Im Grunde sind die Begriffe aktiv und passiv für Unterwerfungsverhalten recht missverständlich, denn ein Hund bietet eine echte Unterwerfung immer von sich aus an, erzwungene Unterwerfungen sind wertlos (was auch die Unsinnigkeit der Theorie des Alphawurfes erklärt).
Irrtümlich wird oft angenommen, dass das Auf-den-Rücken-Werfen eines Hundes in einem Kampf beim Gegner eine Art "Beißhemmung" auslösen und der Unterlegene somit den Kampf beenden kann (diese These ist eine Fehlinterpretion Konrad Lorenz' der Wölfe bei einem Kommenkampf (Showkampf) beobachtete und draufhin auch den Begriff Beißhemmung prägte).
Auf-den-Rücken-Drehen zeigen Hunde nur in einem Kommentkampf, da sie wissen, dass der Gegner nicht vor hat sie zu verletzen, in einem Ernstkampf mit Beschädigungsabsicht hätte der Schwächere nur die Möglichkeit zu fliehen um seine Haut zu retten und würde sich niemals auf den Rücken drehen um dem Gegner die Kehle anzubieten.
Übrigens können viele Hundehalter nicht zwischen einem Kommentkampf und einem Ernstkampf unter Hunden unterscheiden, dabei ist es eigentlich recht einfach, der Kommentkampf ist laut und wirkt wild und aggressiv mit allerlei Geknurr und Schnappen und Zähnezeigen, der Ernstkampf ist meist recht ruhig und die Hunde versuchen sich nach Möglichkeit in der Kehle des anderen festzubeißen.
By the way, das ist ein Kommenkampf mit vielen typischen Dominanz- und Drohgesten, aber ohne echte Beschädigungsabsicht (einen Kratzer oder einen Loch im Ohr mag es bei sowas natürlich mal geben, aber diese Hunde haben nicht im entferntesten vor sich gegenseitig ernsthaft zu verletzen):
http://www.youtube.com/watch?v=cgeFJ-6Bkxo&feature=related
Und wenn die Hundenase warm und trocken ist kann das schon ein Anzeichen für eine Krankheit, zum Beispiel für Fieber sein

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Als Diagnosemethode aber dennoch nicht geeignet, da Hunde auch z.B. vom Schlafen eine trockene Nase haben können

Denn es ist ein weiterer Irrtum, dass Hunde Schweißdrüsen an der Nase haben und sie somit feucht bleibt, denn die Hundenase bleibt einzig dessen feucht, weil der Hund sie ständig beleckt (auch um sie von der über die Nase ablaufenden Tränenflüssigkeit zu säubern).
Aber auch wenn Hunde keine Schweißdrüsen an der Nase haben, dass sie gar nicht schwitzen können ist auch ein Irrtum, Hunde schwitzen nämlich an den Pfotenballen, das gibt ihnen besseren Halt beim Laufen (und kann manchmal auch zu ganz schönen Käsefüßen führen

)
Noch ein Irrtum (dem sogar Tierärzte offenbar häufig unterliegen):
Ein Hund mit einer Körpertemperatur von 39° hat Fieber.
Alles zwischen 37,5 und 39° wird als Normaltemperatur angesehen. Bei Aufregung und Stress (z.B. bei einem Tierarztbesuch) kann die Temperatur auch schon mal 0,5 höher liegen.
Alles im Temperaturbereich unter 40° würde ist also nicht zwingend als Fieber anzusehen.
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