Huhu!
Dann werde ich auch mal noch zu einigen Dingen meinen Senf abgeben....
Ob ich das mit 2 Katzen mache weiß ich nicht. Ich bin noch Schüler und könnte die Zeit für eine Katze denke ich locker aufbringen, aber 2 Katzen? Können die Tiere sich dann gegenseitung gut beschäftigen? Ich würde nämlich am liebsten auch selbst die Katze/n beschäftigen und ihnen Geborgenheit schenken in Form von Kuscheleinheiten usw.
Das hängt, wie so vieles, einzig und allein von den Katzen ab. Die meisten Katzen beschäftigen sich zu zweit super und sind damit dann auch ausgelastet, zumindest soweit ich das hier im Forum mitbekommen habe. Ich dagegen habe ein großes Rudel Katzen, die jede Menge Artgenossen haben, mit denen sie spielen und auch noch Freigänger sind - die müssten eigentlich auch super ausgelastet sein. Sind sie aber nicht. Dosi darf trotzdem noch mindestens 2-3 Stunden am Tag mit den Katzen spielen, sonst wird permanent rumgemault und genervt. Und dazu kommt dann auch noch die Zeit für Streicheleinheiten etc pp

Du siehst, es gibt viele Katzen, die in der Wohnung mit einem Artgenossen absolut zufrieden und ausgelastet sind und es gibt auch Katzen, die trotz der vielen Beschäftigungsmöglichkeiten, die sie auch nutzen, immer noch ihre Spielstunden einfordern. Generell sind natürlich junge Katzen und Kitten verspielter während die etwas älteren Tiere ruhiger sind und oft nur noch ihre Streicheleinheiten wollen.
Und damit wären wir dann schon mein nächsten Punkt:
Bzgl. der Anschaffung : Ich würde mich gerne erst auf eine bestimmte Art einigen, deren Ansprüche ich gerecht werden kann. Dann würde ich mir gerne eine gute Bezugsquelle suchen und Jungtiere kaufen. Ich will sie ja schließlich wenigstens noch ein bisschen aufwachsen sehen und sie auch erziehen, die Bindung zu ihnen Aufbauen.
Kitten sind extrem verspielt und meistens noch nicht wirklich verschmust. Die haben nur eines im Kopf: Spielen, spielen, spielen und jede Menge Unsinn anstellen. Man kann bei so jungen Katzen auch ganz schnell überfordert sein, vor allem als Katzenanfänger.
Noch dazu kannst du es eben mit 12 Wochen noch nicht wirklich gut abschätzen, wie sich die Katzen charakterlich entwickeln werden, ob sie eher verschmust werden oder nur aufs Toben aus sind. Da kaufst du eher die Katze im Sack und kannst dein blaues Wunder erleben, wie die sich entwickeln.

Eine Beziehung kannst du auch zu älteren Tieren aufbauen und die können genauso gut auf dich fixiert und anhänglich sein wie Katzen, die du schon von klein auf hast. Wie anhänglich eine Katze wird, ist auch eher Charaktersache als eine Frage der Erziehung. Erziehen kannst du Katzen im Übrigen sowieso recht wenig. :lol:
Mal als Beispiel: Einer unserer verstorbenen Kater kam erst mit 5-10 Jahren zu uns und ist uns hinterhergedackelt wie ein Hund, der hat uns regelrecht vergöttert. Er kannte hier seine 3 Bezugspersonen und war eben völlig auf uns fixiert. Unser Prinzesschen kam mit ca 14-16 Wochen zu uns, war aber schon immer eine Diva und lässt sich nur selten streicheln, nur wenn die Dame es eben gerade will. Sie ist eben eher selbstständig und schmeichelt sich mit Vorliebe bei den Nachbarn ein, da ignoriert sie uns dann auch gerne mal völlig und tut so als würde sie uns nicht kennen.
Heidi war eines der Kitten der ersten Streunerin, um die wir uns dann gekümmert haben. Als Kitten war sie das scheuste Wesen, das ich je gesehen habe, man konnte sie nicht anfassen oder auch nur ansehen, die hat sich sofort verkrochen. Die wurde erst mit einem halben Jahr langsam etwas zutraulicher und sich mal anfassen lassen. Jetzt ist sie das Schmusebärchen schlechthin und voll auf ihren "Papa" fixiert. Sie muss jede Nacht bei ihm im Bett schlafen und wenn der mal nicht pünktlich um halb 5 abends von der Arbeit heimkommt fängt sie fürchterlich an zu weinen und kann sich gar nicht mehr beruhigen. Ihre Schwester dagegen war mit 12 Wochen absolut verschmust, heute ist sie eher aufs Toben aus und ist selbstständiger geworden. Schmusen ab und zu mal, ja, aber lieber draußen die Welt entdecken.
Du siehst, ob die Katzen verschmust werden oder eine enge Beziehung zu dir aufbauen liegt immer eher an der Katze selbst und nicht an der Erziehung. Wir haben Heidi und ihre Schwester gleich behandelt und erzogen und trotzdem sind zwei völlig unterschiedliche Charaktere dabei rausgekommen. Außerdem können sie sich in den ersten Monaten auch charakterlich noch sehr verändern, bis sie mal aus der Pubertät draußen sind.
Ich möchte dir das natürlich nicht ausreden, nur bedenk das bitte alles, wenn du dich für Kitten oder recht junge Katzen entscheidest. Klar sind so kleine Kitten unglaublich süß, aber dafür kaufst du dann die Katze im Sack und sie strapazieren deine Nerven auch ziemlich.
