Pflegestelle bei uns zu Hause!

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  • Pflegestelle bei uns zu Hause! Beitrag #1
Schnuffeline

Schnuffeline

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Hallo alle Zusammen,

Ich habe mich jetzt mit meinem Freund im Tierschutzverein angemeldet und bräuchte da einige Infos, die ich im Netz leider noch nicht finden konnte. Also die Sache ist die, das der Tierschutzverein kein eigenes Tierheim besitzt und auf tierliebe Leute angewiesen ist, die bei sich zu Hause eine Pflegestelle für die Tiere anbieten.
Die Leiterin machte mich schon darauf aufmerksam, dass es sehr wohl vorkommen kann, das die Tiere krank sein könnten. Also Diabetes, Nierenprobleme... was es alles so gibt. Also grundsätzlich habe ich Erfahrungen mit Katzen seit ich ganz klein bin, aber wie es mit Krankheiten aussieht...

Nun zur eigentliche Frage: Kennt ihr ein paar gute I-netseiten, bei denen ich mir etwas Wissen aneignen könnte? Aufklärung über die Krankheit, wie mit Katze umgehen, auf besonderes Fressen achten usw.

Auch wären Seiten ganz hilfreich bezüglich Aufzucht von ganz jungen Katzen.

Ich möchte den Miezels die Übergangszeit wirklich so gut wie möglich einrichten und dazu gehört denke ich auch, dass man auf einige Eventualitäten vorbereitet ist.

Danke schon mal!
 
  • Pflegestelle bei uns zu Hause! Beitrag #2
Hi Schnuffeline,

herzlich willkommen im Forum.
Ich finde es sehr schön von euch, dass ihr den Verein in der Art und Weise unterstützen wollt. Ich selbst habe das auch einige Jahre zusammen mit meiner Mutter gemacht.

Dadurch, dass wir sehr viel mit den TÄ zusammen gearbeitet haben, konnten wir uns einiges an Wissen aneignen bzw. verschiedene Behandlungen auch selbst durchführen.
Wenn kleine Katzen Durchfall haben oder Erbrechen sollte möglichst schnell der TA aufgesucht werden, weil die Kätzchen den Flüssigkeitsverlust nicht gut ausgleichen können und dann schnell austrocknen.

Die Leiterin machte mich schon darauf aufmerksam, dass es sehr wohl vorkommen kann, das die Tiere krank sein könnten. Also Diabetes, Nierenprobleme... was es alles so gibt. Also grundsätzlich habe ich Erfahrungen mit Katzen seit ich ganz klein bin, aber wie es mit Krankheiten aussieht...
Ja stimmt, kommt häufig vor. Aber da wirst du genaue Anweisungen vom TA erhalten.


Hier unter Katzenkrankheiten findest du eine kurze Übersicht verschiedener Krankheiten.

Da man sich gerade bei größeren Katzenbeständen mit Infektionskrankheiten rumschlagen muss, hier noch eine ausführlichere Variante:



Zum Thema Ernährung:

Über Katzenaufzucht findest du hier im Forum hilfreiche Tipps. Geh mal über die Suchfunktion.

Wie viele Katzen möchtest du denn in etwa gleichzeitig in Pflege nehmen?

Viel Erfolg.
 
  • Pflegestelle bei uns zu Hause! Beitrag #3
Danke für deine prompte Antwort! Werde mir die Seiten gleich mal anschauen!

Tja, das kommt jetzt darauf an. Wir haben selbst 2 Katzen daheim. Sie sind jetzt ein knappes Jahr. Ich denke, das die beiden sich über ein paar Spielkameraden freuen würden. Jetzt ist nur die Frage, wenn ich Pflegekatzen aufnehme mit ansteckenden Krankheiten, gefährde ich dann unsere beiden? Sie sind gegen alles geimpft was eine Wohnungskatze so braucht.

Wir würden ansonsten bis zu 4, maximal 5 Katzen aufnehmen. Ein Zimmer könnten wir für Nagetiere entbeeren.

Kannst du mir ein wenig darüber erzählen? Also wie oft (man kann mit Sicherheit keine Durchschnittsdiagnose stellen) hattet ihr Pflegekatzen? Wie läuft das dann mit der Vermittlung? Das würde ich dann nämlich auch übernehmen. Bekommt man zusätzliches Futter (wenn die Katze Sonderfutter braucht) gestellt oder bezahlen das mein Freund und ich aus eigener Tasche??

Fragen über Fragen!!
 
  • Pflegestelle bei uns zu Hause! Beitrag #4
Also ich war selber noch keine Pflegestelle, hab mich aber auch schon darüber informiert...
Mit den Übernahmen von Futterkosten ist das oft verschieden.
Es gibt Vereine die übernehmen Futterkosten, TA-Kosten, Medikamente etc. Andere sagen sie würden es übernehmen, aber da die Mittel der Vereine nicht sooo groß sind würden sie sich freuen wenn Teile der Kosten mitübernommen werden und dann gibt es auch welche die sagen das die Kosten von der Pflegestelle komplett übernommen werden soll.
Da musste in dem jeweiligen Verein nochmal nachfragen.

Mit der Vermittlung ist es so, wenn du die selber vermitteln sollst und der Verein sich da gar nich reinhängt, dass du halt im Internet, Zeitungen etc. Anzeigen schaltest das Katzen zur Vermittlung stehen. Jetzt als Beispiel mal... Dann melden sich halt Interessenten und du zeigst denen die Katzen bei dir zu Hause und erzählst und die können sich dann entscheiden. Aber oft geht es auch über den Verein selbst, dass die Anfragen kriegen die dann z.B. genau auf die Katze die du pflegst treffen. Dann ruft dich der Verein an erzählt dir das gibt dir Telefonnr und Namen der Interessenten und du setzt dich mit denen in Verbindung oder die sich halt mit dir. Ja und dann läuft halt wieder sie kommen lang etc...

Wie oft Pflegetiere kommen kann ich dir leider nicht sagen da ich weder den Verein kenne noch selber Pflegestellen-Erfahrungen habe! Sorry...

Ich hoffe trotzdem, dass ich dir etwas weiterhelfen konnte!
 
  • Pflegestelle bei uns zu Hause! Beitrag #5
Ja! Danke.

Die Leiterin möchte die nächste Tage mal bei uns vorbei kommen und sich unsere Wohnung anschauen. Da werd ich sie dann mal mit meinen Fragen löchern :angel:

Da wir um München rum wohnen, kann ich mir gut vorstellen, das wir öfter mal Tiere haben werden.

Hat noch jemand Erfahrung mit Pflegestellen?? Ich bin für jede Info dankbar!
 
  • Pflegestelle bei uns zu Hause! Beitrag #6
Hallo Schnuffeline!
Auch ich finde es ganz toll, dass Du Pflegekatzen bei Dir aufnehmen willst! Ich habe das auch schon öfter gemacht, und es ist eine sehr schöne Aufgabe! :)

Es waren oft Fundkatzen, ausgesetzte Katzen, oder ganze Würfe von Bauernhofkätzchen, die ich dann aufgenommen habe, und da war es zunächst sehr wichtig, dass die Tiere gegen Flöhe behandelt wurden, denn ich habe ja auch noch meine eigenen Katzen und Hunde. Auch Wurmkuren sind wichtig. Für diese Bauernhofkätzchen, die keiner haben will, hat natürlich vorher auch keiner Geld ausgegeben für sowas wie Wurmkuren. :|

Ansonsten, denke ich, muss bei jedem Pflegling einzeln geschaut werden: Ist er gesund, besteht der Verdacht auf irgendwas (ab zum Tierarzt!) oder sind es mehr wesensmäßige Probleme, Ängste etc., auf die man sich einzustellen hat. Es ist bestimmt gut, wenn Du einen Tierarzt an der Hand hast, der mit Dir zusammenarbeitet, und notfalls (bei sehr scheuen Katzen) auch zu Dir nach Hause kommt.

Zwei Dinge möchte ich Dir aus meiner Erfahrung noch mitgeben: Es kann passieren, dass Du bestimmte Katzen sehr lange bei Dir in Pflege hast, ehe Du sie vermitteln kannst, z.B. wenn sie sehr scheu oder gar traumatisiert sind. Und es kann Dir auch passieren, dass Du Dich von einzelnen Pfleglingen gar nicht mehr trennen magst! :D Bei mir ist auf diese Weise die Schar meiner Katzen immer größer geworden... :eusa_eh:

Übrigens kann es auch Fälle geben, die Du vielleicht nicht aufnehmen solltest, wenn z.B. der Verdacht auf ansteckende Krankheiten besteht (jedenfalls wenn Du gleichzeitig noch andere Katzen hast). Aber da wird der Tierschutzverein hoffentlich auch verantwortungsbewusst mit umgehen. :roll:

Wenn Du kleine Kätzchen aufnimmst, kann ich Dir Tipps zur Stubenreinerziehung geben! Einfach fragen, gern auch per PN! Ich hab auch schon mal einen Wurf sehr junger Kätzchen mit der Flasche aufgezogen. Ist gar nicht so einfach, aber man kann riesig stolz sein, wenn man sie durchbringt!

Ich wünsche Dir viel Freude bei dieser wirklich schönen Aufgabe!

LG
Annika
 
  • Pflegestelle bei uns zu Hause! Beitrag #7
Danke für deine ausführliche Antwort! Auf dein Angebot komme ich sicherlich mal zurück!

Also meinst du dürfte es da eher weniger Probleme (Ansteckungsgefahr) mit meinen beiden Katzen geben? Wie hast du dich denn über die vielzahl von Krankheiten und deren Behandlung informiert, über deinen TA? Ich hoffe da kann mir die Leiterin auch weiterhelfen.
Auf deren Homepage bieten die auch Weiterbildungskurse an, die ich auch sehr gerne mitmachen würde.

Gibt es sonst noch etwas an was ich denken muss?? Wir würden jetzt noch ein drittes Katzenklo aufstellen und natürlich mehr Fressnäpfe. Für Wasser haben wir einen riiiieeesigen Wasserdom aus dem reichlich Wasser sprudelt :D. Kratz- und Spielmöglichkeiten sind auch genügend gegeben.
 
  • Pflegestelle bei uns zu Hause! Beitrag #8
Ich bin's noch mal! Wir haben eben ja fast gleichzeitig geschrieben! :mrgreen:

Bei mir lief es bisher immer so, dass ich Kosten für Tierarztbehandlung, Wurmkuren etc. nachher von der Schutzgebühr abziehen konnte, die die neuen Besitzer bezahlt haben. Manchmal hat mir das Tierheim auch Flohmittel, Futter usw. mitgegeben. Bei den "Flaschenkindern" waren die Tierarztkosten insgesamt nachher leider höher als die Schutzgebühren, aber das hat auch das Tierheim übernommen.

Ihr solltet das genau absprechen. Nicht jeder kann diese ganzen Kosten übernehmen, sondern will mehr mit Tatkraft helfen. Tierschutzvereine haben leider nie viel Geld, sollten ihre Pflegestellen aber trotzdem unterstützen, finde ich. Dazu dienen nachher ja auch die Schutzgebühren.

In meinem Fall war es so, dass ich die neuen Besitzer aussuchen durfte. Die Leute kamen ja zu mir, und ich konnte mir ein Bild machen, ob eine Katze es da gut haben würde. Manche Tierschutzvereine wollen lieber selbst noch Vorkontrollen bei den neuen Besitzern machen; das wirst Du sicher alles mit der Tierheimleiterin besprechen.

Wir haben immer Schutzverträge abgeschlossen; die brauchte der Verein auch für seine Unterlagen, zum Nachweis der Schutzgebühren etc., und um die neuen Besitzer später eventuell nochmal kontaktieren zu können. (Bei Katzen wird eine Nachkontrolle allerdings selten gemacht, anders als bei Hunden.)

Es gibt Katzenkrankheiten, gegen die reine Wohnungskatzen normalerweise nicht geimpft sind, z.B. Leukose und FIP. Bei FIP schützt eine Impfung auch gar nicht sicher. Hier solltest Du schon vorsichtig sein, damit Deine eigenen Katzen sich nicht anstecken! Auch gegen Tollwut werden Wohnungskatzen normalerweise nicht geimpf, aber die ist Gott sei Dank sehr selten geworden.
Die häufigste Erkrankung ist wohl der Katzenschnupfen, und dagegen sind Deine Katzen ja auch geimpft. Trotzdem solltest Du, wenn Du in Sorge bist, dass ein Tier, bei dem nicht sicher ist, ob es beispielsweise Leukose positiv ist, nicht bei Dir aufnehmen, so schade es auch für das Tier ist. Nur selten übernehmen Tierschutzvereine die Kosten für eine Blutuntersuchung vorher. Katzen, besonders Kater, die ganz wild gelebt haben, können durchaus Leukose-Dauerausscheider sein. (Meist wird das über Bisse weiter gegeben.)

Nimmst Du vielleicht auch Katzen aus dem Ausland auf? Die sollten möglichst von den dortigen Tierauffangstationen schon gründlich untersucht und geimpft worden sein! Alles andere wäre unseriös.

Lass Dich aber nun nicht bange machen. Die meisten Katzen, die man Dich bitten wird aufzunehmen, kommen sicher aus Deiner Umgebung und manchmal ist ja auch ihre Geschichte bekannt.

Ich kann es übrigens nur bestätigen: Auch meine eigenen Katzen haben immer von den Pfleglingen profitiert! Inzwischen sind sie auch alle daran gewöhnt, dass hier immer mal ein Gast ist (zurzeit haben wir einen Hundegast!) und nehmen es mit Gelassenheit. Meine Katze Lena hat einmal richtig Ersatzmama gespielt und einen ganzen Wurf unter ihre Fittiche genommen, die Kleinen geputzt und so weiter! Total süß! :) Und da Deine
Beiden ja noch jung sind, werden sie sich über Spielgefährten bestimmt freuen! :)
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):
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Für den Fall, dass Du Katzenkinder aufnimmst, würde ich noch ein paar mehr Katzenklos bereithalten, das können auch relativ kleine Kistchen sein. Ich hab mal einen siebenköpfigen Wurf noch nicht stubenreiner Bauerhofkätzchen aufgenommen, da habe ich in jede nur denkbare Ecke so ein Streukistchen gestellt und obendrein die Zugänge unter Schränke und Kommoden abgesperrt (mit Karton), denn scheue junge Kätzchen verkriechen sich gern für ihr großes Geschäft unter irgendwelche Möbel. :|

Das Wissen über Katzenkrankheiten habe ich z.T. von meinem Tierarzt, und nun auch über meine Ausbildung bekommen. Vieles wusste ich letztes Jahr nicht, habe jede Katze aufgenommen, wegen der man mich fragte, und damit auch nie eine schlechte Erfahrung gemacht. Die meisten sind zum Glück gesund. Macht eine Katze, die Du in Pflege bekommst, irgendwie einen kranken, apathischen Eindruck, hat sie verklebte Augen o.ä., dann solltest Du sie vorsichtshalber erstmal in einem extra Zimmer halten, bis der Tierarzt sie untersucht und ggf. behandelt hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Pflegestelle bei uns zu Hause! Beitrag #9
Puh... Da sind so einige Dinge zu beachten.

Es gibt Katzenkrankheiten, gegen die reine Wohnungskatzen normalerweise nicht geimpft sind, z.B. Leukose und FIP.
Da werde ich nochmal mit meiner TÄ sprechen, wie ich dabei am besten vorgehen soll.

Für den Fall, dass Du Katzenkinder aufnimmst, würde ich noch ein paar mehr Katzenklos bereithalten, das können auch relativ kleine Kistchen sein. Ich hab mal einen siebenköpfigen Wurf noch nicht stubenreiner Bauerhofkätzchen aufgenommen, da habe ich in jede nur denkbare Ecke so ein Streukistchen gestellt und obendrein die Zugänge unter Schränke und Kommoden abgesperrt (mit Karton), denn scheue junge Kätzchen verkriechen sich gern für ihr großes Geschäft unter irgendwelche Möbel.
Danke für den Tipp! Wir sind noch nicht so lange in unserer neuen größeren Wohnung und bekommen auch erst Mitte September endgültig alle Möbel. Da werde ich gleich drauf achten, dass keine Nischen entstehen.

Auch fehlt leider immer noch ein Netz am Balkon. Wenn wir dann Katzen aufnehmen, sollte es endlich dran sein. Habt ihr eine Firma, die ihr empfehlen könnt? Ich habe schon mal bei reingeschaut, aber da finde ich die Bewertungen nicht so toll...

Auch vielen Dank für die anderen Tipps. Ich werde sie alle mit beachten, wenn ich die Leiterin interviewen werde. 8)

Über weitere Erfahrungsberichte bin ich sehr sehr dankbar!
 
  • Pflegestelle bei uns zu Hause! Beitrag #10
Hallo Schnuffeline!

Erstmal finde ich es toll, dass du das alles machen willst.

Aber ob sich deine Katzen wirklich über Gäst freuen wage ich zu bezweifeln. Zumindest anfangs solltest du wirklich langsam und vorsichtig eine ganz normale Eingewöhnung machen!
Wenn die Katzen es später gewöhnt sind ist es eine Sache, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es deinen Katzen egal ist, wenn plötzlich eine neue (womöglich kranke) Katze da ist um die du dich dann ständig kümmerst...

Zum Thema Kittenaufzucht: den Umgang mit Fläschchen (bzw. Pipette/Einwegspritze) solltest du dir wenns geht zuerst zeigen lassen.
Wenn die Kätzchen ganz klein sind kannst du sie nicht länger als zwei Stunden alleine lassen und musst auch Nachts ständig füttern (aber ich denke das ist dir eh klar ;)).
Infos dazu kann ich dir auch noch geben, aber ich glaube über die Suchfunktion findest du schon einiges.

Womit du auch vorsichtig sein solltest, sind totale Einzelkatzen. Ich weiß jetzt nicht, ob die überhaupt an Pflegestellen gegeben werden, aber wenn ja solltest du zumindest anfangs die Finger von lassen.

LG
by blackcat
 
  • Pflegestelle bei uns zu Hause! Beitrag #11
Guck mal bei ebay unter "Katzennetz" oder so ähnlich und bei sandras tieroase. Das müßte es auch ein Balkonnetz geben...
 
  • Pflegestelle bei uns zu Hause! Beitrag #12
Kann mich Annika nur anschließen.

Empfehlen würde ich dir, deine Katzen auf jeden Fall noch gegen Leukose impfen zu lassen. Wie Annika auch schreibt, schützt die FIP-Impfung nicht sicher und ist auch sehr umstritten. Ich persönliche habe meine Freigänger nicht gegen FIP impfen lassen.
Sinnvoll wäre auf jeden Fall ein "Quarantänezimmer", in dem du die Neuzugänge eine zeitlang unterbringst, bevor sie zu deinen eigenen Katzen können.

Wir haben das in Recht großem Umfang betrieben. Zeitweise hatten wir bis zu ca. 70 Katzen (darunter sehr viele junge Kätzchen) im Haus. Über den TSV sind Speicher und Keller ausgebaut worden. TA- und Futterkosten wurden vom Verein übernommen. Die Vermittlung lief im Namen des Vereins, entscheiden durften wir bei den Interessenten aber selbst und haben die entsprechenden Schutzverträge mit den Leuten gemacht.

Bei meinen allerersten Pfleglingen bin ich jedoch mit soviel Herzblut rangegangen, dass ich die beiden auf gar keinen Fall mehr hätte abgeben können. Da sie behindert waren, wäre eine Vermittlung sowieso recht schwierig gewesen, aber ich hatte zeitweise richtig Angst, dass der Verein sie einfach vermittelt. Wenn dich die Geschichte interessiert, kannst du das mal lesen:

Auch mein Angebot: Wenn noch Fragen sind, einfach her damit.
 
  • Pflegestelle bei uns zu Hause! Beitrag #13
Du meine Güte! Die Story ist echt dramatisch!!!

Ein Quarantänezimmer haben wir. Wäre kein Problem.

Nun stellst sich mir noch die Frage: Mein Freund und ich sind voll berufstätig. Wäre das ein großes Problem? Wir sind in der Woche von 6:00 Uhr - 16:30 Uhr nicht daheim. Am Freitag schon gegen Mittag.

Da wird es schon schwierig mit ganz jungen Katzen, die rund um die Uhr beaufsichtigt werden müssen...
 
  • Pflegestelle bei uns zu Hause! Beitrag #14
Stimmt, Flaschenaufzuchten fallen da weg.
Aber ich denke bei älteren Kitten und erwachsenen Tieren dürfte es schon gehen, obwohl ich es als eher lang empfinde.
Gerade bei Problemfällen hast du dann vielleicht nicht die Zeit richtig auf sie einzugehen...
 
  • Pflegestelle bei uns zu Hause! Beitrag #15
Die Abwesenheitszeit schränkt das ganze natürlich etwas ein. Problemfälle, die direkt von Anfang an bekannt sind, würde ich aus TSV-Sicht dann nicht zu dir bringen. Also, wenn eine Katze bereits krank beim TSV landet. Leider kannst du nie genau absehen, wie lange eine Katze bei dir bleiben muss.

Aber es gibt auch genug Katzen, die einfach nur einen neuen Aufenthaltsort brauchen, weil Besitzer versterben, plötzlich Allergie auftritt oder die Tiere nicht mehr gewünscht sind. :evil:
Und wenn dann mal ein Krankheitsfall entsteht, wird sich da auch eine Lösung finden. In der Regel entscheidet ja der TSV, welche Tiere zu dir kommen.
 
  • Pflegestelle bei uns zu Hause! Beitrag #16
Also auf jeden Fall werde ich versuchen alles so gut wie möglich zu regeln und mit der Leiterin besprechen was in unserem Fall jetzt das Beste ist.

Also falls ihr noch Tipps habt, dann schreibt einfach!

Ah! Fällt mir auch grad noch ein. Gibt es I-netseiten bezüglich Katzensenioren? Die haben ja auch bestimmte Ansprüche. Könnt ihr da ein paar Seiten empfehlen?
 
  • Pflegestelle bei uns zu Hause! Beitrag #17
Hallo schnuffeline,

erstmal finde ich es ganz toll, dass Du Dich so engagieren willst!:D

ABER: meine Minka und Möhrchen habe ich ja auch von einer Pflegestelle...
Und mit der Pflegemutti habe ich heute noch Kontakt.

Es gestaltet sich wohl manchmal alles etwas schwierig.
Es werden öfters Katzen bei ihr abgeliefert, die dann monatelang bei ihr bleiben, weil sie einfach sehr schwer zu vermitteln sind, es gibt manchmal ziemlichen Stress in der Gruppe, einfach wegen "Überfüllung", manchmal werden ihre Pfleglinge krank und sie hat alle Hände voll zu tun mit Medikamentengaben, 2-3 Sorgenkinder sind sowieso immer da...und und und...

Also sie hat mir oft gemailt, für diese Aufgabe wünschte sie sich, dass der Tag 36 Stunden hätte.....

Scheint eine schöne, aber auch sehr zeitintensive Aufgabe zu sein...

Ich wünsche Dir aber viel Erfolg bei Deinem Vorhaben!
Ohne solche engagierten Menschen sähe es ja noch ein wenig trister aus in der Katzenwelt.....
 
  • Pflegestelle bei uns zu Hause! Beitrag #18
Wir haben uns auch gedacht, da wir in einer Mietwohnung leben, wollen/können wir es eh nicht so übertreiben mit Aufnahmen. Außerdem wollen wir auch noch den Überblick behalten (wir fangen ja auch erst an) und uns intentensiv um jeden Findling kümmern. Leider ist es mit unserer Arbeit sehr problematisch, aber das kriegen wir schon irgendwie hin.

Das die Pflege zeitintensiv ist kann ich mir sehr gut vorstellen, aber Tiere sind für meinen Freund und für mich einfach das Größte! Und da können wir unser Hobby gleich richtig ausleben. ;)
 
  • Pflegestelle bei uns zu Hause! Beitrag #19
Also ich hatte jetzt nochmal ein kurzes Gespräch mit der Vermittlerin des TSV's und sie sagte mir zu, das die TAkosten und das Futter bezahlt werden.
:D

Jetzt wollte ich Euch mal fragen, wie ihr das mit der Fütterung gemacht habt. Da bin ich mit meinem Freund noch etwas am diskutieren. Ich möchte den Katzen gern hochwertiges Nassfutter und gelegentlich Rohfutter geben. Das Rohfutter ist acuh nicht das Problem.
Ich wollte den Miezen gerne Graufutter und almo nature anbieten, nur kann es ja sein, dass sie vorher das billige Futter gewohnt waren...das weiß man ja manchmal nicht. Unsere Katzen sind zum Glück noch sehr jung und sie haben das Supermarktfutter nur kurzzeitig bekommen. Von daher war eine Umgewöhnung nicht schwer. Was sagt ihr dazu? Was tuen, wenn sie das Hochwertige nicht wollen?
 
  • Pflegestelle bei uns zu Hause! Beitrag #20
Eine Futterumstellung sollte immer langsam erfolgen. Wenn davon auszugehen ist, dass die Katzen (was höchst wahrscheinlich ist) Supermarktfutter bekommen haben, kannst du das Futter mit dem Hochwertigen mischen. Anfangs nur ein Teelöffelchen, dann den Anteil des neuen Futters erhöhen, wenn kein Durchfall eintritt.

Meine 3 Racker (3, 8 und 9 Jahre alt) habe ich aber auch erst vor 8 - 9 Monaten auf hochwertiges Futter umgestellt. Vorher hab ich mich mit dem Thema Ernährung nicht wirklich befasst und dachte ich tue ihnen was Gutes, wenn ich Markenfutter aus dem Supermarkt nehme.
Sie haben es recht gut akzeptiert und auch sehr gut vertragen. Wenn mal gemäkelt wurde, hab ich das Futter weggestellt und später noch einmal angeboten.

Bei den TSV-Katzen würde ich jedoch in den ersten Tagen vielleicht sogar das gewöhnliche Futter füttern wegen der Eingewöhnung. Manche Katzen verweigern durch den Ortswechsel schon mal das Futter und wenn es dann auch noch direkt umgestellt wird...
Mögliche neue Besitzer solltest du dann auch wiederum auf die gewohnte Ernährung hinweisen, die die Katzen bei dir erhalten haben. Viele Leute werden auch da Supermarktfutter bevorzugen. Und eine schnelle Umstellung ist in dem Fall genauso schlimm. Abgesehen davon kannst du ja dann auch noch etwas Aufklärungsarbeit zum Thema Ernährung leisten. *g*
 
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