Hallo anna,
erstmal habe ich dich zu den Hunden verschoben, da es in dem Link zumindest primär um Hunde geht.
Dann zum Link:
Das steht als drittes einer Aufzählung in der Einleitung des Artikels. Übersetzt heißt das: Ernährung wie in der Natur ist ungesund. Ein Wunder, dass Wölfe und Wildhunde noch nicht ausgestorben sind :roll:.
Oh, da mach ich doch gerne mal mit:
Die Gefahren einer Mangelernährung sind bekannt.
Die Gefahren einer Unterversorgung mit Eiweiß und Kalzium sind bekannt.
Die Gefahren von jeglichem Fehlen tierischer Proteinquellen sind bekannt.
Die Gefahren von Extremismus und Übertragung eigener, ideeller Vorstellung auf Haustiere, die dadurch krank gefüttert werden, um sein eigenes Gewissen zu beruhigen, sind scheinbar nicht bekannt, sonst würde kein Mensch seinen Hund vegan füttern :roll:.
»Ist bekannt« ist keine Aussage, kein Beleg, keine Quelle. Ich kann auch sagen, es ist bekannt, dass die Erde flach ist – und nu?
Welche Gefahren hier gemeint sind kann ich nur erahnen, aber ich gehe mal spontan von Salmonellen und Aujeszky-Virus aus. Ersteres ist in hohen Mengen für den Hund ebenso gefährlich wie für uns, in geringer Menge wie an hygienisch verarbeitetem rohem Geflügel kann der Hund diese problemlos ausscheiden. Etwa 80% aller gebarften Hunde haben Salmonellen, keiner davon zeigt entsprechender Studie zufolge Symptome. Einzig zu bedenken ist, dass die Salmonellen ausgeschieden werden und damit wieder im Ökosystem landen.
Zum zweiten: Das betrifft zunächst einmal nur Schwein und Wildschwein, worauf sich dank großer Auswahl bequem verzichten lässt. Selbst wenn man Schwein füttern möchte sollte man dann aber bedenken, dass deutsche Tiere getestet werden und natürlich nur bei negativem Ergebnis im Laden landen. Deutschland gilt offiziell auch als nicht betroffen.
Auf Mythen wie »der Hund wird blutrünstig vom Fleisch« o.ä. will ich mal lieber nicht eingehen, die Gefahr sehe ich eher gegeben, wenn man ihm jegliche tierischen Produkte verweigert :roll:.
Ich würde ja gerne mal dem Menschen begegnen, der diesen Irrglauben verzapft oder irgendeine Aussage so falsch interpretiert hat, dass das dabei rum kommt: Der Hund frisst eine Beere, also ist er Allesfresser also kann ich ihm jede tierische Nahrung vorenthalten :roll:. Wie kommt man auf sowas?
Wir haben das hier an anderer Stelle schon einmal ausführlich debattiert, daher hier die Kurzfassung: Hunde sind – sowohl wissenschaftlich offiziell als auch nach der Definition der Zuordnung – fakultative Carnivoren wie der Wolf. D.h. sie haben die Wahl, bei Nahrungsknappheit auf andere Lebensmittel wie Beeren, Wurzeln oder Grünzeug zurück zu greifen, allerdings ist das nicht die bevorzugte und natürliche Ernährung. Dennoch wird dem beim Barf durch einen Beilagenanteil von etwa 30% Rechnung getragen, was m.E. auch durchaus korrekt ist.
Desweiteren beachte man die Verdauung des Hundes: Es beginnt mit den Zähnen, die keinerlei Mahlfläche haben, was das Zerkleinern pflanzlicher Nahrung unmöglich macht. Hunde fressen größere Brocken (genußvolle Kauer mal ausgenommen :lol

, der Speichel schmiert diese und sie werden hinunter geschluckt. Wer mal eine Kuh im Vergleich hat kauen sehen wird den Unterschied erkennen. Im Speichel selbst ist eine geringe und möglicher Weise gar nicht für die Zersetzung ausreichende Menge alpha-Amylase zur Spaltung von Kohlehydraten vorhanden, die wirkliche Verdauung von Ballaststoffen u.ä. beginnt aber im Magen-Darm-Trakt, wenn die Enzyme in größerer Konzentration von der Bauchspeicheldrüse eingeleitet werden.
Es folgt der Magen: Ein wenig kleiner als beim Wolf und von weniger Bändern gehalten, allerdings ein großer Hohlraum mit verschiedenen Schleimhautsektoren, die unterschiedliche Verdauungsfunktion erfüllen. Bei Pflanzenfressern ist der Magen größer, komplexer und meist sind mehrere vorhanden.
Beim Darm sieht es ähnlich aus: Kurz, zweckmäßig und mit rudimentärem Blinddarm. Bei Tieren mit höherem pflanzlichem Anteil in der Nahrung ist der Darm länger, komplexer und der Blinddarm erfüllt hier auch noch Funktion.
Und zu guter letzt, wie man hier sieht: Domestikation ist keine Evolution. Zwischen Gewöhnung und der physiologischen Anpassung von körperlichen Eigenschaften besteht ein Himmelweiter unterschied, zumal Evolution etwas länger als 2000 Jahre benötigt und eigentlich einer natürlichen, keiner menschlichen Selektion unterworfen sein sollte. Btw Haltung des Menschen: Hunde wurden bis vor einigen Jahren noch hauptsächlich von Essensresten und keinesfalls vegan ernährt – dann müssten sie ja daran angepasst sein?
Das Kompliment ideologischer Verblendung gebe ich gerne an den Herren zurück, der seine Lebensweisheit wie eine Religion auf seinen Hund ummünzt und dann mit seiner Einstellung missionieren geht.
Das wäre die Ansicht des Buches Supplemente: Solange das Tier nicht krepiert, ist die Ernährung passend. Das nennt man nicht artgerecht, sondern lediglich bedarfsdeckend und durchaus fragwürdig, denn in dem Buch wird auch bedauert, dass man Kühe nicht mehr ausschließlich mit Tiermehl füttern kann, weil es günstiger ist. Man bedenke bei solchen Sachen also immer beide Seiten der Medaille.
Ebenfalls inkorrekt. Künstliche Nährstoffe – da das Thema nachher noch aufgegriffen wird – stehen teils in Verdacht, Krebs zu erregen oder Erkrankungen zu fördern und bei veganer Ernährung braucht man viele davon. Je nach Quelle weisen die Nährstoffe unterschiedliche Verdaulichkeiten auf, sodass nicht die reine angegebene Menge gerechnet werden kann, sondern auch der unverdauliche Verlust berechnet werden muss. Randnotiz: Für das oft verwendete Soja wird Regenwald abgeholzt sofern nicht Bio, die Pulver, die zur Ergänzung gebraucht werden, werden unter erheblichem Aufwand und Schadstoffaustoß produziert und das ganze wird dann noch erster Klasse um die halbe Welt geflogen – also lassen wir die Ideologie bei der Sache lieber mal raus, denn »besser« ist das in der Gesamtheit für die Umwelt auch nicht.
Nett geschrieben und hingedreht, aber nichts weiter als gesetzliche Vorschrift. Alleinfuttermittel müssen einen bedarfsdeckenden Gehalt aller Nährstoffe aufweisen, das legt entsprechende EU-Verordnung fest und trifft auf jedes Alleinfuttermittel auf dem deutschen Markt zu.
Ich hab auch ganz viele Untersuchungen und Erfahrungsberichte gebarfter Hunde hier die dasselbe beweisen, schade nur, dass das ohne Quelle keiner prüfen kann :roll:. Eine Behauptung, geschönt für die eigene Argumentation, mehr nicht.
Eine Studie aus den 70er und 80er Jahren, durchgeführt an einigen Chinesen, die Konsequenz ist lediglich seine eigene Interpretation. Abgesehen davon: Den größten gemeinsamen Nenner einer Gruppe kranker Personen zu finden ist nicht gleichbedeutend mit dem Finden der Ursache. Dafür etwas aktueller:
http://de.wikipedia.org/wiki/The_China_Study
Schön gesagt, leider im falschen Zusammenhang. Besonders das Wohlbefinden finde ich interessant, wenn ich überlege, wie genüsslich mein Hund Knochen verspeist.
Seine Interpretation, keine Tatsache.
Nett, Psychologe sind wir auch noch – und alle Vegetarier und Veganer mit Hund, die hier so unterwegs sind, sind auch gleich noch pathologisch psychisch krank – ich bin von Irren umgeben :shock:. Ab davon hat das nichts mit Schubladendenken zu tun (das Wort schizophren maße ich mir nicht an für derartige Dinge zu verwenden). Was ICH mit MEINEM Körper mache ist MEINE Entscheidung, aber ab davon, dass der Mensch eine völlig andere Physiologie aufweist, die völlig anderes ermöglicht als beim Hund, ist mein Hund ein Schutzbefohlener, der keine andere Wahl hat, als sich darauf zu verlassen, dass ich in seinem Sinne entscheide. Und da entscheide ich für Fleisch, weil es für ihn natürlich und gesund ist. Wer kein Fleisch füttern will, halte sich Kaninchen.
Siehe oben von wegen Regenwald und Pülverchen.
Ja wie jetzt: Dann soll ich mein Tier nun gar nicht mehr füttern? Oder alle Nutztiere töten, damit der Mensch nicht mehr Hunger leiden muss? Oder alle Tiere mit Fleisch ernähren und mich vegan?
Also irgendwo ist auch mal Schluss mit den großen Reden, langsam macht eher der Autor den Eindruck einer pathologischen psychischen Erkrankung.
Unten hängen dann ein paar Erfahrungsberichte an, alles ohne Belege, Untersuchungen, Vergleiche mit nicht veganen Tieren usw. – also nichts, was es ansatzweise zu einer wissenschaftlichen Überlegung bringen würde.
Der Autor ist nichts weiter als ein ideologisch verblendeter Extremist, der sich auf einem wachsenden Markt veganer Tierprodukte profilieren will und hofft, endlich mal jemanden zu finden, der lesen will, was er da so zu verzapfen hat. Keine Quellen, keine Belege, nur Hetzerei, seltsame und nicht beweisbare Rückschlüsse, völliges Fehlen sachlich-wissenschaftlichen Tons – danke, aber seriöse Quellen sind etwas anderes als Blogeinträge selbstverliebter Gutmenschen, die glauben, sie hätten Weisheit und Moral für sich alleine gepachtet, während der Rest von uns sich im Urschlamm tummelt und dabei die Welt vernichtet.