Hund vegan ernähren - Meinungen!

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  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #101
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Dieser ganze Siegel-Hype geht mir eh gewaltig auf den Keks. Jedes Produkt hat ja mittlerweile mindestens ein Biosiegel, MSC, Fairtrade oder sonst was und trotzdem sind die Bedingungen noch katastophal. Aber die Leute glauben das immer schön :| Ist ja auch total realistisch, dass die Eier aus dem Discounter für ein paar Cent Bio sind *hmpf* Vor allem wenn man dann noch Fernsehköche sieht, die dafür eifrig Werbung machen und vermutlich gar keine Ahnung haben, was das Siegel eigentlich abdeckt und was nicht. Besonders dieses Fair-Trade-Siegel ist für mich der größte Betrug :?
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #102
Off-Topic
ich hole die herzen und andere innereien beim Fleischer in der nähe. Ist zwar viel Aufwand weil er die selber an sich gar nicht geliefert bekommen würde, aber bevor der metzger die wegschmeißt. Manchmal bekomm ich auch knorpel oder so gratis dazu.
wie es in industriellen Legebetrieben zugeht weiß ich- deshalb gibts die Eierchen von den Hähnchen aufm Land. Der Nachbar meiner schwiegergroßeltern hat ein paar im garten herumlaufen :mrgreen: Da wird 1x bis alle 2 Jahre mal ein Gelege bebrütet, so viele männliche Küken kommen dabei nicht raus. Und die die dabei rauskommen dürfen aufwachsen und werden entweder verkauft oder *hust* landen in der Suppe. So manches Küken landet vorher aber im Fuchs- oder Mardermagen (die sind echt unglaublich.. ka wie die IMMER noch an die Hühner kommen). Dafür schmeckt die suppe dann auch echt lecker *doppelhust*
Klar sind die üblichen "legerassen" nicht das gelbe vom Ei. Aber andererseits wird es keine rückzucht geben, egal wie viele leute auf Eier verzichten. Viele der ursprünglichen rassen GIBT es ja nicht mal mehr. Das einzige dass man Hühnern bieten kann ist eine jahreszeitbedingte Pause in der wenige bis gar keine Eier gelegt werden müssen. Finde ich auch nicht schlecht, und ich hab auch kein Problem damit im Winter mit ganz wenigen Eiern auszukommen (nur für die Weihnachtskekse müssen welche herhalten, hilft nix).


Schlachten ist nie schön, ich mein- er will schon sterben? andererseits würde die schlachtung vielleicht sorgfältiger durchgeführt wenn nicht mehr solche MENGEN in kurzer zeit sein müssten. Andererseits stelle ich mir das durch ein Wolfsrudel gerissen werden auch nicht gerade schön vor und würde da eher eine sorgfältige Schlachtung vorziehen.

Das problem ist nicht die Fischerei selber- Fischer zerstören nicht gerne ihre Lebensgrundlage. Das problem sind die von der EU auferlegten, absolut unrealistischen Fangquoten und der unwille der Bevölkerung etwas anderes zu essen als Scholle, Kabeljau und lachs. Es gibt zig Fischarten von denen durchaus genug da wäre dass man sie- in vernünftigem maße- befischt. Allerdings kennt die keiner und will sie auch nicht essen. Schaut mal in die Fischregale im Supermarkt, da gibts Scholle, Kabeljau, Lachs, Angler,. aber eben NUR bekannte Arten. Wenn man auf nen kg Kabeljau 2kg Beifang hat ist das im grunde nichts sooo tragisches. Das tragische ist nur dass dieser Beifang wieder über bord segelt statt auf dem teller zu enden.

Off-Topic
der beifang wird entweder wie schon erwähnt zerquetscht oder erstickt wärend dem Sortieren an Bord. Das sind teilweise richtige brecher dabei, Fische länger als mein Unterarm. Darf aber nicht gelandet werden, fliegt über Bord. Ich muss zuhause schauen von welchem Koch diese Doku war- der hat dann an einer englische Küste ein riesen "restefischen" organisiert, da sind leute mit Keschern gekommen und haben die Fische die die Schiffe über bord kippen mussten eingesammelt und verteilt.


Süßwasserfische isst hier keiner- weder die Hunde noch ich. Ich empfinde sie als algig im Geschmack, die hunde schauen sie mim hinterteil nicht an.


Dass die Sache mit dem Export schlicht und ergreifend SCHWACHSINNIG ist ist glaub ich jedem bis auf Politiker und Industrie klar. Allerdings ist es einfach so dass die menschen nicht verzichten wollen. Egal ob das nun die Bananen im Winter sind, das argentinische Steak oder die Tomaten zum Weihnachtsfrühstück. Auch eine Vegetarische/vegane ernährung wäre schwer- viele Hülsenfrüchte wachsen bei uns einfach nicht. Und 3 Monate nur von Wintergemüse und ein paar (seltenen) Winteräpfeln leben? Und wenn man Soja importiert- warum sollte man dann Hühnchen nicht exportieren? Zumal gut 99% aller Tierfuttersorten sowieso in europa/amerika/Kanada hergestellt werden und nicht dort wo unsere millionen Hühnchen enden.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #103
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Durch den hohen Druck in den Schleppnetzen etc., der zum einen durch die großen Fischmengen erzeugt wird werden viele Fische schlicht und ergreifend zerdrückt oder verletzt. Die kämpfen da drin ja wie verrückt um ihr Leben und Raubfische haben ja nun mal auch Zähne;) Zudem wird in immer größeren Tiefen gefischt, weil die oberen Schichten quasi leer sind. Durch den krassen Druckwechsel beim Hochholen platzen die Luftblasen/Augen und andere Organe. Nur kurz als Erklärung.
dazu kommt, dass sie zu lange außerhalb vom Wasser bleiben weil aussortiert werden muss... Es gibt kaum einen Fisch der das überlebt.


Find ich gut. Wo bekommst du dein Fleisch her? Ich will die Trixie und meine Katzen ab dem Winter auch barfen und muss mir dafür noch "Fleischquellen" suchen.
Bei uns geh ich für die Katzen öfter mal zu nen Pferdemetzger der ausschließlich ausgediente Reitpferde aus Deutschland nimmt. Auch wenn da bestimmt einige dabei sind die es nicht immer schön hatten so ist das Leben das diese Tiere hatten wenigstens ein Leben und oftmals sehr sehr schön im extremen Gegensatz zu der Massenproduktion. Vermutlich nicht immer Bio, das kann man bei der Bezugsquelle kaum kontrollieren, dafür ist die Lebensqualität eine ganz andere und um ehrlich zu sein ist mir das viel wichtiger als Bio.
Hier bestell ich Teile die keiner Will. Hals, Zunge etc. und frier es in kleineren Stücken ein. Das Tier wird so oder so geschlachtet, die genannten (Leichen-)Teile will nur selten jemand und muss oft weggeworfen werden. Mit ca. 8,-€ pro kg (je nach dem um was es geht) ist das nicht teuer möcht ich meinen :)
ich werde mich übern Winter auch noch genauer damit beschäftigen um mehr barfen zu können. Vil gibts im Frühling dann schon ne 50:50 Mischung :D

---edit---

achso! ich esse vegetarisch und steuere einen veganen Lebenstiel an, auch was Kleidung, Pflegeprodukte etc. angeht.

Und ja, "meine" Jäger/Katzen bekommen tote Tiere zu essen, das würde ich bei einem Hund nicht anders handhaben.
Sicherlich ist es ein befremdliches und mulmiges Gefühl das zu tun besonders dann wenn man selbst kein Fleisch isst. Mir liegt eine möglichst artgerechte Haltung am Herzen und dazu gehört nunmal auch die Nahrung für die das Gebiss und der ganze Körper ausgelegt ist.
Auch wenns jetzt nicht die gleiche Tierart ist, aber ich sehs bei einem meiner Nins. Wurde über jahre hinweg vom Vorbesitzer falsch ernährt und jetzt ist die ganze Verdauung im Eimer... :( das werd ich sicher nicht auch noch bewusst riskieren, egal um welche Tierart es geht.

Wenn man unter keinen Umständen totes Tier verfüttern möchte muss man eben auf die Nähe es Jägers (ob Hund, Katz oder was auch immer) verzichten, so schwer es auch fällt.
Es ist unsere persönliche Entscheidung ob wir ein Tier zu uns nehmen oder nicht. Wir können sie nicht fragen ob sie gerne bei uns leben möchten oder nicht. Es ist unsere Verantwortung sie so artgerecht wie möglich zu halten, sind wir mit deren natürlichen Lebensweisen nicht einverstanden haben wir uns diese Tiere nicht anzuschaffen. Punkt.

Um es mal vereinfacht zu sagen; Ich hol mir ja auch keine Kaninchen ins Haus wenn ich weiß dass mich das Heu in der Nase juckt.


liebe Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #104
Ganz einfach - doch!!

So liebe Leute,

es tut mir wirklich leid, aber ich muss euch einfach mit diesem Link widersprechen:



Diese Seite der Stiftung "ProVegan" ist absolut seriös und mit tausenden Studienbezügen glaubwürdig.
Und ich bitte einfach alle hier anwesenden Tierfreude, sich zum Wohle aller auf dieser Erde lebenden Lebewesen mit diesem Thema auseinander zu setzen: auch mit der veganen Ernährung eures Haustieres. Fangt doch einfach mit dem Link an, denn darum geht es ja in diesem "Chat".

Viele Grüße! :)
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #105
Hallo anna,

erstmal habe ich dich zu den Hunden verschoben, da es in dem Link zumindest primär um Hunde geht.

Dann zum Link:

Wer seine eigene Gesundheit und die Gesundheit seiner Haustiere liebt, sollte keine Tierprodukte als Nahrungsquelle verwenden.
Das steht als drittes einer Aufzählung in der Einleitung des Artikels. Übersetzt heißt das: Ernährung wie in der Natur ist ungesund. Ein Wunder, dass Wölfe und Wildhunde noch nicht ausgestorben sind :roll:.

Die erheblichen gesundheitlichen Gefahren durch Barfen (Fütterung von rohem Fleisch), insbesondere wegen der Infektionen, sind bekannt.
Oh, da mach ich doch gerne mal mit:
Die Gefahren einer Mangelernährung sind bekannt.
Die Gefahren einer Unterversorgung mit Eiweiß und Kalzium sind bekannt.
Die Gefahren von jeglichem Fehlen tierischer Proteinquellen sind bekannt.
Die Gefahren von Extremismus und Übertragung eigener, ideeller Vorstellung auf Haustiere, die dadurch krank gefüttert werden, um sein eigenes Gewissen zu beruhigen, sind scheinbar nicht bekannt, sonst würde kein Mensch seinen Hund vegan füttern :roll:.

»Ist bekannt« ist keine Aussage, kein Beleg, keine Quelle. Ich kann auch sagen, es ist bekannt, dass die Erde flach ist – und nu?
Welche Gefahren hier gemeint sind kann ich nur erahnen, aber ich gehe mal spontan von Salmonellen und Aujeszky-Virus aus. Ersteres ist in hohen Mengen für den Hund ebenso gefährlich wie für uns, in geringer Menge wie an hygienisch verarbeitetem rohem Geflügel kann der Hund diese problemlos ausscheiden. Etwa 80% aller gebarften Hunde haben Salmonellen, keiner davon zeigt entsprechender Studie zufolge Symptome. Einzig zu bedenken ist, dass die Salmonellen ausgeschieden werden und damit wieder im Ökosystem landen.
Zum zweiten: Das betrifft zunächst einmal nur Schwein und Wildschwein, worauf sich dank großer Auswahl bequem verzichten lässt. Selbst wenn man Schwein füttern möchte sollte man dann aber bedenken, dass deutsche Tiere getestet werden und natürlich nur bei negativem Ergebnis im Laden landen. Deutschland gilt offiziell auch als nicht betroffen.

Auf Mythen wie »der Hund wird blutrünstig vom Fleisch« o.ä. will ich mal lieber nicht eingehen, die Gefahr sehe ich eher gegeben, wenn man ihm jegliche tierischen Produkte verweigert :roll:.

Ein Hund ist ein Allesfresser und kein Carnivore. Es wird zwar öfters so dargestellt, ist aber nicht korrekt. Sogar ein Wolf frisst den pflanzlichen Mageninhalt seiner Beute. Der domestizierte Hund ist bestens an die menschliche Ernährung angepasst.
Ich würde ja gerne mal dem Menschen begegnen, der diesen Irrglauben verzapft oder irgendeine Aussage so falsch interpretiert hat, dass das dabei rum kommt: Der Hund frisst eine Beere, also ist er Allesfresser also kann ich ihm jede tierische Nahrung vorenthalten :roll:. Wie kommt man auf sowas?
Wir haben das hier an anderer Stelle schon einmal ausführlich debattiert, daher hier die Kurzfassung: Hunde sind – sowohl wissenschaftlich offiziell als auch nach der Definition der Zuordnung – fakultative Carnivoren wie der Wolf. D.h. sie haben die Wahl, bei Nahrungsknappheit auf andere Lebensmittel wie Beeren, Wurzeln oder Grünzeug zurück zu greifen, allerdings ist das nicht die bevorzugte und natürliche Ernährung. Dennoch wird dem beim Barf durch einen Beilagenanteil von etwa 30% Rechnung getragen, was m.E. auch durchaus korrekt ist.
Desweiteren beachte man die Verdauung des Hundes: Es beginnt mit den Zähnen, die keinerlei Mahlfläche haben, was das Zerkleinern pflanzlicher Nahrung unmöglich macht. Hunde fressen größere Brocken (genußvolle Kauer mal ausgenommen :lol:), der Speichel schmiert diese und sie werden hinunter geschluckt. Wer mal eine Kuh im Vergleich hat kauen sehen wird den Unterschied erkennen. Im Speichel selbst ist eine geringe und möglicher Weise gar nicht für die Zersetzung ausreichende Menge alpha-Amylase zur Spaltung von Kohlehydraten vorhanden, die wirkliche Verdauung von Ballaststoffen u.ä. beginnt aber im Magen-Darm-Trakt, wenn die Enzyme in größerer Konzentration von der Bauchspeicheldrüse eingeleitet werden.
Es folgt der Magen: Ein wenig kleiner als beim Wolf und von weniger Bändern gehalten, allerdings ein großer Hohlraum mit verschiedenen Schleimhautsektoren, die unterschiedliche Verdauungsfunktion erfüllen. Bei Pflanzenfressern ist der Magen größer, komplexer und meist sind mehrere vorhanden.
Beim Darm sieht es ähnlich aus: Kurz, zweckmäßig und mit rudimentärem Blinddarm. Bei Tieren mit höherem pflanzlichem Anteil in der Nahrung ist der Darm länger, komplexer und der Blinddarm erfüllt hier auch noch Funktion.

Und zu guter letzt, wie man hier sieht: Domestikation ist keine Evolution. Zwischen Gewöhnung und der physiologischen Anpassung von körperlichen Eigenschaften besteht ein Himmelweiter unterschied, zumal Evolution etwas länger als 2000 Jahre benötigt und eigentlich einer natürlichen, keiner menschlichen Selektion unterworfen sein sollte. Btw Haltung des Menschen: Hunde wurden bis vor einigen Jahren noch hauptsächlich von Essensresten und keinesfalls vegan ernährt – dann müssten sie ja daran angepasst sein?

Fleischfütterung als „artgerecht“ zu bezeichnen, ist eine ideologische Verblendung und daher völliger Unsinn.
Das Kompliment ideologischer Verblendung gebe ich gerne an den Herren zurück, der seine Lebensweisheit wie eine Religion auf seinen Hund ummünzt und dann mit seiner Einstellung missionieren geht.

Artgerecht ist eine Ernährung dann, wenn sie dem Tier alle Nährstoffe zur Verfügung stellt, die es für ein gesundes und langes Leben braucht.
Das wäre die Ansicht des Buches Supplemente: Solange das Tier nicht krepiert, ist die Ernährung passend. Das nennt man nicht artgerecht, sondern lediglich bedarfsdeckend und durchaus fragwürdig, denn in dem Buch wird auch bedauert, dass man Kühe nicht mehr ausschließlich mit Tiermehl füttern kann, weil es günstiger ist. Man bedenke bei solchen Sachen also immer beide Seiten der Medaille.

Es kommt also ernährungsphysiologisch nicht darauf an, WOHER ein Tier die Nährstoffe erhält, sondern DASS es alle Nährstoffe erhält.
Ebenfalls inkorrekt. Künstliche Nährstoffe – da das Thema nachher noch aufgegriffen wird – stehen teils in Verdacht, Krebs zu erregen oder Erkrankungen zu fördern und bei veganer Ernährung braucht man viele davon. Je nach Quelle weisen die Nährstoffe unterschiedliche Verdaulichkeiten auf, sodass nicht die reine angegebene Menge gerechnet werden kann, sondern auch der unverdauliche Verlust berechnet werden muss. Randnotiz: Für das oft verwendete Soja wird Regenwald abgeholzt sofern nicht Bio, die Pulver, die zur Ergänzung gebraucht werden, werden unter erheblichem Aufwand und Schadstoffaustoß produziert und das ganze wird dann noch erster Klasse um die halbe Welt geflogen – also lassen wir die Ideologie bei der Sache lieber mal raus, denn »besser« ist das in der Gesamtheit für die Umwelt auch nicht.

Das ist bei veganer Fütterung in optimaler Weise der Fall.
Nett geschrieben und hingedreht, aber nichts weiter als gesetzliche Vorschrift. Alleinfuttermittel müssen einen bedarfsdeckenden Gehalt aller Nährstoffe aufweisen, das legt entsprechende EU-Verordnung fest und trifft auf jedes Alleinfuttermittel auf dem deutschen Markt zu.

Alle Untersuchungen und Erfahrungsberichte zeigen, dass vegan ernährte Hunde gesünder sind und durchschnittlich erheblich länger leben. Auch vegan ernährte Katzen erfreuen sich bester Gesundheit.
Ich hab auch ganz viele Untersuchungen und Erfahrungsberichte gebarfter Hunde hier die dasselbe beweisen, schade nur, dass das ohne Quelle keiner prüfen kann :roll:. Eine Behauptung, geschönt für die eigene Argumentation, mehr nicht.

Tierliches Protein ist nach den Erkenntnissen u. a. von Prof. Dr. Campbell das stärkste bekannte Karzinogen!
Eine Studie aus den 70er und 80er Jahren, durchgeführt an einigen Chinesen, die Konsequenz ist lediglich seine eigene Interpretation. Abgesehen davon: Den größten gemeinsamen Nenner einer Gruppe kranker Personen zu finden ist nicht gleichbedeutend mit dem Finden der Ursache. Dafür etwas aktueller:
Laut Key et al. (2006) zeigen die bislang vorliegenden Studien keine eindeutigen Unterschiede in den Krebserkrankungsraten von Vegetariern und Nichtvegetariern.


Wir haben die Verpflichtung, das uns anvertraute Tier nach besten Wissen und Gewissen zu ernähren, so dass es bei bester Gesundheit ein möglichst langes Leben bei bestem Wohlbefinden führen kann.
Schön gesagt, leider im falschen Zusammenhang. Besonders das Wohlbefinden finde ich interessant, wenn ich überlege, wie genüsslich mein Hund Knochen verspeist.

Es ist in keiner Weise gerechtfertigt, sein Tier durch die Fütterung von Fleisch zu schädigen und ihm nicht mit einer veganen Fütterung die gesündeste Ernährung zukommen zu lassen.
Seine Interpretation, keine Tatsache.

Völlig absurd und schizophren wird es dann, wenn man sich selbst aus ethischen Gründen vegetarisch oder vegan ernährt, aber wegen des eigenen Hundes andere Tiere quälen und töten lässt. Wenn man das Quälen und Töten von Tieren aus ethischen Gründen ablehnt, dann gilt das natürlich auch bei der Haustierfütterung. Alles andere ist schizophren.
Nett, Psychologe sind wir auch noch – und alle Vegetarier und Veganer mit Hund, die hier so unterwegs sind, sind auch gleich noch pathologisch psychisch krank – ich bin von Irren umgeben :shock:. Ab davon hat das nichts mit Schubladendenken zu tun (das Wort schizophren maße ich mir nicht an für derartige Dinge zu verwenden). Was ICH mit MEINEM Körper mache ist MEINE Entscheidung, aber ab davon, dass der Mensch eine völlig andere Physiologie aufweist, die völlig anderes ermöglicht als beim Hund, ist mein Hund ein Schutzbefohlener, der keine andere Wahl hat, als sich darauf zu verlassen, dass ich in seinem Sinne entscheide. Und da entscheide ich für Fleisch, weil es für ihn natürlich und gesund ist. Wer kein Fleisch füttern will, halte sich Kaninchen.

dass der Konsum und die Verfütterung von Tierprodukten für mindestens 51 % der weltweiten von Menschen ausgelösten Treibhausgasemissionen verantwortlich ist und somit den Klimawandel bzw. die Klimakatastrophe auslöst.
Siehe oben von wegen Regenwald und Pülverchen.

dass täglich zwischen 6.000 und 43.000 Kinder an Hunger sterben, während ca. 50 % der weltweiten Getreideernte und ca. 90 % der weltweiten Sojaernte an die „Nutztiere“ verfüttert werden, das sind Ernten, die zum grossen Teil sogar aus den „Hungerländern“ stammen. (80 % der hungernden Kinder leben in Ländern, die einen Nahrungsüberschuss produzieren, doch die Kinder bleiben hungrig und verhungern, weil der Getreideüberschuss an Tiere verfüttert bzw. exportiert wird.)
Ja wie jetzt: Dann soll ich mein Tier nun gar nicht mehr füttern? Oder alle Nutztiere töten, damit der Mensch nicht mehr Hunger leiden muss? Oder alle Tiere mit Fleisch ernähren und mich vegan?

Wenn jemand aber durch die Haustierfütterung dabei mitmacht, den Hungertod von Kindern und Erwachsenen zu verursachen
Also irgendwo ist auch mal Schluss mit den großen Reden, langsam macht eher der Autor den Eindruck einer pathologischen psychischen Erkrankung.

Unten hängen dann ein paar Erfahrungsberichte an, alles ohne Belege, Untersuchungen, Vergleiche mit nicht veganen Tieren usw. – also nichts, was es ansatzweise zu einer wissenschaftlichen Überlegung bringen würde.

Der Autor ist nichts weiter als ein ideologisch verblendeter Extremist, der sich auf einem wachsenden Markt veganer Tierprodukte profilieren will und hofft, endlich mal jemanden zu finden, der lesen will, was er da so zu verzapfen hat. Keine Quellen, keine Belege, nur Hetzerei, seltsame und nicht beweisbare Rückschlüsse, völliges Fehlen sachlich-wissenschaftlichen Tons – danke, aber seriöse Quellen sind etwas anderes als Blogeinträge selbstverliebter Gutmenschen, die glauben, sie hätten Weisheit und Moral für sich alleine gepachtet, während der Rest von uns sich im Urschlamm tummelt und dabei die Welt vernichtet.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #106
Off-Topic
Der Autor ist nichts weiter als ein ideologisch verblendeter Extremist, der sich auf einem wachsenden Markt veganer Tierprodukte profilieren will und hofft, endlich mal jemanden zu finden, der lesen will, was er da so zu verzapfen hat. Keine Quellen, keine Belege, nur Hetzerei, seltsame und nicht beweisbare Rückschlüsse, völliges Fehlen sachlich-wissenschaftlichen Tons – danke, aber seriöse Quellen sind etwas anderes als Blogeinträge selbstverliebter Gutmenschen, die glauben, sie hätten Weisheit und Moral für sich alleine gepachtet, während der Rest von uns sich im Urschlamm tummelt und dabei die Welt vernichtet.
Als überzeugte Veganerin mit roh gefütterten Hunden: :clap: Sehr schön:)
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #107
Ich kann Mischlings Beitrag nur Beifall widmen und plädiere ganz strikt dafür, dass man in der Schule schon lernt, wie man Studien anfertigt und auswertet und seriöse Quellen von unseriösen Quellen unterscheidet. Bei der Aussage "mit tausenden Studienbelegen glaubwürdig" lässt gerade mein Wissenschaftler-Herz bluten und gleichzeitig muss ich schmunzeln. Ich beschäftige mich bedingt durch meine Abschlussarbeit mit sehr vielen "Studien" und Artikeln, die über Studien palavern. Interessanterweise werden diese "seriösen" Studien so gut wie nie namentlich erwähnt oder verlinkt oder sind von Wissenschaftlern angelegt, die von der jeweiligen Diskussionsseite gekauft wurden. Von vermutlich 30 Studien und studienartigen Beiträgen kann man vielleicht 2-3 irgendwie verwenden. Die genannten Studien sind teilweise 40-50 Jahre alt! In einer Zeit von kurzlebigen Forschungsbieten, deren Erkenntnisse sich beinahe jährlich ändern, ist das kaum brauchbar. Heute glaubt doch auch keiner mehr, dass sich die Sonne um die Erde dreht, weil das "wichtige Studien" im Mittelalter mal erwähnt haben. Dieser Beitrag wird für "glaubwürdig" gehalten, obwohl er weder neutral noch objektiv geschrieben wurde (das A und O in einer sachlichen und wissenschaftlichen Diskussion), sondern rein hetzerisch. Die Seite trieft nur so vor falschen Schlussfolgerungen und Westentaschenargumentationen (der Autor sollte dringend mal den ein oder anderen Logik-Kurs besuchen und lernen, wie man richtig argumentiert). Würde ich zwecks einer wissenschaftlichen Arbeit zum Thema Veganismus recherchieren, würde ich diese Seite nach 2 Sätzen wieder schließen. Die ist gänzlich unbrauchbar und sollte m.E. nicht einmal "einfach so" gelesen werden, weil einfach nichts Handfestes zu finden ist. Kein seriöser Buchverlag würde den Autor unter Vertrag nehmen.

Tut mir leid, aber für eine ernsthafte Diskussion erwarte ich dann auch von meinem Diskussionspartner, dass er weiß, wie er Quellen und Studien auszuwerten hat. Wenn ich merke, dass es da nur um eine militante und beinahe schon fanatische Einstellung geht und Argumente möglichst dominant vorgetragen werden, damit man nicht widerspricht, ist das für mich keine Diskussionsgrundlage. Das erinnert mich viel mehr an einen Glaubenskrieg. Da gehts auch nicht um Fakten, sondern darum, was man für ein Ideal hat. Leider laufen Ideale und Realität aber nicht immer zusammen. Deswegen bedient man sich solcher Westentaschentricks, damit es genug Leute glauben, die es nicht für 2 Cent nötig halten, solche Meinungen mal zu reflektieren. Man sollte schon skeptisch sein, wenn solche Leute andere beleidigen müssen (Stichwort "Schizophrenie"), um ihrem Argument Ausdruck zu verleihen. :lol:
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #108
Toller Beitrag Mischling! :clap: Ich bin ja auch Veganerin, meine Tiere werden alle mit rohem Fleisch ernährt. Mit dem moralischen Aspekt habe ich mich lange befasst. Dem hier:
Völlig absurd und schizophren wird es dann, wenn man sich selbst aus ethischen Gründen vegetarisch oder vegan ernährt, aber wegen des eigenen Hundes andere Tiere quälen und töten lässt. Wenn man das Quälen und Töten von Tieren aus ethischen Gründen ablehnt, dann gilt das natürlich auch bei der Haustierfütterung. Alles andere ist schizophren.

muss ich absolut widersprechen.

1. Ist es ja schonmal ein Anfang sich selbst vegan zu ernähren. Besser man lebt nur selbst vegan, als das man sich sagt "wenn ich tierleid nicht vollständig verhindern kann, dann kann ich auch weiterhin Fleisch essen". Ich finde Kinderarbeit z.B. auch schrecklich und doch bin ich mir sicher, dass ich das zum Teil aus Unwissenheit durch meinen Konsum unterstütze. Aber irgendwo muss ich ja anfangen...

2. Ich halte mir Fleischfresser.Meine Katzen kommen aus dem Tierheim, sie waren also schon da und ich bin nicht dafür verantwortlich, dass sie existieren. Ich habe lediglich drei armen Würmchen ein zu Hause gegeben. würde ich mich jetzt aus moralischen Gründen gegen die Haltung von diesen drei fleischfressenden armen Würmchen aussprechen, würden sie halt einfach von jemand anderem gefüttert werden. Und womit? Möglicherweise mit Sheba, Kitekat, whiskas und co. Und was ist da drin? Ja, Fleisch. Wenn auch nicht viel. Das Futter ist garantiert nicht artgerecht und woher das bisschen Fleich kommt, das da drin ist weiß auch keiner. Aber aus artgerechter Haltung ganz sicher nicht. Abgesehen davon, dass keiner sagen kann ob da wirklich Fleisch drin ist oder nur zerstampfte Klauen usw. Darum füttere ich meine Tiere roh. Da weiß ich wo das Fleisch herkommt, ich weiß dass es sich um hochwertiges Restfleisch (Innereien, Magen, Herz, Kopf, Schlund) aus der Lebensmittelindustrie handelt, das sonst womöglich im Müll landen würde. Wem wäre denn damit geholfen? Da können es auch meine Katzen fressen, denen tuts gut und ich weiß, dass kein Tier extra sterben muss, wie es in der Futtermittelindustrie längst Alltag ist.

Ich habe die Verantwortung für meine Tiere übernommen und dann sorge ich dafür, dass ich sie so artgerecht wie möglich halte und dabei so wenig anderen Tieren wie möglich schade. Mit barf ist das möglich. Mit veganer Ernährung würde ich meinen Tieren sicher nicht gerecht werden.

Ich kann auf tierische Produkte locker verzichten, meine Tiere sind Fleischfresser, also bekommen sie das Fleisch das sie brauchen.

Der Maiskleber aus dem veganes Trockenfutter ist (hatte mal ne Probepackung da, die Miezen fahren voll drauf ab) steht übrigens auch im Verdacht bei Katzen krebserregend zu sein.

Die Verdauung einer Katze oder eines Hundes funktioniert nunmal komplett anders als die eines Menschen. Es gibt auf dieser Welt nunmal nicht nur Pflanzenfresser. Das muss man auch als Veganer akzeptieren.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #109
[...]

Der Autor ist nichts weiter als ein ideologisch verblendeter Extremist, der sich auf einem wachsenden Markt veganer Tierprodukte profilieren will und hofft, endlich mal jemanden zu finden, der lesen will, was er da so zu verzapfen hat. Keine Quellen, keine Belege, nur Hetzerei, seltsame und nicht beweisbare Rückschlüsse, völliges Fehlen sachlich-wissenschaftlichen Tons – danke, aber seriöse Quellen sind etwas anderes als Blogeinträge selbstverliebter Gutmenschen, die glauben, sie hätten Weisheit und Moral für sich alleine gepachtet, während der Rest von uns sich im Urschlamm tummelt und dabei die Welt vernichtet.

Sehr schön geschrieben!

Das Problem ist nur, dass er damit Erfolg haben wird. Viele Leute WOLLEN genau das lesen was er schreibt und sie werden es deswegen auch nicht hinterfragen, sondern dankend genau so hinnehmen und noch weiter verbreiten. Leidtragende sind am Ende die Hunde.

Ehrlich.. niemand wird gezwungen einen Hund zu halten. Wer kein Fleisch verfüttern will/kann, der hat genug Haustier-Auswahl bei Herbivoren/Folivoren.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #110
Naja, die Sache ist ja auch die, dass es oftmals funktioniert. ich kenne 2 Hunde, die überwiegend vegan und zwar hauptsächlich von Essensresten ernährt werden. Die sind Topfit und haben ein super Fell, man kann nichts dagegen sagen. Empfehlen würde ich das trotzdem niemandem... Es gibt einfach zu wenig objektive Langzeitstudien... Und es ist einfach unnatürlich. Möglicherweise gibt es Hunde, die damit gut auskommen oder zumindest besser als andere, aber gerade darum sollte man das nicht pauschalisieren.

Hab neulich nen Beitrag im TV gesehen von einer veganen Familie, die auch ihre Tiere vegan ernährt. Der Kater war ja sowas von zu fett.. :silence:
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #111
Ich bin immer der Meinung, soll sich jeder so ernähren wie er es für richtig hält, aber wer ein Problem hat einem Tier was sich überwiegend von Fleisch ernährt auch damit zu füttern, der sollte sich so ein Tier nicht anschaffen.
Steht nicht im Tierschutzgesetzt was von ARTGERECHT? wo ist eine Vegane Ernährung Artgerecht? Ob so eine Ernährung zu Mangelerscheinungen führen kann beim Hund kann man mit Sicherheit erst über Jahre hinweg sagen. Dann muss alles andere Ausgeschlossen werden wie Erbkrankheiten usw. Es ist denk ich generell schwer nach zu weisen ob ein Hund durch fehlernährung krank geworden ist oder durch etwas anderes.
Ich bin der festen Überzeugung das Hunde Fleisch brauchen, und das man die essenziellen Nährstoffe nicht durch vegane Kost ersetzten kann. Es wird früher oder später einfach zu gesundheitlichen Problemen kommen, angefangen bei den Knochen bis hin zu den Innereien.

Lg Yvi
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #112
Off-Topic
Mal ganz abgesehen davon, dass der Begriff "schizophren" im vollkommen falschen Sinne gebraucht wird. Man sollte die Begrifflichkeiten mit denen man um sich wirft wenigstens kennen.
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #113
Danke euch ;).

Ich finde es ja immer besonders schön, hier von Vegetariern oder Veganern zu lesen, die eben nicht diese völlig extreme Einstellung zu dem Thema haben, sondern es scheinbar hinbekommen, ihre Hunde und sich gesund zu ernähren! Es freut mich, dass ich als »Fleischfresser« das nicht alleine so sehe. So langsam hört und liest man das ja so oft von wegen »vegane Hundeernährung«, dass man sich schon fragt, ob das inzwischen jeder Veganer so sieht :?.

Liebe Grüße
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #114
Hallo Yvi179, ich kann mich Deiner Meinung nur anschließen! Tierschutzgesetz und "artgerecht". -wozu haben Hunde Reißzähne? ganz bestimmt nicht, um Gemüse zu kauen! Gg
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #115
Hallo,
was für ein interessantes Thema und so viele tolle Beiträge!

Wenn ich jetzt mal davon ausgehe, das "vegan" zu leben für Mensch/oder Tier - etwas mit Tierschutz/Umweltschutz und Arterhaltung zu tun hat, muss man sich aber aller Probleme stellen.
Nämlich Herkunft / Anbau / Import / Verarbeitung auch ....oder eigentlich besonders, der veganen Lebensmittel!
Wenn man es ernst meint und nicht gerade (post-) pubertär hipp sein will.
und damit sind ganz, ganz viele Lebensmittel oder sogenannte Ersatzprodukte raus aus dem Einkaufszettel!°

Am besten, da sind wir uns sicher einig, wäre es NUR saisonale Produkte aus der unmittelbaren Region zu verwenden- für Mensch und Tier.
Was nutzt es "vegan" zu sein und Palmöl und Biodiesel aus dem Dschungelwald (nur als Beispiel) als Alternative ein zu setzten:


deren Besipiele gibt es viele.

Nicht einfach - ich weiß.

Wir alle sollten hinterfragen, nachlesen und uns informieren.

An alle Veganer/Vegetarier und (dazu gehöre ich) bewußte Verbraucher: das eine Übel mit einem, wenn auch gerade hippen, anderem Übel zu ersetzten NUTZT nichts.
Es schadet vielmehr, es blendet und verblödet.

Mein Resumé:
Der Um / Welt, der Gesundheit und dem Gewissen zuliebe sollte man sich, seine Familie und dazu gehört das /die Haustiere sich Lokal/Saisonal ernähren...und das ist wesentlich schwerer und teurerer und aufwendiger - als sich im Net den nächsten "VEGAN-DOG- Shop " raus zu suchen der einem zum super billig Preis 100% vegan Food for dogs anbietet.

Lg Suno
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #116
Hallo suno, Gott sei Dank befinde ich mich in einem Gebiet, in dem "heimische" Waren angeboten werden - alles im Umkreis von max. 100 km (bis Darmstadt - wegen Spargel) Erdbeeren muss man nicht im Februar essen - aber Bananen gibt es hier nun mal nicht, muss man aber auch nicht jeden Tage haben, auch andere Südfrüchte sind nun mal hier nicht anzubauen. Bei uns werden heimische Rinder, Schweine, Puten und anderes Geflügel angeboten. Selbst Gemüse und Obst wird aus hiesigem Anbau vermarktet. Der Laden, der das macht, heißt tegut. Natürlich werden auch "Exoten" angeboten, man muss sie aber nicht kaufen, oder?! Gg
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #117
Hallo anna,

erstmal habe ich dich zu den Hunden verschoben, da es in dem Link zumindest primär um Hunde geht.

Dann zum Link:


Das steht als drittes einer Aufzählung in der Einleitung des Artikels. Übersetzt heißt das: Ernährung wie in der Natur ist ungesund. Ein Wunder, dass Wölfe und Wildhunde noch nicht ausgestorben sind :roll:.


Oh, da mach ich doch gerne mal mit:
Die Gefahren einer Mangelernährung sind bekannt.
Die Gefahren einer Unterversorgung mit Eiweiß und Kalzium sind bekannt.
Die Gefahren von jeglichem Fehlen tierischer Proteinquellen sind bekannt.
Die Gefahren von Extremismus und Übertragung eigener, ideeller Vorstellung auf Haustiere, die dadurch krank gefüttert werden, um sein eigenes Gewissen zu beruhigen, sind scheinbar nicht bekannt, sonst würde kein Mensch seinen Hund vegan füttern :roll:.

»Ist bekannt« ist keine Aussage, kein Beleg, keine Quelle. Ich kann auch sagen, es ist bekannt, dass die Erde flach ist – und nu?
Welche Gefahren hier gemeint sind kann ich nur erahnen, aber ich gehe mal spontan von Salmonellen und Aujeszky-Virus aus. Ersteres ist in hohen Mengen für den Hund ebenso gefährlich wie für uns, in geringer Menge wie an hygienisch verarbeitetem rohem Geflügel kann der Hund diese problemlos ausscheiden. Etwa 80% aller gebarften Hunde haben Salmonellen, keiner davon zeigt entsprechender Studie zufolge Symptome. Einzig zu bedenken ist, dass die Salmonellen ausgeschieden werden und damit wieder im Ökosystem landen.
Zum zweiten: Das betrifft zunächst einmal nur Schwein und Wildschwein, worauf sich dank großer Auswahl bequem verzichten lässt. Selbst wenn man Schwein füttern möchte sollte man dann aber bedenken, dass deutsche Tiere getestet werden und natürlich nur bei negativem Ergebnis im Laden landen. Deutschland gilt offiziell auch als nicht betroffen.

Auf Mythen wie »der Hund wird blutrünstig vom Fleisch« o.ä. will ich mal lieber nicht eingehen, die Gefahr sehe ich eher gegeben, wenn man ihm jegliche tierischen Produkte verweigert :roll:.


Ich würde ja gerne mal dem Menschen begegnen, der diesen Irrglauben verzapft oder irgendeine Aussage so falsch interpretiert hat, dass das dabei rum kommt: Der Hund frisst eine Beere, also ist er Allesfresser also kann ich ihm jede tierische Nahrung vorenthalten :roll:. Wie kommt man auf sowas?
Wir haben das hier an anderer Stelle schon einmal ausführlich debattiert, daher hier die Kurzfassung: Hunde sind – sowohl wissenschaftlich offiziell als auch nach der Definition der Zuordnung – fakultative Carnivoren wie der Wolf. D.h. sie haben die Wahl, bei Nahrungsknappheit auf andere Lebensmittel wie Beeren, Wurzeln oder Grünzeug zurück zu greifen, allerdings ist das nicht die bevorzugte und natürliche Ernährung. Dennoch wird dem beim Barf durch einen Beilagenanteil von etwa 30% Rechnung getragen, was m.E. auch durchaus korrekt ist.
Desweiteren beachte man die Verdauung des Hundes: Es beginnt mit den Zähnen, die keinerlei Mahlfläche haben, was das Zerkleinern pflanzlicher Nahrung unmöglich macht. Hunde fressen größere Brocken (genußvolle Kauer mal ausgenommen :lol:), der Speichel schmiert diese und sie werden hinunter geschluckt. Wer mal eine Kuh im Vergleich hat kauen sehen wird den Unterschied erkennen. Im Speichel selbst ist eine geringe und möglicher Weise gar nicht für die Zersetzung ausreichende Menge alpha-Amylase zur Spaltung von Kohlehydraten vorhanden, die wirkliche Verdauung von Ballaststoffen u.ä. beginnt aber im Magen-Darm-Trakt, wenn die Enzyme in größerer Konzentration von der Bauchspeicheldrüse eingeleitet werden.
Es folgt der Magen: Ein wenig kleiner als beim Wolf und von weniger Bändern gehalten, allerdings ein großer Hohlraum mit verschiedenen Schleimhautsektoren, die unterschiedliche Verdauungsfunktion erfüllen. Bei Pflanzenfressern ist der Magen größer, komplexer und meist sind mehrere vorhanden.
Beim Darm sieht es ähnlich aus: Kurz, zweckmäßig und mit rudimentärem Blinddarm. Bei Tieren mit höherem pflanzlichem Anteil in der Nahrung ist der Darm länger, komplexer und der Blinddarm erfüllt hier auch noch Funktion.

Und zu guter letzt, wie man hier sieht: Domestikation ist keine Evolution. Zwischen Gewöhnung und der physiologischen Anpassung von körperlichen Eigenschaften besteht ein Himmelweiter unterschied, zumal Evolution etwas länger als 2000 Jahre benötigt und eigentlich einer natürlichen, keiner menschlichen Selektion unterworfen sein sollte. Btw Haltung des Menschen: Hunde wurden bis vor einigen Jahren noch hauptsächlich von Essensresten und keinesfalls vegan ernährt – dann müssten sie ja daran angepasst sein?


Das Kompliment ideologischer Verblendung gebe ich gerne an den Herren zurück, der seine Lebensweisheit wie eine Religion auf seinen Hund ummünzt und dann mit seiner Einstellung missionieren geht.


Das wäre die Ansicht des Buches Supplemente: Solange das Tier nicht krepiert, ist die Ernährung passend. Das nennt man nicht artgerecht, sondern lediglich bedarfsdeckend und durchaus fragwürdig, denn in dem Buch wird auch bedauert, dass man Kühe nicht mehr ausschließlich mit Tiermehl füttern kann, weil es günstiger ist. Man bedenke bei solchen Sachen also immer beide Seiten der Medaille.


Ebenfalls inkorrekt. Künstliche Nährstoffe – da das Thema nachher noch aufgegriffen wird – stehen teils in Verdacht, Krebs zu erregen oder Erkrankungen zu fördern und bei veganer Ernährung braucht man viele davon. Je nach Quelle weisen die Nährstoffe unterschiedliche Verdaulichkeiten auf, sodass nicht die reine angegebene Menge gerechnet werden kann, sondern auch der unverdauliche Verlust berechnet werden muss. Randnotiz: Für das oft verwendete Soja wird Regenwald abgeholzt sofern nicht Bio, die Pulver, die zur Ergänzung gebraucht werden, werden unter erheblichem Aufwand und Schadstoffaustoß produziert und das ganze wird dann noch erster Klasse um die halbe Welt geflogen – also lassen wir die Ideologie bei der Sache lieber mal raus, denn »besser« ist das in der Gesamtheit für die Umwelt auch nicht.


Nett geschrieben und hingedreht, aber nichts weiter als gesetzliche Vorschrift. Alleinfuttermittel müssen einen bedarfsdeckenden Gehalt aller Nährstoffe aufweisen, das legt entsprechende EU-Verordnung fest und trifft auf jedes Alleinfuttermittel auf dem deutschen Markt zu.


Ich hab auch ganz viele Untersuchungen und Erfahrungsberichte gebarfter Hunde hier die dasselbe beweisen, schade nur, dass das ohne Quelle keiner prüfen kann :roll:. Eine Behauptung, geschönt für die eigene Argumentation, mehr nicht.


Eine Studie aus den 70er und 80er Jahren, durchgeführt an einigen Chinesen, die Konsequenz ist lediglich seine eigene Interpretation. Abgesehen davon: Den größten gemeinsamen Nenner einer Gruppe kranker Personen zu finden ist nicht gleichbedeutend mit dem Finden der Ursache. Dafür etwas aktueller:




Schön gesagt, leider im falschen Zusammenhang. Besonders das Wohlbefinden finde ich interessant, wenn ich überlege, wie genüsslich mein Hund Knochen verspeist.


Seine Interpretation, keine Tatsache.


Nett, Psychologe sind wir auch noch – und alle Vegetarier und Veganer mit Hund, die hier so unterwegs sind, sind auch gleich noch pathologisch psychisch krank – ich bin von Irren umgeben :shock:. Ab davon hat das nichts mit Schubladendenken zu tun (das Wort schizophren maße ich mir nicht an für derartige Dinge zu verwenden). Was ICH mit MEINEM Körper mache ist MEINE Entscheidung, aber ab davon, dass der Mensch eine völlig andere Physiologie aufweist, die völlig anderes ermöglicht als beim Hund, ist mein Hund ein Schutzbefohlener, der keine andere Wahl hat, als sich darauf zu verlassen, dass ich in seinem Sinne entscheide. Und da entscheide ich für Fleisch, weil es für ihn natürlich und gesund ist. Wer kein Fleisch füttern will, halte sich Kaninchen.


Siehe oben von wegen Regenwald und Pülverchen.


Ja wie jetzt: Dann soll ich mein Tier nun gar nicht mehr füttern? Oder alle Nutztiere töten, damit der Mensch nicht mehr Hunger leiden muss? Oder alle Tiere mit Fleisch ernähren und mich vegan?


Also irgendwo ist auch mal Schluss mit den großen Reden, langsam macht eher der Autor den Eindruck einer pathologischen psychischen Erkrankung.

Unten hängen dann ein paar Erfahrungsberichte an, alles ohne Belege, Untersuchungen, Vergleiche mit nicht veganen Tieren usw. – also nichts, was es ansatzweise zu einer wissenschaftlichen Überlegung bringen würde.

Der Autor ist nichts weiter als ein ideologisch verblendeter Extremist, der sich auf einem wachsenden Markt veganer Tierprodukte profilieren will und hofft, endlich mal jemanden zu finden, der lesen will, was er da so zu verzapfen hat. Keine Quellen, keine Belege, nur Hetzerei, seltsame und nicht beweisbare Rückschlüsse, völliges Fehlen sachlich-wissenschaftlichen Tons – danke, aber seriöse Quellen sind etwas anderes als Blogeinträge selbstverliebter Gutmenschen, die glauben, sie hätten Weisheit und Moral für sich alleine gepachtet, während der Rest von uns sich im Urschlamm tummelt und dabei die Welt vernichtet.

WOW - klasse geschrieben Mischling! *Hut ab*

Ich als Vegetarierin mit leicht veganen Zügen (ich hab teilweise vegane Tage/Wochen, dann wandert doch mal ein Biokäse in meinen Kühlschrank...:eusa_shhh:) kann und will nicht verstehen, wie man sich einerseits Tierschützer "schimpfen" kann und andererseits eine Ernährung bei Tieren fordert, die - außer bei bestimmten Erkrankungen des Hundes - absolut nichts mit Tierschutz zu tun hat! Aber das scheint wohl ein typisch menschliches Problem...wie gerne zwingen wir anderen - auch denen, die sich nicht wehren oder äußern können - unseren Willen und unsere Meinung auf, weil wir meinen mit ein paar 100 Jahren Forschung und Erfahrung (wie repräsentativ das dann jeweils ist, sei auch mal da hin gestellt...erfahren, studieren und forschen kann ich viel...wenn ich schon weiß, was ich herausfinden will, kann ich das sicher auch herausfinden, nur befinde ich mich dann nicht mehr im seriösen Bereich, aber das ist eine andere Sache), könnte man sämtliche seit tausenden Jahren bestehende Naturgesetze aushebeln...:roll:

Ich bin Vegetarierin und "schimpfe" mich Tierschützerin, trotzdem bekommen meine Hunde Fleisch!
Und schizophren oder anderweitig pathologisch psychosch erkrankt fühle ich mich eigentlich nicht...*gollum, gollum, gollum - Wo issssssst eeeeer? Meiiiin Schaaaaaaaatz...* :mrgreen:
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #118
Ich verirre mich mal von den Katzen kurz zu den Hunden, weil ich auch schlichtweg begeistert von Mischlings Beitrag bin - wirklich toll :clap:!

Ich bin Vegetarierin und "schimpfe" mich Tierschützerin, trotzdem bekommen meine Hunde Fleisch!

Da ansonsten ja eigentlich schon alles Wichtige gesagt wurde, schließe ich mir der Einfachheit halber hier an und ersetze bloß "Hunde" durch "Katzen", die sich hier beim Vollbarfen bester Gesundheit erfreuen :).
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #119
Der Körperbau des Hundes spricht eine klare Sprache: Knochen, Fell, Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst , Früchte und Gräser , Wurzeln , Kräuter usw......
Mein Hund bekommt alles gemischt , Trockenfutter gebe ich hin und wieder aber nur kleine Mengen mal als Leckerlie. Mein Hund ist gesund und glücklich und nur darauf achte ich!!!!!!!!!
Einen Hund Vegan bzw Einseitig zu Ernähren bringt mir nix warum auch ? Er bekommt nur das frischeste was die Natur zu bieten hat und ist Gesund und man sieht ihm an das er mir dankbar für diese Ernährung ist, und das macht mich glücklich :D:angel:
 
  • Hund vegan ernähren - Meinungen! Beitrag #120
Off-Topic

Würden vegane Mütter stillen... - ich meine Muttermilch (ob Mensch oder Tier) ist mal eben nicht vegan. Hm......ne das ist zu böse


Nein aber im Ernst: Danke an Mischling, dem ist Nichts mehr hin zu zu fügen und das Ganze auch noch richtig toll geschrieben - das macht echt Laune zu lesen!

LG Suno
 
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