Juchu alle Zusammen!
Puh! Also der erste Tag war schon ganz schön aufregend. Besonders für unsere eigenen Katzen! Die haben die Pflegekatzen (heißen übrigens BonBon (haben uns die Namen nicht ausgedacht!) und Blossom) schon von einigen Metern Entfernung gerochen. Tamara fand die ganze Sache wirklich waaahnsinnig aufregend und saß die meiste Zeit vor der Tür und hat aufmerksam gelauscht und geschnuppert. Greywind dagegen hat sich gar nicht erst wieder in den Flur zum Quarantänezimmer getraut und nach kurzer Zeit sogar ihre Schwester angefaucht! :? Da waren wir dann doch etwas überrascht.
Nach dem wir die Pflegekatzen erstmal rundum versorgt hatten, hatten mein Freund und ich uns erstmal aufgeteilt. Er hat sich um die Pflegekatzen gekümmert (füttern + die Tablette unters Essen rühren; wurde sogar einigermaßen mit aufgefuttert) und ich habe gaaaaanz dolle mit unserer Katzen gespielt. Greywind hat sich dann wieder einigermaßen beruhigt und nach etwa 2 h intensivem Spielen und Schmusen auch wieder mit der Schwester gekuschelt.
Heute morgen haben wir auch kein Gezanke zwischen den Beiden bemerkt und Greywind hat sich sogar wieder in den Flur getraut, doch alles mit respektvollem Abstand belauscht und beschnuppt. Tamara dagegen hat versucht sich durch den unteren Spalt zu quetschen, wo gerademal (wenn überhaupt) ihre Stupsnase durchpasst.
Die Pflegekatzen waren gestern total gestresst und haben sich während der Fahrt nach München dann wohl auch gegenseitig verkloppt. Man musste sie dann schließlich trennen. Die Übergabe verlief, meiner Meinung nach, recht unkoordiniert. Nach 2h konnten wir sie dann endlich mit Heim nehmen und schon während der Autofahrt (ich saß dann zwischen den Beiden) waren sie viel ruhiger.
Ich dachte, dass ich viel aufgeregter wäre, aber das verflog ganz schnell. Da ich mich so für die beiden Spanierkatzen gefreut habe, als ich ihre Boxen geöffnete hatte und sie ihre neue Umgebung erkunden konnten. Natürlich mussten erstmal die Glieder gestreckt und das Zimmer mit höchster Geschwindigkeit abgerannt werden. Da konnte ich sie auch das erste Mal so richtig beäugen. BonBon ist eine pechschwarze Miezekatze mit einem kleinen Stummelschwanz (find ich aber echt nicht schlimm) und verhält sich wie eine kleine Prinzessin. Sie ist auch die zierlichere. Die Kleine ist wirklich nur Haut und Knochen

. Blossom, ihre Schwester, ist schwarz-weiß gefleckt und etwas rabiater und weniger schüchtern.

Sie waren zu Anfang ganz schüchtern und auch sehr ängstlich. Sie haben uns mit etwas Sicherheitsabstand beschnuppert und freudig (besonders BonBon) das Fressen entgegen genommen. Leider hat BonBon (war wohl zu gierig) das halbe Essen wieder ausgebrochen. Aber wir hoffen, dass sie das Schlingen bald abstellen wird, wenn sie sieht, dass sie bei uns nicht verhungern wird.
Nachdem Essen haben wir die Beiden erstmal für einige Stunden alleine gelassen. Da konnten sie sich erstmal richtig austoben und alles in Ruhe erkunden. Das ging bestimmt 2 1/2 h so, dass aus dem Katzenzimmer ein wahnsinniges Gepolter kam. Aber es wurde nicht gekeift und nicht gefaucht. Anschließend war alles ruhig und haben dann erstmal ein bissl geschlafen.
Am Abend haben wir dann ausgiebig gespielt, was das Vertrauen erheblich gesteigert hat. :angel: Beim Spielen kamen dann auch die ersten zaghaften Schnurrgeräusche. Nach etwa 1 1/2 h intensiven Spielen war dann Kuschelzeit. Da schien mein Freund dann aber eher geeignet zu sein. :?
Na, da wurde er noch eine ganze Weile zum Schmusen verdonnert, während ich dann mit unseren beiden weiter gespielt habe.
Also alles in allem machen die zwei Pflegekatzen einen recht munteren und aufgeweckten Eindruck. Bis heute morgen haben sie noch keinen Kot abgesetzt. Weiß also noch nicht wie es mit Durchfall aussieht. Zum Glück habe ich auch keine Flöhe oder Milben entdeckt.
Soo, das zu meinem ersten Pflegekatzentag. Meint ihr Greywind ist eifersüchtig? Aber warum hat sie dann ihre eigene Schwester angeknurrt? Für die Beiden ist das natürlich eine super Umstellung und auch eine (unverhoffte) Überraschung!