Mh, also zur Wohnungshaltung bzw. Katze als Freigänger. Ich finde Freigang sehr wohl artgerecht für die Katze. Ja, draußen sind eine Menge Gefahren, aber ich weiß, dass wenn meinen beiden jemals irgendwann etwas draußen passieren sollte, dass sie so gelebt haben, wie sie es wollten. Ich musste anfangs meine Kater drinnen halten, weil unser vermieter nebenan ein Fließengeschäft hatte und meine kater ihm immer in den Hof geschissen haben. Zwei monatelang hat einer mein Kater Protestpinkeln veranstaltet und erst wussten wir nicht einmal warum. Ich habe meine beiden dann erst mal zu meinen Eltern gegeben (die haben einen großen Garten und da konnten sie raus wie sie wollten) und mich selbst um eine neue Wohnung gekümmert, dann habe ich sie wieder zu mir genommen und nun können sie raus wie möchten und das Protestpinkeln hat nie wieder statt gefunden. Ich selbst könnte meine Kater nicht ausschließlich drinnen halten, sie lieben es draußen jagen zu gehen und sich draußen auszutoben. Sie sonnen sich in der Sonne usw.
Andererseits kann ich aber auch alle verstehen, die sagen, dass sie ihre katze nur in der Wohnung halten. Früher fand ich das absolut unverständlich. Aber da hat sich meine Meinung geändert, ich kann das nachvollziehen, warum man sich dafür entscheidet, das Tier nur drinnen zu halten und respektiere eine solche Entscheidung auch.
Im Übrigen darf mein Hund ohne Leine raus. Wir wohnen direkt an den Weinfeldern und dort läuft sie immer frei rum.

Nur so viel zu - die Zeiten haben sich geändert.
Es ist natürlich auch was anderes, wenn man in der Stadt wohnt, dann würd ich vermutlich meine Kater auch nicht rauslassen, aber für mich käme das gar nicht erst in Frage in eine Stadt zu ziehen.
Mein erster Kater war ebenfalls Freigänger, ist 13 Jahre alt geworden und hat sich auch alleine glücklich gefühlt. Klar, wenn man ihn gleich an eine Zweitkatze gewöhnt hätte, hätte er das sicherlich auch okay gefunden, aber es ging ihm auch so gut. Andererseits würde ich eine Wohnungskatze niemals alleine halten. Mittlerweile habe ich zwei Freigängerkater, die von Geburt an zusammen gelebt haben und die sind auch froh, sich gegenseitig zu haben. Ich denke, dass es prinzipiell einfach sehr wichtig ist, dem Tier Zugang zu Artgenossen zu gewähren und das ist bei einem Freigänger auch so gegeben.
Zum Thema Trockenfutter / Nassfutter: Ich könnte mich auf den Kopf stellen und meine Kater würden trotzdem kein NaFu essen! Ich hab's mit allen möglichen Sorten versucht... NEIN, nicht einmal, wenn Leckerlies im Nassfutter versteckt sind, wird das angerührt. Ich kann machen, was ich will! Habe darüber aber mit verschiedenen Tierärzten gesprochen, die mir alle unabhängig voneinander gesagt haben, dass das sogar besser sei als Nassfutter. Es mag andere Tierärzte geben, die da anderes zu sagen. Aber wie dem auch sei, ich müsste es meinen schon intravenös spritzen, damit sie Nassfutter zu sich nehmen. Sie essen halt TroFu und fangen sich draußen ihre Mäuse.
Allerdings muss ich sagen, dass ich die Erfahrung gemacht habe, dass meine kater mehr trinken, seitdem ich ihnen einen Trinkbrunnen zur Verfügung gestellt habe!
Das finden sie beide sehr gut.
Außerdem stehen auch an mehreren Orten in der Wohnung Wasserschalen für den Hund und da dürfen die Katzen natürlich auch dran gehen.
Und mein erster Kater hat beides gefressen - vor allem hauptsächlich Nassfutter. Der fand TroFu nicht gerade toll, und trotzdem ist er an Niereninsuffizienz gestorben!
Ja zum Thema Kitten NICHT vor 12 Wochen abgeben, kann ich nur sagen: IST SO!
Es ist Tierquälerei, die Kitten vorher von der Mutter zu trennen. Meine haben 5 Monate bei ihrer Mutter gelebt, ehe ich sie zu mir genommen habe und dann war es auch okay. Die haben so viel von ihrer Mutter gelernt, es wäre einfach nicht artgerecht, wenn man ihnen das verwehrt hätte!
lg