Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird!

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  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #61
Ich bin ziemlich überrascht, dass sich hier soviele melden! :eek:

Auch ich habe Ängste. Irgendwie haben diese Ängste viele hier, nur ist es bei mir
nicht ganz so extrem. Beispiel: Meine Mutter ist auf der Arbeit, sollte um 12 Uhr nach
Hause kommen. Um halb 1 ist sie immernoch nicht da, obwohl sie IMMER sehr pünktlich
ist, weil ja der kleine von der Schule nach Hause kommt und keinen Schlüssel hat.
Da kann doch was nicht stimmen...

Und dann gehts los - ich bin total unruhig, rede mit dem Hund (was ich sowieso
ständig tue) und schaue im Sekundentakt auf die Uhr. Weil ich meine Angst aber
selbst so lächerlich finde, versuche ich sie nichtmal anzurufen. Wobei ich eigentlich
Grund hätte, anzurufen, denn meine Mum spielt auch öfters mal den Klappstuhl...

Anderes Beispiel: Mein Freund hat jeden Abend um 17:30 Uhr feierabend, ruft dann
meistens kurz an, weil er aus Mainz kommt und ich im Internet schauen soll, ob auf
der Autobahn irgendwo Stau ist. Dann ist 17:45 Uhr und er meldet sich nicht. Ich
habe das Handy in der Hand, werde unruhig. Spätestens um 17:50 Uhr rufe ich
dann an - entweder direkt die Mailbox oder es klingelt bis die Mailbox rangeht.

Das ist dann der Moment, wo ich wirklich Angst kriege. Er könnte ja einen schlimmen
Unfall gehabt haben. Auf der Autobahn, oder in der Innenstadt - irgendwo. Und dann
traue ich mich garnicht mehr anzurufen, weil ich Angst habe, dass ein Polizist dran
gehen könnte, um mir zu sagen: "Es tut mir leid, Ihr Freund hatte einen schweren
Verkehrsunfall und ist dabei ums Leben gekommen." Und eigentlich denke ich mir
jedesmal: "Was für ein quatsch." Und bisher ist auch noch nie etwas passiert.

Letztes Beispiel: Es ist 20:15 Uhr, mein Bruder sollte seit einer Viertelstunde zum
Gassi gehen zu Hause sein. Wenn mir das auffällt, fängt schon dieses grummelige
Gefühl an - ist ihm etwas passiert? Ich weiß ja wie er ist - fährt mit dem Fahrrad
einfach auf die Straße ohne zu gucken (mein Freund und ich hätten ihn beinahe mal
umgefahren, weil er einfach plötzlich auf der Straße stand!!!). Er rennt auch einfach
auf die Straße. Meistens hat er kein Handy dabei oder es ist aus, also bringt anrufen
garnix. Dann renn ich zu meiner Mum: "Wann sollte der zu Hause sein???" Die Antwort
ist immer dieselbe - "Um 8 Uhr, zum Gassi... ich bin stinksauer." Meistens stehe ich
dann schon auf dem Balkon und schaue ob ich ihn sehe. Und umso mehr Zeit vergeht,
umso mehr Herzrasen kriege ich. Meine Mum macht sich da mittlerweile keine Sorgen
mehr, aber ich kriege jedesmal richtige Angst. Und auch hier ist bisher nie etwas
passiert.

Dann habe ich noch Angst vor Ärzten. So sehr, dass ich die schlimmsten Schmerzen
haben kann - ich gehe nicht zum Arzt, sonder google lieber. Und je nachdem was
Google mir sagt, gehe ich dann VIELLEICHT zum Arzt. Diese Angst habe ich jetzt seit
Mai 2008 - da hatte ich auf der rechten Seite Unterleibsschmerzen und musste ins
Krankenhaus. Und 2 Tage später wurde ich operiert. Damals hatte ich fast einen
Nervenzusammenbruch, als die Ärztin anfing, von einer Lapraskopie zu sprechen.

Und deswegen gehe ich nicht gerne zum Arzt - was, wenn ich wieder operiert werden
soll? Vor Operationen habe ich Angst, seit ich denken kann. Das erste mal in den OP
musste ich mit 7, meine Mandeln mussten raus. Nach der OP habe ich tagelang im
Stundentakt gebrochen. Hatte die Narkose nicht vertragen. Auch vorher hatte ich
schon Angst vor Operationen, aber: wer lässt schon gerne an sich rumschnippeln?


Aber meine Seele musste in diesem Leben sowieso schon viel mitmachen. Früher hatte
ich Angst nach Hause zu kommen - weil mein Stiefvater das "Borderline Syndrom" hat
und uns die Wohnung kurz und klein geschlagen hat. Oder er hat mich und meinen
Bruder ständig angeschrieen, wegen irgendwelchen Kleinigkeiten. Ich saß eigentlich
ständig in meinem Zimmer und habe geheult und hatte immer Angst. Vielleicht kommt
meine Angst, die ich heute habe, auch daher. Ich bin nur froh, dass dieser Alptraum
von damals vorbei ist.

Eigentlich rede ich nicht gerne darüber, aber es tut gut alles einfach mal runterzuschreiben.

Soso, jetzt habe ich wieder einen halben Roman geschrieben... *g*
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #62
--WÄH--

Mannometer...ihr werdet es nicht glauben, gestern, hat mein Freund gesagt er ist im Februar für sieben Tage in Berlin. :(

oh, mann das heißt für mich 6(?) Nächte Stromverbrauchen, 6 (?) Nächte keinen Schlaaf, 6 (?) Nächte alle kleinsten Geräusche hören... :?

Ihr könnt euch vorstellen, wie ich geschlafen hab, heut morgen um 4 Uhr bin ich wach geworden, weil ich dachte jemand hätte an unserer Tür geschellt, das Geräusch hörte sich nämlich genau so an, bin Gott sei Dank, nochma eingepennt und das in den Ferien...

LG Milena
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #63
Hi Leute,

das ist ja unglaublich was einige von euch schon erleben mussten... Hut ab wie ihr damit umgeht!!! Respekt!
Ich finde es einerseits erschreckend, aber anderseits auch etwas beruhigend zu wissen dass es anscheinend vielen ähnlich geht wie mir... und dass ich nicht bekloppt bin... :roll:
Solang ich denken kann hab ich schreckliche Angst im Dunkeln. Ich gehe nie in einen dunklen Raum, was mein Mann etwas albern findet es aber akzeptiert uns sich nicht lustig macht darüber. Wenn ich nachts aufwache bin ich manchmal wie gelähmt und kann "ums verrecken" nicht das Licht anmachen und mich nicht bewegen, trau mich kaum atmen... Das hatte ich auch immer schon als Kind warum weiß keiner... Ich fühle mich da immer beobachtet, bilde mir dann irgendwelche Sachen ein wie Schatten oder dass jemand im Zimmer ist... :uups: (Meine kleine Schwester, sie ist jetzt 9, geht es genau so)
Schlimm ist auch für mich im Dunkeln allein zum Auto zu gehen, wenn ich dann beim Auto bin schau ich erstmal in den Kofferraum und auf die Rücksitzbank und erst dann steig ich ein und drück dann sofort den Knopf rein. Wenn ich dann fahre (besonders bei Überlandfahrten wo keine Straßenlaternen sind) traue ich mich nicht in den Rückspiegel zu schauen aus Angst dass ich irgendwas (z. B. rote Augen, keine Ahnung warum) und irgendwen sehen könnte...:silence: Nachts allein rausgehen ist für mich ein Alptraum, schon wenn ich die Mülltonne oder Biotonne hochfahren muss komm ich schweißgebadet in der Wohnung an. Gras holen für meine Wusels wenn es dunkel ist geht gar nicht... allein in der Wohnung zu sein wenn es dunkel ist, ist auch schwer. Ich mach dann meist die Musik ganz laut damit ich nichts anderes höre und zünde falls ein Stromaufall kommt immer Kerzen an... Ich hab so gesehen eigentlich nen Verfolgunsgwahn... Ich traute mich aber auch nicht darüber mit jemandem zu sprechen weil es mal belächelt wurde "Bist du noch ein kleines Kind, oder was?" Mein Mann versteht es schon und macht sich darüber auch nicht lustig aber normal findet er das halt auch nicht...

Das mit dem Kontrollzwang hab ich auch, hab ich auch wirklich alle Türen und Fenster geschlossen? Ist bei den Degus alles zu, haben sie Wasser, ist der Ofen aus, hab ich das Auto zugesperrt, hab ich den Schlüssel dabei... bin auch schon des öfteren wieder umgedreht und hab nochmal nachgesehen... aber dass das ne "Krankheit" ist wusste ich auch nicht... dachte einfach nur ich bin nicht ganz knusper... :uups:

Seit mein Opa 2007 nen Herzinfarkt hatte und es Spitz auf Knopf stand bei ihm, bin ich wenn nach 21 Uhr das Telefon oder Handy klingelt wie gelähmt, ich kann nicht dran gehen mir läuft es heiß und kalt den Rücken runter, ich hab Schweißausbrüche und mein Herz rast wie verrückt...

Das ist echt irgendwie schon befreiend wenn man das mal jemandem sagen/schreiben kann dem es ähnlich geht...

@FixFoxyFan: Das Gedicht ist sehr schön und treffend... :clap:

Danke Leute...

LG Veri

@FixFoxyFan:Ach du grüne neune... das ist echt übel und tut mir echt leid...


Ich weiß ja nicht ob das auch dazu gehört aber ich hab auch wahnsinnige Schuldgefühle ohwohl ich gar nicht schlud bin... Die besten Beispiele wenn jemand ein Tier (Hase, Reh, Eichhörnchen, Maus, Vogel egal was..) tot fährt... wenn ich an nem toten Tier das am Straßenrand liegt vorbei fahre, denke ich immer "oh das arme Tier, hoffentlich hat es keine Jungtiere die jetzt elendig verhungen, hoffentlich war es gleich tot und hatte keine Schmerzen..." ja am liebsten würd ich mich bei dem Tier entschuldigen...:uups: und das beschäftigt mich oft noch Tage... Lieber würd ich ja in den Straßengraben fahren bevor ich ein Tier überfahre... :silence: Das finde ich schon wirklich seltsam... kenn jemand von euch so was in der Art... ?

LG Veri
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #64
Ich hätte auch nicht gedacht, dass so viele von Ängsten und Zwängen betroffen sind.
Daumen hoch an Sannibunny, dass sie den Thread aufgemacht hat! Das hilft bestimmt mehreren, wenn sie wissen, dass sie nicht allein sind! ;)

Ich gehöre leider auch zu den Betroffenen, ich hab Ängste und Zwangsneurosen. Ich möchte bei den Zwangsneurosen nicht ins Detail gehen, weil ich (wie fast alle die darunter leiden) selbst weiß, dass es doof ist. Man weiß es, aber kann einfach nichts dagegen machen. :| Aber ne Zeit lang war es schlimmer, mittlerweile komm ich damit zurecht.

Das ist bei den Ängsten anders. Aus der Angst vor Wespen hat sich ne richtige Phobie entwickelt. Beim Essen werd ich halb wahnsinnig, wenn welche vorbeifliegen. Meistens lass ich das Essen zurück am Teller fallen und dreh mich weg bis ich wieder meine Ruhe habe. Ich bekomme Herzrasen und werde richtig panisch. Dabei bin ich gar nicht allergisch.
Außerdem hab ich ziemliche Angst vor Bakterien und Viren, weil ich leicht anfällig bin. Das ist in der Schule besonders blöd, weil man ständig mit vielen anderen Leuten in Kontakt ist. In irgendwelchen Schulen wurde mal getestet, dass jeden Tag viel berührte Dinge desinfiziert und gereinigt wurden (Türgriffe, Tische, usw.) und die Schüler waren weniger krank als in anderen Schulen. Das ist an unserer Schule aber nur Wunschdenken. Am meisten Angst hab ich vor den Magen-Darm-Grippe-Viren, die sind auch die ekelhaftesten Überträger.

Ich hasse es, wenn 'normale' Leute glauben, dass man wegen solchen Krankheiten oder Ticks gleich als psychisch gestört gilt und in die Klappsmühle gehört. Entweder das, oder man wird belächelt und die denken sich alle: ist ja nur Kopfsache, braucht man ja nur nicht dran denken. Meine Eltern sagen auch immer, ich soll mich nicht so anstellen nur weil ne Wespe vor dem Gesicht rumfliegt. :(
Jeder hat seine Eigenheiten, nur sind diese bei den Zwangsneurosen und Ängsten einfach intensiver und auffälliger. Klar, wenn es das Leben beeinträchtigt, sollte man es behandeln, aber deshalb ist man ja auch nicht verrückt! Also wenn die Freunde das nicht respektieren, sind es definitiv die falschen...

PS.: Ich finde das Gedicht von FixFoxyFan auch schön ;)
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #65
Hallo!

Ich melde mich auch nochmal zu Wort.
Muss gestehen, dass ich immens schockiert bin, wieviele Personen (und teilweise so junge!) derartige Probleme haben.

Ich fand es mal ganz interessant zu lesen von Seven, wie 'normale' Menschen auf sowas reagieren.
Ich bin ja auch weitestgehend aus dem Übel raus, und dennoch.. Ich muss gerade bei Depressiven Menschen in meiner Umgebung verdammt aufpassen, nicht mitgerissen zu werden. Das geht schneller, als man glaubt. Solche Trigger sind fatal.

Habe jetzt so oft gelesen, dass viele hier irgendwelche - ich sage mal 'Zwänge' - haben. Also z.B. 3x nachprüfen ob überall die Lichter aus sind.
Oder aber Angst vor Mördern, sodass die Tür immer abgeriegelt ist.
Das ist etwas, das mir gerade auch erst wirklich bewusst wurde..
Ich bin dahingehend das genaue Gegenteil.
Ich habe SO tierisch Angst, dass irgendwas passieren könnte daheim, das ich z.B. NIE die Tür abschließe oder verriegel.
Die Transportboxen der Katzen und von Flöckchen sind immer Parat.
Es könnte ja mal ein Feuer ausbrechen.. und dann?
Ist eine Tür abgeschlossen, fühl' ich mich wie auf heißen Kohlen.
Das harmoniert dann mal so garnicht mit meiner besten Freundin, die immer die Haustür mit Schlüssel und mit Riegel abschließt, auch wenn Sie drin ist (ihre Tür ist ohne Schlüssel von außen zu öffnen).

Was ich halt immer hart fand, sind Menschen die kommen und sagen 'Stell dich nicht so an' oder 'Mach/laß es doch einfach'.
Natürlich kann denke ich jeder von uns Betroffenen nachvollziehen, das die Mitmenschen irgendwann genervt sind, und dennoch..
Mein Verständnis hört irgendwo auf.
Der beste Freund erfährt das man Verlustsängste hat und kriegt immer mehr mit, wie man versucht die Person nicht irgendwo einer Gefahr (alleine) auszusetzen.. Verlustsangst.. und verläßt dann den 'Freund'.
Sinn und Zweck.
Gerade deswegen schweigen sich leider sehr viele verrückt / tot.
Borderliner und SVVler ziehen sich einfach lange Ärmel an oder ritzen sich woanders.. Depressive Menschen kehren ein Strahlegesicht heraus (wie ich z.B. 6 Jahre lang)..
Traurig, oder?
Man darf nicht sein, wie man ist, und kriegt dadurch noch mehr Druck.

Ich hoffe auf jedenfall für alle hier Betroffenen, dass Sie irgendwann auch den Schritt raus aus dem Schei*loch finden und so wie Sanni oder teils auch ich so offen und ehrlich darüber reden/schreiben können.

Liebe Grüße
Federchen
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #66
Das ist mir auch aufgefallen, viele haben Angst vor Einbrüchen oder Überfällen.
Ich kann das auch gut nachvollziehen...immerhin hört man ständig in den Nachrichten oder lest in Zeitungen von solchen Vorfällen.

@Silberfeder: Borderline kenne ich, aber was ist SVVler?
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #67
@ Sannibunny: Ich bin 11 bald in einem Monat 12...
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #68
Ich habe jetzt wirklich jeden einzelnen Beitrag gelesen und bin ehrlich gesagt sehr überrascht wie viele Betroffene es gibt. Das hätte ich wirklich nicht gedacht.

Zum anderen ist mir aufgefallen, dass ich wohl etwas voreilig war, als ich meinte, dass ich gar nicht betroffen bin. So ein paar Dinge - in abgeschwächter Form zumindest - scheinen bei mir doch auch vorhanden zu sein, was ich - bis zum Lesen des Threads - anscheinend erfolgreich verdrängt hatte.

Angstzustände und Zwangshandlungen habe ich wirklich nicht, es sei denn man zählt unter Angst dazu, dass ich mich unwohl fühle in einer kleinen Gruppe Menschen. Also wenn ich z.B. bei ner Freundin bin und Familie oder andere Freunde von ihr sind da, die ich kaum oder gar nicht kenne, dann fühle ich mich richtig unwohl und sage fast gar nichts. Habe aber kein Herzrasen oder Panikattacken oder Schweißausbrüche oder dergleichen - fühle mich einfach nur nicht wohl, so dass ich denke, dass das nichts mit Angstzuständen zu tun hat. Mit anonymen Menschenmengen hab ich allerdings gar kein Problem, da fühle ich mich sauwohl, egal wie voll und eng es ist.

Aber Deppressionen habe ich dann anscheinend schon, wenn ich mir das hier so alles durchlese, zumindest ein ziemlich schwaches Selbstwertgefühl.
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #69
SVVler.. mh das war früher ein gängigerer Begriff... SVV bezeichnet ja das Selbstverletzende Verhalten.
SVVler = Menschen die sich selbst verletzen.

Borderliner sind ja nicht direkt auch immer SVVler, auch wenn viele das Glauben..

Barcelos, glaube nicht das du Angstzustände etc. hast, sondern eher sehr introvertiert bist gegenüber dir fremden Menschen bzw. du bist eher der stille, zurückhaltende Typ.
Das läßt sich ja auch deinem legtzten Satz entnehmen.
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #70
Achso, verstehe. Ja klar, das selbe ist es nicht, weil Borderliner wirklich Probleme haben und sich selbst verletzen können sich auch welche, die kaum Probleme haben. Kurz gesagt: die, die Aufmerksamkeit suchen. Dazu hats eh mal nen Thread gegeben oder?
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #71
Barcelos, glaube nicht das du Angstzustände etc.

Bin ich ja auch nicht von ausgegangen. Sagte ja, dass ich Angstzustände und Zwangsneurosen nicht habe. Sagte ja: Es sei denn....

Und stimmt, Menschen waren noch nie so meine Welt (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel). Hab schon in der Grundschule gesagt "Ich brauch Euch nicht, ich brauch nur Tiere" Kam natürlich - logischerweise - nicht sonderlich gut an.
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #72
Hallo

ich hab jetzt nicht alles gelesen da ICh eigentlich nur Kurz reinschauen wollte

Erst einmal ein GROSSES Lob :clap:
Das Ihr eure Krankheit so öfentlich macht
Das ist ein grosser wichtiger Schritt in die richtige Richtung

Ja Depressionen sind vererb bar
Ich hab keiner dieser Krankheitsbilder
Aber mein Opa war sehr depressiv und bei einer Meiner Cusinen ist es auch bekannt
Auch ein sehr lieber Freund von mir ist sehr Depressiv

Ich werd heute abend nochmal reinschauen
Und die Texte lesen

Grüsse Simi
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #73
Als jetzt Wespen und Hoehenangst angesprochen wurde fuehlte ich mich angesprochen, denn obwohl ich nicht unter Zwaengen oder extremen Panikattaken leide, habe ich Angst vor Wespen und Hoehenangst.
Wespen in der Ferne, kein Problem, aber sobald sie mir zu nah kommen, erstarre ich vor Angst oder ganz schlimm, werfe Dinge nach ihnen :roll:

Hoehenangst ist bei mir auch so ein Thema .. Schon immer hat ich "bedingte" Hoehenangst, bei geringen Hoehen, bei denen man sich beim Runterfallen ernsthaft verletzen kann, hat ich immer Angst, ab einer gewissen Hoehe, bei der man Tod waere, geht es komischerweise wieder .. Irgendwie regelt mein Verstand meine Aengste ein wenig mit .. Obwohl die andere Angst ja auch irrational ist.
Seit Ostern ist es aber schlagartig schlimmer geworden, und das durch einen Traum .. Ich hab getraeumt, ich lauf ein Treppenhaus hoch, wo die Treppen so viereckig angeordnet sind und in der Mitte ein Loch und aus welchen Grund auch immer falle ich ploetzlich in dieses Loch. Seit dem habe ich bei Treppen im Aussenbereicht (auf Tuerme, Burgen etc.) panische Angst runterzufallen. Frueher war das nicht so .. Vor einem Jahr sind wir ganz gelassen auf den Turm aufm üetliberg hoch und kurz nach Ostern auf einen anderen Aussichtsturm, da bin ich fast gestorben vor Angst. Oben angekommen war ich so fertig, ich konnte nicht mal die Aussicht geniessen, obwohl ich sowas immer geliebt habe und noch weiterhin liebe .. Tuerme sind fuer mich nun ein Krauss und es ist so belastend, weil es frueher so locker ging und man ja durch so tolle Aussicht belohnt wird ..

Und naja, schuechtern war ich schon immer, im Mittelpunkt stehen konnte ich noch nie, ob das jetzt Angst ist, weiss ich nicht, ich habe mich gut damit arrangiert, versuche andere fuer mich um Hilfe bitten zu lassen oder versuche es auf die eigene Tour .. Ganz schlimm ist fuer mich Blickkontakt, ich bekomm dann immer Angst, die anderen koennten meine Gedanken lesen, wenn ich ihnen in die Augen schaue :/
Ob man das jetzt nur als Schuechternheit werten kann oder schon Angst ist, weiss ich nicht, ich habe mich recht gut damit arrangieren koennen, klar schraenkt es ein, aber mein Innerstes wert sich einfach gegen solche Kontakte ..
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #74
oh mann... bei mir gehts grade wieder los...
bin alleine zuhause, ein auto fährt ganz langsam vorbei (mittlerweile denke ich, es war die straßenreinigung), ich geh zur haustür... nicht abgesperrt... kein schlüßl weit und breit...
überlege grade wie ich am schnellsten rauskommen falls wer reinkommt... zitter
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #75
Wusste jetzt nicht das Angst vor Wespen (Tieren) auch hier zugehört :eusa_eh:

Weil, wie Nienor, kriege ich bei Wespen (bzw. bei allem Schwarz-Gelben, also auch Schwebefliegen und Hummeln) Panik, schreie und renne weg :eusa_doh:
Das hat in meiner Jugend mehrmals ´ne Ohrfeige meiner Mutter eingebracht, weil die sich dafür geschämt hat das ihre Tochter schreiend wegrennt und ausfallend unfreundlich wird, wenn man sie hält..

Moah.. Wespen X_X
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #76
Ja das gehört auch dazu. Soweit ich weiß untergeordnet bei den spezifischen Phobien.
Oben hab ichs schon beschrieben, ich werd da auch immer wahnsinnig wenn sie um mich rumfliegen. Komischerweise gilt das nur für Wespen und Hornissen. Mit Hummeln hab ich gar kein Problem und Bienen find ich auch nicht so schlimm. Irgendwie hab ich einfach das Gefühl, dass Wespen viel aggressiver sind als die anderen. Außerdem denken Bienen bestimmt mehr drüber nach, wann sie stechen, weil sie ja danach tot sind. Soweit ich mich erinnern kann hat mich erst eine Biene gestochen (das war aber meine Schuld - da war ich noch ganz klein und hab sie die ganze Zeit genervt :roll: ).
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #77
Hornissen, Hummeln, Bienen, Schwebfliegen sind bei mir absolut kein Problem - zum Glueck .. Aber wenn eine Wespe zu nah kommt, dann fliegen schon mal Teller :roll: oder ich erstarre und jammere :(
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #78
Vor Hornissen hast du keine Angst? Die sind ja eigentlich wie Wespen, nur größer.
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #79
Ich möchte nur mal kurz schreiben, das ich es bewunderns wert finde, das soviele diesen Thread nutzen!
Und ich hoffe, das wir hier uns allen untereinander Helfen können!
Und evtl ist für den einen oder anderen ja eine Hilfe dabei, damit ein grosser Schritt getan wird!

Ich kann nur sagen, seit Stolz auf euch!
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #80
Ja, versteh ich auch nicht, ich hatte frueher regelmaessig Hornissenbesuch (in der Naehe war ein Nest), aber die machten mir nichts .. Angst ist ja oft irrational, und bei mir und Wespen zeigt sich das deutlich *seufz*
 
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