- Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #61
DolceTopolina
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Ich bin ziemlich überrascht, dass sich hier soviele melden! 
Auch ich habe Ängste. Irgendwie haben diese Ängste viele hier, nur ist es bei mir
nicht ganz so extrem. Beispiel: Meine Mutter ist auf der Arbeit, sollte um 12 Uhr nach
Hause kommen. Um halb 1 ist sie immernoch nicht da, obwohl sie IMMER sehr pünktlich
ist, weil ja der kleine von der Schule nach Hause kommt und keinen Schlüssel hat.
Da kann doch was nicht stimmen...
Und dann gehts los - ich bin total unruhig, rede mit dem Hund (was ich sowieso
ständig tue) und schaue im Sekundentakt auf die Uhr. Weil ich meine Angst aber
selbst so lächerlich finde, versuche ich sie nichtmal anzurufen. Wobei ich eigentlich
Grund hätte, anzurufen, denn meine Mum spielt auch öfters mal den Klappstuhl...
Anderes Beispiel: Mein Freund hat jeden Abend um 17:30 Uhr feierabend, ruft dann
meistens kurz an, weil er aus Mainz kommt und ich im Internet schauen soll, ob auf
der Autobahn irgendwo Stau ist. Dann ist 17:45 Uhr und er meldet sich nicht. Ich
habe das Handy in der Hand, werde unruhig. Spätestens um 17:50 Uhr rufe ich
dann an - entweder direkt die Mailbox oder es klingelt bis die Mailbox rangeht.
Das ist dann der Moment, wo ich wirklich Angst kriege. Er könnte ja einen schlimmen
Unfall gehabt haben. Auf der Autobahn, oder in der Innenstadt - irgendwo. Und dann
traue ich mich garnicht mehr anzurufen, weil ich Angst habe, dass ein Polizist dran
gehen könnte, um mir zu sagen: "Es tut mir leid, Ihr Freund hatte einen schweren
Verkehrsunfall und ist dabei ums Leben gekommen." Und eigentlich denke ich mir
jedesmal: "Was für ein quatsch." Und bisher ist auch noch nie etwas passiert.
Letztes Beispiel: Es ist 20:15 Uhr, mein Bruder sollte seit einer Viertelstunde zum
Gassi gehen zu Hause sein. Wenn mir das auffällt, fängt schon dieses grummelige
Gefühl an - ist ihm etwas passiert? Ich weiß ja wie er ist - fährt mit dem Fahrrad
einfach auf die Straße ohne zu gucken (mein Freund und ich hätten ihn beinahe mal
umgefahren, weil er einfach plötzlich auf der Straße stand!!!). Er rennt auch einfach
auf die Straße. Meistens hat er kein Handy dabei oder es ist aus, also bringt anrufen
garnix. Dann renn ich zu meiner Mum: "Wann sollte der zu Hause sein???" Die Antwort
ist immer dieselbe - "Um 8 Uhr, zum Gassi... ich bin stinksauer." Meistens stehe ich
dann schon auf dem Balkon und schaue ob ich ihn sehe. Und umso mehr Zeit vergeht,
umso mehr Herzrasen kriege ich. Meine Mum macht sich da mittlerweile keine Sorgen
mehr, aber ich kriege jedesmal richtige Angst. Und auch hier ist bisher nie etwas
passiert.
Dann habe ich noch Angst vor Ärzten. So sehr, dass ich die schlimmsten Schmerzen
haben kann - ich gehe nicht zum Arzt, sonder google lieber. Und je nachdem was
Google mir sagt, gehe ich dann VIELLEICHT zum Arzt. Diese Angst habe ich jetzt seit
Mai 2008 - da hatte ich auf der rechten Seite Unterleibsschmerzen und musste ins
Krankenhaus. Und 2 Tage später wurde ich operiert. Damals hatte ich fast einen
Nervenzusammenbruch, als die Ärztin anfing, von einer Lapraskopie zu sprechen.
Und deswegen gehe ich nicht gerne zum Arzt - was, wenn ich wieder operiert werden
soll? Vor Operationen habe ich Angst, seit ich denken kann. Das erste mal in den OP
musste ich mit 7, meine Mandeln mussten raus. Nach der OP habe ich tagelang im
Stundentakt gebrochen. Hatte die Narkose nicht vertragen. Auch vorher hatte ich
schon Angst vor Operationen, aber: wer lässt schon gerne an sich rumschnippeln?
Aber meine Seele musste in diesem Leben sowieso schon viel mitmachen. Früher hatte
ich Angst nach Hause zu kommen - weil mein Stiefvater das "Borderline Syndrom" hat
und uns die Wohnung kurz und klein geschlagen hat. Oder er hat mich und meinen
Bruder ständig angeschrieen, wegen irgendwelchen Kleinigkeiten. Ich saß eigentlich
ständig in meinem Zimmer und habe geheult und hatte immer Angst. Vielleicht kommt
meine Angst, die ich heute habe, auch daher. Ich bin nur froh, dass dieser Alptraum
von damals vorbei ist.
Eigentlich rede ich nicht gerne darüber, aber es tut gut alles einfach mal runterzuschreiben.
Soso, jetzt habe ich wieder einen halben Roman geschrieben... *g*
Auch ich habe Ängste. Irgendwie haben diese Ängste viele hier, nur ist es bei mir
nicht ganz so extrem. Beispiel: Meine Mutter ist auf der Arbeit, sollte um 12 Uhr nach
Hause kommen. Um halb 1 ist sie immernoch nicht da, obwohl sie IMMER sehr pünktlich
ist, weil ja der kleine von der Schule nach Hause kommt und keinen Schlüssel hat.
Da kann doch was nicht stimmen...
Und dann gehts los - ich bin total unruhig, rede mit dem Hund (was ich sowieso
ständig tue) und schaue im Sekundentakt auf die Uhr. Weil ich meine Angst aber
selbst so lächerlich finde, versuche ich sie nichtmal anzurufen. Wobei ich eigentlich
Grund hätte, anzurufen, denn meine Mum spielt auch öfters mal den Klappstuhl...
Anderes Beispiel: Mein Freund hat jeden Abend um 17:30 Uhr feierabend, ruft dann
meistens kurz an, weil er aus Mainz kommt und ich im Internet schauen soll, ob auf
der Autobahn irgendwo Stau ist. Dann ist 17:45 Uhr und er meldet sich nicht. Ich
habe das Handy in der Hand, werde unruhig. Spätestens um 17:50 Uhr rufe ich
dann an - entweder direkt die Mailbox oder es klingelt bis die Mailbox rangeht.
Das ist dann der Moment, wo ich wirklich Angst kriege. Er könnte ja einen schlimmen
Unfall gehabt haben. Auf der Autobahn, oder in der Innenstadt - irgendwo. Und dann
traue ich mich garnicht mehr anzurufen, weil ich Angst habe, dass ein Polizist dran
gehen könnte, um mir zu sagen: "Es tut mir leid, Ihr Freund hatte einen schweren
Verkehrsunfall und ist dabei ums Leben gekommen." Und eigentlich denke ich mir
jedesmal: "Was für ein quatsch." Und bisher ist auch noch nie etwas passiert.
Letztes Beispiel: Es ist 20:15 Uhr, mein Bruder sollte seit einer Viertelstunde zum
Gassi gehen zu Hause sein. Wenn mir das auffällt, fängt schon dieses grummelige
Gefühl an - ist ihm etwas passiert? Ich weiß ja wie er ist - fährt mit dem Fahrrad
einfach auf die Straße ohne zu gucken (mein Freund und ich hätten ihn beinahe mal
umgefahren, weil er einfach plötzlich auf der Straße stand!!!). Er rennt auch einfach
auf die Straße. Meistens hat er kein Handy dabei oder es ist aus, also bringt anrufen
garnix. Dann renn ich zu meiner Mum: "Wann sollte der zu Hause sein???" Die Antwort
ist immer dieselbe - "Um 8 Uhr, zum Gassi... ich bin stinksauer." Meistens stehe ich
dann schon auf dem Balkon und schaue ob ich ihn sehe. Und umso mehr Zeit vergeht,
umso mehr Herzrasen kriege ich. Meine Mum macht sich da mittlerweile keine Sorgen
mehr, aber ich kriege jedesmal richtige Angst. Und auch hier ist bisher nie etwas
passiert.
Dann habe ich noch Angst vor Ärzten. So sehr, dass ich die schlimmsten Schmerzen
haben kann - ich gehe nicht zum Arzt, sonder google lieber. Und je nachdem was
Google mir sagt, gehe ich dann VIELLEICHT zum Arzt. Diese Angst habe ich jetzt seit
Mai 2008 - da hatte ich auf der rechten Seite Unterleibsschmerzen und musste ins
Krankenhaus. Und 2 Tage später wurde ich operiert. Damals hatte ich fast einen
Nervenzusammenbruch, als die Ärztin anfing, von einer Lapraskopie zu sprechen.
Und deswegen gehe ich nicht gerne zum Arzt - was, wenn ich wieder operiert werden
soll? Vor Operationen habe ich Angst, seit ich denken kann. Das erste mal in den OP
musste ich mit 7, meine Mandeln mussten raus. Nach der OP habe ich tagelang im
Stundentakt gebrochen. Hatte die Narkose nicht vertragen. Auch vorher hatte ich
schon Angst vor Operationen, aber: wer lässt schon gerne an sich rumschnippeln?
Aber meine Seele musste in diesem Leben sowieso schon viel mitmachen. Früher hatte
ich Angst nach Hause zu kommen - weil mein Stiefvater das "Borderline Syndrom" hat
und uns die Wohnung kurz und klein geschlagen hat. Oder er hat mich und meinen
Bruder ständig angeschrieen, wegen irgendwelchen Kleinigkeiten. Ich saß eigentlich
ständig in meinem Zimmer und habe geheult und hatte immer Angst. Vielleicht kommt
meine Angst, die ich heute habe, auch daher. Ich bin nur froh, dass dieser Alptraum
von damals vorbei ist.
Eigentlich rede ich nicht gerne darüber, aber es tut gut alles einfach mal runterzuschreiben.
Soso, jetzt habe ich wieder einen halben Roman geschrieben... *g*
