SOS! Ich möchte meine Katze unbedingt behalten. Aber sie ist so unglücklich. Was kann ich tun?

Diskutiere SOS! Ich möchte meine Katze unbedingt behalten. Aber sie ist so unglücklich. Was kann ich tun? im Katzen Haltung Forum im Bereich Katzen Forum; Und ich würde nie eine Katze in Einzelhaltung halten. Wir haben, wie gesagt, mehrere nicht ganz leichte VGs hinter uns. Und ich bin nach wie vor...
  • SOS! Ich möchte meine Katze unbedingt behalten. Aber sie ist so unglücklich. Was kann ich tun? Beitrag #21
Und ich würde nie eine Katze in Einzelhaltung halten.
Wir haben, wie gesagt, mehrere nicht ganz leichte VGs hinter uns.
Und ich bin nach wie vor der Meinung, dass unsere Dinah durchaus eine Einzelkatze wäre.
ABER: Unsere Katzen haben sich alle miteinander arrangiert - die einen mehr, die anderen weniger. Selbst die Dinah hat gelernt, 4 von 5 anderen Katzen zu akzeptieren, die werden nicht mehr angefaucht, lediglich die Netty bekommt noch das Fauchen zu hören, aber der ist das egal.
Vielleicht vermenschliche ich das Ganze auch zu sehr, aber ich bin der Meinung: Auch eine einzelgängerische Katze ist manchmal froh, wenn sie nicht ganz allein ist, sondern ein Artgenosse in der Nähe ist. Unsere Dinah pennt seit einer Weile gern bei mir im Bett (die ersten Jahre war sie dort nie), und sie akzeptiert, wenn John-Boy und Poldi ebenfalls ins Bett hüpfen. Sie schnurrt einfach weiter und ignoriert die anderen.
Ich hätte ein komisches Gefühl, nur eine einzige Katze zu haben. Ich hätte immer das Gefühl, ihr was vorzuenthalten. Die Katzen müssen nicht die dicksten Schmusekumpel werden - aber allein, dass sie das Gefühl haben, sie sind nicht allein auf weiter Flur, da wäre immer noch wer von Ihresgleichen - das würde ich ihnen nicht vorenthalten wollen...
Wie gesagt - unsere VGs waren keine Spaziergänge - aber sie haben sich gelohnt... und meiner Meinung nach auch für Diva Dinah...

LG, seven
 
  • SOS! Ich möchte meine Katze unbedingt behalten. Aber sie ist so unglücklich. Was kann ich tun? Beitrag #22
Off-Topic
geht mir auch so Seven. Einzelhaltung - nie wieder. Ob man nun Verhaltensauffälligkeiten bemerkt oder nicht, zu einer Katze gehört einfach ein Artgenosse.
 
  • SOS! Ich möchte meine Katze unbedingt behalten. Aber sie ist so unglücklich. Was kann ich tun? Beitrag #23
und eine Wohnung mit Dachtrasse oder großem Balkon (auch im Landkreis München) zu finden ist schwierig, wenn man nicht die dicke Kohle hat, als Berufsanfänger...

Sorry, das ist nicht schwierig, das ist einfach unmöglich! Hast Du ein Auto, oder bist Du auf die Öffentlichen angewiesen? Wenn Du auf die Öffentlichen angewiesen bist schau mal im S-Bahn-Gebiet allgemein, aber selbst das wird noch unverschämt teuer sein (ich wohn 20 km außerhalb, und wir haben hier etwa Münchner Preise). Mit Auto geht eher was, aber da hast halt im Winter echte Probleme...

Tut's ein vernetzter Balkon nicht auch? Da könntest Du in Haar oder Pasing vergleichsweise (!!) günstig dran kommen - eine Freundin hat in Haar gewohnt, da hat ihr Vermieter sogar die Vernetzung gezahlt wegen der Tauben! Der Wohnblock war hässlich, aber wie sie selber sagte: sieht man kurz beim Reingehen. Dann nimmer. Drinnen war die Wohnung toll!

Der Katze würde ich das hin und her auch nicht antun - entweder hier oder da. Ob man eine 8jährige Katze noch zwingend vergellschaften muß - ich weiß nicht, ich glaub ich würd's nicht tun.
 
  • SOS! Ich möchte meine Katze unbedingt behalten. Aber sie ist so unglücklich. Was kann ich tun? Beitrag #24
Seven, Kiwi. Das ist schon verständlich. Aber es funktioniert bei einer sozial komplett verhunzten Katze leider nicht mehr. Aber die sind zum Glück selten.
Man muss bedenken, dass die ursprüngliche Katze ein Einzelgänger war, der durch die Domestikation sozialer wurde. Sie muss aber in der Prägungsphase ausreichend positiven Kontakt zu Artgenossen haben, um diese als Sozialpartner zu schätzen. Hat sie das nicht, kann es im schlimmsten Fall passieren, dass das Tier einen Artgenossen zeitlebens als Eindringling ins Revier betrachtet und durch die Anwesenheit dauerhaft gestresst ist. Diesem Tier tut man mit einem Artgenossen keinen Gefallen. Ein Teil der nicht sozialisierten Katzen lernen Artgenossen zu akzeptieren, diese kann man mit Artgenossen halten - aber dann mit mind. zweien. Denn der soziale Artgenosse braucht auch einen Artgenossen als Sozialpartner, der auch sozial mit ihm interagiert und ihn nicht nur akzeptiert.
Echte Einzelkatzen sind auch nicht allein. Sie haben den Menschen glücklicherweise als Sozialpartner akzeptiert, können mit ihm ihre Bedürfnisse ausleben. Schlussendlich nie, wie mit einem Artgenossen, aber wenn diese nicht akzeptiert werden und einen dauerhaften Stressor darstellen, dann bringt es der Katze schlicht nichts. Sie wurde einfach durch falsche Aufzuchts- und Haltungsbedingungen so verhunzt, dass sie nicht mit Artgenossen leben kann. Das sollte keiner Katze passieren, kommt aber leider vor. Und dann sollten ihre Menschen aber auch wirklich so weit es geht rund um die Uhr da sein, um ihre Sozialbedürfnisse zu erfüllen.

Durch Freigang werden manche Verhaltensprobleme von Katzen kompensiert. Die Katze sollte sich aber irgendwo sicher zurück ziehen können (Gartenhaus, isolierte Hundehütte mit Katzenklappe unter Balkonen, etc.) und die Wohnlage sollte auch katzenfreundlich sein. Es bringt nichts, das Tier an einer vierspurigen Hauptstrasse raus zu lassen. Zudem sollte das Tier sehr langsam an Freigang gewöhnt werden. Wohnungskatzen sind durch plötzlichen Freigang oft enorm überfordert. Die ganzen Reize sind sie schlicht nicht gewohnt.
 
  • SOS! Ich möchte meine Katze unbedingt behalten. Aber sie ist so unglücklich. Was kann ich tun? Beitrag #25
Da möchte ich mich Nienor anschließen:
Ein Teil der nicht sozialisierten Katzen lernen Artgenossen zu akzeptieren, diese kann man mit Artgenossen halten - aber dann mit mind. zweien. Denn der soziale Artgenosse braucht auch einen Artgenossen als Sozialpartner, der auch sozial mit ihm interagiert und ihn nicht nur akzeptiert.
Echte Einzelkatzen sind auch nicht allein. Sie haben den Menschen glücklicherweise als Sozialpartner akzeptiert, können mit ihm ihre Bedürfnisse ausleben. Schlussendlich nie, wie mit einem Artgenossen, aber wenn diese nicht akzeptiert werden und einen dauerhaften Stressor darstellen, dann bringt es der Katze schlicht nichts. Sie wurde einfach durch falsche Aufzuchts- und Haltungsbedingungen so verhunzt, dass sie nicht mit Artgenossen leben kann. Das sollte keiner Katze passieren, kommt aber leider vor. Und dann sollten ihre Menschen aber auch wirklich so weit es geht rund um die Uhr da sein, um ihre Sozialbedürfnisse zu erfüllen.
Es gibt sie, diese vom Menschen gemachten Einzelgänger - diese gehören dann aber meiner Meinung nach in ein Zuhause, in dem sie möglichst viel Zeit mit ihrem Menschen verbringen können. Bei Berufstätigen bleibt doch recht wenig übrig von einem 24 Stunden Tag, wenn man An- unn Abfahrt zur Arbeit, die Arbeitszeit an sich und noch Arzttermine, Einkäufe, Verabredungen und den Schlaf mit reinrechnet.
 
  • SOS! Ich möchte meine Katze unbedingt behalten. Aber sie ist so unglücklich. Was kann ich tun? Beitrag #26
Wenn alle Katzen die nicht gerne mit anderen Katzen agieren vom Mensch "verhunzt" sind, wie kommt es dann, dass auch Katzen die völlig frei entscheiden können (Bauernhof/ Streuner) nicht alle gleichermaßen gerne mit anderen Katzen agieren, ja sogar den Kontakt mit anderen Katzen meiden? Nur dort wo es nötig ist (Futterstelle) die Nähe anderer Katzen tolerieren?

Kennt ihr das Verhältnis von freundlichen Kontaktaufnahmen (spielen, kuscheln) zu dem Verhältnis von feindschaftlichen Kontakten (drohen, jagen, kämpfen) bei wilden, erwachsenen, nicht verwandten Katzen?
 
  • SOS! Ich möchte meine Katze unbedingt behalten. Aber sie ist so unglücklich. Was kann ich tun? Beitrag #27
Wenn alle Katzen die nicht gerne mit anderen Katzen agieren vom Mensch "verhunzt" sind, wie kommt es dann, dass auch Katzen die völlig frei entscheiden können (Bauernhof/ Streuner) nicht alle gleichermaßen gerne mit anderen Katzen agieren, ja sogar den Kontakt mit anderen Katzen meiden? Nur dort wo es nötig ist (Futterstelle) die Nähe anderer Katzen tolerieren?
Ein Tolerieren an der Futterstelle ist aber immerhin ein sozialer Kontakt. Hier geht es aber um eine reine Wohnungskatze von 8 Jahren, die seit der 11. Lebenswoche keine sozialen Kontakte zu Artgenossen hatte. Mit den "vom Menschen verhunzten Einzelkatzen" habe ich eben genau solche Exemplare gemeint: Katzen, die als Jungtiere (und vielleicht sogar noch viel zu früh) von Mutter und Geschwistern getrennt wurden und die dann über Jahre hinweg komplett isoliert gelebt haben. Das kann man ja gar nicht mehr mit einem natürlichen Katzenverhalten vergleichen.
Natürlich mag draußen nicht jede Katze alle anderen Katzen (wir mögen ja auch nicht jeden Menschen ;)) - aber selbst "feindliche" Kontakte sind eben Kontakte und gehören zum Sozialverhalten. Das ist doch ein himmelweiter Unterschied zu den Einzelkatzen in der Wohnung.
 
  • SOS! Ich möchte meine Katze unbedingt behalten. Aber sie ist so unglücklich. Was kann ich tun? Beitrag #28
Off-Topic
Da ich auf einem Hof mit im Sommer locker mal mehr als 30 Katzen mehr oder minder aufgewachsen bin:

Es gibt Katzen, die sind Prügelknaben, stimmt.
Es gibt Katzen von fremden Höfen, die blutig vertrieben werden, bei einem bereits verletzten Kater habe ich das auch mal erlebt, dass der später gestorben ist.

ABER alle Katzen hätten die Möglichkeit gehabt sich an X verschiedenen Stellen mit Nahrung zu versorgen und trotzdem wurde immer die "Zentrale" aufgesucht. Es gab auf diesem Hof insgesamt 4 Futterstellen, auf den Nachbarhöfen noch mehr. Trotzdem waren alle Katzen mind. einmal täglich eben am zentralen Fütterungsplatz wo gespielt, gekuschelt oder einfach nur mit Abstand nebeneinander gelegen wurde.

Einzelne enge Beziehungen bestanden grundsätzlich auch unabhängig von Verwandtschaftsgraden.

Da das noch "Hof" nach allerbester Baunernmanier war, gab es da auch keine einzige kastrierte Katze.
Da gab es gerade während der Rolligkeiten böse Prügeleien, aber selbst die Kater, die zu diesen Zeiten absolut durchgeknallt waren, haben sich miteinander arrangiert und die Nähe zu anderen Katzen/Katern gesucht.

Und diese Katzen waren durch ihre von Menschen quasi gar nicht begleitete Aufzucht wirklich weitestgehend wild. Menschen wurden gemieden und absolut keine Nähe gesucht.

Aufgrund dessen würde ich bei der Option, dass da noch die Chance einer Vergesellschaftung besteht diese auch nutzen.
Manchmal besteht sie eben leider nicht, weil Menschen da Fehler gemacht haben, aber "natürliche" Einzelgänger, die von Geburt an niemanden um sich herum akzeptieren habe ich bewusst in mind. 15 Jahren in einer semi-wilden Population kein einziges Mal erlebt.

 
  • SOS! Ich möchte meine Katze unbedingt behalten. Aber sie ist so unglücklich. Was kann ich tun? Beitrag #29
Ich glaube, das ist eine Sache der eigenen Vorstellung von einem "glücklichen" Katzenleben. Und da Wohnungskatzen sich weder dazu äußern können noch frei entscheiden können wie eng oder oft sie mit anderen Katzen zusammentreffen können, kann man wahrscheinlich ewig darüber diskutieren. ;) Schlußendlich kann man doch erst im Nachhinein beurteilen ob die passenden Tiere vergesellschaftet wurden oder ob man es besser gelassen hätte.

Und selbst dieses Urteil ist sehr subjektiv, was der eine als "gelungen" bezeichnet, kann für den anderen ein unbefriedigendes Ergebnis sein.

Ich halte Prügeleien und Jagen wenn sie nicht spielerisch geschehen für unschöne Kontakte, wenn die Katzen nicht gerade beide leidenschaftliche Raufbolde sind.
Und "Tolerieren" setze ich gleich mit "Erdulden" was für mich erst mal keine positiven Eigenschaften hat.
Wie man hier sieht, stufen andere solche Interaktionen als positiv ein, hauptsache Kontakte zu Artgenossen.

Sorry, Seven, dass ich jetzt dich aussuche, aber das ist für mich ein passendes Beispiel:

Wenn ich mich nicht täusche, hast du von einer deiner Katzen erzählt, die sich monatelang auf einem Schrank aufgehalten hat weil sie mit den sechs? anderen Katzen nicht zurecht kam. Auch nach den vielen Monaten agiert sie nicht freundlich mit anderen Katzen sondern hat lediglich gelernt, dass sie ihnen nicht immer aus dem Weg gehen muß.

Für Seven ist das ein zufriedenstellendes Ergebnis und bestätigt sie darin, dass Katzen grundsätzlich vergesellschaftet werden sollen. Meinen Vorstellungen von einem "glücklichen" Katzenleben entspricht dieses Beispiel nicht.
Dafür sind andere der Überzeugung, meiner Einzelkatze kann es gar nicht gut gehen, alleine weil sie keinen Kontakt zu anderen Katzen hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • SOS! Ich möchte meine Katze unbedingt behalten. Aber sie ist so unglücklich. Was kann ich tun? Beitrag #30
hallo ich arbeite auch in einer Tierschutzorga für Katzen, leider gibt es immer wieder Einzelgänger die es auch bleiben wollen. Wir versuchen Einzelgänger zu vermitteln wo viel Zeit, gesicherter Auslauf vorhanden ist. Was mich auch stören würde bei deiner Freundin, wenn sie tierärztliche Anweisungen nicht beachtet obwohl sie nötig sind.

Wir haben in der Nachbarschaft eine Schildpattkatze, sie lässt keinen ins Haus und aufs Grundstück. Vermöbelt jede Katze die ihr nur in die Nähe kommt, sie ist und bleibt bei unserer Nachbarin eine Einzelkatze.
 
  • SOS! Ich möchte meine Katze unbedingt behalten. Aber sie ist so unglücklich. Was kann ich tun? Beitrag #31
Ich glaube, das ist eine Sache der eigenen Vorstellung von einem "glücklichen" Katzenleben. Und da Wohnungskatzen sich weder dazu äußern können noch frei entscheiden können wie eng oder oft sie mit anderen Katzen zusammentreffen können, kann man wahrscheinlich ewig darüber diskutieren. ;)
Von speziell "glücklich" war doch gar nicht die Rede :eusa_think:. Bei der Haltung von Tieren läuft es doch eigentlich immer darauf hinaus, diese so artgerecht wie möglich zu gestalten. Eine Katze ohne Artgenossen und somit ohne jegliche Sozialkontakte in eine Wohnung zu sperren und damit komplett zu isolieren ist meiner Meinung nach meilenweit von "möglichst artgerecht" entfernt. Und damit eben auch vom "Glück".

Ich halte Prügeleien und Jagen wenn sie nicht spielerisch geschehen für unschöne Kontakte, wenn die Katzen nicht gerade beide leidenschaftliche Raufbolde sind.
Und "Tolerieren" setze ich gleich mit "Erdulden" was für mich erst mal keine positiven Eigenschaften hat.
Wie zuvor: Es geht nicht um ausschließlich schön, es geht um die soziale Interaktion an sich, die zum natürlichen Verhalten der Katze gehört. Ein Tolerieren oder meinetwegen auch Erdulden kann von einer aggressiven aber auch einer recht harmonischen Grundstimmung geprägt sein, das ist doch nicht automatisch was negatives :eusa_think:.

Wenn ich mich nicht täusche, hat Seven mal von einer ihrer Katzen erzählt, die sich bei ihr monatelang auf einem Schrank aufgehalten hat weil sie mit den sechs? anderen Katzen nicht zurecht kam. Auch nach den vielen Monaten agiert sie nicht freundlich mit anderen Katzen sondern hat lediglich gelernt, dass sie ihnen nicht immer aus dem Weg gehen muß.
Seven wird sich sicherlich noch selbst dazu äußern, aber mein Wissensstand ist eigentlich, dass das Julchen sehr wohl in der Gruppe vor allem mit den jüngeren Katzen agiert, auch spielerisch.
 
  • SOS! Ich möchte meine Katze unbedingt behalten. Aber sie ist so unglücklich. Was kann ich tun? Beitrag #32
Neee, Sini, da haste was falsch verstanden ;)
Unser Julchen hat in der Tat fast ein Jahr auf dem Kleiderschrank im Schlafzimmer verbracht, mit eigenem Klo und eigenem Fressnapf.
ABER: Sie ht immer wieder Besuch vom John-Boy gehabt, es gibt sogar Kuschelfotos hier im Forum.
Irgendwann hat sie sich dann vom Schrank getraut, und wie ich schon mehrfach schrieb, ist sie heute eine ganz normale Katze. Sie spielt mit John-Boy und Audrey, sie schnuppert am Poldi, sie begegnet der Netty ganz neutral und normal.
Die Jule ist ein Musterbeispiel dafür, dass vermeintliche Einzelgänger eben doch nicht unbedingt welche sind.
Einzelgängerin ist da eher unsere Dinah - aber auch die hat gelernt, dass andere Katzen eben dazugehören, und sie verhält sich halt wie eine Einzelkatze - sie faucht die Netty mal an, die anderen lässt sie inzwischen in Ruhe - und zu uns kommt sie kuscheln (v. a. zu mir) und schläft halt nachts auch mit im Bett... (Dinah kam aber auch im Alter von ca. 8-10 Jahren zu uns, Julchen mit 1,5 Jahren...)

Das Julchen wäre zu einer Einzelkatze geworden, definitiv - wenn sie nicht hier gelandet wäre und wir nicht ein Jahr Geduld gehabt hätten. Aber jetzt - möchte sie ihre Kumpels und Kumpelinen nicht mehr missen, und das Jahr (und ja, es war wirklich lang....) hat sich ausgezahlt...
*Beweisfotos suchen geht*
 
  • SOS! Ich möchte meine Katze unbedingt behalten. Aber sie ist so unglücklich. Was kann ich tun? Beitrag #33
Nicht immer in Katzengesellschaft, aber vielleicht ein kleiner Eindruck trotzdem...

Och menno... das kommt davon, wenn man ewig keine Fotos mehr gemacht hat...
:eusa_doh:
Man stelle sich einfach vor, dass das Julchen zuvor fast ein Jahr unentdeckt auf dem Schrank wohnte - bis es sich mal runterwagte und dann allmählich auftaute.
Auf dem ersten Foto sitzt sie im Kratzbaum in der Küche - ein Riesenfortschritt für sie! - Auf dem zweiten Foto liegt sie auf der Couch im Wohnzimmer... Ein weiterer riesiger Fortschritt! In Menschennähe!
Auf dem dritten - winzigkleinen Foto, ich weiß nicht, wieso das hier nicht klappt gerade - sieht man, wie sie im Karton sitzt und die Audrey sie zum Spielen auffordert....
 

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  • SOS! Ich möchte meine Katze unbedingt behalten. Aber sie ist so unglücklich. Was kann ich tun? Beitrag #34
Off-Topic
Bezüglich Wohnungskatzen: Da finde ich es weder besonders Tiergerecht, wenn mehrere Tiere auf entsprechend wenig Platz gehalten werden, dass sie sich nicht aus dem Weg gehen können, noch wenn man sie dann einfach allein hält.
Zum Katzenleben gehört einfach Kontakt zu Artgenossen nach eigenem Ermessen. Und wie Ina schon schrieb, geht es dabei nicht immer um Friede, Freude, Eierkuchen sondern um soziale Interaktionen. Man würde auch nicht auf die Idee kommen, ein Kanichen allein zu halten, weil es Revierkämpfe ausficht.
Ich finde es einfach eine komplexe Angelegenheit, Katzen rein in der Wohnung zu halten. Da ist es eben nicht mit einem Kratzbaum, zwei Klos, 3 Spielmäusen pro Katze und teurem Futter kaufen getan.
 
  • SOS! Ich möchte meine Katze unbedingt behalten. Aber sie ist so unglücklich. Was kann ich tun? Beitrag #35
Hm. Ich verstehe einerseits, dass du deine geliebte Katze nicht abgeben magst, aber irgendwie halte ich dein Vorhaben nur für ein Hinauszögern.:eusa_think: Ich schließe mich da Kiwi an, Wohnungshaltung ist nunmal was anderes als Freigang, sowohl was die Erlebnisse als auch die Bewegung angeht. Daran ändert auch eine Terrasse nichts.

Bei deiner Freundin könntest du deine Katze immer sehen. (Dass sie auf den Hickhack keine Lust mehr hat, kann ich auch verstehen - meine Freundin sollte mal einen Hund bekommen, dessen Besitzerin sich ähnlich verhalten hat wie du. Damit ist sie gar nicht klargekommen und hat schlussendlich auch verzichtet. Sich selbst zuliebe.)

Ich sage nicht, dass du sie zwingend abgeben sollst, aber mMn solltest du dich dann für eine Zweitkatze entscheiden. Bei deinen Arbeitszeiten halte ich es für Käse, wenn die Katze allein daheim sitzt - egal ob mit Terrasse oder Balkon.;)
 
  • SOS! Ich möchte meine Katze unbedingt behalten. Aber sie ist so unglücklich. Was kann ich tun? Beitrag #36
Liebe Lara,

durch Zufall bin ich auf Dein Problem und dieses Forum gestoßen, hab mir die ganze Kommu. durchgelesen und das tat mir so leid, dass ich mich angemeldet habe, um dir schreiben zu können.

Meine Meinung:

Bring sie nicht zur Freundin!Hör auf dein Gefühl. Wenn Dein Gefühl was schlechtes sagt, und wie Du die Situation beschreibst, kann es nicht gut für Luna sein.
Wenn das mit den medis & dem klo schon nicht von ihr umgesetzt wird, wie wird es dann sein wenn luna regelm.wohin pieselt? Und wenn sie die gewohnte toilettensituation nicht mehr hat, wird sie sicherlich wieder mehr pieseln..Mal davon abgesehn das eine Nierenkranke Katze nierenfutter braucht, da sie sonst schneller "zugrunde" geht :`(

Wieviel Zeit lag denn zwischen den Umzügen? Unsere brauchten teilw. 4-8 wochen, bis sie im neuen Zuhause angekommen waren (Und wir sind schon schon 8x mit den stinkern umgezogen!) letztenendes gab es aber nie anhaltende Probleme - die eine braucht eben länger als die andere.. ;)
Demenstsprechend brauch Luna ggf nach jedem zw. deiner Freundin & dir hin und her geziehe erneut eine eingewöhnungsphase - evtl. ist es für sie jedesmal wieder ein großer, neuer "Umzug", mit neuer, unbekannter umgebung (=viiiel angst) denn manche Katzen vergessen schnell ;)


Nun meine Ideen:

1.Badrian (tröpfchen ->dm), hat bei unserer pieselnden Nierenkranken Katze klasse geholfen->wichtig: nicht zu oft, nicht zu viel. 1x die Woche auf eine Lieblingstelle o. Lieblingsspielzeug 1-2 tröpfchen. Bei bedarf auch mehr, aber irgendwann wieder reduzieren ;)
1.b. Baldrian ist auch übr. ein zaubermittel bei vergesellschaftung!(->aber richtig dosiert, und nicht massenhaft!) sofern du dich dafür entscheidest.
die chancen sind 50/50, versichere dich das der pot. Kumpel zurück kann, falls es schlimmer wird bzw nach 1-2 wochen keine off. veränderung eingetroffen ist und du das gefühl hast, da passt was nicht.

2. versuch Luna an die Leine zu gewöhnen. (Im netz gibts viele Tips dazu, sonst frag auch gerne mich ). Das wird ne gefühlte Ewigkeit dauern, lohnt sich aber! Du kannst nach der Arbeit mit ihr raus. nach ner weile weiß sie das & merkt es sich, freut sich darauf und unterlässt bestenfallt den anderen Quatsch. Braucht viel Gedult, aber wie du schreibst schätze ich dich so ein, das du diese hast & für luna auch gerne investierst.

3.Beschäftigungstherapie. lieblingskräcker in leere kloppapierrollen / teepackungen / eierkartons packen und luna dabei zusehen lassen. Rascheln und hinstellen bevor du gehst (oder fürn anfang auch wenn du zuhause bleibst/ggf. musst du es ihr ein paar mal zeigen was da leckeres drin ist ^^)

4.Klickertraining

Hoffe das hilft dir weiter! Kopf nicht hängen lassen!! Gib nicht auf, ihr packt das schon!

LG Lika
 
  • SOS! Ich möchte meine Katze unbedingt behalten. Aber sie ist so unglücklich. Was kann ich tun? Beitrag #37
Lika, erstmal herzlich willkommen im Forum und Hut ab, dass Du Dich angemeldet hast um zu helfen! ;)
Ich bin absolut Deiner Meinung, dass die Katze nicht zu der Freundin gehört, denn das hört sich nicht so an, als wäre sie dort wirklich gut aufgehoben.

Und jetzt das ABER ;)
Baldrian wirkt auf Katzen doch eher anregend, erregend, aufregend - und keinesfalls beruhigend. Wenn wir hier Baldriantropfen auf irgendwelches Spielzeug geben, kennen unsere Katzen kein Halten mehr - da wird getobt, das Spielzeug durch die Gegend geschmissen, herumgehüpft und randaliert vom Feinsten ;)
Kann natürlich sein, dass bei einer VG dann gleich zwei Katzen so "austicken", dass sie ganz vergessen, dass sie sich eigentlich kloppen könnten ;) Ausprobiert haben wir das allerdings nicht - wäre aber mal vorzumerken für die nächste VG (die aber hoffentlich erst in weit mehr als 10 Jahren ansteht.... derzeit sind wir ausgelastet ;) )

Zur Leine: Davon würde ich eher abraten.
Einmal Leine, immer Leine. Eine Katze, die an Leinenfreigang gewöhnt wurde, wird den immer einfordern. Und wenn das dann mal nicht geht (Wetter, Krankheit, wichtige Termine) kann die Katze schnell sehr unleidlich werden und das z. B. in Form von Unsauberkeit oder Aggressivität äußern.

Mit Deinen Vorschlägen zur Beschäftigungstherapie und zum Clickern bin ich allerdings wieder sehr einverstanden ;)

LG, seven
 
  • SOS! Ich möchte meine Katze unbedingt behalten. Aber sie ist so unglücklich. Was kann ich tun? Beitrag #38
Aaah, witzig. Jetzt schnaggel ich auch, warum ihr alle was gegen die Freundin habt. Hab den "Läster-Beitrag" vom 31.03. überlesen. :lol:
 
  • SOS! Ich möchte meine Katze unbedingt behalten. Aber sie ist so unglücklich. Was kann ich tun? Beitrag #39
Erstens: Welchen "Lästerbeitrag" meinst Du?
Und zweitens: Inwieweit genau ist Dein Betrag jetzt hilfreich? :shock:
 
  • SOS! Ich möchte meine Katze unbedingt behalten. Aber sie ist so unglücklich. Was kann ich tun? Beitrag #40
Hi Seven,

Blitzschnelle antwort von dir :)

Stimmt, Baldrian kann anregend & erheitert sein (wobei unsere immer voll auf dem kuscheltrip sind und sich am liebsten IN die Baldrian-stelle hineinlegen würden) aber was wäre daran schlimm für luna? (oder hab ich was überlesen?)

Und die Leine muss natürlich so eingeführt werden, dass der Auslauf auch garantiert werden kann. Ob das nun tägl. oder für den anfang (1-2)wöchentlich passiert.

(Und die unzufriedenheit ist ja nun mal schon da bei luna..). wenns mal n stündchen später wird abend bei uns mit der raubtierfütterung, wird natürlich auch gemotzt, aber gelegentlich kommts halt vor, auch das aktzeptieren die stubis dann schon. (wenn auch vorwurfsvoll ^^)
Unsere hatten übr. vorher Freigang und jetzt nur noch balkon wg umzugs. Es wurde ca. 1 woche miaut (aber nur flotsch, dem fiel es als einzigem schwer) und dann durften sie auf den balkon und alle sorgen waren vergessen :)

ich glaube, das jeder versuch luna nur helfen kann und "schlimmer" kann es doch nicht mehr werden, da sie doch eh schon pieselt. oder was meinst du?

Letztenendes gilt doch, es kommt immer auf die mieze an.
Jeder kennt seine eigenen am besten und alle sind sie unterschiedlich. ich denke lara wird am besten einschätzen könne was sie mit ihrer kleinen macht/machen kann/versuchen will :)


lg lika
 
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