Hui - so viele Antworten! =) *staun*
Dankeschön für all eure Gedanken und Vorschläge! 
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Berger des Pyrénées
@Saba
JAAA - Hab schon in deinem Profil vor einigen Tagen rumgestöbert, weil ich sah, dass du einen Berger des Pyrénées habt. Und euer Terrier den ihr davor hattet hat mir auch total gefallen. *smile*
Dein Beitrag hier hat mir sehr geholfen. Ich habe hier im Forum auch schon mal einen Thread über den Berger des Pyrénées ins Leben gerufen. Vielleicht magst du da auch mal vorbei schauen?! ;]
https://www.tierforum.de/t105873-berger-des-pyrenees.html
Was das 'hyperaktiv' betrifft, ist das ja eh etwas negativ ausgelegt und eine Hyperaktivtät in dem Sinne kein Wunschziel beim Hund. Aber ich wusste bei der Erstellung von diesem Thread keinen besseren Begriff, der das Thema beschreiben kann.
Was meinst du damit, dass die Hunderunden wegen dem Wetter bei euch eingeschränkt ist? Oder anders gefragt, wie kommt der Berger des Pyrénées mit dem aktuellen Schnee-Frost-Wetter zurecht?
Welche 'Macken' hat euer Hund, die du als anstrengend empfindest? *neugier*
~§~
Ja, den Thread über den Berger hatte ich sogar schon mal gelesen, aber jetzt eben noch einmal genauer und ich fand diese Beschreibung hier ziemlich zutreffend:
Viele Berger lassen sich bspw. nicht gleich von Fremden anfassen, was mir persönlich sehr gut gefällt. Außerdem sind sie wirklich sehr gelehrig und intelligent, wenn auch hin und wieder etwas eigensinnig. Man muss natürlich dieses zurückhaltende, sensible Wesen zu schätzen wissen, gleichzeitig aber auch mit der Energie, dem Selbstbewusstsein und der unbändigen Power dieser Hunde umgehen können. Konsequenz ist also sehr wichtig.
Was mich ganz besonders an diesen Hunden fasziniert, ist ihre Aufmerksamkeit. Mir ist kaum eine andere Rasse bekannt, die so aktiv an ihrer Umwelt teilnimmt, immer auf dem Sprung ist und einfach alles im Blick haben möchte. Man muss diese Hunde einfach mal im Ring erleben, da sieht man den Unterschied zu anderen Rassen doch sehr deutlich.
Charakterlich ein typischer Hütehund. Extrem aufmerksam, aktiv, etwas misstrauisch gegenüber Fremden, gleichzeitig aber auch sehr sensibel und liebevoll.
Also ich finde der grundsätzliche Unterschied zwischen unserem früheren und unserem jetzigen Hund ist, dass der erste, der Terrier, ein Kobold war und der jetzige ein ernsthafter Arbeiter ist. Damit meine ich die Charakter Grundzüge. Während der Terrier mich in seinen ersten Jahren an den Rand des Wahnsinns brachte, weil er garantiert immer das machte, was er auf gar keinen Fall machen sollte, ist der Berger komplett anders. Er lässt sich z.B. sogar aus dem Spiel abrufen und ist irgendwie immer bemüht alles richtig zu machen.
Aber nun komme ich zu seinen, zumindest wie ich finde, teilweise doch anstrengenden Eigenschaften.
Er hat einen ganz schön ausgeprägten Schutztrieb. Er wollte bereits als er neun Wochen alt war und ich mit dem Welpen und unserem jungen Kater draussen war, den Kater beschützen als etwas des Weges kam, was ihm nicht geheuer war. Aber er will auch uns, sein Rudel beschützen, wenn man irgendwo steht oder sitzt, z.B. durften wir ihn in unserem letzten Urlaub im Hotel zum Essen mit ins Restaurant nehmen. Da wollte er auch die Bedienung nicht an den Tisch lassen. Das sind alles so Punkte die auch wir neu lernen müssen. Der Terrier wollte immer die ganze Welt umarmen. Es wäre ihm nie eingefallen, irgend jemand zu verbellen oder zu verjagen.
Ein weitere Sache ist da noch das Bellen. Wenn man nicht eingreifen würde, würde er wohl ziemlich viel und ziemlich lange bellen. Aber er lässt es sich durchaus auch abgewöhnen.
Und da wäre noch der Punkt der Selbstbehauptung. Unser Junghund pubertiert im Moment, aber z.Zt. ist es doch ganz schön anstrengend, dass er jeden Tag überprüft ob die Rangordnung noch besteht oder ob er sich nicht vielleicht doch durchsetzen könne. Ich hoffe das hört nach der Pubertät wieder auf.
Ja und dann ist da noch das der Rasse eigene Misstrauen. Das fand ich doch sehr anstrengend. Es kann aber sein, dass es bei unserem Hund besonders stark ausgelegt ist, weil er von einer Züchterin vom tiefsten Land stammt, die ihm offensichtlich leider gar nichts gezeigt hat. Er hatte vor allem und jedem fürchterliche Angst und es war eine enorme Arbeit ihm alles zu zeigen, was man für das Leben in der Stadt braucht. Dennoch überwiegt manchmal das Misstrauen in ihm, insbesondere wenn etwas neu ist, also auf einmal etwas im Weg rumsteht, was vorher nicht da war. Ich habe ihm allerdings beigebracht sich alles was er fürchtet erst einmal vorsichtig anzusehen und freue mich, wenn ich sehe, dass er nicht mehr bellt und weglaufen will, sondern sich vorsichtig annähert und es beschnuppert. Aber wie gesagt, dass kann auch mit seinen ersten Lebenswochen zusammenhängen in denen er nicht viel kennengelernt hat.
Das waren also die Punkte die für mich neu waren, weil wir sie von seinem Vorgänger überhaupt nicht kannten und erst einmal lernen mussten damit umzugehen.
Ansonsten kann ich den kurzen Ausschnitt den ich oben zitiert habe nur unterstreichen. Er ist unglaublich wach und aufmerksam, immer aktiv und auf dem Sprung - bereit dabeizusein. Ich habe mit ihm schon am Baby Agility teilgenommen und zumindest von seiner unglaublichen Schnelligkeit und Wendigkeit her, könnte er bestimmt ganz vorne mit dabei sein - an ihm würde es also bestimmt nicht liegen:004:. Er ist absolut intelligent und gelehrig und es macht Spaß ihm etwas Neues beizubringen.
Im Urlaub wanderten wir auf einem etwas schwierigen Weg - es war glitschig und abschüssig und man musste auf jeden Schritt aufpassen. Ich wollte den Hund schon an die Leine nehmen, da sah ich aber, dass ihm das keineswegs etwas ausmachte. Er lief auf diesem schwierigen Gelände voll konzentriert, dabei leicht wie eine Feder und es machte richtig Freude ihm dabei zuzusehen, wie er anmutig wie eine Gemse über das schwierige Gelände hinweg "schwebte".
Ja und der Winter ist genau seine Jahreszeit. Er liebt den Schnee und bewegt sich auch im tiefen Schnee schnell und leichtfüßig. Mit schwierigen winterlichen Bedingungen, meinte ich, dass er im Moment nicht so viel Auslauf bekommt wie sonst, weil wir sonst immer in die Hundeauslaufgebiete fahren und dort größere Runden gemeinsam mit anderen Hunden drehen. Im Moment fahren wir nicht extra raus, sondern drehen hier unsere Runden, was eben nicht in Begleitung vieler anderer Hunde ist und eben auch nicht ganz so lange dauert. Aber er kommt gut damit klar. Er rennt dann eben im Park alleine solange rum, bis er müde wird - nein, nicht wirklich

, er wird nie müde....
So, das ist jetzt aber ganz schön lang geworden :eusa_think::mrgreen:, aber ich hoffe es hilft dir ein wenig, ein besseres Bild vom Berger zu bekommen.
Warum denn nicht einen Hütehund und einen Terrier? Oder wäre dir das zuviel? Ich dachte immer, dass zwei Hunde das wären was ich höchstens will, aber inzwischen denke ich über drei nach... aber erst wenn der erste aus dem Gröbsten raus ist.