Kann man nicht einfach ruhig und gelassen diskutieren? So viel Aufregung ist doch nun wirklich nicht nötig. Allerdings finde ich das Thema generell durchaus interessant und es ist durchaus wert darüber zu diskutieren.
Es geht ja im Endeffekt auch nicht um die Entscheidung, ob die TE ihren Freund oder die Katzen "in den Wind schießen soll", wie es einige hier ausgedrückt haben. Ganz makaber fand ich auch den Kommentar, dass die TE, wenn sie sich für ihren Freund entscheidet "in geordneten Verhältnissen" lebt, wenn sie sich für die Katzen entscheidet, sie das Jugendamt aber für verrückt halten könnte.
Menno, darum geht es doch gar nicht. Wer sich die drei Beiträge der TE mal genau durchliest, kann feststellen, dass sie sich sehr große Sorgen um ihre Beziehung und die Art und Weise wie ihr Freund und der Vater ihres zukünftigen Kindes mit ihr umgeht, macht. Und ich muss sagen, dass ich das sehr gut verstehen kann. Nachdem was sie geschrieben hat, stellte er sie knallhart vor die Wahl und ich vestehe die ganzen Spekulationen nicht. Sie hat doch sehr viele Auskünfte gegeben, z.B. ist aus ihrem Beitrag klar geworden, dass er bisher kein Problem mit den Katzen hatte. Also ist es Unsinn zu schreiben, wer weiß was es schon vorher für Probleme mit den Katzen gab.
Und sie hat geschrieben, dass er sie nicht nur knallhart vor die Alternative er oder die Katzen gestellt hat, sondern auch, dass er sich dem Problem nicht gestellt hat und einfach für 5 Stunden verschwunden ist. Dass er nicht bereit war über auch nur irgendeine Alternative zu sprechen, z.B. die Katzen an Freigang zu gewöhnen oder dass die TE erst einmal in ihrer eigenen Wohnung bleibt. Er hat jegliche Art einer Problemlösungssuche verweigert und das ist doch hier das Problem der TE. Und das ist nicht meine Vermutung, sondern es ist genau das, was die TE geschrieben hat. Sie macht sich große Sorgen um das Zusammenleben mit ihrem Freund. Geht er in Zukunft immer so mit Problemen um? Stellt er sie einfach vor eine Entweder oder Wahl, weil er nicht in der Lage ist Probleme konstruktiv zu lösen? Wie geht er damit um, wenn das Kind etwas kaputt oder schmutzig macht, wenn er sich bei den Katzen schon so anstellt? Und vor allen Dingen, wie kann die TE in Zukunft damit leben, von ihm zur Abgabe ihrer geliebten Katzen gezwungen worden zu sein?
Das sind die Probleme der TE und ich möchte wirklich nicht in ihrer Haut stecken. Ich würde ihr wirklich wünschen, dass der Freund noch einmal darüber nachdenkt und mit sich reden lässt. Wenn er vielleicht wenigstens bereit wäre mit ihr zu reden, würde es für sie etwas anders aussehen. Aber er verweigert ihr das ja. Kein Wunder, dass sie sich größte Sorgen um die Zukunft mit diesem Mann macht.
Generell zur Frage, ob man für Menschen Tiere abgeben sollte, muss ich einfach sagen, dass mir etwas übel bei einigen Kommentaren hier wurde. Wenn man so leichtfertig bereit ist, seine Tiere rauszuwerfen, nur wenn ein neuer Freund das verlangt, dann würde ich mir wünschen, dass diese Menschen keine Tiere mehr aufnehmen. Tiere sind Lebewesen und keine Einrichtungsgegenstände, die man nach Lust und Laune aufnehmen kann und dann wieder rauswerfen kann.
Etwas anderes ist es, wenn ein Familienmitglied Allergien oder andere Krankheiten die mit der Tierhaltung in Zusammenhang stehen, entwickelt. Wenn man sich dann sehr schweren Herzens zur Abgabe entscheidet, ist das sicher verständlich.
Allerdings verstehe ich persönlich nicht jeden Fall. Nachbarn hatten einen Hund und zwei Katzen. Der Hund war im mittleren Alter, die Katzen schon älter. Dann bekamen sie in kurzer Folge drei Kinder und was passierte? Sie schmissen alle Tiere raus, eins nach dem Anderen. Für mich war es klar, dass hier die Allergien nur vorgeschoben waren und das Paar einfach keinen Bock mehr auf Tiere hatte, weil es jetzt genug mit den Kindern zu tun hatte. Die Tiere hatten also ihre Schuldigkeit getan und wurden vor die Tür gesetzt, sobald die Kinder da waren. In diesem Fall fand ich es wirklich schade, dass man Tiere so einfach abschieben darf.