Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird!

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  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #141
Wussel, das ist scheiße und tut mir leid. Würd dir ja ein paar Therapiestunden abgeben, aber das ist ne Kinder und Jugendtherapeutin ;)

Man, das ist alles so scheiße... Eine Freundin von uns die uns auch Reitunterricht gibt, ist so ziemlich die einzige mit der ich noch rede. Sie ist so wichtig für mich, keine Ahnung was ich ohne sie machen sollte (sie ist es auch, die das mit dem Ritzen gesehen hat). Wenn was ist, dann kann ich sie immer anrufen und zu ihr und ihrem Freund kommen und wenn sie mir ne SMS schickt und ich nach 1 Stunde noch nicht geantwortet habe, schickt sie noch eine und wenn ich mich dann nicht melde fragt sie meine Schwester wo ich bin, weil sie sich Sorgen macht. Sie ist wirklich für mich da und nimmt mich ernst, ich "liebe" sie einfach. Aber leider ist sie schon wieder überarbeitet und braucht eine Pause. Sie kommt immer Samstag in den Stall und gibt uns Unterricht, aber in den letzten Wochen konnte sie Samstags oft nicht und ist deshalb mal 3 Wochen nicht gekommen. Das war der Horror für mich, weil ich sie nicht sehen konnte. Und jetzt will sie eine Winterpause machen. Schock. Sie kommt in 2 Wochen noch mal und dann erst im Februar wieder. Wenn schon die 3 Wochen schlimm waren, wie soll das dann in der Zeit werden.

Natürlich kann ich sie sehen und sie meinte auch wir fahren im Januar mal ein Wochenende weg, aber das ist nicht das selbe. Ich sehe sie einfach seltener. Ich weiß echt nicht, wie ich die Zeit überstehen soll. Ich denk so oft an sie und wär am liebsten die ganze Zeit bei ihr. Einfach weil sie mir das Gefühl gibt, dass sie sich für mich interessiert, mich besser kennt als ich mich selbst und sogar an einer Sms erkennt wie es mir geht, auch wenn ich nicht schreibe wie und weil ich ihr so sehr vertraue, dass ich mit ihr über alles reden kann. Ich weiß nicht, warum das so schlimm für mich ist...

Meine Therapeutin meint, dass ich mein Bindungsgefühl verloren habe und mich jetzt
an anderen orientiere. Ich versuche mir das "abzugewöhnen" aber das klappt nicht.

Sie fährt eine Woche in unsere Ferienwohnung an die Ostsee und meinte, wenn ich Ferien hätte würde sie mich mitnehmen. Aber meine Eltern lassen mich nicht gehen...

Sorry, ich musste das jetzt einfach mal loswerden. Ich hab keinen, mit dem ich darüber reden kann. Meine Schwester meint das sein albern, mit meinen Eltern will ich nicht reden, meine Freunde interessiert das nicht (sie können sich nicht einmal ihren Namen merken) und mit ihr rede ich darüber nicht, weil ich sie nicht unter Druck setzen will...
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #142
Huhu,
ich hatte auch schon überlegt eine Therapie zu machen, aber ich werde im meinen Alltag nur in den bestimmten Situationen eingeschränkt und Geld auszugeben für was, was sowieso irgendwann wiede kommt, habe ich keine Lust und ich habe ja Spaß am Leben, lache viel und gerne und schreibe mein Leid mit Gedichten und Geschichten von der Seele mir hilft es meine Gedanken einfach in Texte zu verfassen.

ABER ich finde wer kein Spaß mehr am Leben hat und auch merkt das es ihn im Alltag einschränkt, sollte eine Beratung (nicht unbedingt beim Hausarzt sondern bei einem Psychologen) anffragen. Es ist wichtig das man in seinem Allltag nicht eingeschränkt ist und ich kenn es von mir meine Stimmungschwankungen haben mir scho Freundschaften fast zerstört aber sobald ich wieder in der Gute Laune Phase bin dann rede ich mit der Person darüber, sage ihr was mit mir los war und gut ist.

Wer ein Problem hat und gerne darüber reden möchte ich bin auch gerne da und bwantworte die Mails und Nachrichten (natürlich mit meiner Meinung und meinen Gedanken) gerne und versuche euch Tipps und Ideen vorzubringen (bin zwar keine Therapeutin aber ich habe ein sehr großes Ohr;))

Liebe Grüße
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #143
Ich habe mir jetzt auch nicht alles durchgelesen, weil es so viel ist, finde das Thema aber sehr interessant - habe gerade in Biologischer Psychologie drüber gelesen ;)
Ich wollte eigtnlich auch nur dazu sagen, dass das ja kein 'Schwachsinn' ist, den man sich ausdenkt, was ja wahrscheinlich einige von euch schon zu hören bekommen haben. Zum Beipiel weisen Menschen mit Panikattacken Stoffwechsel Abnormalitätn im Bereich der Frontallappen auf - auch wenn sie sozusagen im 'Ruhe Zustand' sind. Bei Zwangsstörungen treten häufig Veränderungen in den frontalen strukturen des Gehirns und Basal Ganglia (man meint sogar, dass auch Gene hier eine Rolle spielen können). Ob diese Veränderungen im Gehirn vorher da sind oder erst durch die Krankheiten kommen weiß ich allerdings nicht. Was ich sagen wollte: Man kann das alles nicht als 'Spinnereien' oder ähnliches abtun, sondern sollte sich wirklich behandeln lassen, wenn man unter Ängsten oder Zwangsstörungen oder beidem (oft treten sie ja zusammen auf) leidet. Man hat ja wirklich ein Problem und 'bildet sich nicht nur was ein'.
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #144
Off-Topic
Tine, bist du vom fach :)
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #145
Doch leider merke ich immer wieder, das das Thema Angst, Zwänge, Panik und Depressionen viel zu oft Tod geschwiegen wird!

Wie seht ihr das!?
Kennt ihr auch Menschen, die solche Erkrankungen haben?
Oder leidet ihr evtl selber darunter?

Ich finde, das man drüber reden sollte, auch wenn es vielen Schwer fällt!

Ich habe das Thema gerade entdeckt...

Es wird nicht nur Tod geschwiegen sondern auch belächelt!

Ich habe einen mann der eine Angststörung hat, was schon nicht einfach ist... allerdings hat er es mit mir schwerer!
Ich habe eine Borderline Persönlichkeitsstörung (schwer zu Erklären, aber das auffallendste ist das ich mich selbst Verletze)
Ich habe Depressionen und eine Posttraumatische Belastungsstörung.
Auch wenn es sich leicht liest, so fällt es mir schwer darüber zu reden /schreiben... aber es ist wichtig das man es sagt!
Ich bin Vergewaltigt worden!
ich habe nie gelernt zu Reden, mich um MICH zu kümmern... Und schon gar nicht etwas für mich zu tun...
Ich mache eine Therapie, bin seit 1 Jahr nicht Arbeitsfähig (habe meinen Job verloren). Ich war 4 Monate in einer Tagesklinink und mache nun ambulant weiter.

Ich möchte jedem Mut zusprechen! Ich habe mir oft anhören müssen:
stell Dich nicht so an, Du bildest Dir das alles ein...
steigere Dich doch nicht so da rein, dann gehts dir besser...
Du hast doch nur keine Lust zu arbeiten....

alles bla bla bla.... Man sollte solche Diagnosen (Depressionen, Angst etc.) Ernst nehmen und sich nicht abstempeln lassen!

mehr kann ich grad nicht schreiben... sorry
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #146
So
ich möchte dazu auch mal was sagen,
wobei ich wo ich einige eurer Beiträge gelesen hab erst jetzt merke das ich anscheinend auch ein Psychisches problem habe.
Ich dachte immer das wäre normal oder einiges davon wäre normal.


Meine Mutter hat schwerste deppressionen, ich wurde früher von ihr misshandelt etc pp, auch sexuell missbraucht usw.
Nachdem ich von zuhause ausgezogen bin, hat meine Mum versucht sich umzubringen.
Das war das erste mal das ich mit sowas wie verlust konfrontiert wurde.
Heute streite ich mich sehr oft mit ihr,soweit das wir manchmal keinen kontakt mehr haben.
Seitdem hab ich ehr große angst das man mir die person die ich liebe oder zu der ich am meißten kontakt habe genommen wird.

Nachdem mein erster Freund, sich gegen meine Mutter ausgesprochen und meinte er möchte sie nicht kennenlernen, nachdem er von ihrer Krankheit erfahren hat und auch mitbekommen hat wie sehr ich in manchen situationen drunter leide, wurd es immer schlimmer
da ich angst bekam er könnte mich deswegen verlassen.

Er verließ mich dann für eine andere... wo ich ihm ganz genau wochenlang gesagt hab die versucht uns zutrenne,
er meinte immer nur nein würde sie nie tun.
Im endeffekt doch,
die beiden war zusammen und ich, ich war alleine.

Was mir damals durch den Kopf ging wie ich die beiden trennen könnte was ich mit IHR machen könnte.
Es ging soweit das ich mir dachte das ich ohne ihn einfach nicht leben will, ich lag nachts schreiend und weinend im Bett weil ich mitdem verlust nicht klar kam.

Ich bin diesem jungen danach hintergerannt 10 Monatelang weil ich ihn zurück wollte, im endeffekt hab ich es geschafft gehabt 1 Woche dann hat sich das Mädel weswegen er mcih beine rstemal schon verlassen hat, uns wieder getrennt.

Ich bekam wieder keinen Grund...

ich hab nun einen anderen freund, dieser hat auch depressionen und versteht mich, er hat selber schon zu mir gesagt ich soll mal zum Arzt gehen er vermutet das ich auch welche habe.

Hinzu kommt durch diese Verlust angst bin ich recht eifersüchtig
die ständige angst ist da er könnte mich verlassen für ne andere.
Wenn er mir sagt würde er niemals tun glaub ich ihm das meißtens nicht.
Die Angst ist trotzdem da.

Manchmal hab ich gedanken darüber wie es weitergehen soll, und das es besser wär wenn es mich nicht gebe würde, dann könnte ich niemanden weh tun und mir selber würde auch nichtsmehr weh tun.


Ohje wenn ich das ganze so lese merk ich selber das ich Psychisch einfach nur am Boden bin, aber bisher wollte ich es nie wahrhaben, schwierigkeiten hatte ich deswegen noch nie.

ich war bereits schonmal beim Psychologen, aber dieser hat nix festgestellt
Sie meinte ich bin vollkommen gesund.
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #147
ich war bereits schonmal beim Psychologen, aber dieser hat nix festgestellt
Sie meinte ich bin vollkommen gesund.

Wurde mir auch gesagt,,,Ich brauche kine Hilfe..ist alles normal.....naja ich weiß ja nicht.,....Heutzutage muss echt erst was passieren damit mal jeman reagiert und hilft.
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #148
Off-Topic
Psychologie im 1. Semester :D Wünscht mir Glück - ich schreibe morgen eine Klausur in dem Fach


Ich verstehe nicht, warum ihr nach Hause geschickt wurde, denn selbst wenn man jetzt wirklich keine konkretet Psychische Erkrankung vorliegen hat, wie Depressionen, Angststörungen etc. dann kann man doch trotzdem psychische Probleme haben, die man irgendwie aufarbeiten muss usw. :?
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #149
besonders krass find ich das da meine Mutter selbst bei dieser Psychologin in behandlung war!
Es liegt ja nahe das wenn die Mutter Jahrelang und deppressionen litt, das die Kinder da auch nen "knack" weg haben.
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #150
Ich wurde früher auch weg geschickt... Aber ich habe jetzt eine so super tolle Ärztin gefunden,,, die hat mir eigentlich auch erst Bewusst gemacht wie wichtig eine Thera ist
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #151
Kagura, da stimme ich dir zu!
leider muss man oft lange suchen, bis man bei dem Arzt angekommen is, dem man vertraut und mit dem man reden will!

Ich kenne das, ich habe selber lange geschwiegen!
aber seit ich meine Krankheit selber akzeptiere und anderen versuche da durch zuhelfen, geht es mir besser!
Ich bin viel offener!
wenn mich jemand nich nimmt, wie ich bin, dann pech!
Ich habe einen wundervollen Mann an meiner seite, der mich nimmt wie ich bin!
der mich mit all meinen macken liebt, auch wenn ich lange gebraucht habe, das zu akzeptieren, das er mich nimmt wie ich bin!
wenn ihr einen Partner habt, der euch nimmt, wie ihr seit, dann seit glücklich!

ich habe auch schon andere sachen erlebt...am eigenen laib!

Ich finde es so klasse, das sich hier soviele melden und gegenseitig mut zusprechen!

Ich bin echt schon am überlegen, ob man nich eine interessen gemeinschaft nur für diese Themen aufmacht...wo man sich austauschen kann und so!hmmm...
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #152
Ich weiß jetzt nicht ob das eine Krankheit ist oder nur eine Macke von mir,aber ich muß immer alles in geraden Zahlen kaufen,das immer 6 Brötchen oder 2 Soßentüten,wenn es dann mal nicht geht weil man nur 1 oder auch 3 braucht merke ich eine innnere Unruhe.

Und ich leide unter Angstzuständen,kann nicht alleine sein oder im Dunkeln habe ich ständig das gefühl mir läuft einer Hinterher.

Ich habe auch Panische Angst vor dem Tod,ich weiß auch nicht aber ich bekomme bei dem gedanken das meine Tochter irgendwann mal ohne mich ist weil ich Tod bin,echt Panik und diese Gedanken kommen ständig wieder.
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #153
Dann bin ich mal so frei und hole dieses Thema wieder hoch .. auch wenn da rot geschreiben steht : "Achtung - Die letzte Antwort zu diesem Thema wurde vor mehr als 6 Monaten geschrieben" ;-)

Auch angeregt durch das neueröffnete Thema von Überdosis finde ich , sollte dieser Thread nicht zu weit nach unten sinken .


@Caramia: Dein Beitrag war der letztgeschriebene. Hast Du Dich dahingehend schon mal behandeln lassen? Diese Ängste angesprochen etc?

Was mich interessieren würde, in solchen Momenten der Panik, wie gehen Eure vierbeiner damit um ?
Findet Ihr dass das auf sie "abfärbt" bzw. dass eure Hunde zB draussen auch eher ängstlich und misstrauisch der Umwelt gegen über sind?

Gelingt es euch diese Angst vor Menschen usw so gut im Griff zu haben dass zumindest nach aussen nichts davon sichtbar ist? Könnt Ihr eurem Hund der in sich ruhende Mensch sein, gerade bei den Gassigängen?

Vielleicht hat ja der ein oder andere Lust mal etwas darüber zu erzählen.

Bei mir selbst ist es so dass meine Hündin das sehr wohl mitbekommt - und dementsprechend auch etwas unsicher wird.
Das heißt für mich.. üben, üben, üben.. Ein bisschen besser wurde es, doch wenn zB ein männlicher Hundebesitzer unserer Wege kreuzt, kann es sein dass ich innerlich derart zusammen zucke dass für Mara die Alarmglocken schellen und sie erst recht misstrauisch wird.


Ich war über eine lange Zeit sehr isoliert weil mir der Kontakt zu Menschen aus angst und oder ekel nicht möglich war.

Mit meinen damaligen Pflegis begann ich dann langsam wieder Kontakte zuzulassen. Selbst ein an-einem-anderen-Menschen-vorbei-laufen kostete die ersten Tagen enorme Kraft.

Mittlerweile ist es so dass ich , wie das eben so ist mit Hund, einige nette Hundehalterkontakte habe. Einfach weil der hündische Kontakt für Mara so wichtig ist suche ich den gezielt täglich - und komme mittlerweile auch viel besser damit zurecht.

Wenn die Leute sich über mein "Auftreten" wunderten, Schweissausbrüche im tiefsten Winter, Zittern etc.. habe ich sie, obwohl ich Angst hatte vor Ablehnung, aufgeklärt dass ich eben gerade eine große Panik verspüre, sie dies aber bitte nicht persönlich nehmen sollen.
Und was soll ich sagen. viele tolle Menschen die dann einfach so getan haben als wäre nichts weiter, ganz normale Gespräche, kein mir-aus-dem-Weg-gehen, nichts dergleichen.

Heute habe ich meine Freude an gemeinsamen Gassirunden. so lange ich für mich die Grenze wahre es nicht zu persönlich werden zu lassen.


Demnächst möchte ich dann wieder anfangen mit dem Bus und der Bahn zu fahren. Auch das ging Jahre lang nicht. allerdings werde ich hierfür wohl noch etwas warten bis es draussen was kühler ist. Ich ertrage den Körpergeruch anderer Menschen nicht. Da muss ich ganz gezielt schauen dem so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen denn es würde nur wieder alte Dämonen herauf beschwören.

Wie geht Ihr mit dem ganzen um? Eben gerade auf Eure Vierbeiner bezogen?


Ich wünsch Euch allen einen schönen Abend

LG

20Augen
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #154
Also wenn ich an Leuten vorbeilaufe, schau ich einfach nur aufn Boden oder konzentrier mich auf den Hund oder fang an mit dem Handy rumzuspielen. Wenn mich die Leute aber ansprechen ist es halt so.. Aber ich antworte nie wirklich richtig. Nur immer "ja" "mhm" "okay" "keine Ahnung" ... und wer der gegenüber dann nichts mehr zu reden weiß, ist einfach nur peinliche Stille, weil ich nicht weiß was ich sagen soll oder einfach gar nichts sagen will. Und ich schau die Leute eben nie direkt an..

Ein tolles Beispiel ohne Hund war erst am Samstag.. Ich hab über 4 Wochen mit jemandem gechattet, er hatte sogar Bilder und so gesehn (bin ja nich die schönste und schlankste) und es war ihm wohl egal. Er war echt nett und lieb und süß und jeden Tag kam er on. Er wollte oft, dass ich vorbeikomm auf nen Kaffee oder Film schauen, er wohnt auch nur 15 Minuten von mir weg. Ich hab mir immer irgendwas einfallen lassen, dass ich nicht zu ihm kann bla blubb...
Tja. Samstag Abend dacht ich dann. Das schaff ich schon. Dazu noch einige Bierchen mitgenommen. Er wusste auch das ich schpchtern bin, ich habs ihm ja geschrieben, auch dass ich nicht viel rede, vorallem am Anfang.
Ja und so sass ich bei ihm.. Total eingeschüchtert, jede Bewegung war mir peinlich und mir war so heiß.. Und ich hab mir doch vorgenommen es mal besser zu machen. Am nächsten Morgen (hab dort gepennt - oh wunder) genau das selbe. Dann musste er los, wir haben uns "schüss" gesagt.. und Seit dem.. Er hat sich nicht mehr gemeldet... :(

Achja.. Mir ist es nicht unangenehm ins Internet Bilder zu stellen.. Warum weiß ich nicht. Vielleicht, weil mir dann die Personen nicht gegnüber sind und es mir nicht ins Gesicht sagen können(?).

Mein Ex meinte auch, dass ich eben mein Maul nich aufbekomme.. Nach 4 Jahren hat ihn das plötzlich gestört.. Er hat mich ja "noch schlimmer" kennengelernt. Naja und all meine Probleme hab ich ihm nie gesagt. Wenn, dann hat sich alles angestaut und ich habs ihm im ICQ hingeknallt :eusa_doh:.... Mann..
Ich hab aber Angst, wirklich Angst, dass mich jemand anschreit oder was von mir erwartet und ich bin eben so schnell eingeschüchtert und muss auch sehr schnell weinen - und genau das ist mir eben peinlich.
Nur wenn ich irgendwie tollpatschig war (und das war und bin ich ganz schön oft) kam von ihm ein einfaches "ooohje" oder "mmmmmh"(mit augenverdrehen) und ich war so traurig und verletzt und hatte Angst.

Dazu kommen einige Berührungsängste von anderen Personen, auch von meinen Eltern. Nur mein Ex darf/durfte das.. Mein Problem ist, ich hab mich so auf ihn fixiert und so auf ihn eingelassen... Und ich komm einfach nich mehr von ihm los.. Aber das ist ja ein anderes Thema.
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #155
Mensch Überdosis, da warst so tapfer und mutig - und dann sowas..
Hast Du ihm denn danach noch mal geschrieben? Vielleicht sitzt er ja auch zu Hause und denkt "Ohje sie meldet sich nicht mehr" ?!
Und wenn ihm das nicht gepasst hat dass Du so ruhig warst und das alles.. dann hat er eben Pech gehabt. Denn Du hast es doch nicht nötig Dich wegen jemand zu verstellen oder dergleichen.

Ich glaube Du hattest vor einigen Monaten doch mal fotos von Dir hier eingestellt, oder? Dunkle haare, bissel düster geschminkt?
Ich fand das total sympatisch und hübsch obendrein :)

Dass mit dem Ex- ja, kann ich vorstellen wie schwer es ist jemanden los zu lassen an dem man im wahrsten Sinne so hing. aber ich glaube das ist das Los vieler, hm psychisch nicht ganz gesunder Menschen. Man fühlt sich selbst so fremd, so alienhaft und gar nicht liebenswert. Und dann kommt einer daher der all das zu mögen scheint. Trotz all dem.. oder vielleicht gerade deswegen..
So läßt man sich darauf ein, öffnet sich , führt ewiglich Kriege gegen sich selbst, denn hat man es sich doch schon so lange selbst untersagt solche Gefühle zuzulassen, sie bedeuten Gefahr, Öffnen heißt verletzlich zu sein.. Und wenn es dann doch geschieht so bindet man sich und setzt vielleicht sogar all sein eigenes wohlergehen an diesen Menschen. Eine ganz schöne Last für den Partner auf die Dauer und für einen selbst.

Und wenn dieser Mensch geht so ist die Leere enorm. War er doch immer der Grund zu bleiben , zu sein und über seinen eigenen Schatten zu springen.

Und dann bekommt man gesagt das all jene Dinge plötzlich störend waren, nervend-
Und man fragt sich warum sagt er das jetzt? Hatte er damals doch gesagt er könne damit klar kommen - es wäre kein Problem.

Nun, ich glaube das ist aber in vielen Beziehungen so, da muss nicht mal einer von beiden krank sein.
Wenn die Liebe geht sieht man sein Gegenüber mit anderen Augen. dinge über die man früher mit einem Lächeln hinweg sah stören einen nun so sehr dass man es kaum mehr erträgt.

Das heißt aber nicht dass es damals, als er sagte es sei alles kein Problem für ihn, alles gelogen war.
Es ist einfach so dass sich Dinge und Menschen ändern.

Auch wenn es jetzt weh tut, vergiss bitte nicht , dass es sehr wohl möglich ist, Dich so zu mögen wie Du bist. Ohne wenn und aber.
Und bitte idealisiere ihn nicht zu sehr, nur weil er Dir einst mal das Gefühl gab Du seist gut so.
Wenn er das kann, kann es auch ein anderer :)
Und vielleicht auch irgendwann einmal Du selbst :)

Ich finde es richtig mutig dass du hier so offen erzählst.
Ich musste schmunzeln. Du sagst du spielst dann am Handy rum .. Das mache ich immer wenn mir jmd entgegen kommt, wenn ich zB vor dem supermarkt auf meine tochter warte. Nur damit es so ausschaut als sei ich seeehr beschäftigt. Damit mich ja keiner anspricht und ich auch nicht umher schauen muss.

LG
20Augen
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #156
Ich finde es toll, wie offen hier damit umgegangen wird.
Persönlich kenne ich diese Gefühle auch, ich habe es schon öfter mal angerissen. Durch mein (gefühlt) angeborenes, mieses Selbstbewusstsein kamen immer mehr Probleme dazu. Verlustängste, Eifersucht, Versagensängste, Fluchtverhalten etc. pp.; ich habe deswegen schulisch/beruflich immense Probleme bekommen, war immer das dämliche Mobbingopfer, das alles mit sich anstellen ließ. Noch heute, nach zwei vollstationären und einer tagesklinischen Therapie, neige ich zu Vermeidungsverhalten und manisch-depressiven Schwankungen, die eine Folge meiner ständigen Angespanntheit, meines "Gedankenkarussells" sind. Ich habe dadurch leider auch körperliche Beeinträchtigungen, die immer auftauchen, wenn es mir schlecht geht; Schlafstörungen, Nervosität, Hautekzeme und ein nettes Reizdarmsyndrom...

ABER ich muss sagen, dass sich mein Empfinden, mein Bewusstsein mir selbst gegenüber schon deutlich gebessert hat. Früher hätte ich nie beim ersten Aufeinandertreffen mit den Beinahe-schon-Mitschülern als Erste die Initiative ergriffen und einfach jeden angequatscht - und hätte somit nie solche freudig-erleichterten Blicke geerntet. :)
Ich hätte niemals am Telefon lästige Verkäufer abgewimmelt (entweder ich wäre gar nicht erst rangegangen oder hätte aus Unsicherheit einen Vertrag abgeschlossen - falsch, ich HABE schon Verträge deshalb abgeschlossen :eusa_doh:).
Ich hätte nicht mit meinem Freund über seine Ex erzählen und sogar über sie lachen können; ich hätte zitternd angefangen zu heulen.
Und ich hätte mich vor zwei Jahren nicht getraut den Führerschein zu machen - ich habe es beim ersten Mal hingeschmissen, aus Angst. Wie so ziemlich alles.

Ich könnte das nun noch ewig fortführen. Aber das einzige, was einem nebst Therapie(!) wirklich helfen kann, ist die Konfrontation. Und es fühlt sich nicht beim ersten Mal gut an. Auch nicht beim zweiten, wahrscheinlich auch noch nicht beim fünften Mal... Es gibt auch für mich noch dermaßen schlimme Tage, wo ich einfach durchhalten muss. Und dann gönne ich mir abends aber so richtig was! Dann bin ich stolz auf mich und wenn mein Vater dreimal sagt, dass das doch was ganz Normales ist. Grml...

Ich komme vom Thema ab.
Was ich eigentlich sagen wollte: Man kann das Pferd nicht von hinten aufzäumen und sich erst, und sei es durch Therapien, so gut vorbereiten, dass einem die Angstsituation in der Praxis kaum noch was ausmacht. Man muss das klagende Unterbewusste die ersten Male bekräftigen und dann versuchen zu ignorieren - und irgendwann kommt das Gefühl, dass es einem glaubt. Und das tut so gut... Gebt nicht auf...
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #157
Ich hatte vor einiger Zeit hier gepostet und wollte jetzt mal wieder berichten.
Ich hab's in den Griff bekommen, ich kann endlich alleine schlafen und habe auch kein Problem mehr alleine hinzugehen. Mittlerweile hab ich praktisch keine Probleme mehr. Ich kann ohne Probleme in die Wohnung meiner Oma gehen ohne Angstzustände zubekommen und ich habe aufgehört zu kletten. Die Verlustsängste sind deutlich zurück gegangen und ich bin froh und auch stolz das ich es endlich gepackt habe.
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #158
Japp.. Das gute alte Handy hilft einem eben immer wieder.... ^^

Der Typ hat sich nich gemeldet, er ist ja nich mehr on gewesen seit dem. Aber vielleicht schreib ich ihm die Tage nochmal. Bin gespannt was er zu erzählen hat.

Zu meinem Ex.. Das tolle ist ja, dass ich den Schlussstrich gezogen hab. Hatte deshalb auch noch nen Thread irgendwo gestartet.
Dann haben wir uns ca. 3 Monate nicht gesehn. Dann rumgepoppt. Dann hab ich ihm am Festival an dem wir zusammen waren gesagt, das ich ihn liebe.. Und das hab ich noch nie getan.. Da war er auch immer sehr traurig drüber. Tja.. Danach war irgendwann nochmal en Konzi wo wir uns gesehn haben, weil wir eben zu zweit dort waren.. Und seit zwei oder drei Wochen wieder nix. Sogar kaum Kontakt. Er schrieb mich ab und zu an, aber entweder antwortete ich nicht oder nur ganz kurz und knapp.
Ich weiß eben nicht ob ich mich nochmal auf ihn einlassen soll oder nicht. Es stört ihn ja scheinbar alles an mir. Ich hab mir nur geschworen, dass ich ihm nicht mehr nachrennen werde.

Was ich auch sehr sehr komisch von mir fand.. Kurz nachdem mit meinem Ex schluss war, hab ich jemanden kennengelernt. Mich mit ihm getroffen. Man muss dazu sagen..Ich war voll wie Eimer ^^ Und mit dem hat ich dann auch noch was.. Wir haben uns öfter mal getroffen, vorallem Wochende.. Und ich dachte er wär toll.. Bis er fest davon überzeugt war, dass wir zusammen wären, weil wir gepoppt haben. Und er hat mich plötzlich so eingeengt und Druck gemacht. Tja..
Aber sowas hätt ich von mir nicht erwartet.. Wo ich doch sonst so Angst hatte.

Ihr denkt jetzt bestimmt ich sei ne Schlampe.. :eusa_doh:
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #159
Ach quatsch, also ich denke so ganz bestimmt nicht von Dir . Manchmal tut man eben Dinge die man selbst nicht versteht. Und da Ihr beide damit einverstanden ward finde ich daran nichts verwerfliches.
Dass er sich dadurch gleich eine Beziehung erhoffte, bzw Ansprüche diesbezüglich stellte, ist schon doof. Hast Du mit ihm noch mal gesprochen? Hatte er tiefere Gefühle für Dich ?

Und warum Du dabei keine Angst hattest, hast Du Dir ja selbst schon beantwortet.. Das ist das doofe am Alkohol. Er fällt alle Grenzen die man sich im nüchternen Zustand setzte.. Es ist ein Drahtseilakt dabei die Balance zwischen "lockerer werden" und "enthemmen" zu finden.

Bereust Du das denn im Nachhinein ?

Aber wenn Dein Exfreund sagt er könne so gar nichts mehr an dir gut finden, warum geht er denn dann mit Dir in die Kiste, bzw. unternimmt Sachen mit Dir?

Hat er sich zu Deinem Liebesgeständnis nicht geäußert?


LG

20
 
  • Angst-Eine Krankheit, die totgeschwiegen wird! Beitrag #160
Ich hab zu dem Typ mit dem ich was hatte gesagt, dass ich keine Beziehung will. Keine Ahnung wie seine Gefühle waren, das war vielleicht ne Sache von 3 Wochen..
Klar, der Alkohol war am ersten Abend schon "daran schuld". Aber die andern paar male und auch als wir das erste mal im Bett gelandet sind, war kein Alkohol im Spiel.

Mein Exfreund meinte nur, dass er mich auch liebt. Aber das kann ich ihm jetzt erst recht nich mehr glauben. Also keine Ahnung was das soll... Hm.
 
Thema:

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