- Familienhund gesucht... Beitrag #81
ST0FFEL
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Zu deiner Frage bzgl des Verhaltens von Langhaarcollies gegenüber Fremden zitiere ich mich einfach mal selbst. 
Der Welsh Terrier gilt auf jeden Fall als verspielt und auch als guter Kinderhund. Mein Papa kannte einen, mit dem er als Kind immer spielte, obwohl der Hund nicht zu seiner Familie gehörte. Er hatte sich damals in die Welsh verliebt. Der Welsh neigt dazu, territorial zu sein und sein Grundstück zu verteidigen. Das ist erzieherisch händelbar, aber erfordert sicher ein bissel Erfahrung. Außerdem gilt er als nicht sonderlich verträglich mit Artgenossen. Zudem ist sein Jagdtrieb noch so stark ausgeprägt, dass er durchaus jagdlich geführt werden kann. (Wobei es hier natürlich auch Ausnahmen gibt.) Was ihn aber mMn am meisten für euch ungeeignet macht, ist seine Sportlichkeit und seine Ausdauer. Ich denke, dass die 2 Stunden täglich einfach zu wenig für ihn sind. Der Großteil der Welsh Terrier ist nicht so anpassungswillig, als dass sie sich problemlos (das heißt, ohne Zerstörungswut oder sonstige Macken zu entwickeln) damit abfinden würden. Trotz seiner Kinderliebe gehört der Welsh mMn also eher zu Familien, die sehr sportlich sind und auch eher zu Familien, die weniger Publikumsverkehr haben als ihr. Denn die Kinder, die von deiner Mutter als Tagesmutter betreut werden, haben trotz aller Kinderliebe der Welshs sicher auch Eltern, die kommen, um sie wieder abzuholen. Ein auf sie zurennender, kläffender Hund könnte in dem ein oder anderen Elternteil durchaus die Frage aufkommen lassen, inwiefern ihr Kind tagsüber gut in Gegenwart dieses Hundes aufgehoben ist. Da würde ein zurückhaltender, ausweichender Lang- oder Kurzhaarcollie sicher einen besseren Eindruck machen.
Der Bichon frise ist sicher auch eine super Idee ebenso wie der Malteser.
Aufgrund eures eigentlichen Wunsches zu einem geringen bzw händelbaren Jagdtriebes würde ich bei den Terriern nur den Australian Terrier oder den Australian Silky Terrier guten Gewissens empfehlen können, da die aufgrund ihres ebenfalls vorhandenen Hütetriebes dazu neigen, trotz Jagdtriebes in deutlicher Nähe des Rudels zu bleiben. Die drei Australian Terrier, die ich kenne, sind alle problemlos ableinbar, ohne dass sonderliches Antijagdtraining seitens der Besitzer nötig gewesen wäre. Hier mal ein Erfahrungsbericht zum Australian Terrier von der Seite des KfT.
Eventuell wäre auch ein Yorkshire, Boston oder Norwich Terrier denkbar.
@ Pewee:
Bzgl. Boxer mache ich derzeit (und auch früher schon) andere Erfahrungen in meinem direkten Umfeld. Ein entfernter Nachbar hat sich einen als Ersthund angeschafft. Er war ab der Welpengruppe in verschiedenen Hundeschulen und ist fast den ganzen Tag zu Hause, um sich mit dem Hund zu beschäftigen.
Trotz guter Sozialisierung hier hat er durchaus Probleme, den Schutztrieb des Hundes in den Griff zu bekommen. Trotz frühzeitiger Kinderkontakte mag Pepper zwar Kinder, aber nur die, die er als Welpe kennen lernte. Alle neuen sind schwierig. Am stärksten ist sein Schutztrieb aber gegenüber Männern. Wenn jemand in den Garten will, muss Pepper selbst bei bekannten Personen kurz genommen werden. Auch sonst kann keiner einfach den Besitzer anfassen und sei es nur zum Schulterklopfen. Da muss sein Halter unwahrscheinlich aufpassen. Pepper zu führen bedeutet also immer 100%ige Aufmerksamkeit des Halters. Noch dazu sind die beiden Boxer, die ich kenne, doch sehr grobmotorisch und hauen gerne mit den Pfoten drauf. Pepper ist sich auch nicht bewusst, dass mein Sohn umfällt, wenn er ihn anspringt.
Bei den Langhaarcollies habe ich andere Erfahrungen gemacht. Unfreundlich war da keiner. Sie legen einfach keinen großen Wert darauf, von Fremden gestreichelt zu werden und weichen höflich aus. Unfreundlich sind sie aber nicht im Sinne von Bellen oder Knurren. Sie ignorieren Fremde.
Der Welsh Terrier gilt auf jeden Fall als verspielt und auch als guter Kinderhund. Mein Papa kannte einen, mit dem er als Kind immer spielte, obwohl der Hund nicht zu seiner Familie gehörte. Er hatte sich damals in die Welsh verliebt. Der Welsh neigt dazu, territorial zu sein und sein Grundstück zu verteidigen. Das ist erzieherisch händelbar, aber erfordert sicher ein bissel Erfahrung. Außerdem gilt er als nicht sonderlich verträglich mit Artgenossen. Zudem ist sein Jagdtrieb noch so stark ausgeprägt, dass er durchaus jagdlich geführt werden kann. (Wobei es hier natürlich auch Ausnahmen gibt.) Was ihn aber mMn am meisten für euch ungeeignet macht, ist seine Sportlichkeit und seine Ausdauer. Ich denke, dass die 2 Stunden täglich einfach zu wenig für ihn sind. Der Großteil der Welsh Terrier ist nicht so anpassungswillig, als dass sie sich problemlos (das heißt, ohne Zerstörungswut oder sonstige Macken zu entwickeln) damit abfinden würden. Trotz seiner Kinderliebe gehört der Welsh mMn also eher zu Familien, die sehr sportlich sind und auch eher zu Familien, die weniger Publikumsverkehr haben als ihr. Denn die Kinder, die von deiner Mutter als Tagesmutter betreut werden, haben trotz aller Kinderliebe der Welshs sicher auch Eltern, die kommen, um sie wieder abzuholen. Ein auf sie zurennender, kläffender Hund könnte in dem ein oder anderen Elternteil durchaus die Frage aufkommen lassen, inwiefern ihr Kind tagsüber gut in Gegenwart dieses Hundes aufgehoben ist. Da würde ein zurückhaltender, ausweichender Lang- oder Kurzhaarcollie sicher einen besseren Eindruck machen.
Der Bichon frise ist sicher auch eine super Idee ebenso wie der Malteser.
Aufgrund eures eigentlichen Wunsches zu einem geringen bzw händelbaren Jagdtriebes würde ich bei den Terriern nur den Australian Terrier oder den Australian Silky Terrier guten Gewissens empfehlen können, da die aufgrund ihres ebenfalls vorhandenen Hütetriebes dazu neigen, trotz Jagdtriebes in deutlicher Nähe des Rudels zu bleiben. Die drei Australian Terrier, die ich kenne, sind alle problemlos ableinbar, ohne dass sonderliches Antijagdtraining seitens der Besitzer nötig gewesen wäre. Hier mal ein Erfahrungsbericht zum Australian Terrier von der Seite des KfT.
Eventuell wäre auch ein Yorkshire, Boston oder Norwich Terrier denkbar.
@ Pewee:
Bzgl. Boxer mache ich derzeit (und auch früher schon) andere Erfahrungen in meinem direkten Umfeld. Ein entfernter Nachbar hat sich einen als Ersthund angeschafft. Er war ab der Welpengruppe in verschiedenen Hundeschulen und ist fast den ganzen Tag zu Hause, um sich mit dem Hund zu beschäftigen.
Trotz guter Sozialisierung hier hat er durchaus Probleme, den Schutztrieb des Hundes in den Griff zu bekommen. Trotz frühzeitiger Kinderkontakte mag Pepper zwar Kinder, aber nur die, die er als Welpe kennen lernte. Alle neuen sind schwierig. Am stärksten ist sein Schutztrieb aber gegenüber Männern. Wenn jemand in den Garten will, muss Pepper selbst bei bekannten Personen kurz genommen werden. Auch sonst kann keiner einfach den Besitzer anfassen und sei es nur zum Schulterklopfen. Da muss sein Halter unwahrscheinlich aufpassen. Pepper zu führen bedeutet also immer 100%ige Aufmerksamkeit des Halters. Noch dazu sind die beiden Boxer, die ich kenne, doch sehr grobmotorisch und hauen gerne mit den Pfoten drauf. Pepper ist sich auch nicht bewusst, dass mein Sohn umfällt, wenn er ihn anspringt.