wollte auch mal meine erfahrungen mit katzen nennen:
mein größter kater, muro, war meine erste flaschenaufzucht. er wurde einfach vor einem rasthof, wo meine mutter arbeitet, ausgesetzt. sie hatte den kleinen sofort mit zu uns genommen und sind noch am selben tag zum tierarzt. dieser schätzte den kleinen auf 2 wochen. das muss man sich mal vorstellen, wie kann man so ein junges kätzchen aussetzen?
haben auf jedenfall im tierheim bescheid gegeben, dass wir ein kitten gefunden haben. wir durften es bei uns behalten, da es ja noch mit der hand aufgezogen werden musste. er war wirklich winzig. man konnte ihn einfach so in die handfläche legen. auch die augen hatte er zu dem zeitpunkt wahrscheinlich gerade erst aufgemacht.
wir hatten uns viele tipps beim tierarzt geholt (waren die ersten 2 wochen fast jeden tag dort) und schließlich hat muro überlebt. aber auch er hat einen schaden davon getragen. er ist der totale einzelgänger. und auf andere katzen, die nicht zu seinem haushalt gehören reagiert er sehr agressiv. kastriert ist der schöne natürlich schon. doch trotzdem geht er vermehrt auf kater los. das seltsame ist, dieses agressive verhalten hat er nur, solange er draußen ist. nehme ich zum beispiel eine neue katze bei mir auf, so freundet er sich zwar nicht mit dieser an, ist aber trotzdem friedlich.
ich weis nicht, könnte es vielleicht daran liegen, weil er damals auf der straße ausgesetzt wurde und deswegen hat er draußen solche agressionen?
aber andererseits kann man ihn nicht wirklich drinnen halten. er liebt seine freiheit. lässt man ihn nicht nach draußen, so zerkratzt er die ganzen türen und tapeten.
es ist jedes mal das totale chaos, wenn er sich bei einer rauferei wiedermal verletzt hat und man ihn drinnen behalten muss.
aber an sich ist er schon ein lieber kater.
hab mittlerweile schon mehr erfahrungen mit handaufzuchten. ziehe momentan meine 4. katze auf. nehme häufig verwahrloste und ausgesetzte tiere auf. aber nicht alle haben danach ein seltsames verhalten. minka zum beispiel hab ich nach einem jahre beruhigt an eine freundin abgegeben. sie hatte sich trotz ihrer fehlenden mutter prächtig entwickelt und ist jetzt eine richtig tolle katze.
hab also auch schon beide möglichkeiten erlebt. ich denke es kommt auch ganz auf den charakter der katze an, ob diese so etwas verkraften oder nicht.
aber ich bin auch der meinung, dass katzen so lange wie möglich bei ihrer mutter bleiben sollten! nur im notfall sollte man eine katze früher zu sich nehmen!
muro zb wurde ausgesetzt, besitzer wurde nicht gefunden, also hab ich ihn mit 2 wochen bei mir aufgenommen
bei minka wurde ihre mutter und ihre geschwister tod aufgefunden und sie lag als kleines bündchen elend zwischen den leichen ihrer familie. sie war geschätzte 4 wochen alt.
jola hab ich mit ca 3 wochen bekommen, sie wurde beim tierarzt als fundtier abgegeben und da dieser weis, dass ich mich oft um verwahrloste tiere kümmere, hatte dieser mich gefragt ob ich die kleine nich aufnehmen wolle. nachdem wir beim tierheim alles geklärt hatten, tat ich das dann auch. doch leider hatte es die kleine jola nicht geschafft

sie ruhe in frieden.
und jetzt ziehe ich auch momentan ein kleines kätzchen auf. habe sie mir geschätzen 5 wochen zu mir geholt. auch sie wurde als fundtier abgegeben. hab von ihr durch eine bekannte erfahren. sie hat eine sehbehinderung, aber ansonsten entwickelt sie sich ganz prächtig. sie wirkt fast wie ein ganz normales kitten. auch gut ist, dass meine katze angel sich als leihmutter anbietet. sie ist zwar kastriert und gibt keine milch, aber sie gibt der kleinen die wärme, die ihr ohne ihre mutter sonst fehlt. auch bringt sie der kleinen bei, wie man sich zu verhalten hat. so ist sie jetzt schon fast komplett stubenrein. der name meiner älteren katze passt also: sie ist wirklich ein kleiner engel

hoffentlich kann das kleine durch angel zu einer (vom verhalten her) normalen katze heranwachsen. einen namen hat sie noch nicht, bin noch auf der suche nach einem passenden.
lg keyline