Wir haben 4 katzen - zum Schmusen und Streicheln kommen sie zu uns zweibeinern, wilde raufspiele mit ausgefahrenen krallen machen sie aber untereinander. Finde ich sher angenehm so - Ist ja auch nicht das tollste, wenn Du dann für die Raufspiele auch herhalten musst und jeden tag neue Kratzer an händen und Armen hast.
Wegen erst 6 Wochen alt. diese Kitten machen Dir später nur ärger, und zwar für die nächsten 20 jahre.
Was typisch vorkommen kann:
-Unsauberheit, bei jedem was nicht passt wird nicht ins katzenklo gepinkelt, sondern sonstwohin - Fußboden, Bett, Sofa, Badteppich...
- Sabbern beim schmusen, nicht nur zwei oder drei Tropfen, sondern genug, dass Du nur mit handtuch schmusen kannst und nasse flecken auf dem t-Shirt hast - ich hab so ne Sabberkatze, ist echt unangenehm, richtig eklig und nach jedem bissi Schmusen brauch ich ein frisches T-Shirt, so kann man ja nicht mal die haustür aufmachen
- Panik und Angst vor Festhalten und Anfassen - das macht tierärztliche Behandlungen richtig lustig, etwa tägliche Ohrentropfen bei ohrmilben
- nervosität und Angst draußen - solche Katzen lernen eben nicht in Ruhe von mama wie man über die Straße geht, sondern rennen kopflos drauf los, und dabei vors nächste Auto
- Schnullen an Pulloverärmeln, Decken, Kissenzipfeln etc., weil sie nicht lange genug gesäugt wurden - süß beim kleinen Kitten, aber beim 6 Kilo-Kater gar nicht mehr witzig, vor allem nicht 20 jahre lang
Klar, der Reiterhof hat keine probleme die kleinen so früh abzugeben. Die probleme hast Du, aber erst sehr viel später, wenn sie die ersten paar Wochen schnullen oder sabbern, oder einige male ne Pfüztze daneben geht denkst Du Dir ja auch wenig dabei. aber wenn das in einem jahr immer noch da ist?
Und auch noch ein allgemeines Wort zu Katzen für geschenkt von Bauern, Reiterhöfen etc.
Tierheime und Notvermittlungen sind proppenvoll mit Katzen, wirklich bis oben hin - eben weil viele Bauern etc. es nicht nötig haben, ihre Katzen kastrieren zu lassen. oft sind diese Bauernkatzen weniger an den Menschen gewöhnt und nicht so zahm sondern halbverwildert und geben das an ihre Kleinen weiter. Insbesodnere wenn die Katzen nur im Stall leben aber nciht inm haus schlafen dürfen fehlt es ihnen auch oft an gewöhnung und Benehmen, sie kennen teilweise noch nicht mal katzenklos!
Durch das geschenkte sparst Du auch ncihts, sondern Du bekommst die Kätzchen ungeimpft und nicht kastriert, oft noch nicht mal entwurmt und wirst die ersten Monate dafür eher mehr Geld zum Tierarzt tragen, als ein bereits behandeltes kätzchen aus dem tierheim gekostet hätte. ich finde es auch nciht ideal dann als neuer Besitzer das Tierchen erst noch einige male zum tierarzt schleppen zu dürfen, mit Spritzen und Tabletten quälen zu müssen - so macht das Kätzchen ja gleich zu anfang nicht so tolle Erfahrungen mit Dir, weil einfangen und auf den Arm nehmen mindestens 2x Tierarztbesuch zur Folge hat, nicht nettes Schmusen.
Du tust Dir damit echt keinen Gefallen und handelst dem Tierschutz völlig zuwieder, der händeringend Bauern auffordert ihre Tiere kastrieren und Impfen zu lassen, statt wild drauf los vermehren zu lassen - oft genug werden überzählige Kätzchen auch ertränkt oder Spontan verschenkt an Besucher (reitstunde gemacht - hier, kriegst gleich noch katzen mit) - die landen dann wenige Monate später im Tierheim, weil sie eben dank früher Trennung nur ärger machen und die ganze Anschaffung völlig unüberlegt war. Aber dann sind sie nicht mehr klein und süß, sondern Teenager - und verbringen dann ewigkeiten im tierheim.