Huhu ModeCat,
mein Respekt für Deine Mutter; dass sie diese Bilder zeigt.
Es tut mir sehr leid, dass es ihr so gar nicht gut geht --- auch meine Mutter ist fructoseintolerant und leidet unter Morbus Chron; ihr wurde vor ca. drei Jahren ein Stück Darm entfernt, sie muss dauerhaft Medikamente nehmen, jährliche Darmspiegelung machen und reagiert auf viele Lebensmittel mit Durchfällen und anderen Beschwerden, so dass "Essen auswärts" für sie immer sehr unangenehm ist. Ich kann mir also ungefähr vorstellen, wie Deine Mutter leidet.
Aber ich muss auch sagen - und das ist keinesfalls böse gemeint und ich möchte auch nichts herunterspiele oder gar jemanden angreifen - das sind schon auch Extremsituationen. Ich meine, 130 kg bzw. 150 kg bei 164 cm ist schon was. Da reden wir nicht von ein wenig zu dick oder übergewichtig, sondern von einem BMI, der weit über 50 liegt, starke Fettleibigkeit. Das ist sicher eine Folge von extremen Esstörungen bzw. Fehlernährung - und übrigens keine Folge von Schwangerschaften, diese verändern den Körper in den meisten Fällen sicherlich, machen aber nicht dick
In solch einem Stadium ist es sicher nicht damit getan, auf Diätlebensmittel umzusteigen oder gar nichts mehr zu essen; denn dann fällt man vom einen Extrem (oder Krankheit?) ins nächste. In einem solchen Stadium sollte man wohl generell nur unter ärztlicher Aufsicht mit dem Abnehmen beginnen. Hier hilft wirklich nur noch eine OP oder eine komplette Nahrungsumstellung über einen wirklich sehr langen Zeitraum mit gezielter, angepasster Bewegung.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Folgeerkrankungen alle davon kommen, dass man auf fettarme oder zuckerarme Lebensmittel umsteigt.
Ich persönlich bin ja ein Gegner von all diesen Mittelchen, Pillen und Pülverchen, die so auf dem Markt sind. Das ist für mich der größte Mist, Geldmacherei und zum großen Teil auch eine Gefahr für die Gesundheit.
Was aber dagegen sprechen soll, normale Lebensmittel in der fettarm Version zu kaufen, verstehe ich nicht. Es ist schon ein Unterschied, ob ich Vollmilch mit 3,5 % Fett verwende oder eben die mit 1,5 oder 0,3 %, gleiches gilt für Käse oder andere Molkereiprodukte oder auch Fleischprodukten. Ebenso ist es ein Unterschied, ob ich Soße mit Sahne zubereite oder mit Milch oder vielleicht sogar ganz darauf verzichte. Es ist für mich auch ein Unterschied, ob ich Kekse esse oder eben einen (selbstgemachten) Obstsalat mit einem halben Teelöffel Diätsüße. Ein Austausch von fett- und zuckerhaltigen Lebensmittel in fettarme und zuckerarme Lebensmittel ist sicher nicht gefährlich oder schädlich. Die Alternative heißt nicht normale Cola oder Cola light - sondern normale Cola und Wasser oder Tee, weißt Du, wie ich meine?
Man sollte irgendwie immer versuchen, einen gesunden Mittelweg zu finden und nicht vom einen ins andere Extrem fallen.
LG Ida