Gestern mussten wir unseren Schatz Cindy einschläfern lassen. Sie ist vor kurzem erst 14 geworden. Sie hatte einen Tumor in der Schulter, wahrscheinlich im Muskel, der sehr schnell gewachsen ist. Zu Beginn dachte der Tierarzt fälschlicherweise ihr Hinken käme von Mitessern zwischen den Pfotenballen, doch da es nicht besser wurde wechselten wir den TA, der dann eine Entzündung vermutete und verordnete Metacam und etwas anderes, was zuerst auch gut half - sie konnte wieder besser laufen und atmen (sie bekam schon seit einem Jahr Herztropfen), doch dann wurde es wieder schlimmer und wir ließen sie röntgen. Es war zu dem Zeitpunkt schon so schlecht, dass sie kaum noch nach draußen laufen konnte um ihr Geschäft zu verrichten und kaum noch aufstand, obwohl wir immer sehen konnten, dass sie uns so gerne schweifwedelnd begrüßt hätte, meine Süße. Sie bekam dann noch Cortison, davon wurde nach 2 Tagen aber ihr Atmung so schlecht, dass meine Mutter mich anrief (ich studiere leider weiter weg) und ganz verzweifelt war.
Ich habe das Gefühl ich hätte ihr sagen sollen Bis später mein Schatz oder etwas in der Art, ich habe das Gefühl, als hätte ich sie im stich gelassen, sie so alleine gehen zu lassen

Ich sehe immer das Bild vor Augen, wie sie garnicht versteht was vor sich geht, wir wollten mit ihr nicht in die Praxis, weil wir wussten, dass sie so furchtbare Angst vor dem Tisch dort hat. Leider machen die TÄ bei uns keine Hausbesuche und deshalb ist der Arzt nach draußen gekommen auf den ruhigen Parkplatz und hat sie zuerst abgetastet, da hat sie ihn nicht an sich ranlassen wollen und hat nach ihm geschnappt. Als der Tierarzt dann wie 3 andere Tierärzte auch gesagt hat, dass man nichts mehr machen kann ohne sie leiden zu lassen, dann mussten wir sie zu 3. festhalten damit der Arzt an das Bein konnte und dann war auch noch die Vene zu und er musste das am Hinterbein machen, weil sie am anderen Bein ja den Tumor hatte.
Ich werde das nie vergessen und ich mache mir solche Vorwürfe, dass ich ihr nicht ein Kissen auf den harten Boden gelegt habe

( Wir waren alle 3 da, aber sowas brennt sich trotzdem ein. Ich hoffe nur, dass sie nicht gedacht hat, wir wollen ihr weh tun, das wäre so schrecklich. So schrecklich.
Ich vermisse sie so sehr, ich kann nicht aufhören zu weinen.
Sie bekommt jetzt einen schönen Platz auf einem Tierfriedhof, der leider ein Weilchen weg ist, aber wir haben leider keinen eigenen Garten und einäschern... das könnte ich nicht

so haben wir wenigstens die Möglichkeit so oft es irgendwie geht an ihr Grab zu gehen...
Aber das hilft so wenig, wenn man sie doch einfach nur nochmal drücken möchte, noch einmal richtig schön mit ihr über die Felder laufen und sie nochmal sehen, wie sie aussieht wenn sie einen erkennt und anfängt auf einen zuzurennen. Das tut so weh, ich könnte schreien und möchte eigentlich nurnoch die Zeit zurückdrehen um sie wiederzuhaben
