Kennt ihr diese Momente? Wo man dem anderen einfach nur ins Gesicht springen moechte?
Ich hab grade (malwieder) einen solchen Moment.
Wir streiten ins momentan über Kleinigkeiten, das kann eigentlich gar nicht wahr sein.
Aber oft stehen dahinter, grade für mich, grundlegende Ansichten, welche einfach enorm verschieden sind.
Oft sogar so verschieden, dass ich es stark bezweifel, dass das mit uns auf Dauer gut gehen kann.
Diese Probleme tauchen haeufig auf, wenn wir getrennt sind, also er bei sich, und ich bei mir.
Im Moment haben wir zum Beispiel die Diskusion "mein - dein - unser".
Wie im Kindergarten.
Ich bin der Meinung, dass der spaetere Hund "mein" Hund ist, weil ich die Verantwortung uebernehme, ihn mitnehme falls wir uns trennen, ihn füttere und finanziere.
Er hingegen will, dass es "unser" Hund ist, weil wir ja in einem Haushalt (dann) wohnen, und dann alles "unser" ist.
Ich hingegen meine aber, dass natuerlich viele Sachen "unser" sind, weil man es gemeinsam gekauft hat, oder gemeinsam benutzt, zB eine Couch, einen Schrank, den TV etcpp, aber es eben auch "mein" und "dein" gibt.
Eben "mein" Hund, weil es "mein" Hobby ist, und "sein" Pc, weil es "sein" Hobby ist.
Nur weil wir in einem Haushalt wohnen, muss ich doch nicht saemtliche Besitzansprueche abstellen, oder?
Ich will doch auch mal was für mich haben?
Nun kommt er mir aber so, dass er dann ja auch in "seinen" Pc ein Passwort einbauen darf, weil es ja "sein" Pc ist, und diesen kein anderer nutzen soll als er.
Im Prinzip ist mir das recht, ist ja auch sein PC. Allerdings heißt es dann weiter, dass ich dann auch nicht "mal schnell googlen" darf an seinem Pc. Weil ist ja seiner.
Für mich ist das Trotz. Genau wie die Aussage, dass wenn ich mal zwei Tage weg bin und der Hund in die Wohnung kotzt, er das liegen laesst, weil es ja mein Hund ist, und somit auch meine Verantwortung die Kotze weg zu wischen.
Er treibt mich mit solchen Aussagen, einfach so dermaßen zur Weißglut, dass ich explodieren koennte. Wenn ich es mir recht ueberlege glaube ich immer weniger, dass wir auf Dauer zusammen sein koennen, weil sich unsere Grundansichten so sehr unterscheiden.
Sehe ich "dein" und "mein" zu eng? Oder ist er einfach im Unrecht?
Nur weil etwas "mir" gehoert, kann er es doch trotzdem nutzen und anders herum, oder nicht?
Wo ist das ******** Problem?