Hund vegan ernähren - Meinungen!

Diskutiere Hund vegan ernähren - Meinungen! im Hunde Ernährung Forum im Bereich Hunde Forum; Canavar: wie machst du das eigentlich mit der "Zahpflege"? Dein Hund kann ja dann auch keinen Knochen etc. kauen, oder? Macht das gar keine...
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #61
Canavar: wie machst du das eigentlich mit der "Zahpflege"? Dein Hund kann ja dann auch keinen Knochen etc. kauen, oder? Macht das gar keine Probleme?

Kompassqualle: Im Prinzip geb ich dir da voll Recht, aber es ist schwer vegane Ernährung bei Hunden zu "verteufeln", wenn man mitbekommt, dass es funktioniert. Keiner der vegan ernährten Hunde die ich kenne, ist irgendwie unterernährt, nicht fit oder sonstwas. Eigentlich ist das total unlogisch, wenn man sich die Natur des Hundes anschaut und trotzdem scheint es zu funktionieren. Ich versteh nur nicht wie oder warum...
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #62
Ich denke das ist wie beim Menschen auch. Es kommt nie auf nur einen Teilbereich an. Es kommt auch auf die Auslastung an und natürlich auf die Grundkonstitution.
Es gibt ja auch Menschen, die ihr ganzes Leben lang Gemüse verweigern und trotzdem fit wirken, top Blutwerte haben und was weiß ich. Auch Raucher werden teilweise ganz schön alt...
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #63
Ich versteh nur nicht wie oder warum...
Der Körper des Hundes kann wie beschrieben Energie aus Kohlehydraten ziehen, die ja im Gemüse reichlich vorhanden sind, besonders aus Fruktose, Galaktose und Glukose, die größtenteils in der Leber zu Glykogen umgewandelt werden. Aber auch aus Ballaststoffen kann Energie gezogen werden. Summa summarum sind das etwa 17 kJ/g umsetzbare Energie (wie oben geschrieben sind es beim Fett etwa 39, nur so als Vergleich). Hirn und zentrales Nervensystem nutzen diese Quelle primär, alle anderen Organe nutzen primär Fett, können aber bei unzureichender Fettzufuhr die Energie aus den Kohlehydraten ziehen. Allerdings ist dann auch zu bedenken, dass es weit mehr Kohlehydrate braucht, als es Fett bräuchte.
Die Verdauung ist auch kein Thema, da das Gemüse in der Dose sicher so zerkleinert und mit Fett gemischt ist, dass es verwertet werden kann.

Was dann an Vitaminen und Mineralstoffen fehlt, wird dem Futter bei der Herstellung künstlich zugesetzt. Im Prinzip sind die Mischungen, die dafür verwendet werden, nicht viel anders als Barfzusätze (Granulat), nur dass sie auf das abgestimmt sind, was im Futter fehlt. Selbst Vitamin K, was in aktiver Form fast nur in der Leber vorkommt, kann über Carotinoide – allerdings dann in passiver Form – zugeführt werden.

Es ist sicher möglich, wenn man aber bedenkt, wie viele Mineralstoffe besonders in tierischen Produkten enthalten sind, kann man sich vorstellen, wie viel Gemüse gefressen werden muss, um auf denselben Wert zu kommen, dasselbe bei der Energie. Dadurch würde man aber einen Überschuss an anderen, hauptsächlich in Pflanzen enthaltenen Nährstoffen, produzieren, weshalb m.E. sicher viel künstlich zugesetzt wird, anstatt die Menge zu erhöhen.

Was meines Erachtens einzig schwierig ist ist das Eiweiß für den Gewebeaufbau und -erhalt – wo kommt das ganz ohne tierische Produkte her?

Alles in allem: Vieles ist möglich, gut ist es deswegen noch lange nicht. Der Hund zieht eben primär das meiste, was er braucht, aus Fleisch, Innereien und Knochen.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #64
Es gibt doch genug Pflanzen, in denen der Eiweißgehalt wesentlich höher ist als in Tierprodukten, oder zumindest nicht niedriger. :eusa_think: Das ist ja auch immer DAS Argument, warum Veganer so ungesund leben :roll:

hab jetzt auf die Schnelle nur das gefunden:
Mit ihrem durchschnittlichen Eiweißgehalt von 20% rangieren Fleisch und Fisch im Mittelfeld der Proteinlieferanten, gemeinsam mit Nüssen, Linsen und Käse. Doch viele Lebensmittel (Käsesorten, wie z.B. Parmesan, und manche Nussarten) haben einen viel höheren Eiweißgehalt als Fleisch. Sojamehl, Bestandteil und Ausgangsprodukt zahlreicher Fleischersatzprodukte, enthält einen Eiweißgehalt von mehr als 40%.
Quelle:

Und Fett kann man ja ebenfalls Problemlos hinzufügen...auch Mineralstoffe und Vitamine sinz zum Teil in Pflanzen mehr entalten, als in Fleisch, da muss man halt dann nur wissen, welche Pflanzen man verwendet. Dass da gekochtes Dosengemüse eher suboptimal ist, sollte auch jedem klar sein, da sind die meisten Vitamine tot. Das sind sie allerdings auch in gekochtem Fleisch, weshalb auch hier supplementiert wird, aber halt schon in der Dose...

Es ist sicher möglich, wenn man aber bedenkt, wie viele Mineralstoffe besonders in tierischen Produkten enthalten sind, kann man sich vorstellen, wie viel Gemüse gefressen werden muss, um auf denselben Wert zu kommen, dasselbe bei der Energie. Dadurch würde man aber einen Überschuss an anderen, hauptsächlich in Pflanzen enthaltenen Nährstoffen, produzieren, weshalb m.E. sicher viel künstlich zugesetzt wird, anstatt die Menge zu erhöhen.
Mehr Gemüse zu essen ist sicherlich auch nicht zweingend ein Problem. Viele Stoffe werden ja bei Überdosierung auch einfach ausgeschieden. Klar geht das sicherlich nicht mit allem, aber da kenn cih mich nicht genug aus.
Und wenn man hochwertige Supplemente hat, dann seh ich auch nicht das Problem die Dosis zu erhöhen. Problematisch ist es halt dann, wenn es total synthetisch oder nicht bioverfügbar ist. Aber das macht man beim barfen ja auch nach bedarf :eusa_think:
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #65
Aber gerade dieses Billigfutter mit geringem Fleischanteil, das so viele Hunde bei uns bekommen zeigt ja, dass man Hunde auch pfanzlich ernähren KANN. Auch wenn es bei diesem Billigfutter natürlich vorne und hinten an der Qualität und Zusammenstellung der Inhaltsstoffe hakt, weshalb ja auch viele davon krank werden.

Dass man es füttern KANN, schiebe ich in erster Linie darauf, dass alles, was fehlt, künstlich zugesetzt wird. Wenn man sich mal den Output vieler Hunde bei so einem Futter anschaut, sollte theoretisch der normale Menschenverstand sagen, dass etwas nicht stimmt. Ein Hund, der dann teilweise 5-6x einen Haufen machen muss, kriegt das falsche Futter, was jetzt nicht speziell Discounter-"Veggi"-Futter sein muss. Meine Hunde hatten so einen Output auch schon bei besserem Futter, welches sie aber einfach nicht vertragen haben. Mangelerscheinungen kriegen die vielleicht nicht, aber irgendwie widerts mich schon an, wenn der Hund sein Futter kaum verwerten kann und ich ihm auch mit Vitaminen versetztes Papier in den Rachen schieben könnte :eusa_think:
Wegen der künstlichen Zusätze haben auch sehr viele Discounterfutter mit sehr gut bei Stiftung Warentest abgeschnitten und das ist das fatale. Zwar sind die Stimmen der Leute leiser geworden, aber eine Zeit lang hatten wir einen riesen Hype a la "Discounterfutter ist das Beste, das hat mir sehr gut abgeschnitten! Stiftung Warentest muss das wissen!". Dass das aber nur daran liegt, dass einfach alles fehlende künstlich nachgereichert wurde, haben viele dann nicht gelesen. Stiftung Warentest geht es nicht darum, ob das Futter ausgewogen zusammengestellt wurde, sondern ob alles da ist, was den Kriterien entspricht - WIE das auch immer sein mag, ist egal.
So etwas erinnert mich irgendwie immer an die Leute, die ein saumäßiges Leben führen und meinen, man könne sich alle Vitamine künstlich zupumpen. Klar geht das. Aber wie lang? Und ist das wirklich gut für den Körper? Oft sind es ja auch nicht reine Vitamine und bei Tiernahrung mischen die Leute eh gerne mal Dinge dazu, die kein Schwein kennt, bis sich mal jemand die Mühe macht und dann meist ganz furchtbare Dinge rauskommen (Vit K3 o.ä.).

Ich will gar nicht ausschließen, dass sich der heutige Haushund anatomisch nicht vielleicht sogar mal anpasst, so wie es beim Menschen auch der Fall ist, und irgendwann wirklich vegetarisch oder gar vegan leben kann. Derzeit halte ich aber die Ernährung noch nicht für sinnvoll und würde eher mal vegetarische Tage einführen.

Sumo: Das Problem ist eher, dass Hunde Gemüse kaum verwerten könnten. Selbst wenn man es irgendwie versucht "vorzuverdauen" in Form von pürieren o.ä. kann der Hund das kaum annehmen (siehe mein Satz zum Output).
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #66
Aber in jedem industriell hergestelltem Futter wird doch alles mögliche zugesetzt. Das ist ja auch notwendig, weil z.B. Dosenfutter ja gekocht ist und somit die ursprünglich enthaltenen Vitamine tot sind.

Darum glaube ich nicht, dass das von den zugegeben Supplementen her so arg unterschiedlich ist (wobe ich jetzt natürlich keine Zahlen zum vergleich habe, hab mich damit nicht so wirklich auseinandergesetzt)

Also klar ist vegane Ernährung für Hunde unnatürlich, da geb ich euch völlig Recht und ich will es hier jetzt auch nicht gut reden, aber da ich halt schon im Bekanntenkreis auch seh, dass es anscheinend gut funktioniert, drum interessiert mich das grad. Die vegan ernährten Hunde die ich kenn sehen besser aus als die meisten mit Fleisch ernährten Hunde und davor kann man ja die Augen auch nicht einfach so verschließen..
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #67
Er hat diese Kaustangen von Select Gold, welche aus Kartoffelstärke(oder so^^) ist, die verträgt er sehr gut.

Ich versuche weitgehend auf Sojaprodukte zu verzichten und nehme als Eiweißquelle Beispielsweise Linsen. Ich kenne Rezepte mit Linsen für Hunde in denen ein natürlicher Proteingehalt von über 28% möglich ist. Ich variiere gerne, aber es gibt eigentlich sehr gute Pflanzliche Eiweißquellen. Ansonsten kann man bestimmt auch Soja benutzten, nur habe ich da irgendwie Hemmungen, da in irgendeiner Studie nachgewiesen wurde, dass ohne Soja besser ist.

Henry geht am Tag mindestens 4 Stunden durch Wald und Wiesen und eigentlich immer ohne Leine. Heute ist er ca ne halbe Stunde mit seinen Kumpels durch die Gegend gerannt, nachdem wir schon mindestens ne halbe Stunde Fahrrad gefahren sind und davor 1 Stunde gelaufen... kein Problem, obwohl er sichtlich empört war, dass es nach Hause ging. Er ist sehr schlank für einen Goldy, worauf ich auch sehr achte. Auch ist er viel muskulöser als eigentlich alle Hunde die ich kenne. Er apportiert gerne, macht ab und an Agility, Schnüffelspiele, Trickdogging und demnächst fangen wir mit Canicross an, da ihm Zugarbeit unheimlich Spaß macht.

Henry bekommt auch alles, was nicht gekocht werden muss roh und gut püriert, womit er überhaupt keine Probleme hat!
Er macht 3 Haufen am Tag, welche alle gut geformt sind und aussehen, was darauf deuten lässt, dass er es sehr gut verwertet(gar nicht mit vorher zu verlgeichen).
Auch haben Pflanzen eben mehr Ballaststoffe, was ja nicht unbedingt schlecht sein muss und heißen, dass nur Hunde es nicht verdauen können.


edit:

Ich frag mich auch, was die Hunde die letzten 15 000 Jahre an Fleisch bekommen haben und in wie weit sie das verändert hat. ...naja, da gibt es leider keine sichere Antwort :/
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #68
Achso: meine schwester und ich haben mal ein paar Tage lang auf zwei Hunde aufgepasst, die mit essensresten (also was vom Kochen so übrig bleibt, nichts stark gewürztes) und Vegan ernährt wurden. Sie sahen super aus und der Kot war auch nicht anders als von anderen Hunden. Sie mussten auch nicht wesentlich öfters..

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Drei Haufen am Tag hört sich aber schon viel an. Die Trixie macht 2 am Tag und die bekommt nicht das hochwertigste Futter (Animonda Carno oder Rinti meistens)

Wenn man Katzen barft müssen die häufig nur noch alle 2 Tage "groß". Ist das bei Hunden auch so?
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #69
Also BJ muss auch 2-3mal am Tag. Bei vielen anderen Futtern (?) sah das definitiv anders aus...

Henry: Ich denke auch die letzten 15000 Jahre haben Hunde Fleisch bekommen. Wenn jetzt nicht unbedingt aus den Essensresten der Menschen, dann haben sie aber immer noch gejagt. Hauptsächlich wohl "Kleinkram" wie Kaninchen, Mäuse, Ratten und Bisamratten, aber immerhin...
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #70
aber es ist schwer vegane Ernährung bei Hunden zu "verteufeln", wenn man mitbekommt, dass es funktioniert
"Funktionieren" ist hier ja relativ.
Damit ein Hund Eiweiße aus Pflanzen (Soja, Reis, Kartoffel etc) aufnehmen kann müssen diese Proteine zuerst einmal industriell isoliert werden. Dabei werden die Zellen z.B. durch kochen oder zentrifugieren aufgebrochen und später das Eiweiß herausisoliert (man kennt das z.B. vom Kartoffelnkochen, da schwimmt oben auch immer so weißer Eiweißschaum auf dem Wasser).

Da das so gewonnene pflanzliche Eiweiß nun nicht mehr von pflanzlichen Zellhüllen umgeben ist, die ein Hund verdauungstechnisch gar nicht aufspalten könnte, kann es nun auch von einem Karnivoren gefressen, verdaut und verwertetet werden.

Zusammen mit anderen (künstlichen) Zusätzen kann man daraus dann eine Fertignahrung basteln, mit der man einen Hund ernähren kann.

Auf natürliche Weise, ohne industriell aufgeschlossenes Eiweiß und jede Menge weiterer künstlicher Zusätze, könnte man einen Hund wohl nicht vegan ernähren. Ich fürchte da würde der Hund mit der Zeit wohl sehr starke Mangelerscheinungen bekommen, wenn man ihn immer mit frischem Getreide und Gemüse füttern würde.

Da ist es wie mit den Kühen in der Massenhaltung, die kann man auch jahrelang mit Tiermehl ernähren, aber wenn man ihnen Fleisch in die Tröge kippen würde, würden sie wohl sehr bald an Fehlernährung sterben - bloß weil man es machen kann, heißt dass aber noch lange nicht, dass es dann auch okay ist!


Man muss ja auch überlegen, welche echten Argumente es gibt, einen Hund vegan zu ernähren.
Die Umweltbelastung ist bei einem industriell hergestellten, veganen Fertigfutter z.B. sicher höher, als wenn man Fleischabfälle vom Metzger aus der Region verfüttert.

Und, genau: Abfälle. Im Idealfall kann der Hund all die Teile eines Tieres fressen, welche vom Menschen verschmäht werden, so dass nicht extra Tiere zum Verfüttern für Hunde gezüchtet werden müssen.

Massentierhaltung ist schrecklich, ja, aber es nicht die Ernährung der Haushunde die die Industrie zu diesem Wahnsinn gebracht hat.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #71
Kompassqualle, danke für die supertolle Erklärung :041:
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #72
Ich weiß jetzt ehrlich was an Kochen so schlimm sein soll. Wir Menschen sind ja auch darauf angewiesen, dass wir Sachen kochen, welche auch gesundheitsfördernd sind.
(Bei Kartoffeln ist der Schaum der oben schwimmt meist auch Stärke) Und dann wird sowieso alles in Aminosäuren aufgespalten, wovon es in Pflanzen sowieso mehr gibt und wobei es dann bei der Verwertung in dem Punkt keine wirklichen Unterschiede gibt.
Auch kann Henry durchaus alles Rohes verwerten, aber gerade Linsen, Quinoa und Co sind gute Sachen, welche ich mir in der Hundeernährung, sei es vegan oder nicht, sehr gesundheitsfördernd vorstelle.


Und Kühe mit Fleisch zu ernähren ist nicht zu vergleichen Hunde vegan zu ernähren, da Hunde ja auch fast schon als Allesfresser gesehen werden können. Und Kühe reine Pflanzenfresser sind(jetzt mal vom Wurm auf dem Blatt abgesehen und auch das Mehl das die bekommen ist ja stark verändert und fast nur unter er Gabe von Antibiotika möglich).


Auch kann man die Supplemente nicht mit den normalen künstlichen Zusätzen vergleichen die in unserem Essen vorkommen(Farb, Geschmack, Konservierung, usw.).
Es sind Stoffe die natürlich abgestimmt und von denen natürlich nicht zu viel gegeben werden darf, aber eine eindeutige Schädlichkeit wurde bis jetzt auch noch nicht wirklich nachgewiesen.
Vermuten wir mal, dass Supplemente minimal Krebsfördernd sein könnten, so verringern gerade die Zutaten auf die ich achte sehr das Krebsrisiko und sind allgemein gesundheitsfördernd(egal ob Hund oder Mensch). Und Fleisch selbst
Auch ein hochwertiges Trockenfutter wie z.B. Wolfsblut wurde doch erheblich verändert und enthält noch weniger natürliche Strukturen, als selbstgekochtes Veganes, würde aber niemals so einen Aufschrei hervorrufen.


Du bekommst dein Fleisch kostenlos und als Abfall? Das ist natürlich super!
Meist frage ich mich aber, wie gesundheitsfördernd ein Fleisch ist, welches von Tieren aus Massenhaltung kommt, die selber nur Mist bekommen, mit Hormonen und Antibiotika und anderen Sachen vollgestopft werden und die ganze Zeit in ihren eigenen Fäkalien stehen.


Es ist aber mitunter die Ernährung der Haushunde und was ein Hund an Fleisch zu sich nimmt, nimmt ein Mensch höchstens(hoffentlich) in einer Woche zu sich.
Es wurde auch beispielsweise in einer Studie dargelegt wie erheblich die Ernährung von Katzen mit Fisch einen Einfluss auf die Überfischung der Weltmeere hat.
Vielleicht wäre irgendwann eine Ernährung von Hunden mit Fleisch kein so großes ethisches Dilemma mehr, wenn der Mensch weitgehend auf seine Tierprodukte verzichten würde.
Ich weiß aber nicht wie eine vermeintlich artgerechte Ernährung den passiven Mord an Menschen rechtfertigt und eine Ernährung die bis jetzt bei keinem Hund den ich kenne Defizite zu BARF-Hunden zeigt, ethisch kontrovers sein soll...
Es ist ja nicht so, dass ich einen Zweithund wahrscheinlich nicht BARFen würde, aber mir ist bewusst, dass es richtig schlimm von mir ist. Das muss einem bewusst sein, denn auch wenn hier gesagt wird: "dann schaff dir ein Kaninchen an, wenn du nicht damit klar kommst", so ist es unsere Verantwortung uns einzugestehen, dass wir am Hunger und Tod auf der Erde, Umweltkatastrophen, Tierleid und der Klimaerwärmung Mitschuld haben und in Wirklichkeit und rational gesehen, die vegane, problemlose Ernährung von Hunden ethisch korrekter ist. Nur das es uns wegen unser Verharrung auf irgendwelche Prinzipien nicht in den Kram passt.

Außerdem werden die Tatsachen übersehen: schönes Fell/Haut, ausgeprägte Muskeln, gute Verträglichkeit, super Blutwerte und Leistungsfähigkeit, usw...
Ich sehe jedenfalls immer bei einem Tier, ob es gut oder schlecht ernährt wird(auch bei Menschen). Das geht vom Fell bis zu den Bewegungsabläufen.
Es ist gerade bei Henry nicht so, dass er damit gerade Überlebt, oder er im Unteren durchschnitt funktioniert. Es geht ihm richtig super!
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #73
Huhu,

Ich wollte mich eigentlich aus der Diskussion verabschieden, da ich selbst keine Veganer persönlich kenne und zu der Seite auch nicht viel sagen kann.
Trotz der ganzen Diskussion bzgl. Umwelt und Tierleid....ehrlich? Ich finde, man kann heutzutage nur noch richtig gesund leben, wenn man selbst anbaut. Ohne Spritzmittel, ohne Insektenschutz etc. Und das ist heutzutage so gut wie gar nicht mehr möglich - zumindest in unseren Breiten.
Und das beginnt schon beim Grundwasser. Hier kann ich zb. das Grundwasser nicht trinken wegen Pestizidien die vom Ackerbau rundherum kommen....wenn ich das Wasser schon mal nicht trinken kann, kann ich dann eigentlich überhaupt das Gemüse noch essen?
Ist es dann eigentlich "gesund"? - Oder herrscht immer noch die Meinung: Gemüse ist einfach gesund, egal wo es herkommt?
Weißt du, was ich meine?

Auch das Obst ist gespritzen, die ganzen Apfelbäume, Marillen und co. In der Nahrungsmittelbranche geht es heutzutage gar nicht mehr anders. (Selbst "bio" ist mittlerweile ja sogar schon anzuzweifeln).
Ich habe eine landwirtschaftliche Fachschule abgeschlossen, wenn ich dir erzähle was ich da alles gesehen/gelernt habe würdest du weder Fleisch noch Pflanzen mehr essen wollen, sondern am liebsten selbst irgendwo in der Pampa eine Farm aufstellen um Kürbisse anzubauen.

Was viele auch gerne vergessen: individuell auf den Hund eingehen. Schön, wenn dein Henry es verträgt...meine beiden würden beinhart eingehen. Der Große streikt mal locker 14 Tage wenn ihm etwas nicht schmeckt und wenn ich dann auf vegan umstellen würde, würde er mir gar nichts mehr fressen.
Man sollte daher auch jeden Hund individuell betrachten und nicht einfach sagen: "Hey, vegan ist die Weltlösung!" oder "Fleisch ist die Weltlösung!".

dass wir am Hunger und Tod auf der Erde, Umweltkatastrophen, Tierleid und der Klimaerwärmung Mitschuld haben und in Wirklichkeit und rational gesehen, die vegane, problemlose Ernährung von Hunden ethisch korrekter ist.

Mh wie rechtfertigt man zum Beispiel, dass das eigene Tier vielleicht Mangelerscheinungen bekommt/hat, damit es einer Kuh auf dieser (eh so großen Welt) gut geht? Mir persönlich steht mein Haustier näher als eine Kuh. Und da fange ich lieber bei mir selbst an, schaue das es meinen Tieren gut geht bevor ich gleich versuche, die Welt zu verändern.
Wenn ich etwas gelernt habe, dann immer zuerst bei sich selbst anfangen. Die Leute/Freundeskreis bemerkt das und beginnen nachzudenken....fragen dann und wollen auch bestimmte Sachen, die man ihnen vorzeigt selbst umsetzen. So kann man langsam die Welt verändern, indem man einfach bei sich selbst anfängt.

Ich selbst würde gerne mal vegan/vegetarisch über einen längeren Zeitraum probieren, geht jedoch leider gesundheitlich nicht...:?

(In der Massentierhaltung wird sie eh geschlachtet, ob sie jetzt von einem Menschen/Hund gegessen wird oder halt dann in der Pasta nebenan landet, können wir sowieso nicht bestimmen. )
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #74
Klar ist das individuell und ich würde Henry wahrscheinlich auch mit Fleisch ernähren würde er es vertragen, aber die Meinungen, dass es nicht ok, möglich oder leidfrei ist einen Hund vegan zu ernähren, sind meiner Meinung falsch.
Es ist nur eine Tatsache, dass das alles Leid verursacht und vegane Ernährung von Hunden als ethisch noch weniger korrekt darzustellen, als Ausbeutung und Hunger von Menschen halte ich für auch nicht richtig.
Und das schlimmen Sachen die auch bei dem Gemüse oder veganen Lebensmitteln passieren sind trotzdem nicht mit dem globalen Problem, welche die Nutztierindustrie hervorruft zu vergleichen.

Ich kaufe eigentlich nur Bio Obst und Gemüse, oder auch beim Bauern und kann natürlich nur weitgehend hoffen, aber es stimmt schon.. alle treiben da ihre Schindluder, wobei ich gerade die ganze Artzeneigabe an Nutztiere doch noch bedenklicher finde und hoffe da ändert sich bald mal was.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #75
"dann schaff dir ein Kaninchen an, wenn du nicht damit klar kommst", so ist es unsere Verantwortung uns einzugestehen, dass wir am Hunger und Tod auf der Erde, Umweltkatastrophen, Tierleid und der Klimaerwärmung

Naja, aber das hat doch jetzt alles nicht wirklich was mit der hündischen Ernährung zu tun :eusa_eh: Die Probleme resultieren nicht daraus, dass wir unsere Hunde (artgerecht) füttern, sondern dass WIR den Hals für UNS nicht vollkriegen und es immer billiger brauchen. Wenn die gesamte Menschheit sich mal verantwortlicher für die eigenen Belange verhalten würde, würde es solche Diskussionen vermutlich gar nicht geben. Ich kann mich da Kompasqualle eigentlich nur anschließen: Die Fütterung von Hunden mit Fleisch hat das Problem der Massentierhaltung usw. nicht herbeigeführt und nach meiner bescheidenen Meinung verschlimmert sie das Problem auch nicht. Ich denke, die hündische Ernährung hat so gar nichts mit diesem Problem zu tun. Von daher: Ne. Ich finde es NICHT ethisch "korrekter" seinen Hund vegan zu ernähren. Das hat auch nichts mit Prinzipienreiterei zu tun. Ich sehe nur nicht, dass ich die Welt damit verbessern kann. Und wer wirklich mit dem Gedanken ein Problem hat, dass ein anderes Tier für das eigene stirbt, der sollte m.E. wirklich keinen Hund halten. Ich meine damit nicht die Problematik der Massentierhaltung, sondern ganz minimalistisch den Tod des Tieres, egal wie es vorher lebte. Meine Hunde könnte ich ohnehin nicht vegan ernähren. Mein Rüde verträgt kein Getreide und meine Hündin mag kein Gemüse und lässt es sich auch nicht aufzwingen. Von daher stellt sich mir die Frage nach so einer Ernährung eh nicht. Mal abgesehen davon, dass ich einem Beutetierfresser (nicht zu verwechseln mit Allesfresser, wie der Hund gerne mal fälschlicherweise genannt wird, was aber allein seine Anatomie gar nicht zulässt) seine Ernährung nicht vorenthalte, weil meine Prinzipien dagegen sprechen.

Für mich gibt es etwas, was noch über den Prinzipien steht und das ist die Natur. Die Natur ist kein Ponyhof, die Natur Realität und da gibts auch mal Leid und da sterben auch mal Tiere (inklusive Menschen). Versteht mich nicht falsch, damit will ich keineswegs die unsagbar furchtbaren Zustände der Massentierhaltung rechtfertigen und die sind auch gar nicht gemeint. Aber wenn ich teilweise sehe, wie Tiere andere Tiere reißen, mag ich mir nur bedingt vorstellen, dass das für das Beutetier angenehmer ist als eine Schlachtung beim Schlachter. Mich würde daher schon interessieren, wie Veggis zu Tieren stehen, die in freier Wildbahn leben und dort Tiere reißen. Sind die auch Mitschuld am Tierleid? Und wenn deren Hund eine Maus in freier Wildbahn fängt, ist das für diese dann auch tabu? Theoretisch hat diese Maus (hoffentlich) gut gelebt. Keine Medis, keine Massentierhaltung, es konnte sich frei bewegen. "Lediglich" der Tod selbst würde Leid für sie bedeuten. Wäre das ausreichend, dem Tier so eine Jagd zu verbieten (rein aus ernährungsphyiologischer und ethischer Hinsicht - nicht aus Erziehungsgründen)?

Wenn ich bei so Themen mitdiskutiere, komme ich mir immer ein wenig "Anti" vor, dabei versuche ich selbst darauf zu achten, alles "unnötig" tierische zu vermeiden. Aber manchmal kann ich den Eindruck nicht ablegen, dass so manche vegane Einstellung etwas zu utopisch und blauäugig ist. Hier im Forum nehme ich die meistens Veggis sehr ernst. Aber ich habe gerade in der Realität so viele Veggis kennengelernt, die einfach nur stupide auf Tierisches im Essen verzichten. Das finde ich ja auch gut. Aber anstatt dem Hund sein Futter zu verweigern, fänd ich es viel wichtiger, noch über die Ernährung hinauszuschauen. Da gibt es noch so viele Bereiche, die "vegan gemacht werden" können. Da würde es auch wesentlich mehr Sinn machen als bei der hündischen Ernährung, die (wie oben erwähnt) m.E. weder das Problem der Tierhaltung löst noch verschlimmert. Dass das aber oft nicht der Fall ist, sehe ich ständig an Diskussionen. Die Thematik der Tierversuche z.B. ist immer noch erstaunlicherweise ein ganz unbekanntes Feld. Und das durchaus auch bei Leuten, die ihre Hunde aus Prinzip vegan ernähren und sich theoretisch mit dem globalen Tierelend beschäftigt haben.
Um das Ganze abzukürzen: Ich finde es sinnvoller, gänzlich bei mir anzufangen, als meine Mitlebewesen einzubeziehen, die für die Problematik nix können, aber nach unserem Gutdünken zu einer Ernährung "gedrängt" werden, die ihrer Art nicht entspricht.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #76
Und das schlimmen Sachen die auch bei dem Gemüse oder veganen Lebensmitteln passieren sind trotzdem nicht mit dem globalen Problem, welche die Nutztierindustrie hervorruft zu vergleichen.

Sind sie nicht? Wie siehts aus mit Wassermangel der normalen Bevölkerung dank riesiger Gemüse-Farmen? Versteppung weil die Landwirtschaft den Boden auslaugt? Daraus entstehende Steppen/Wüsten? Also ich finde, da geben sich beide Arten; Landwirtschaft u. Massentierhaltung in meinen Augen wirklich nicht viel.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #77
Also ich hab ehrlich gesagt kein Problem damit, dass Tiere von anderen Tieren(auch Haustieren gegessen werden), das ist natürlich und völlig ok.
Auch zwinge ich das meinen Tieren nicht auf, da Henry nix anderes verträgt. Auch wenn Hunde zu besuch sind, bekommen die natürlich wie immer ihr Fleisch.

Trotzdem sollte man sich der Situationen bewusst sein, gerade die der Menschen in Entwicklungsländern und ehrlich gesagt frage ich mich, wer damit keine Probleme hat, oder das ausblenden kann? Und das ist mein Problem, dass nicht gesagt wird, wie z.B. Infano, dass es ein Dilemma ist, durchaus Sorgen bereiten kann und man deswegen noch lange nicht für eine Hundehaltung ungeeignet.

Und es ging die meiste Zeit um die ethische Vertretbarkeit von veganer Hundeernährung. Und ethisch ist es einfach so, dass ich den Tod und das Leid von Menschen(!!) schlimmer finde als einen vegan ernährten Hund(ganz objektiv, was man nicht immer ist und nachdem ich auch ehrlich gesagt nicht entscheiden würde meinen Hund zu ernähren).
Natürlich will ich nicht das alle Hunde vegan ernährt werden müssen, sondern dass die Menschen endlich mal aufwachen und über ihren Konsum nachdenken, das sehe ich auch so.

Ich finde es nur schlimm das fast schon mit Tierquälerei gleich zusetzten, gerade wenn zum Beispiel jemand, wie ich, gesundheitlich für seinen Hund keine Wahl hat.



edit:

Der Futtermittelanbau ist um vieles Schlimmer! Gerade Regenwaldgebiete sehen jetzt aus wie Holland, weil davon so viel gebraucht wird.
Ich will nicht wieder mit der doofen Vorrechnung kommen^^
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #78
Aber manchmal kann ich den Eindruck nicht ablegen, dass so manche vegane Einstellung etwas zu utopisch und blauäugig ist. Hier im Forum nehme ich die meistens Veggis sehr ernst. Aber ich habe gerade in der Realität so viele Veggis kennengelernt, die einfach nur stupide auf Tierisches im Essen verzichten. Das finde ich ja auch gut. Aber anstatt dem Hund sein Futter zu verweigern, fänd ich es viel wichtiger, noch über die Ernährung hinauszuschauen. Da gibt es noch so viele Bereiche, die "vegan gemacht werden" können. Da würde es auch wesentlich mehr Sinn machen als bei der hündischen Ernährung [...]
Das klau ich einfach mal so und unterschreibe das ;) Die Ernährung des Hundes ist natürlich nur ein kleiner Teilbereich. (Mir gehen auch immer die Veganer auf den Sack, die dann statt das Vit D in Margarine (da auf Schafswolle gezüchtet) verunglimpfen, dafür aber Palmöl in Massen essen... da fehlt scheinbar ab und an wirklich der Überblick.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #79
Off-Topic
(Mir gehen auch immer die Veganer auf den Sack, die dann statt das Vit D in Margarine (da auf Schafswolle gezüchtet) verunglimpfen, dafür aber Palmöl in Massen essen... da fehlt scheinbar ab und an wirklich der Überblick.

Das fällt mir vor allem bei der Kosmetik ganz gewaltig auf. Da achtet man so penibel drauf, dass kein Honig in irgendeiner Creme ist, aber Palmöl in Massen :| Klar, kann man die Welt nicht an allen Ecken retten und irgendwo unterstützt man leider immer was moralisch Verwerfliches. Trotzdem fehlt mir da manchmal der Blick über den Tellerrand.


Und das ist mein Problem, dass nicht gesagt wird, wie z.B. Infano, dass es ein Dilemma ist, durchaus Sorgen bereiten kann und man deswegen noch lange nicht für eine Hundehaltung ungeeignet.

Kann ich im Prinzip nachvollziehen. Auf der anderen Seite denke ich mir, dass man so etwas doch vorher weiß. Man wird doch nicht aus dem Nichts Veganer, weil einem die Ausbeutung der Tiere plötzlich wie Schuppen von den Augen fällt. Also ich kann mich sehr gut darauf einlassen, wenn jetzt jemand sagt "Ich hab vorher nicht 100% realisiert, wie es den Tieren geht, weil ich das erst durch Videos und Aufklärung erfuhr". Aber dass ein Tier getötet wird, um ein Tier wie den Hund oder die Katze zu ernähren - das ist doch eigentlich ein Leid, das man "kennt". Die Zustände in Massenbetrieben sind immer noch nicht für jeden vorstellbar (weil man es bewusst vermeidet oder die Medien filtern), aber der Tod eines Lebewesens sollte doch jedem auch vor seiner veganen Lebenswese bekannt gewesen sein? :eusa_think:
Ungeeignet halte ich einen Halter deswegen nicht, aber ich würde schon sagen, dass das dann Lebensweisen sind, die nicht zusammen passen. Zumindest wenn man sich so gar nicht darauf einlassen kann, sein Tier mit anderen Tieren zu füttern.

Und es ging die meiste Zeit um die ethische Vertretbarkeit von veganer Hundeernährung. Und ethisch ist es einfach so, dass ich den Tod und das Leid von Menschen(!!) schlimmer finde als einen vegan ernährten Hund(ganz objektiv, was man nicht immer ist und nachdem ich auch ehrlich gesagt nicht entscheiden würde meinen Hund zu ernähren).

Ja, richtig, DU empfindest das so ;) Das ist damit aber keine Allgemeingültigkeit ;) Die Natur pfeift auf Moral, das ist ein menschengemachtes Ding. Der Hund wird das nicht so sehen. Die meisten Menschen sehen es so, dass der Tod eines Lebewesens schlimmer ist als ein gewisses Maß an Leid. Ich sehe das auch so. Zumindest wenn das Tier "unnötig" stirbt. Die Problematik löst sich aber m.E. nicht, indem wir alle vegan leben. Das "Mehr" an Alternativen bringt letztlich auch andere Lebewesen in Gefahr oder verändert gar ihre natürliche Verhaltensform. Beispielsweise habe ich neulich einen Artikel gelesen, wo es um den Palmöl-"Anbau" ging. Dort haben sich entsprechend Bauern angesiedelt, was dazu führte, dass eine bestimmte Affenart immer weiter zurückgedrängt wurde, sie sich nicht mehr ans Meer trauten und ihre Jungen daher nie gelernt haben, wie man Muscheln knackt, von denen sie sich hauptsächlich ernährten. Auf Dauer mussten sich diese Affen also auf eine andere Nahrungsform anpassen. Hinzu kam, dass je näher sich die Affen dem Dorf der Leute näherten, umso weniger Nachwuchs bekamen. Zu viel Stress und zu wenig Nahrung, da sie sich eben noch nicht anpassen konnten. Alles wegen Palmöl... Etwas was, wie Infano ja schon andeutete, eigentlich auch nicht im Sinne der Veganer liegen sollte. Und ich denke, die Problematik wird es auf kurz oder lang nicht nur wegen solcher Dinge geben. Wo sollen wir die ganzen Ressourcen hernehmen, wenn sich alle (Mensch und Tier) vegan ernähren? Das wird dasselbe Problem herbeiführen, wie letztlich auch in der Tierzucht: Möglichst viel auf möglichst wenig Raum und wenn es immer noch zu wenig ist, verdrängen wir Mensch und Tier und schaffen mehr Platz. Das kann es ja irgendwie auch nicht sein. Ich sympathisiere sehr mit der veganen Lebensweise, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto schwieriger wird es für mich, einen guten Mittelweg zu finden, wie man am nachhaltigsten UND gesündesten lebt.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #80
Ich sympathisiere sehr mit der veganen Lebensweise, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto schwieriger wird es für mich, einen guten Mittelweg zu finden, wie man am nachhaltigsten UND gesündesten lebt.
Das kann man mMn einfach nicht.
Du kannst nicht 100% ökologisch (generell und speziell) vegan leben, das ist faktisch unmöglich. Du wirst immer ein Teil dieser Gesellschaft und damit immer Teil des Menschenausbeutenden Kapitalismus sein. Du kannst nur versuchen, für dich das Richtige zu entscheiden. Was dann ja aber auch wieder eine Frage des Geldes ist...

Und tatsächlich ist es so, dass ich mich, bevor wir BJ hatten, ja gar nicht mit der veganen Lebensweise auseinandergesetzt hatte. Auch bei der Hundeernährung. Ich habe mich mit Beginn des Veganer-Tums erst so wirklich damit auseinandergesetzt (wir hatten BJ schon ein halbes Jahr). Die Verdrängung oder der "so ist das halt"-Gedanke im Kopf ist einfach so groß bei mir gewesen, dass mir das Zeug tatsächlich teilweise erstmal vorgekaut werden musste, bis es in mein Hirn gelangte.
(Beispiel: Ich war immer stolz drauf, dass ich nur Bio-Milch und -Eier kaufe. Hab mir aber halt auch sonst verarbeitete Lebensmittel im Laden gekauft. Und woher da dann die Milch und die Eier kommen kann man sich eigentlich denken. Fiel mir dann auch tatsächlich wie Schuppen vor die Augen. Aber war halt vorher nichts, über das ich acuh nur ansatzweise nachgedacht hatte...)
 
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Hund vegan ernähren - Meinungen!

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