Der Hundeflüsterer- auf SIXX

Diskutiere Der Hundeflüsterer- auf SIXX im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; Hab mir das eine Video mal angesehen, und es hat mich einfach nur erschüttert. :022:Ich bin ganz fassungslos und traurig, wenn ich so etwas sehe...
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #41
Hab mir das eine Video mal angesehen, und es hat mich einfach nur erschüttert. :022:Ich bin ganz fassungslos und traurig, wenn ich so etwas sehe. Und es gibt gibt für jede Fall, den er da hatte, eine gewaltfreie Lösung. Hier von Winchester das Video habe ich geguckt. Das ist weit weg von Anstupsen, er tritt die Hunde, und entweder gehen die Hunde sofort in eine Beschwichtigungslage oder sind super verunsichert oder reagieren aggressive. Sowie bei der Dogge im Zwinger, der Hund wird nicht getreten, wenn er durch die Tür will. Dem Hund wird beigebracht, dass wenn er durch die Öffnung will, sich die Tür schließt. Wenn ein Hund mit Aggression auf einen anderen Hund beim spazieren gehen reagiert, wird der Hund nicht getreten, das reicht wenn man einmal den Schlüssel auf den Boden wirft. Ich habe auch nichts von positiver Bestärkung gesehen.

Ich sage, dieser Mann hat null Ahnung von Hunden und übertucht seine Unwissenheit mit Gewalt. Man kann einen Hund mit Druck und Gewalt erziehen, aber der Hund führt nur aus Angst aus und wird niemals Freude an der Zusammenarbeit mit dem Menschen haben. Also wenn es in Amerika normal ist, seine Hunde so zu erziehen, dann weiß ich auch nicht.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #42
Ich finde nicht, dass er Null Ahnung hat. Seine Erziehungsmethoden, mag ich nur nicht.
Er sieht sehr schnell, wie der Hund gerade Tickt, finde ich .
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #43
Hey,

also ich behaupte mal, fast jede der bisher ausgestrahlten Folgen auf NatGeo Wild gesehen zu haben - manche sogar mehrfach.

Die YouTube-Zusammenschnitte sagen daher meiner Meinung nach nichts bis nur wenig aus, da alles aus dem Zusammenhang gerissen wurde.
Ich glaube, dass viele Millan-Kritiker oft vergessen, dass die Hundehaltung in den USA eine komplett andere ist als in Deutschland.
Hunde, die dort auffällig werden, kommen ins Tierheim, werden kurze Zeit nach Einlieferung in Selbiges einem mehr als fraglichen Wesenstest unterzogen und eingeschläfert, sofern sie diesen nicht bestehen.
Nur, wenn sie Glück haben und die Betreuer Potenzial sehen, darf der Test nach einigen Wochen Training nochmal wiederholt werden.
Und die, die richtig viel Glück haben, kommen nach Dogtown oder in ein anderes, tierschutzorientiertes Hundeasyl, in denen mit Ihnen gearbeitet wird (und auch dort wurde Millan schon um Hilfe gebeten).

Und auch die Halter ticken komplett anders, wie es ja hier auch schon genannt wurde. Tägliches Ausführen ist ein Fremdwort für viele. Beschäftigung? Keine Zeit, keine Lust, wir wollen nen Hund für die Couch.
Dafür dürfen sie fressen so viel sie wollen und die Halter erlauben den Hunden, alles im Haus zu besitzen - das Bett, alle Kuscheltiere, die Couch, das gesamte Gelände, etc.
Manche Hunde sind derart verzogen, dass sie ihre eigenen Besitzer angreifen, sobald diese auch nur vesuchen, dem Hund etwas zu verbieten oder wegzunehmen.
Mit positiver Verstärkung kommt man da nicht mehr weit, wenn der Hund dieses Schema jahrelang erfolgreich durchgezogen hat.

Letztendlich geht es dann also doch darum, dass den Hunden geziegt werden muss, dass sie ein Teil des Rudels sind, aber nicht dessen Anführer.

Ich kenne - wie ice.age - auch bisher nur eine Folge, in dem ein Stachelhalsband tatsächlich verwendet wurde, dies geschah aber von den Besitzern aus.
In vielen Fällen sagt Millan, dass diese Halsbänder den Hund nur noch aggressiver machen und ihn verletzen können, weswegen deren Verwendung nur in äußersten Ausnahmesituationen zulässig sei.

Und ja, in einer Folge hat er bei seinem Pitbull Daddy ein elektronisches Halsband verwendet. Da er sich mit diesen aber überhaupt nicht auskennt, hat er sich dazu einen Fachmann kommen lassen und das Halsband erst an sich selbst ausprobiert, bevor er es Daddy umlegte.
Der Grund für die Verwendung dessen: es gibt viele Klapperschlangen in Kalifornien und bei weitem nicht alle Hunde scheuen sie, sondern rennen neugierig darauf zu, weils so schön raschelt.
Der Hund einer Freundin von Millan (ich meine, es sei Jada Pinkett-Smith gewesen) wäre an dem Biss einer Klapperschlange fast gestorben und er sollte lernen, das Geräusch der Schlange mit einem negativen Erlebnis zu verbinden (wobei das Halsband wohl nur unangenehm vibriert).
In diesem Zuge wollte Millan, der ja inzwischen ein neues Riesen-Gelände für die Hunde besitzt, wissen, wie seine Hunde auf Schlangen reagieren.

Alles in allem wars ne Vorsichtsmaßnahme.

Ein zweites Mal wurde das vibrierende Halsband in einer anderen Familie verwendet (wieder mit Fachmann dabei), weil der große Hund jeden Tag versuchte, die Katze der Besitzer anzugreifen. Und das sah echt nicht harmlos aus - in diesem Fall hätte die Katze definitiv den Kürzeren gezogen.
Der Hund wurde also durch das Vibrieren davon abgelenkt, sich der Katze auf aggressive Art und Weise zu nähern und wurde belohnt, wenn er sich freundlich zeigte.

Zu dem "Treten": Millan selbst sagt (auch in dem Youtube-Ausschnitt ;)) "No kick, just a firm touch!"
diese Berührung dient tatsächlich dazu, den Hund aus seinem Muster rauszuholen. Wie fest diese Berührung ist, kann wohl keiner von uns beurteilen.
Aber dazu eine Bitte an die Hundebesitzer (habe derzeit keinen): jede Wette, eure Hunde springen genauso weit zur Seite wie die Hunde in den Videos, wenn ihr sie nur kurz und ganz sanft mit eurem Zeigefinder an der Seite berührt - probierts aus.
Das tut nicht weh und ist nicht schlimm, aber es lenkt sie von dem ab, was sie gerade tun.

Die Folge mit dem Wolfshybriden habe ich auch gesehen und ja...es war hart, das mit anzusehen.
Andererseits sehe ich auch, dass Millan an dem Punkt durchgehalten hat, wo alle anderen zuvor aufgegeben haben. Sobald dieser Hund um sich biss, ließ man ihn alles machen, was er wollte - aus Angst.
Dieser Hund hatte also vorher immer gelernt, dass Ausrasten und Beißen zum gewünschten Ergebnis führt.

Der Wurf auf den Boden: sehe ich im Allgemeinen auch recht kritisch, allerdings muss man auch hier wieder zugestehen, dass viele der gezeigten Hunde null Sozialverhalten kennen und sich demnach vermutlich nie oder nur aus reinem Zufall unterwerfen würden.
In den USA kauft man sich nen Welpen für gewöhnlich aus ner Glasbox im Zoohandel. Die Welpen sind teils sogar unter 6 Wochen alt und wurden natürlich schon längst von der Mutter entfernt.
Und wenn alle Geschwister verkauft wurden, sitzt ein Welpe da auch mal mehrere Wochen ganz alleine oder ihm werden noch jüngere Welpen dazugesetzt. :?

Hier wurde kurz erwähnt, dass die Vorgeschichte des Hundes (negative Erfahrungen, Trauma, etc.) nicht miteinbezogen werden in Millans Training.
Er fragt sehr wohl danach, bevor er mit einem Hund arbeitet, allerdings betont er, dass man dem Hund nicht helfen könne, sich besser zu fühlen, wenn man alles vermeidet, wovor er Angst hat, denn dadurch würde man ihn noch mehr einschränken und ihn letzendlich die schlechten Erfahrungen auch nicht vergessen lassen.
Läuft im Prinzip wie mit Menschen: Konfrontation mit positiver Verstärkung.


Von Martin Rütter habe ich bisher zu wenig gesehen, um mir über ihn ein Urteil bilden zu können, allerdings ist mir eine Folge in Erinnerung geblieben, in der es um ein recht normales Problem bei Hunden ging: der Hund bellt, sobald es klingelt, springt an die Tür, ist evtl. nicht ganz nett zu Besuchern etc.

Auch Cesar Millan kümmert sich ja sehr häufig um solche "harmlosen" Fälle und sein Ansatz gefällt mir da ebenfalls besser.

Sobald es klingelt, geht Millan zur Tür und beansprucht erstmal allein durch seine Körperhaltung den Platz an der Tür. Dringen die Hunde in diesen Raum ein, macht er sein typsiches "Shh!" und geht einen Schritt auf den Hund zu und wenn das nix hilft, berührt er die Hunde mit zwei Fingern an der Halsseite.
Erst, wenn der Hund eine entspannte Haltung einnimmt, öffnet er die Tür und bittet die hereinkommenden Leute, die Hunde zu ignorieren.

Martin Rütter kettete den bellenden und auf die Tür zu rasenden Hund an einem Heizungsrohr an und warf ihm Futter zu, um ihn vom Bellen abzulenken.
Der hereinkommende Besuch warf dem Hund ebenfalls Futter zu, allerdings nur, wenn der Hund sich abgelegt hatte. :?

Mag sein, dass sich diesbezüglich einiges geändert hat, das kann ich wie gesagt nicht beurteilen.

LG
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #44
In einigen Sachen muss ich Tqeela recht geben. Ich finde auch keinesfalls alles schlecht was Millan macht.
Und was die Hundehaltung in den USA angeht... ja das ist so ne Sache. Jede zweite hat einen Hund, aber mit dem Hund spazieren gehen... waaaaaaaaas das muss man machen:shock:. Es gibt Hunde, die sind nur an der Kette und haben nie Auslauf. Es gibt aber auch Hunde die werden so dermassen verhaetschelt und regelrecht fettgefuettert, Auslauf haben sie aber trotzdem nicht... eher wird Geld investiert, dem Hund noch was schoenes zum anziehen zu kaufen. Natuerlich sind nicht alle so. Also ich denke fuer Cesar Millan gibt es genug Kundschaft:).
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #45
Zum Thema Tür rennen, wenn Besuch kommt, hatte Martin Rütter schon verschiedene Methoden. Einmal wie schon erwähnt, dass der Hund auf seinen Platz geschickt wird, wenn es klingelt und erst vom Besitzer nachher dazugeholt wird.

Oder wenn es klingelt, dass der Besitzer den Hund Hund an der Leine nimmt und mit ihm zur Tür geht.

Oder einer stellt sich auf die Leine und sobald der Hund sich ruhig verhält wird er belont.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #46
Es ist aber so, dass Rütter erstmal schaut, aus welcher Motivation heraus der Hund zur Tür rennt. Und auf diese oft unterschiedlichen Motivationen reagiert er.

Millan hingegen sagt pauschal, dass er das Alphatierchen ist und schüchtert den Hund direkt ein. Klar kommt er so auch zum Ziel, die Frage ist nur, was hat der Hund gelernt? Doch eigentlich nur, dass er sich vor dem in Acht nehmen muss, sonst gibt es wieder körperliche Sanktionen.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #47
Ich habe das Buch gelesen und mir danach einige Folgen angesehen. Für mich sind das Buch und die Sendung zwei komplett andere paar Schuhe. Im Buch spricht er von dieser Reihenfolge: Bewegung, Disziplin, Zuneigung.
In der Sendung vernachlässigt er total die Unterforderung der Hunde und missachtet eigentlich alles was er sich im Buch als Regelwerk aufgestellt hat. Nämlich, dass man mit einem Hund der vor Energie fast platzt nichts erreichen kann.

Dass mit dem Stachler habe ich bislang auch nur von den Besitzern aus gesehen, schlimm genug :roll: Und dann laufen die Hunde auch noch daheim damit rum. Wenn sich der Hund am Halsband kratzt fügt er sich doch selbst immer wieder Schmerzen damit zu, gut, Rütter würde da sicher was sagen, aber Millan geht eben nur auf das Problem selber ein.
In was ich ihm aber zustimme ist die Tatsache, dass Hunde, die beißen, Menschen und Artgenossen verbellen, ect. immer ein Problem des Besitzers sind, der Hund hat also kein Vertrauen in Herrchen, dass er die Situation meistern kann und übernimmt selbst die Führungsposition, was eben mit Problemen verbunden ist. Das ist nunmal so. Ich spreche hier nicht von Jagdtrieb (der bei immer angeleinten Hunden wohl kein Problem darstellt :shock:) oder richtig panischer Angst (obwohl ängstliche Hunde auch in der Lage sind einem Menschen bedingungslos zu vertrauen, also wieder ein Problem der Führung).

Ich glaube auch an die Energie. Jeder gute Hundetrainer spricht von dieser Energie, jeder nennt sie anders, aber sie ist immer präsent. Daher kommt auch der Ausdruck: Der Hund spürt das! Tut er auch. Auch Maike Nowak handelt danach, sowie viele andere Trainer auch.
Ich weiß nicht, ob Millan im Hintergrund den Leuten davon erzählt, aber vor der Kamera habe ich immer nur gesehen wie er Disziplin mit allen Mitteln verlangte. Meiner Meinung nach kommt das ganz auf den Hund an. Ich finde es aber auch nicht ok, wie er Hunde auf den Boden drückt oder in manchen Situationen tritt. Zum Beispiel frage ich mich, wie ein Hund lernen soll Artgenossen zu respektieren, indem er, jedes Mal wenn er einen sieht, Schmerzen hat? Genauso Hunde, die mit Stachler und co. trainiert werden, um Aggressionen loszuwerden. Ich glaube, man Gewalt nicht mit Gewalt besiegen. Klar, um den Hund aus der Situation erst einmal wieder in die Realität zurückzuholen finde ich ok, allerdings würde ich da auch eher einen wohldosierten Stups geben, damit der Hund merkt von wo der Stups kommt. Doch Millan wendet den Tritt vorsorglich in entspannten Situationen an nach dem Motto ,,wehe du denkst auch nur dran..."

In seinem Buch schrieb er von dem Fall zweier Kampfhunde, die Menschen getötet hatten. Selbst diese Hunde bekam er wieder hin, ich glaube aber nicht, dass das (wie im TV) nur mit Niederdrücken gelingt, sondern dass er da auch tatsächlich das umgesetzt hat was er im Buch beschrieben hat.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #48
Hi, ich guck mir die Sendung regelmäßig an. Ich schaue mir aber auch den Rütter an.

Da ich leider einen etwas problematischeren Hund habe, der sehr unsozial auf Kinder/Rüden/Männer/nicht-läufige-Hündinnen regiert (ja, er ist kastriert), hab ich mir alles angeschaut was ich finden konnte, damit es leichter wird. Vieles vom Ceasar habe ich ausprobiert und es hilft, ohne das unsere Bindung irgendwie geschädigt wurde, aber auch viele Sachen vom Rütter funktionieren astrein.

Ich denke einfach das die meistens eh den Hundebesitzern das Vertrauen geben was sie brauchen, wenn man einmal weiß wie man es anstellen soll, funktioniert es und die meisten sind überfordert und das spürt der Hund und bumm, Problem... Das Würgehalsband habe ich nicht probiert, aber mit dem "Leine nach oben oder zur Seite ziehen", das hilft super. Es sind die kleinen Dinge die einem helfen, außerdem ist es jedem Halter selber überlassen wie er seinen Hund erzieht.

Das mit dem Laufband finde ich etwas merkwürdig, da, wenn man es nicht auf die Reihe bekommt ordentlich mit dem Hund spazieren zu gehen, sollte sich erst gar keinen anschaffen. Ich hab einmal das mit dem "Unterwerfen" ausprobiert. So schlecht hab ich mich in meinem ganzen "mit-Hunde-Leben" noch nicht gefühlt. Einmal und nie wieder, mein Hund soll auf mich hören, weil er mir vertraut und nicht weil er Angst davor hat das ich ihn in den Dreck schmeiße.

Das mit dem "in-den-Pool" zwingen finde ich eigentlich ziemlich okay, da manch ein Hund gar nicht weiß wie toll das Wasser ist, manche mutieren zur Wasserratte höchstpersönlich :) Bei meinem musst ich gar nichts erzwingen, der war im früheren Leben mal ein Fisch :) Ohne Wasser geht gar nix.

Also im Großen und ganzen finde ich den Herrn Millan gut und sehr sicher im Umgang mit seiner Meute :)
Wie heißt es so schön "Der Ton macht die Musik".

Kennt jemand hier ein Buch über die Körpersprache der Hunde? Wie sie Signale ausdrücken ect? Wenn ja, kann man mir per PN schreiben.

Grüßlis :)
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #49
Aso ich finde die Methoden von Millan auch nicht gut, aber darf ich euch mal fragen, was ihr ein mit einem Hund macht der keinerlei verhalten annimmt?? Der einfach nicht mehr ansprechbar ist, z.B. bei anderen Hunden oder sowas??
Der kein alternativ verhalten annimmt? Und ich meine wirklich kein. Sagen wir mal weil er eh ein schlechter Esser ist(draussen nichts nimmt) und nicht spielt?? Der in so einem moment einfach nicht anderes mehr wahr nimmt?? Wie würdet ihr so einem Hund sein verhalten wieder abgewöhnen? Bzw wie würdet ihr so einem ansprechbar machen??

Lg
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #50
Aso ich finde die Methoden von Millan auch nicht gut, aber darf ich euch mal fragen, was ihr ein mit einem Hund macht der keinerlei verhalten annimmt?? Der einfach nicht mehr ansprechbar ist, z.B. bei anderen Hunden oder sowas??
Der kein alternativ verhalten annimmt? Und ich meine wirklich kein. Sagen wir mal weil er eh ein schlechter Esser ist(draussen nichts nimmt) und nicht spielt?? Der in so einem moment einfach nicht anderes mehr wahr nimmt?? Wie würdet ihr so einem Hund sein verhalten wieder abgewöhnen? Bzw wie würdet ihr so einem ansprechbar machen??

Lg


Ich würde ihn damit belohnen, in dem ich aus der Stress Situation raus gehe.
Ben ist ein Super bsp dafür.
Er nimmt in Stress Situationen keine Leckerlies, er ist dermassen angespannt und kommt von alleine nicht aus der Situation raus.
Also hole ich ihn da raus. Entweder mitm Geschirrgriff, oder ich gehe einfach & nehme ihn mit und dann richtet sich die Aufmerksamkeit von selber auf mich.
Das muss in ganz kleinen Schritten Trainiert werden, bis der Hund das so versteht.
Klappt bei uns bestens seit wir das so machen.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #51
Hallo,

ich weiß, dass Cesar Millan sehr umstritten ist, aber ich muss sagen, das was ich von ihm gesehen habe, fand ich höchst beeindruckend. Er hat die Fähigkeit mit Hunden in ihrer eigenen Sprache zu kommunizieren. Hunde werden im Rudel auch nicht nur sanft behandelt, ich denke daher kommen die Methoden, die als "brutal" angesehen könnten.
Aber man muss finde ich betonen, dass da IMMER dabei steht, dass man die Techniken nicht nachmachen soll. Ich vertraue diesem Mann darin, dass er die Situation richtig einschätzt und eine Methode findet, die nicht nur Halter sondern auch Hund am ehesten weiterhilft.

Es heißt auch, dass man bei Kaninchen keine Gittertrennung vor der Vg machen darf. In seltenen Fällen ist es aber tatsächlich sinnvoll. Man muss es eben abschätzen können. Ich persönlich würde mich auch von Meideverhalten und Stachelhalsbändern entfernen, aber ich traue Cesar Millan durchaus zu, dass er weiß, wann, wie welche Methode angebracht ist und dass er die Situationen so abschätzen kann, dass der Hund keine Schäden tragen wird.

Ich finde es trotzdem sehr gut, dass er kontrovers diskutiert wird. Man soll sich ja auch seines eigenen Verstandes bedienen und nicht nur das glauben, was andere sagen ;)

Ich habe eine Folge gesehen, bei der er Schritt für Schritt anhand einer Aufnahme von der Folge die einzelnen Mimiken des Hundes gezeigt und gedeutet hat. Durch das, was er erklärt hat, hat man verstanden, was in der Situation wirklich abgelaufen ist und das ging stark von dem ab, was man im ersten Moment gedacht hat. Die Folge ich glaube ich relativ neu, ich hab sie noch nicht im Internet gefunden.
Ich finde grade da durch hat man gesehen, was für ein enormes Verständnis er von der Psyche und dem Verhalten von Hunden hat.

Ich mag Martin Rütter auch sehr gern. Der große Unterschied ist meiner Meinung nach, dass Martin viel mehr mit Training macht. Cesar Millan macht meinem Eindruck nach in der Serie kaum Training sondern begegnet den Hunden auf einer emotionalen Ebene. Das ist in erster Linie unterhaltsam, weniger hilfreich. Viele Sachen kann man ja auch kaum nachmachen.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #52
Ich glaube, bei so kleinen Problemchen macht Millan einfach zu viel aufhebens und versteht sich auch darauf die Situation noch mehr zu schärfen :shock: Das würde man auch hundefreundlicher hinkriegen.
Wenn ich aber einen Hund hätte, der Menschen beißt, unvermittelt oder (wie es auch als Beispiel gibt) schon Menschen getötet hat und sie regelrecht zerfleischte, würde ich mich eher an Cesar Millan wenden, als an Rütter (obwohl ich ihn vom Konzept her besser finde). Bei diesen Problemchen von wegen ,will nicht ins Auto steigen" bekäme man das viel besser mit Rütterschen Methoden hin, als der radikalen. Und vor allem ist D.O.G.S. nachhaltiger, im Gegensatz zu Millans Methoden, die manchmal im Nachhinein nicht richtig fruchten.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #53
Die Folge ich glaube ich relativ neu, ich hab sie noch nicht im Internet gefunden.

ach doch, da haben wir es:
[YOUTUBE]-yVmSSoHvbY[/YOUTUBE]
[YOUTUBE]RLbWMf-foDU[/YOUTUBE]


Gegensatz zu Millans Methoden, die manchmal im Nnachhinein nicht richtig fruchten.

genau das wäre auch mein Kritikpunkt. Zumindest, was die Serie angeht. Er erklärt den Haltern zwar, warum die Tiere so handeln, wie sie es tun, gibt aber kaum Training vor.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #54
Also ich find Cesar Millan einfach faszinierend. Achja, wegen dem Stachelhalsband- er nimmt immer die Halsbänder die die Besitzer benutzen.
Er ist kein Hundetrainer (in dem Sinne), sondern Hundepsychologe. Er wendet nur die Hundepsychologie an, die Hunde auch untereinander anwenden.
Ohne ihn wären bestimmt schon viele Hunde eingeschläfert worden.
Wirklich ein faszinierender Mensch mit faszinierenden Techniken. :clap:
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #55
Hier mal ein erneutes Video von Millan. Weiß leider nicht, wie alt es ist, habe es jedoch jetzt erst gesehen.

Mir fällt dazu eigentlich nichts mehr ein. Ich kann nicht verstehen, wie Leute auf den abfahren können.

[video=youtube;zHvPhFelym4]http://www.youtube.com/watch?v=zHvPhFelym4&feature=player_embedded[/video]
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #56
Es wäre ganz gut, wenn du sagst, was genau dich daran stört.
Ich sehe da einen absolut sinnvollen Trainingsablauf. Der Hund hat offensichtlich Angst vor der Treppe und aus dem Video ist rauszuhören, dass er seine Besitzer regelrecht rücksichtslos die Treppe herunterzerrt, wenn sie versuchen, mit ihm zu üben. Das ist sehr gefährlich für die Besitzer und gefährlich für den Hund.
Die Treppe gar nicht mehr zu benutzen, ist vermutlich keine Option, da die Schlafzimmer in der Regel oben sind und der Hund schließlich Rudelanschluss haben soll.
Nun probier es bei so einem Hund mal mit Leckerlies. In so einer Angst helfen Leckerlies leider selten, das kenne ich selbst.
Also nimmt Caesar sich den Hund, macht ihn etwas müde und bringt ihn in die Situation, in der Hoffnung, die Situation nebensächlich zu durchlaufen. Das geht beim ersten mal nicht, als muss er den Hund, der Panik bekommt sichern, in dem er ihn zumindest festhält. Außerdem muss er auch sich selbst sichern, um nicht herunterzufallen.
Würde er denn Hund die Treppe herunterpreschen lassen (z.B. die Leine einfach fallen lassen), wüsste der Hund, er kommt mit Geschwindigkeit und Kraft aus der Situation raus, was ja bei seinen Besitzern auch funktioniert. Caesar möchte allerdings den Vorteil nutzen, dass der Hund ihn eben nicht kennt und nicht weiß, was Caesar ihm durchgehen lässt. Er hält den Hund also einfach fest, verlässt die Situation langsam wieder und versucht es erneut. Natürlich ist das doof, gerade auch, dass er dann so die Treppe hochgezogen wird, aber Caesar Milan geht hier ganz wertfrei mit ihm in die Situation, bekräftigt seine Angst nicht und ihm ist bewusst, dass dieses Hindernis nach einmaligem Überwinden für den Hund leichter wird, eben wenn der Hund die Erfahrung macht, dass nichts passiert. Der Hund lernt zusätzlich, dass Vorwärtsgehen auf der Treppe positiv ist, die Leine wäre dann locker und die Situation vollkommen entspannt.
Auf dem Rückweg muss Caesar den Hund bremsen, damit er nicht die Treppe herunterprischt, eben um zu vermeiden, dass Hektik enststeht. Hier vermeidet er direkt, dass der Hund in Panik verfällt.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #57
Ich sehe da einen absolut sinnvollen Trainingsablauf.
Tut mir leid, aber das finde ich überhaupt nicht.
Er schleift den Hund an einem Würgehalsband die Treppe rauf, mehr nicht.
Das hat überhaupt keinen Effekt auf die Angst des Hundes vor der Treppe. Er erschafft einfach eine neue Angst vor Strafe, damit der Hund lieber die Treppe geht, anstatt sich halb strangulieren zu lassen.
Er lobt auch überhaupt nicht, weder für jede geschaffte Stufe, noch für das Laufen der gesamten Treppe.
Er argumentiert einfach damit, dass der Hund seinen Körper nutzt, um etwas nicht tun zu müssen, was er nicht will.
Geht man nur von diesem Ausschnitt aus ordnet er das Verhalten des Hundes als Trotz oder Dominanz ein.

eben wenn der Hund die Erfahrung macht, dass nichts passiert.
Auch das sehe ich absolut nicht so. Der Hund verknüpft hier meiner Meinung nach gar nichts positiv, er verknüpft die Verweigerung mit einem Negativ.
Der Hund wird immer wieder Probleme mit Treppen haben, denn gelöst wurde das Problem hier überhaupt nicht.
Eines Tages wird die Angst vor dem Menschen wieder geringer und man muss ihn erneut herumzerren, damit er wieder mehr Angst vor dem Menschen/der Strafe als vor der Treppe hat.

Sorry, aber das ist eine der Methoden, die ich nicht nachvollziehen kann und die ich auch völlig unangebracht finde, da meiner Meinung nach kein wünschenswerter Lernprozess einsetzt.
Hier spielt eben wieder eine Rolle, dass man etwas fernsehtaugliches zeigen musste und der Erfolg sofort kommen musste. Klar hatte er da keine Zeit, sich ein paar Wochen mit Leckerlis an die Treppe zu setzen, aber das macht die Methode nicht besser. Abgesehen vom körperlichen Druck wirkt hier nämlich ein massiver psychischer Druck, da der Hund mit seiner Angst konfrontiert und dann noch negativ geleitet wird.

LG
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #58
Ich verstehe auch nicht, wie man eine solche Trainingsmethode auch noch als "positiv" werten kann.
Den Hund mithilfe von Kraft und Schmerzzufügung die Treppe hochzuziehen kann doch nicht die Lösung sein! Man sieht eindeutig, dass der Hund Angst hat, und die ganze Situation dürfte für ihn traumatisch und extrem anstrengend gewesen sein. Bei der Methode hätte es mich nicht gewundert, wenn der Hund vor Aufregung einen Kreislaufkollaps bekommen hätte.

Außerdem wird hier der Hund "gebrochen", er weiß, dass er dem Trainer, ausgepowert wie er ist, nichts mehr entgegensetzen kann und schleppt sich unwillig und aus Angst vor dem Würger die Treppe hoch.
Sobald der Hund wieder fit ist und die normalen Besitzer dies versuchen, wird er sich wieder sträuben, weil er immer noch Angst hat.
Außerdem wüsste ich dann auch mal gerne, inwieweit der Hund tierärztlich durchgecheckt wurde - bei einer so großen Rasse treten auch schonmal Hüftprobleme auf, vielleicht auch Rückenprobleme. Möglicherweise verursacht das Treppensteigen dem Hund also massive Schmerzen.

Aber das ist bei dieser Trainingsmethode ja völlig egal, hauptsache der Hund macht, was er soll.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #59
Ich behaupte jetzt einfach mal, das Würgehalsband dient eben der Sicherung, also damit der Hund nicht aus dem Halsband rauskommt. Einen anderen Zweck scheint das hier auch nicht haben zu müssen.
Ich glaube auch nicht mal, dass es darum geht, eine fernsehtüchtige Methode zu zeigen, sondern es wird auch einfach der Familie um eine schnelle Lösung gehen. Die haben einen Hund, den sie entweder die Treppe rauftragen müssen oder alleine unten lassen müssen, wenn sie schlafen gehen. Ich denke, die Familie wünscht sich eine schnelle Lösung, da der Hund ja nun in dem Video schon 11 Monate alt ist.
Da ist halt wohl auch einfach mal wieder der Unterschied zwischen Deutschland und Amerika zu sehen.
Ich habe den Eindruck, den Deutschen muss es bei ihren Hunden nicht unbedingt schnell gehen, da sucht man auch nicht erst auf den letzte Drücker eine Lösung, also wenn das Problem schon so extrem ist, aber die Amerikaner scheinen einfach gerne zu warten, bis ein Problem nicht mehr tragbar ist und schnell gelöst werden muss und das ist nicht Caesar Milans Problem.

Ich finde aber auch nicht, dass er dem Hund hier Angst macht. Er ist souverän und strahlt Ruhe aus, er beruhigt auch den Hund, indem er ihn eben ruhig hält. Der Hund lernt nicht, dass die Treppe überhaupt etwas besonderes ist, sondern es ist einfach eine Treppe, da passiert nichts sonderlich positives, aber auch nichts negatives, da ist einfach Ruhe.
Natürlich ist das die ersten Durchläufe noch großer Stress für den Hund, allerdings muss danach schließlich weitergearbeitet werden. Nachdem der Hund erstmal gelernt hat, dass die Treppe nicht der Horror überhaupt ist (und man sieht hier, dass es nach einem erfolgreichen Durchgang lockerer ist), wird die Treppe einfach immer wieder benutzt. Mit Leckerlies macht man es halt im blödesten Fall auch viel zu wichtig.
Das Problem bei der Beurteilung von Caesar Milans Fällen ist allerdings immer, dass wir die Hunde nicht kennen und nicht beurteilen können, was schon probiert wurde.
Mit Akira gehe ich bei Angst anders um, aber die spricht eben auch relativ gut auf Leckerchen an oder genießt eben einen sicheren Rahmen. Das ist ein ähnlicher Ansatz wie der von Caesar Milan. Man kann einen Hund auch einfach eingrenzen um für Ruhe zu sorgen, allerdings funktioniert das am besten über Beziehung. Das ist nie optimal, wenn ein Fremder einem das erstmal zeigen muss, denn im Prinzip ist man als Frauchen oder Herrchen immer besser dran, wenn das Vertrauen stimmt.
Um einen Hund einzugrenzen und zu beruhigen, muss man ihn auch nicht gleich würgen, man kann sich auch einfach mal hinhocken, den Hund zu sich holen und nichts geschehen lassen. Andernteils funktioniert das mit einem 30kg Hund einfach nicht so wie mit einem Hund von 14kg und Akira beruhigt sich dann, weil sie mir vertraut, was bei einem Fremden anders aussehen würde.
Und das finde ich eben eher problematisch.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #60
Also diese Schwung-holen-Methode an sich finde ich super. Die wende ich bei Collin oft an, wenn ihm irgendwas komisch erscheint.

Aber mein Hund kommt auch deshalb mit mir mit, weil er Vertrauen zu mir hat. Er orientiert sich an mir und weiß, dass ich ihn verlässlich führe. Außerdem lobe ich jeden einzelnen Schritt, den er in die richtige Richtung macht. Und das finde ich bei der Schwung-Methode absolut wichtig.

Und das wird hier einfach mißachtet. Der Hund hat da raufzugehen, also wird ihm halb der Kopf abgerissen mit dieser ekelhaften dünnen Schnur, die er um den Hals trägt, und damit soll er einen Lerneffekt erzielt haben? Never.

Er hätte das zumindest mit einem Geschirr machen können, wenn er schon auf die Durchsetzungsgeschichte beharrt. Dann hätte der Hund zumindest keine Schmerzen gehabt.

Alles andere hat Mischling wie immer schön gesagt ;)
 
Thema:

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