- Das kann doch nicht wahr sein! Beitrag #21
seven
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Ist das neuerdings in, das man alle anmacht, die wegen einer Allergie ihr Tier abgeben oder denen zusagen, das es absolut falsch ist und das man ja trotz allergie sein Tier behalten kann?
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bin also wohl nicht die einzige, die so is.. und wirklich, es kann sein dass es so schlimm ist und dass manche einfach alles dafür tun.. aber wenn man (so wie ich) so viel mit tierschicksalen zu tun hat, kann man schon mal sehr voreingenommen sein... auch wenns an manchen stellen wohl möglich nicht gerechtfertigt ist...
viel glück noch und ich hoffe die katze kriegt nen guten platz und hats dann dort auch gut...
und ps: ich würde meine katzen trotzdem noch trotz allergie behalten... :silence:
Ich muss mich jetzt nochmal kurz über sannis Wunsch hinwegsetzen, da sie mich ja selbst erwähnt hat
Ja - ich bin ein allergiegeplagtes Exemplar. Ich hatte mein Leben lang keine Allergien, alles war tutti....
Dann zogen unsere Farbmäuse ein und lebten auch ein gutes Jahr bei uns, ohne dass irgendwas war... Und dann bekam ich Dauerhusten.... bekam nachts kaum noch Luft.... Wunderte mich, was mich denn da für ´ne bescheuerte Erkältung erwischt hat...
Bin dann irgendwann zum Arzt, der hat mich umgehend zum Allergologen geschickt, der wiederum mich ausgelacht hat, als ich ihn auf Farbmäuse/Ratten ansprach...
Fakt war aber: Wenn ich bei den Mäusen im Raum saß, konnte ich nachts nur noch im Sitzen schlafen, wenn überhaupt - und ich musste ein Notfallspray nehmen, weil ich sonst wahrscheinlich irgendwann erstickt wäre. Morgens und abends habe ich ein Cortisonspray genommen, damit es einigermaßen ging...
Ich habe dann ein Jahr im Schlafzimmer gewohnt, weil ich mich im Wohn-/Küchenbereich einfach nicht mehr aufhalten konnte, das reichte gerade noch für 10 Minuten Gemüse-Schnippeln für die Mäuse... An Käfigreinigung war gar nicht mehr zu denken, das musste meine Frau alles allein erledigen, und ich hielt mich derweil am besten auf der Terrasse auf...
Wir wollten die Tiere nicht hergeben - und genau dank Deiner Aussagen kommt man sich nämlich wirklich richtig beschissen vor, wenn man tatsächlich eine Allergie hat, aber als Simulant abgestempelt wird. Was glaubst Du, wie mies ich mich gefühlt habe, als wir dann unsere letzten Mäuse und Ratten tatsächlich in ein liebevolles neues Zuhause vermittelt haben? Ich habe Rotz und Wasser geheult - aber ich wusste, es ging nicht länger, und ich wollte hier am Ende auch keine unglücklichen Einzeltiere sitzen haben...
Die Tiere waren keine 2 Tage weg, und ich brauchte mein Spray nicht mehr... keine nächtlichen Erstickungsanfälle mehr... keine roten Pusteln am ganzen Arm, nachdem ´ne Ratte drübergelaufen war - die ansonsten mittlerweile auch 3-5 Tage sichtbar blieben...
Bei Mäusen und Ratten kann man das Ganze evtl. noch "aussitzen", so wie ich es getan habe - weil die Lebenszeit absehbar ist. Bei Katzen oder Hunden geht das nicht - man kann nicht 15 Jahre oder länger irgendwelche Notfallsprays und Cortison schlucken und die eigene Gesundheit so massiv gefährden...Eine Freundin von uns ist massiv katzenallergisch - die hält sich bei uns überwiegend auf der Terrasse auf (wir haben ja 4 Katzen, gegen die ich zum Glück bisher keine Allergie entwickelt habe - und wenn ich es täte, dann müssten die Katzen weg... definitiv... auch wenn ich es nicht übers Herz bringen würde, aber nach meiner Mäuseerfahrung ginge das einfach nicht....) Jedenfalls, diese Freundin schmeißt vor ihrem Besuch bei uns Allergietabletten ein, läuft hier mit Mundschutz rum, hält sich überwiegend im Freien auf und bekommt dann trotzdem manchmal daheim nachts Asthma-Anfälle vom Feinsten... Wie sollte das gehen, dass die eine Katze behielte?
Sicher gibt es schwarze Schafe und Allergien werden manches Mal vorgeschoben, um ein Tier abzugeben. Aber sowas zu pauschalisieren ist ein herber Schlag ins Gesicht all derer, die sich wirklich mit einer Allergie quälen und alles versuchen, und am Ende geht´s einfach doch nicht mehr...
LG, seven



