Ich wiege aktuell noch 62kg auf 1,68m (vorher fast 110 kg :eusa_shhh
Naja.. die Thermodynamik nimmt keine Rücksicht auf Low Carb, Low Fat oder Glutenfrei. Mehr Kalorien als man verbraucht = Zunahme, weniger = Abnahme. Ich würde also eher schauen, wie viel Kalorien wirklich so im aktuellen Essen stecken, als davon auszugehen, dass nun plötzlich "jede Kalorie hängen bleibt". Generell sollte man bei der Ernährung ja sowieso davon ausgehen, dass jede Kalorie immer zählt. Man isst ja nicht etwas mit bspw. 120 Kalorien und geht davon aus, dass davon nur 80 "hängen bleiben" werden. Ich habe bei mir zu dem immer nur den Grundbedarf als Richtwert genommen, um so einfach ungenaue Angaben auf Packungen ausgleichen zu können.
Ich habe einen Grundbedarf von ca. 1500kcal und habe bei der Phase des Abnehmens angestrebt, um die 1200-1300 zu essen. Nun, als ich "angekommen" war, habe ich gemerkt, dass ich auch mit ~1500-1600kcal noch abnehme (durch die viele Bewegung) und esse deswegen aktuell sogar wirklich wieder an die ~2000kcal und halte mein Gewicht. Ich würde es immer wieder so machen, dass ich erstmal niedrig ansetze und wenn ich dann merke, dass ich "zu viel" abnehme erst nach oben justieren.
Es gibt einfach sehr viel "versteckte" Kalorien.. Nüsse, Öl, Käse und auch Obst. Es müssen nicht immer die "bösen" Kohlenhydrate sein (wobei ich auch sehr viel meiner Kalorien damit eingespart habe, dass aus einem Gericht aus 90% Nudel eben eines aus 40% Nudel + Gemüsebeilagen wurde)
Mir persönlich war das ganze Theater mit Insulinspiegel auch einfach zu "doof". Das ist natürlich etwas anderes, wenn man eine ernsthafte Erkrankung dahingehend hat! Aber nur wegen "dann hast du mehr Hunger, sagt man" war es mir nie wert auf etwas zu verzichten oder zu bestimmten Zeiten, bestimmte Mengen zu essen. Für mich war sowieso klar, dass ich am Anfang Hunger haben werde. Ich war es gewohnt mich zu "überfressen" und wollte abnehmen. Natürlich würde ich erstmal Hunger haben, bis mein Magen sich an kleinere - normale! - Mahlzeiten gewöhnt hat. Die "Angst vor Hunger" hat mich auch vorher immer dazu getrieben Dinge zu essen, obwohl ich noch gar kein Hunger habe. Schön vorbeugen und so.. :lol:
So im Nachhinein kommt mir das sehr albern vor.. denn.. so schlimm ist "Hunger" einfach nicht. Das ganze "Abnehmen ohne Hunger!" bewerben, kann ich auch nur noch belächeln. Ich habe meine Ernährung so angepasst, dass sie normal und gesund ist und ich damit ein gesundes Normalgewicht bekommen und halten kann - und mein Magen und mein Hungergefühl haben sich schlicht und einfach angepasst. Punkt.
Ich möchte damit nicht sagen, dass das für jeden der richtige Weg ist. Jeder muss da mMn. seinen eigenen Weg finden, aber ich habe mich immer viel zu lange von so Dingen wie "Angst vor Hunger" oder "Stoffwechselmythen" abhalten lassen, einfach mal abzunehmen.