Von wann "früher" sprichst Du?
Wenn ich an "früher" denke, denke ich an die Zeit, als es Dosenfutter noch gar nicht gab

. Aus den Zeiten meiner Oma weiß ich, dass die Katzen Tischreste bekamen, reine Wohnungskatzen hat es gar nicht gegeben und ihr "echtes" Futter holten sie sich draußen in Mausform.
In den 30er Jahren kam der Trend auf, Tierfutter in Dosen zu verkaufen. Im 2. Weltkrieg wurden auch Dosen hergestellt, allerdings weniger für Tier- als eher für Menschenfutter. Den großen Durchbruch erfuhr die Dose erst in der Wirtschaftswunderzeit - und das ist grad mal die Jugendzeit meiner Eltern.
Die Ernährung unserer Lieblinge via Dose ist also noch gar nicht so alt. Und genau wie beim Menschen mit recht einseitiger Ernährung gibt es natürlich Tiere, die trotz ausschließlicher Dosennahrung alt und fidel wurden und blieben.
Das heute allseits recht beliebte weil arbeits- und geruchsarme Trockenfutter entstand etwa in den 70er Jahren als "hervorragender Durchbruch in der Tierfuttermittelherstellung". Die damit verbundenen "Nebenwirkungen" stellten sich natürlich erst deutlich später heraus.
Ich denke mal, am natürlichsten wurde die Katzen vor dem 2. Weltkrieg ernährt - sie bekamen Tischabfälle (als Lekkerlie und auch nur, wenn was übrig blieb), fingen sich ihre Mäuse und stibitzten den Rahm von der Milchkanne.
Wir selbst ernähren uns ja auch nicht ausschließlich aus der Dose - warum also sollen wir unseren Haustigern nicht auch gelegentlich "natürliche" Nahrung anbieten und hoffen, dass ihnen ein langes und gesundes Leben beschieden ist? Ob man sich nun mit dem Thema barfen auseinandersetzen will oder einfach gelegentlich ein Stück Rohfleisch fallen läßt oder aber zumindest darauf achtet, dass in der Dose wirklich Fleisch steckt

- es wäre schön, wenn man sich zumindest darüber ein paar Gedanken macht.:mrgreen: