich wirklich sehr schlimm, wenn plötzlich die Tür zu bleibt.
Stubenarrest für Freigänger ist die reinste Hölle (auch für den Besitzer ;))
Und gerade wenn die Katze Geschlechtsreif wird wird sie den Freigang besonders konsequent einfordern.

Außerdem bezweifle ich, dass man den Zeitpunkt so genau abschätzen kann.
Ein paar Stunden genügen einer Katze völlig um sich decken zu lassen und dann stehen mit 7-8 Monaten der erste Wurf an!
Das muss nun wirklich nicht sein.

Wie gesagt, die ersten Punkte - darüber lässt sich streiten, es hat alles seine Vor- und Nachteile.
Aber das Risiko einer so frühen Schwangerschaft würde ich in keinem Fall eingehen wollen.
 
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