Na, dann will ich auch mal.
Inzwischen leben zwei Aussies bei uns. Cera ist eine zweijährige Red-Tri Hündin, sehr ausgeglichen, zuhause merkt man nicht, daß sie da ist, aber wenn man sie braucht bzw. wir etwas unternehmen, ist sie wach und ein Powerhund. Durch konsequente Erziehung und ihre tollen Anlagen ist sie leicht zu lenken und zu leiten, fährt schnell wieder runter und ist einfach ein Traumhund. Wir machen ein bisschen Fun-Agility, sie kann Einiges an Tricks, lernt super schnell und hat einen enormen Spaß daran, wenn sie mit mir oder meinem Mann zusammen etwas machen darf. Leckerchen brauche ich bei ihr gar nicht mehr, aber sie nimmt sie natürlich immer gern.
Cera ist von einem tollen und verantwortungsvollen Züchter hier in der Nähe ( der übrigens gerade wieder einen Wurf von ihrer Mutter hat - nur red tri und red merle ). Sie kommt mit zu den Pferden, ich "hüte" auch ein bisschen mit ihr, das wollen wir noch mal vertiefen. Treibball und Flyball haben wir schon ausprobiert, etwas Distanztraining.
In der Hundeschule ist sie der Streber schlechthin, wenn etwas nicht klappt, liegt es an mir :lol:
Sie ist freundlich zu jedermann und jederhund, nur wenn sie jemand anrempelt und rüpelt, zeigt sie, daß sie das nicht mag, geht aber wenn möglich jedem Konflikt aus dem Weg.
Dann wäre da noch Abby, Black-Tri Hündin inzwischen vier Monate alt, ein kleiner Wirbelwind. Eigentlich wollten wir erst nächstes Jahr einen zweiten Hund ( einmal Aussie-immer Aussie kann ich nur bestätigen... ). Aber sie kam als kleines Notfell zu uns. Hätte ich mir einen Hund aussuchen sollen, hätte ich sicher keinen bei diesem "Züchter" geholt. Die Eltern haben kaum Gesundheitsauswertungen, allerdings sind beide reinrassig mit Papier.
Sie kommt aus der Nähe von Berlin, wurde von einer jungen Frau in Hannover gekauft und ist dann hier hoch nach Flensburg gekommen zu einer Bekannten, die die Eltern kennt, um sie zu vermitteln. Glücklicherweise hat die junge Frau schon nach einer Woche bemerkt, daß sie völlig überfordert ist und ein Welpe eben kein Kuscheltier für die Couch ist.
Ja, so kam sie zu uns und irgendwie hat es wohl so sollen sein. Bereut habe ich es bisher noch keine Minute, allerdings haben wir halt das erhöhte Risiko, daß sie eventuell wegen der mangelnden Gesundheitsauswertungen der Eltern und der Unkenntnis der korrekten Verpaarung irgendwelche Gendefekte in sich trägt, von denen wir noch nichts wissen. Das kann natürlich auch bei einem Hund passieren, wo die Züchter noch so gut aufpassen.
Abby ist deutlich temperamentvoller, als es Cera in dem Alter war, und sie lernt noch schneller :shock: Sie wird sicher irgendwann die Führungsrolle übernehmen, da sie deutlich dominanter ist.
Nach zwei Fütterungen hat sie begriffen, daß der Napf nicht kommt, wenn man durch die Gegend springt und hüpft, sondern erst, wenn man lieb sitzt und auf das Kommando "Nimm" wartet :mrgreen:
Generell zum Aussie: Wer meint, seinen Welpen schon ständig auslasten zu müssen, der muß sich nicht wundern, wenn er irgendwann hyperaktiv wird. Ein Welpe ist ein Baby, das noch viel Schlaf braucht und nur kurze Einheiten mit Grundgehorsamsübungen und Kennenlernen möglichst vieler verschiedenen Dinge - aber das ist bei allen Welpen das Gleiche.
Der Aussie will gerne "dabei" sein, aber bei Cera ist es auch kein Problem, wenn sie mal fünf Stunden allein zu Hause ist. Sie würde nie etwas kaputtmachen. Auch Abby kann schon mal zwei Stunden in ihrem Körbchen allein gelassen werden, sie schläft dann eben, bis man wiederkommt.
Bei beiden Hunden finde ich, daß sie sich schnell mit neuen Situationen und Gegebenheiten abfinden ohne Stress zu haben. Kann aber Zufall sein oder an meiner Erziehung liegen...
Man sollte sich wirklich fragen, ob man die Zeit, das Wissen und die Lust hat ( das gilt für Welpen jeder Rasse ), einen Welpen zu erziehen. Wenn man sich vorher schlau macht und sich professionelle Hilfe holt sowie eine Führungspersönlichkeit ist, dann sollte auch ein Aussie kein Problem sein.