Also mir hat mauscalc2 gesagt dass der Käfig dauerhaft für 9 weibliche Mäuse geeignet ist. Durch die Ebenen kann die Anzahl natürlich stark erhöht werden, aber die Größe der Ebenen wissen wir ja nicht :roll: ich rechne nachher mal nochmal anders rum, also nach 21 Mäusen.
@ Gina:
... Warum erzählst du eigentlich so verschiedene Storys? Erst hast du sie morgens raus gestellt und bis zum Nachmittag ohne jede Aufsicht dort stehen lassen, weil du dir dachtest mit Ninis macht mans ja auch und dann wars nur ne Stunde und vom TA verordnet?
Der TA sagt einerseits es läge am Klimawechsel und dann, dass frische Luft den Tieren eigentlich gut tun müsste?
Und was ist eigentlich fortgeschrittene Inzucht laut deinem TA?
Tierärzte sagen Inzucht sei bei Katzen und Mäusen normal? Mutter Natur ist nicht so blöd wie der Mensch! Mäuseböckchen fangen Revierkäpfe an, wenn sie erwachsen werden... und schließlich kann pro Revier - bis auf Ausnahmen - nur ein Böckchen leben, also werden die Jungböcke auswandern und eine eigene Familie gründen oder nen Altbock aus seinem Revier vertreiben. Es gibt bei jeder Tierart ausreichend Mechanismen GEGEN Inzucht - eben weil Inzuchtnachkommen krankheitsanfällig und schwächlich sind. Dort Energie hinein zu stecken ist absolut sinnlos.
Dann schreibst du in dem andern Thread
Ich vermute eins da das kleine Mäuschen nicht mehr bei der mama war , somit keine Wärme hatte und noch recht frisch geboren war, das es daran gestorben ist, oder aber es hatte von Geburt an eine Krankheit, das habe ich persönlich schon sehr oft mit erlebt
und hier schreibst du
ich habe nicht viel ahnung von mäusen, und es hat immer alles geklappt ich habe alle babys sehr liebevoll großgezogen
Ja was denn nun? Sehr oft oder erst drei mal vermehrt? Wurden alle großgezogen oder sind ständig welche gestorben (was natürlich ganz bestimmt nicht an der Inzucht oder dem hohen Stresspegel liegt *Ironie aus*)? Im Übrigen ist es sehr unwahrscheinlich, dass es ohne Kontrolle in 1 1/2 Jahren nur drei mal Nachwuchs gab. Sicherlich hast du die eine oder andere Schwangerschaft übersehen, weil die Babys zu früh und/oder tot zur Welt kamen und vom Rest der Gruppe entfernt wurden. Wenn ich mich grad richtig an die Tierphysvorlesung erinner, kommt es auch vor, dass Böckchen den Nachwuchs von anderen Böckchen fressen (google mal nach
Infantizid für mehr Infos).
Sooo... genug geschimpft - ich hol mal etwas weiter aus, um zu erklären, was da wahrscheinlich los war.
Unsere Farbmäuse stammen von Labormäusen ab. Bei Labormäusen wurde/wird oft gezielt mit Inzucht gearbeitet, da alle Tiere ein möglichst ähnliches genetisches Program aufweisen sollen, damit die Versuchsergebnisse auch verwertbar sind. Wir können also davon ausgehen, dass bereits die Stammväter unserer Farbmäuse durch Inzucht geschwächt waren. Im Laufe der Farbmauszucht/-vermehrung kam es sicherlich auch häufig mal zu Inzucht.
All dies hat dazu geführt, dass unsere heutigen Tiere sehr anfällig sind und eine geringe Temperaturtoleranz haben. Zudem reagieren sie empfindlich auf Zugluft/Wind und quittieren dies sofort mit nem Schnupfen oder dem Ausbruch von Myco.
Deine ersten Tiere stammen vermutlich aus einem Zooladen. Zooladentiere werden möglichst billig "produziert", damit man sie auch billig verkaufen kann. Die Vermehrung ist dann billig, wenn man auf Tierärzte verzichtet, die Tiere zusammen in einem Käfig hält und die Nachwuchsproduktion sich selbst überlässt :arrow: Inzucht!
Diese Tiere hast du dann weiter vermehrt :arrow: Doppelt- und Dreifachinzucht!
Kurz: diese Tiere haben sich so oft mit Verwandten verpaart, dass die genetische Variabilität stark abgesunken ist. Dies führt nicht nur zu vermehrtem Auftreten von genetisch bedingten Krankheiten und vielen toten Babys (Letalfaktor!), sondern auch zu Kleinwuchs und einem besonders schwachen Immunsystem.
Deine Tiere waren eine Woche lang am kränkeln. Dies kann durch eine bakterielle Infektion aber auch durch einen Virus verursacht worden sein. Es gibt Viruserkrankungen, die im Extremfall innerhalb von 24 Stunden zum Tod der Tiere führen und bei denen die Mäuse nur wenige Stunden vorher struppiges Fell aufweisen.
Wenn man Mäusen ansieht, dass sie krank sind, ist die Krankheit meist schon weit fortgeschritten - sie verstecken Anzeichen so lange wie irgend möglich.
Du hast also deine kranken immunschwachen Tiere für mehrere Stunden auf dem Balkon Wind und Wetter ausgesetzt. Damit würden auch gesunde Farbmäuse nur schwer umgehen können.
Um einen Vergleich zu finden... das ist in etwa so, als würdest du im Sommer mit einer Lungenentzündung im See baden gehn und dich anschließend nicht abtrocknen.
Bei Mäusen ist alles schneller... sie atmen schneller, ihr Herz schlägt schneller und sie gehen schneller ein, wenn sie nicht richtig behandelt werden.
Merkwürdig find ich diese ganze Geschichte daher nicht. Verantwortungslos trifft es doch eher.
achso... *sie waren schon alle steif* heisst, dass sie noch nicht allzu lange tot waren - die Totenstarre hält nicht lange an. Die genauen Zahlen weiß ich nicht, aber ich glaub nach einigen Stunden ist die Starre vorbei.
Ich hoffe sehr, du informierst dich zukünftig mehr über deine Haustiere. Damit du nicht mehr sagen musst "ich habe nicht viel Ahnung" nachdem Tiere, die auf dein Wissen und Handeln angewiesen sind, eingegangen sind.