Magst du sagen, was für Lektüre ihr in den 5 Semestern Ernährung als Begleitung hattet? Mir scheint bei der Fach-Lektüre zur Hundeernährung ein wirklich gutes, objektives Standartwerk zu fehlen ("Ernährung des Hundes" von Meyer/Zentek finde ich aber nicht schlecht).
Der Meyer/Zentek ist eins unserer Hauptwerke

.
Dann das Supplemente natürlich. Ist DIE Grundlage für alle Berechnungen.
Von den anderen weiß ich grad die Titel nicht auswendig. Allerdings gibts die bei uns auch nicht in der Unibibliothek. Da muss man extra auf die Bibliothek von der Ernährung gehen. Und ob man da als Laie reinkommt, zweifel ich an.
Es gibt auch Bücher, da stehen von allen gängigen Nahrungsmitteln die genaue Aufschlüsselung drin. Titel weiß ich grad auch nicht mehr auswendig.
Desweiteren hat sich die Uni München hingesetzt und von zig Futtermitteln für Tiere alles aufgeschlüsselt und auch von Fleisch, Gemüse und sonstigen Zusatzstoffen und daraus ein Programm entwickelt, das einem alles auf einen Hund angepasst ausrechnet.
Wie man hier Grundlagen für Diäten ausrechnet haben wir auch händisch gelernt, weil das nette Programm mal eben 600€ kostet... Damit können wir wenigstens kurz ausrechnen, ob ein Sturvitdiätfutter wirklich auch Struvitdiätfutter ist.
Und was du auch jederzeit machen kannst: Urinproben, Kotproben und Futterproben einschicken und untersuchen lassen. Fänd ich, wenn ich barfen würde, EXTREM interessant. Aber ich bin auch ein wahnsinnig neugieriger Mensch

. Weil DAS ist natürlich das absolute Optimum der Fütterung.
Ich habe grundsätzlich auch nichts Getreide im Hundefutter (ich barfe mit Reis, mein Hund bekommt auch Kartoffeln, Nudeln und Brotkanten), mich stört allerdings wie inflationär die Industrie Kohlenhydrate ins Futter kippt und da kann keiner behaupten es geht den Herstellern dabei nicht in erster Linie ums Geld.
Natürlich gehts hier ums Geld.
Wobei Getreide nicht einfach verurteilt werden sollte. Bei Adipositas Diät ist z.B. ein hoher Rohfaseranteil hervorragend: der Hund wird voll ohne viel Nährstoffe aufzunehmen. Er wird also schneller satt bei weniger Kalorien. Ein anderer Trick ist z.B. Zellulose ins Futter mit reinzugeben.
Oder Soja: Soja hat eine nur geringgradig schlechtere Verdaulichkeit als Fleisch und eine viel bessere als Sehnenfleisch oder Euter.
Vorteil Getreide gegenüber Kartoffeln: weniger Phosphor, z.B.
Das mit den Futtermitteln ist eine so feine Spielerei, viel feiner als nur zu sagen, der Hund ist Fleischfresser, deswegen MUSS er viel Fleisch fressen.
Klar frisst der Wolf Beutetiere und klar bestehen die zu 60% aus Muskelfleisch, ABER ich zweifel irgendwo an, dass jeder Wolf da draußen täglich seine Kalorien mit Beutetieren bekommt. Ich kanns mir einfach nicht vorstellen.
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):
wenn man natürlich alle gegenargumente mit "dann hat sies eben nicht vertragen" abtempelt
Willst du also behaupten, sie hat es vertragen?